Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2070 (26.6.1964)
- Date
- 1964-06-26
- Page
- [Seite 6] (sequence 6)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vladimir Seew Jabotinsky Ein Mann von ausserordentlichem Glanz der Begabungen, von seltener Vielseitigkeit, von ungewöhnlichem persönlichem Charme, ein Staatsmann von Format war Jabotinsky, und es war mehr Tragik des Volkes als seine persönliche Tragik, dass nur zur wenige erkannt haben, wie berechtigt seine Warnungen waren. Im russischen Odessa, wo er am 18. Oktober 1880 geboren wurde, wuchs Jabotinsky auf;, bereits als Student erwarb er sich durch seine Feuilletons, die einen klaren, scharfen Blick für die Pro blematik des Lebens und einen ausserordentlichen literarischen Stil bewiesen, Achtung und Anerkennung. Aus dem Englischen übersetzte er in bewundernswerter Meisterschaft das Poem „Der Rabe“ von E. A. Poe im Alter von 17 Jahren ins Russische und später ins Hebräische. Seine journalistische Karriere begann er im Alter von 18 Jahren, noch bevor er seine Reifeprüfung abgelegt hatte, als Korrespondent einer Odessäer Zeitung, „Odeski Listok“, in Bern, froh, das strenge Regime des russischen Gymnasiums der Zarenzeit los zu werden. Als er sich entschloss, nach Rom zu übersiedeln, dauerte es kaum ein Jahr, bis er die italienische Sprache in literarischer Vollkommenheit beherrschte. Von Rom aus begann er unter seinem Pseudonym „Altalena“ Feuilletons für die „Odeskaya Nowosti“ zu schreiben. Er versuchte sich auch als Bühnenschriftsteller und 1901, nach Odessa zurückgekehrt, freute sich der 20-Jährige mit der Aufführung seines pazifistischen Stückes „Blut“ im Odessaer Stadt, theater, das ein Jahr später auch sein Stück „In Ordnung“ aufführte. Der Kischinewer Pogrom 1903 machte Jabotinsky zum Zionisten. Die Lehre, die er aus dem russischen Pogrom zog, hat er nie vergessen. Er nahm als noch nicht 23-Jähvon MEIR rieer am 6. Zionistenkongress als Mitglied der Delegation der russischen Zionisten teil und lehnte zusammen mit den anderen russischen Dele. gierten den Uganda - Vorschlag ab, obwohl er von Herzls Persönlichkeit zutiefst beindruckt war und seine politisch-nationale Linie voll und ganz übernahm, so dass er Jahre später zum repräsentativsten Herzl-Zionisten wurde, da er das Programm der möglichst baldi. gen Schaffung des souveränen Staates kompromissloser als alle anderen vertrat. Die erste Hälfte des Jahres 1908 lebte Jabotinsky als Journalist in Wien, dann — nach der Revolution der Jung-Türken — in Konstan. tinopel und besuchte 1909 zum ersten Male Erez Israel, wo er in Petach Tikwa seine erste hebräische Rede im Lande hielt. Nach Odessa zurückgekehrt, rief er in seiner Zeitschrift „Rasswjet“ erstmals zur Gründung der Ha. ganah für die Selbstverteidigung des Jischuw auf. Bald darauf eröffnete er seine grosse Werbeaktion für die Renaissance der hebräischen Sprache und hebräische Erziehung, für die er in fünfzig russischen Städten Reden hielt. Im ersten Weltkrieg Nach Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde Jabotinsky reisender Sonderberichterstatter der angesehenen Moskauer Zeitung „Ruskaja Wjedomosti“ für West, und Mitteleuropa, besuchte Max Nordau in Madrid und legte ihm den Plan der Gründung einer jüdischen Legion vor, die auf Seiten der Alliierten am Kampfe um Palästina teilnehmen sollte In Aegypten organisierte Jabotinsky unter den 12.000 jüdischen Flüchtlingen, die von den Türken aus Palästina ausgewiesen worden waren, den Kern für die erste jüdische Truppe im britischen Heer, FAERBER traf in Alexandrien Josef Trumpeldor, der den Gedanken begeistert aufnahm. So entstand aus 500. dann 600, Freiwilligen das Zionist Mule Ccrps. Jabotinsky wollte sich damit nicht begnügen und begab sich nach London, um das Recht der Truppe auf Einsatz zum Kampf zu erwirken, während im Einvernehmen mit ihm Pinehas Ruthenberg 1915 nach Amerika fuhr, um in gleichem Sinne dort tätig zu sein Im Januar 1917 stellte sich Jabotinsky zusammen mit den Resten der Maultiertrup. pe einer britischen Forma, tion als einfacher Freiwilliger ohne Charge zur Verfügung. Erst im August 1917 W'urde die Errichtung der Jüdischen Legion bewilligt, die dem Kommando von Col. •Patterson unterstellt wurde, der für die Beförderung Jabotinskys zum Leutnant sorgte. Am 1. März 1918 traf die Jüdische Legion in Alexandrien ein und wurde dann an die Front geschickt. Im Herbst 1918 konnte sie Es Salt und den Uebergang über den Jordan erobern Inzwischen hatten Ben Gurion und Jizchak Ben Zwi in Amerika und Elijahu Golomb in Erez Israel ebenfalls Freiwillige geworben und organisiert, so dass die jüdische Truppe nun aus drei Formationen mit zusammen 5.000 Mann bestand. In Erez Israel Wer denkt heute noch daran, dass die Tageszeitung „Haarez“ aus der Initiative Jabotinskys hervorgegangen ist und dass er neben Elieser Ben-Jehuda und David Jellin der Haupttträger der hebräischen Publizistik im Lande war? Wer innert sich daran, dass den ersten hebräischen Schulatlas Jabotinsky verfasst hat? Da sich Jabotinsky darüber klär war, dass unter der britischen Herrschaft arabische Pogrome auf Juden zu erwarten seien, berief er Ende 1919 die Funktionäre des Jischuw zu einer Beratung zwecks Gründung der Haganah zusammen und übernahm die Führung der ersten Selbstschutztruppe, die wegen Ver. Weigerung der Bewilligung durch die Militärverwaltung illegal organisiert werden musste, jabotinskys Vorsicht und Befürchtung erwies sich als begründet, denn schon im April 1920 brachen die ersten arabischen Unruhen aus In der Jerusalemer Altstadt wurden Juden überfallen, beraubt und ermordet, die arabischen Polizisten unterstützten die Banditen. Die britische Polizei sperrte vor den Haganah.Leuten die Tore der Altstadt, in der die Banden wüteten. Als 19 Haganah-Mitglieder verhaftet und ihre Waffen beschlagnahmt worden waren, stellte sich Jabotinsky der Polizei und erklärte, dass er als Kommandant der Ha. ganah die Verantwortung auf sich nehme. Vor dem Militärgericht verteidigte er sich und seine Kameraden selbst, wurde aber zu 15 Jahren Zwar-y rbeit und Ausweisung aus dem Lande verurteilt. Gleichzeitig wurde auch der Anstifter der Ueberfälle, Emin el Hussein! (der spätere Mufti von Jerusalem) zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Feldmarschall Allenby, von dessen Bestätigung das Urteil abhängig war, verringerte die Strafe Jabotins. kys auf ein Jahr Gefängnis und die der anderen 19 Haganah-Leute auf ein falbes Jahr Gefängnis ohne Zwangsftrbci t Die öffentliche Meinung im Lande und in der Welt lehnte sich gegen das gemässigte Urteil auf und unter ihrem Druck wurde das Militärregime durch eine zivile Verwaltung abgelöst. Der erste Oberkommissar, Sir Herbert Samuel, erliess bald nach seinem Amtsantritt eine Amnestie, die sowohl für die Juden als auch für die Araber galt, die an den Unruhen teilgenommen hatten, jabotinsky begnügte sich nicht mit der Begnadigung, sondern begab sich nach London und setzte die Aufhebung der Verurteilung für sich und die anderen Haganah.Leute durch. ® Innere Kaempfe Nun war Jabotinsky eine kurze Ruhezeit vergönnt Er wurde zum Mitglied des Waad Leumi, 1920 ins Direktorium des Keren Hayessod und 1921 zum Mitglied der Zionistischen Exekutive gewählt. Nachdem aber die Zio. nistische Exekutive das erste Weissbuch akzeptiert hatte, durch welches das Land zwischen Cis- und Transjordanien geteilt wurde und das die Errichtung der „jüdi. sehen Heimstätte“ nur in Cisjordanien vorsah, und die Exekutive auch weiterhin gegenüber den britischen Behörden nachgab, demissio. nierte Jabotinsky Anfang 1923, verliess London und zog sich nach Berlin zurück, wo er die Redaktion des „Rasswjet“ übernahm. Er forderte Revision der Beziehungen zwischen der Zionistischen Organisation und der britischen Verwaltung in Erez Israel. Daraus entstand die Bewegung der Zionistsn-Revisionisten. Als Jabotinsky 1931 an der Spitze einer Revisionisten- Fraktion von 52 Delegierten die Festlegung des Endzieles, jüdische Mehrheit im jüdi. sehen Staate, verlangte und der Kongress die Endziel-Resolution überging, zerriss er seine Delegiertenkarte und verliess den Kongress. 1933 wurde der Partei Jabotinskys die Ermordung Chaim Arlosoroffs vorgewor. fen; er führte einen schweren Aufklärungskampf gegen die Verleumder Nachdem 1934 der Freispruch der Beschuldigten erfolgt war,schlug Jabotinsky zur Beilegung des Parteienkampfes Ben Gurion vor, einen Vertrag zwischen Revisionisten und Betbar und der Histadrut zu schliessen, um Tätlichkeiten von Juden gegen Juden zu unterbinden. Der Vertragsentwurf wurde auf der Weltkonferenz in Krakau 1935 von den Revisionisten bestätigt, aber von der Histadrut abgelehnt. Der ernste Warner Anfang 1936 warnte Jabo, tjnsky wiederum offiziell den Oberkommissar und das Londoner Kolonialamt vor bevorstehenden neuen arabischen Unruhen, aber seine Warnung wurde wiederum ignoriert; der arabische Bandenkrieg brach im April 1938 noch ärger als früher aus. Als die Engländer 1939 durch ein neuerliches Weissbuch das „National-Heim“ noch weiter beschränkten und einengten, Bodenverkauf an Juden nur in gewissen Landesteilen erlauben wollten und die Zahl der Einwan. derer-Zertifikate noch mehr verringerten, gingen die Anhänger Jabotinskys (IZL) zum Kampf gegen die britische Herrschaft über Seit der Nationalsozialis mus in Deutschland erstarkte, rief Jabotinsky in Vortragsreisen in den Städten Europas zur Evakuierung der Juden aus den gefährdeten Ländern, vor allem aus Polen, auf. Nur wenige waren bereit, die Warnungen zu beherzigen. Eingedenk der Lehren der russischen Pogrome nahm er Hitlers Hetzreden und den Antisemitismus der „OLAMENU“ TEL AVIV POB 3002 ISRAEL NEUERSCHEINUNGEN DES VERLAGES GOLD: Geschichte der Juden - in der Bukowina I., Gro6SOktavformat — 180 Textseiten — 42 Bildertafeln 239 Illustrationen Ganzleinenband $ 20.00 — Luxusausgabe $ 35.00 GOLD: Geschichte der Juden in der Bukowina II., Grossoktavformat — 232 Textseiten — 51 Bildertafeln 457 Illustrationen Ganzleinenband $ 20.00 — Luxusausgabe $ 35.00 SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG GOLD: Geschichte der Juden in Wien I., Hauptredaktion: Dr. Y. L. Bato, Dr. N. M. Gelber ERMAESSIGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: Vor Erscheinen $ 15.—, nach Erscheinen $ 25. BILDPROSPEKT KOSTENLOS DURCH: Edition „OLAMENU“ TEL AVIV. P.O.B. 3002, ISRAEL Alle Publikationen erscheinen in deutsener Sprache Die Preise sind in U$A-Dollar angegeben. JL ITERATUR en Gurion und < Nach dem sechsten Zioni. stenkongiess (1903) gab die Poale Zion in London zionistische Broschüren heraus. Schreiber dieser Zeilen hatte einst die erste dieser Broschüren gesehen — sie war von Vladimir Jabotinsky. Warum hatte die Poale Zion, wenn auch vor sechzig jah. ren, ausgerechnet Jabotinsky eingeladen, um für sie die erste Broschüre zu schreiben? Jabotinsky, der schon in jungen Jahren zu den besten Rednern und Journalisten des jüdischen Volkes gezählt wurde, trat in unzähligen Versammlungen auf und alle Parteien verdankten ihm neue Anhänger. In seiner Argumentation, besonders gegen den anti-zionistischen Bund, versuchte er Arbeiter für den Zionismus zu gewinnen und deshalb mag er persona gra. ta bei der Poale Zion gewesen sein. Wenn — so sagte man — zwei, in diesem Falle David Ben Gurion und Vladimir Jabotinsky, dasselbe tun, so ist es doch nicht dasselbe, aber eine Aehnlichkeit in ihren Anschauungen und Handlungen ist doch festzustellen. Beide, selbständig in Ent. Scheidungen, reich an Ideen, gegen Kompromisse, fast immer oppositionell gestimmt,, strebten nach de!- Führung. Sie standen auf verschiede, nen zionistischen Fronten, der eine rechts, der andere links, begleitet vom lärmenden Streit, — und trotzdem ist ihre Verwandtschaft in den zionistischen Hauptzie. len aufffallend. Man könnte sogar den jüngeren Ben Gurion als Schüler von Jabotinsky ansehen, obwohl sie sich wie feindliche Brüder bekämpft hatten. Parteipolitisch konnte sie keine Brük. ke verbinden. Ideologisch aber näherte sich Ben Gurion, bewusst oder unbewusst, dem vorauseilenden Jabotinsky. Gewöhnlich trat Jabotinsky zuerst mit einer Forderung auf, dann erschien Ben Gurion, um einen Gegen. Satz zwischen seiner Richtung und Jabotinsky zu kristallisieren. Zuerst tobte ein Kampf zwischen beiden, aber a.m Ende, kehrte Ben Gurion zur ursprünglichen Forderung'von Jabotinsky zurück Er formulierte die Forderung anders, gab ihr andere Kleider, aber der Inhalt war der. selbe. Hier einige Beispiele: Im ersten Weltkrieg propagierte Jabotinsky die Schaffung einer Jüdischen Legion, um gemeinsam mit der britischen Armee F*alästina zu befreien. Er glaubte an England von JOSEF und war überzeugt, dass der Zusammenbruch des türkischen Reiches ein jüdisches Palästina ermöglichen würde. Auch Ben Gurion war für eine Jüdische Legion, aber er wollte gemeinsam mit der Türkei gegen englische Soldaten in Palästina kämpfen. Sein Jugendtraum war, im türkischen Parlament als Vertreter des Yishuv zu sitzen. Es wäre eine sehreckli. che Tragödie für den Zionismus gewesen, wenn zwei jüdische Legionen, die eine unter Allenby und die andere unter Djemal Pasha, sich als Feinde in Palästina bekämpft hätten. Aber Djemal Pasha, ein Gegner der jüdischen Ko. Ionisation, annullierte die türkische Zustimmung und die Anhänger einer Jüdisch- Türkischen Legion, darunter Ben Gurion; wurden deportiert. Ben Gurion kam nach Amerika und schliesslich meldete er sich zur Jüdischen Legion, die Jabotinsky geschaffen hatte. Jabotinsky hatte oft Englands grosse Verdienste um den Zionismus hervorgehoben. Er hatte eine Schwäche für das Land der Balfour- Deklaration, aber gleichzeitig kritisierte und tadelte er seine anti.zionistische Stellung — wie kein anderer. Auch Ben Gurion anerkannte Englands Leistungen und attackierte Downing Street Aber wenn er sich mit Jabotinsky beschäftigt hatte, höhnte er über dessen Kritik gegen England. Man sollte Jabotinskys Auftreten gegen England nicht ernst nehmen. Hat er doch im Jahre 1922 das White Paper von Churchill, gemeinsam mit Weizmann, unterschrieben. Ben Gurion war 15 Jahre Mitglied der Zionistischen Exekutive — wieviele White Papers, Berichte von Royal Commissions und anti-zionistische Erklärungen Eng. lands erschienen in diesen 15 Jahren? Ben Gurion konnte nichts verhindern und war genau so hilflos wie einst Jabotinsky. Vergleicht man aber die Reden und Aufsätze von Ben Gurion, die er jetzt veröffentlicht hatte, mit denen von Jabotinsky — man hätte glauben können, dass beide in einer Leitung wären, die gemeinram die Reden gegen England entworfen hätten. Jabotinsky war der Führer der zionistischen Opposition gegen Weizmann. Als Sprecher gegen Weizmann war er dramatisch und leidenschaftlich. Beide waren einst IW”* „ Weizmann gälten U die iur jüdische1 4ber dann P1 auseinander u te Weizmanns li 1920 »:url öer zionistisc und da ei i sehen Po'1“ standen im Januar W Ben Guri zam ersten M sehen Oeüent Zionistischen in London in __ mit eine Weizmann, E Banns polit. ein „Peuffle sich, dass d Organisation gion unfreun hätte und n Zustände in den Türken Weizmann „Unter den nichts verlai zu bleiben, ist man mii gekommen, les Möglich« Ben Guri« jner, oppositi mann, bein tot 15 Jahr sehen Exeku ne Resipat: te, aber er schliesslich hatte, wurde der erste : des Staates re aus Jabo venn er im resigniert hi Jabotinsky nam, bildete seiner Bewei Prozent, wei Als es zur Sp ren auf der Nationalsozialisten ernst. Wie er an der Organisierung der jüdischen Selbstwehr in Odessa teilgenommen hatte, so wurde er später der erste und zielbewusste Verfechter der Forderung auf militärische Ausbildung und Bewaffnung der jüdischen Jugend im Lande Israel und der prophetische Warner vor der NazL Gefahr in Europa. ® Der Mensch Am 29. Tamus, das war der 4. August 1940, starb Jabotinsky im Alter von 60 Jahren plötzlich während eines Besuches in einem Bethar- Lager in New York, wo er auch beerdigt wurde. — Vladimir Seew Jabotinsky war der grosse Oppositionelle in der Zionistischen Bewegung, der von seinen Gegnern schaf bekämpft worden ist. Seine Reden waren unvergessliche Erlebnisse. Er aus tie{ konnte tausende Zuhörer mit gatlz zwei, drei Stunden lang fes. tfeberzeug, sein und beherrschte etwa £ zehn Sprachen mit solcher tährdeten Virtuosität, dass seine Reden in jeder dieser Sprachen Sein ve gleicherweise begeisterten Es Anhänger war nicht nur der dramatirichtig^, sehe Aufbau und das lingui- Rücksicht stische Genie, dem die Sprachen der Völker keine Gren. arbeitern zen zu setzen schienen, die aiif aussergewöhnliche Rhetorik und „ und die überzeugende Logik, « die seine Reden zum Ereigseinen r“ nis machten, sondern vor alheit lern seine unfehlbar sichere haltuW ’ ._ — v _ ^teliun Neue Bücher 5,^ Yemima Tschernowitz Avidar: Mit einem feinen Strich. «t Verlag Kium (Poale Sion Hi- Sseren tachdut. Buenos Aires 1964. 1 «