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Jüdische Wochenschau · 1964-06-19 · 2069 (19.6.1964) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2069 (19.6.1964)
Date
1964-06-19
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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— Viernes, 19 de Juni« de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. No. 2069 s / Der erste Schritt wurde getan (Schluss von Seite 1) j renzfähigkeit seines Handels, i seiner Wissenschaft und Industrie bedacht sein, ebenso | ■wie es an die Absatzmöglieh. keilen seiner Produkte den. . ken muss. Deswegen war es I naheliegend, dass die israeli- ■ sehe Regierung den Versuch I unternahm, den Anschluss an die EWG in irgendeiner Form durchzusetzen. Sicherlich musste man von Anfang an mit erheblichen Schwierigkeiten zweierlei Natur rechnen: mit wirtschaftlichen Einwänden und politischen Bedenken Jahre hindurch zogen sich die Verhandlungen hin die jetzt zu einem ersten Resultat geführt haben. Es wurde ein Abkommen zwischen der EWG und Israel abgeschlossen. das vom Europa-Parlament mit grosser Sympathie begrüsst worden ist. Bei der Aufnahme Israels in die EWG. die als das letzte Ziel der israelischen Be. mnhungen anzusehen ist, sab es Widerstände vor allem von italienischer Seite wegen der Konkurrenz der Jaffa-Oran. gen mit der italienischen Zitrus-Produktion. Dies aber waren nicht die einzigen Hemmnisse wirtschaftlicher Art. die überwunden werden mussten. Bedeutsamer waren die politischen Gesichtspunkte, die von der EWG in Betracht zu ziehen waren. Wie immer, wenn Israel in einem internationalen Gremium auftritt oder Beziehungen aufnimmt, meldet sich der arabische Hass zur Stelle. Boykottdrohungen und sonstige politische Schritte wurden seitens der arabischen Länder in Aussicht gestellt, wobei stets die Ankündigung der Anerkennung der DDR (Deutschen Demokratischen Republik) dann eine erhebliche Rolle spielt, wenn die Araber einen Druck auf die Bundes, republik ausüben wollen. Die Methode, Bonn zu einer Sinnesänderung zu veranlassen. Indem von einem Pakt mit dem kommunistischen Ostdeutschland gesprochen wird, wurde erstmalig beim Ab1 kommen über die Reparatio, nen zugunsten Isiaels praktiziert ohne damals den geringsten Erfolg den Arabern einzubringen. Die Verhandlungen zogen sich jetzt auch deswegen lan-; ge Zeit hin, wreil man eine neue Auseinandersetzung mit ( den Arabern verhindern wollte. Die arabischen Länder selbst oder einige von ihnen, ' hatten sich inzwischen ebenfalls an die EWG gewandt.! Da aber die EWG sehr stark ist, und weil die Araber die i Bittenden waren, konnten ihre Drohungen überhört wer- | den. Jedenfalls ist es ein sehr grosser Erfolg für Israel, dass es überhaupt unter die.! sen Bedingungen zu einem i Israel hinzulenken. Handelt es sich doch um ein Land, I das in den letzten Jahren in bewundernswürdiger Weise seine Wirtschaft in Gang zu ' bringen versucht, um unter sehr schwierigen Bedingun. I gen den Wohlstand seiner immer noch anwechsenden i Bevölkerung sicherzustellen...“ Blaisse unterstreicht I dann die Tatsache, dass ein Abkommen zustande kam, aber er sagt im gleichen Atemzug: „Zunächst kann nicht geleugnet werden, dass dieses Abkommen dürftig ist.“ Und später: „Es ist ein guter Anfang — aber mehr als ein Anfang ist es nicht.“ — Aus dem Abkommen selbst, aus der Entschliessung des Europäischen Parlaments und aus den Worten des Berichterstatters geht übereinstim- — ersten — Abkommen mit! mend und mit Klarheit her. der EWG kam. Damit wurde sowohl der arabische Boykott durchbrochen wie die sonstigen arabischen Bedingungen und Bedrohungen illusorisch gemacht. TV. Parlament nicht zufrieden vor, dass hier wirtschaftlichinterne Gesichtspunkte wie der Schutz der Eigenproduktion der sechs zur EWG ge. hörenden Staaten ebenso wie politische Probleme ihre Berücksichtigung gefunden haben. Dass man von einem er. sten Schritt gesprochen hat, deutet auf die Unzulänglichkeit der getroffenen Entscheidung hin, mit der die Opposition im Europäischen Par. lament keineswegs einverstanden war. So sagte der Vertreter der Sozialistischen Fraktion Kriedemann (Deutscher) : „Nach den Verhandlungen, die doch zum Teil recht peinlich waren, ist das Ergebnis eigentlich kaum mehr als eine Geste. Ich zö. gere, es schon als einen ersten Schritt zu bezeichnen. Wenn es ein erster Schritt ist, dann ist es eben nur ein sehr kleiner erster Schritt. Das sachliche Ergebnis steht Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. jerät Sie kostenlos und inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREV DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 Das Europa-Parlament be-! grüsste das Israel-Abkommen, ist aber mit dem Ergebnis! der Verhandlungen nicht zufrieden. In einer Entschliej ssung. die vor wenigen Tagen angenommen wurde, heisst es I u. a.: 1 „Das Europäische Parlament ... I nimmtmitGenugtuungzur Kenntnis, dass die Verhand.! lungen zwischen der EWG und dem Staat Israel zu ei- | ner Einigung geführt haben; .stellt fest, dass für eine , Reihe von Problemen, die für die israelische Wirtschaft I unseren Geschmack in ..von wesentlichem Interesse einem krassen Widerspruch! sind.noch keine Regei zu vielen feierlichen Belung getroffen wurde; I „ist der Auffassung, dass das Abkommen als eine erste i Stufe der Handels- und Wirt. ' Schaftsbeziehungen zwischen! beiden Partnern angesehen 1 werden muss; „hält es für notwendig, dass für Israel im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik der EWG Möglichkeiten für einen allmählich wachsenden Absatz seiner Agrar. Produkte wie Orangen und Eier geschaffen wrerden...“ Die Wiedergabe einiger wesentlicher Gesichtspunkte der Entschliessung des Europäischen Parlaments zeigt bereits den freundschaftlichen Geist dieser Resolution und weist auf künftige Möglich, keiten hin, wie sie dem Parlament vorschweben. j von den Russen prote- Der Berichterstatter des fy,,ärf-ßM AraViprshaaten sind Parlaments, das am 13. Mai dieses Jahres diesen Fragenkreis in Strassburg behandelte, der Franzose Blaisse, sagte u. .a: „In unserem ersten Bericht meinten wir, dass es nützlich wäre, noch einmal die besondere Aufmerksamkeit auf die politische Bedeutung eines Abkommens zwischen der EWG und WENIGER NAZIS? Bonn. — Der Innenminister Westdeutschlands gab bekannt, dass die nazistischen und antisemitischen Zwischenfälle in Deutschland im Jahre 1963 merklich nachgelassen hätten, nachdem mit dem Eichmann-Prozess in Jerusalem der Höhepunkt überwunden war. Der Bericht, der die Feststellung enthält, dass die Epoche des Faschismus für das deutsche Volk für immer begraben sei, erwähnt 173 Fälle von antisemitischen Ausfällen oder Bedrohungen jüdischer Bürger, die im Jahre 1963 vorgefallen seien. Dazu gehören auch Flugschriften, Bemalung von Mauern mit judenfeindlichen Slogans und Fälle von vandalischen Verwüstungen. In 91 Fällen konnte die Polizei einschreiten und insgesamt 115 Personen festnehmen. 57 Prozent dieser Personen war noch nicht dreissig Jahre alt und alle hatten aus „politischen Gründen“ gehandelt. Diese Statistik ist nur ein Teil jenes Studiums, das in Westdeutschland über reaktionäre Strömungen durch, geführt wird. Danach sollen die reaktionären Gruppen in 1963 24.800 Personen umfasst haben, das heisst, 3000 weniger als in 1962 Dennoch erklärte der Innenminister Hocherl, dass es voreilig wäre, daraus allzu optimistische Schlüsse zu ziehen und zu glauben, dass „gewisse Leute““ dem Nationalsozialismus abgeschworen hätten. „Ein bedenklicher Umstand“, so heisst es abschliessend in dem Bericht, sei die ständige Zunahme von nationalistischen Publikationen, deren Auflage von 191.000 auf- 223.000 Exemplare gestiegen sei. Es gibt in Deutschland gegenwärtig 60 faschistische Zeitschriften und eine grosse Zahl von Pamphleten, die aus 16 Ländern eingeführt werden. (ITA) Erklaerungen Eshkols in Chikago LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes, Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredón 2190 1» izq. T. E. 83-2613 Abono- Preise: Argentinien: $ 100.— pro Quartal Ausl. $ 600.— jährl. Chikago. — Anlässlich seii nes Aufenthalts in Chikago j gab Levi Eshkol der lokalen i Presse einige interessante Er-! klärungen über Israels Stelj lungnahme in Fragen der aktuellen Politik ab. Ueber die militärische Kaj pazität Israels gegenüber den ägyptischen Drohungen be- | fragt, sagte Eshkol, dass die; Regierung der Vereinigten! teuerungen die war von allen Seiten gehört haben.“ — Die entscheidenden Gesichtspunkte sind aus dem Bericht des Aussenhandels. ausschusses der EWG zu entnehmen, der hier separat auszugsweise wiedergegeben ■wird. Mit aller Deutlichkeit tritt die Verknüpfung wirtschaftlicher Betrachtungen mit politischen Gesichtspunkten in Erscheinung, die für die Formulierung eines „ersten Schrittes“ entscheidend gewesen sind. An den beiden Grundtatsachen ist nichts zu ( ändern: Israel ist wirtschaftlich nicht so interessant wie I manche anderen, reicheren und grösseren Länder, und j die bekannten politischen i Schwierigkeiten der feindligierten Araberstaaten sind ungelöst. Trotz dieser Faktoren und trotz des mageren Ergebnis, ses, das mit diesem ersten Abkommen erzielt w’urde, bleibt der politische Erfolg Israels unbestritten. Seit 1958 zogen sich die Verhandlungen mit der EWG hin. Beharrlich und unbeirrt setzte Israel seinen politisch-ökonomischen Plan fort und erreichte trotz der auch innerhalb der EWG vorhandenen Widerstände, dass nunmehr der erste Schritt vollzogen worden ist. Wir haben die j Gewissheit, dass Israel seine j internationale Wirtschaftspo.! litik fortsetzen und zu besj seren Resultaten gelangen j wird. Wir dürfen dabei auf | die Unterstützung und Mit- I arbeit W’eiter Kreise innerj halb der EWG rechne-:. j Wie der Sozialdemokrat ( Kriedemann in seiner Rede | sagte, schlug von allen Seiten j Israel ein lebhaftes Interesse, j Anerkennung und Sympathie i entgegen. Das ist gewiss wich, tig. Aber es genügt nicht.! Von Lobesworten und Sympathie - Bezeugungen kann kein Land leben. Nachdem ersten Schritt weitere scheidende Massnahmen folgen. Staaten sich nicht besonders geneigt zeigte, Israel bei der Erwerbung von Raketengeschossen zu unterstützen. Dennoch setze er grosses Vertrauen in eine Vertiefung der Freundschaft mit Nordamerika. — Er hoffe auch, sagte er dann, dass Westdeutschland der gefährlichen Arbeit der deutschen Wissenschaftler in Aegypten ein Ende setzen werde. Ehn diesbezüglicher Gesetzentwurf sei schon vorhanden und müsse berück, sichtigt werden. — Aegypten sei seit Krutschews Besuch aggressiver geworden und das deute darauf hin, dass sie auf sein Versprechen neu- Mehr Wasser Tel Aviv. — Die neue Wasserleitung, die vom Tiberias- See nach der zentralen. Ver. teilungsstelle von Petach Tikwa führt und den Negew versorgen soll, wurde, wie der Landwirtschaftsminister Moshe Dayan bekanntgab, in allen Sektoren sorgfältig ge. prüft und brauchbar gefunden. Präsident Shazar besichtigte die Anlagen am Tiberiades und verfolgte dann in einem Helikopter die 110 km lange Leitung bis zur Zentral, verteilungsstelle. (ITA) er Waffenlieferungen bauen. Nasser sei stets darauf aus, neue und noch gefährlichere Waffen zu erlangen und das ergäbe für Israel die Zwangslage, ständig in Bereitschaft zu sein. Dennoch hoffe er, — so erklärte EShkol, — dass Israel die Atomenergie nur zu friedlichen Zwecken anwen. den werde, so in der Industrie und in der Wissenschaft, die Medizin mit eingeschlossen. „Wir hoffen, einstmals ein grosses, medizinisches Zen. trum zu werden, weil wir an den Frieden glauben. Das kann noch 5 oder auch 10 Jahre dauern, doch dies ist unsere Philosophie.““ (ITA) JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - TaiJißbeutel Käppchen Maz zot-Tasehen - Hand und Maschinenstickerei von Bett- und Tiscnwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76 0286 73-1049 JACOB LAPIDUS dipl. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2637 4» B. 46-1716 und 48-2124 Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN n. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. 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