Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2067 (5.6.1964)
- Date
- 1964-06-05
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9616703-9614256-9614471--3356-9614478- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
11« 4L°ti ߣV CHORIN les He. 'lakate. likatio. seinen iek an. Profasn allzu er. .r Beii Wörihrer äedeutzen: nd ist oder Heute iufige hl ei. eines Konnden fast uch; wir r je. songen er ing Tein be. sich;r Bill Kac'nreivision senut. äglich völlig riechi- Bem- Rabia merk- Pres. hmal“ :t und ,Elekiehete iiberrofesdas heute eran.;hend h des h seiusainheute f. vor. nglich i das jchab- Heute Eeigaissaph Keila war nur das Schlussgebet. des Versöhnungstages. Im indischen volksmund sagte man aber auch von einem Sterbenden: „Es geht mit Simzu Nile (Neila)“, also zuende. Heute sprechen wir von .ijeilath Hajeschiva“, vom Schluss der Sitzung, so gleich zwei Wörter säkularisierend. Ein Schamasch war nur ein synagcgendiener oder das neunte Licht am achtarmigen Chanukka - Leuchter. Heute ist der Schamasch der Pedell in der Schule, der Hausmeister in einem Büro- Gebäude u. dgl. Mekahen kommt von Koben, dem Priester. Heute heisst „mekahen“ aber einfach „amtieren“. Man kann als Vorsitzender oder als Richter, als Minister oder als Geschäftsführer „mekahen“ bezeichnet werden, ohne dass dabei auch nur im geringsten an „priesterliche“ Funktionen gedacht würde. Schabbathon ist ein Sabbatjahr. Ueber den englischen Gebrauch dieses Wortes ..Sabbatical Year“ ist es in unsere Sprache als Freizeitjahr (uns allen gewünscht) höherer Beamter, Universitätsprofessor usw. eingegangen. dovel ist das Jubeljahr des vollkommenen Schulderlasses. Daraus wurde des Jubiläum, der fünfzigste Geburtstag oder die fünfzigste Gründungsfeier einer Firma oder Organisation; man gebraucht ater das Wort sehr „liberal“ und spricht auch von einem „Jovel“ bei weif jtinge. ren Semestern. Thruma war die Opferspende für das Heiligtum, heute jedoch eine Spende für gemeinnützige Unternehmungenaller Art. Megilla war eine Schriftrolle; insbesondere aber ver. stand man darunter die fünf Megillot der Bibel; wenn man Megilla ohne Zusatz sagte, meinte man einfach das Buch Esther, das zu Purim verlesen wird. Heute aber sprechen wir von Megillat - Hayessod, von der Staatsgründungs . Urkunde und öffentliche Dokumente und Diplomate in künstlerischer Ausführung werden ganz allgemein Megilla genannt. Thechia war nur die Auferstehung der Toten, heute aber der korrespondierende Begriff für Renaissance. Die Mizwa war das religio, se Gebot; wir haben 613 Mizwot im Pflichtenkatalog des Judentums. Heute gibt es aber Mizwot ohne Zahl. Nicht nur jede gute Tat, — in diesem Sinne, gerade in diesem Sinne haben unsere Eltern und Grosseltern das Wort als „Mizwe“ gebraucht _ sondern auch die Mizwa gegenüber Staat und Gesellschaft, im ethischen Sinne. Die Hakdascha wurde von einer Heiligung zu einer Widmung und die Kabbala von einer mystischen Geheimleh. re zu einer Quittung. Käscher (Koscher) war nur das rituell Einwandfreie, nicht nur beim Essen, sondern auch bei Kultgegenständen. Heute bedeutet es überdies „redlich“ und meist, wenn wir sagen wollen, dass etwas nicht ganz korrekt ist, so ist es biithi.kascher; nicht ganz koscher. Tahor war nur das rituell Reine, womit sich der letzte Mischna -'Abschnitt: „Teharot“ so eingehend befasst. Heute wurde daraus einfach „sauber“, ohne dass ein ritueller Zusammenhang be. stünde. Eine unerfreuliche Wandlung erfuhr das Wort Parascha. Es war für uns eigentlich immer der Wochenabschnitt der sabbatlichen Vorlesung aus der Thora. Heute wurde es eine Affäre, z. B. „Farascha Lavon“, die noch immer und gerade jetzt wieder schwelende Affäre um den Exsicherheitsminister Pinchas Lavon. Ein Gaon war ein Talmudmeister, z. B. der Wilnaer Gaon. (Ursprünglich waren die Geonim die Häupter der Akademien in Babylon). Heute kann man aber z. B. ein ,Gaon‘ im Sport sein oder in Physik und Chemie, kurzum ein Genie. Noch ein Blick auf die Mystik: Ein-Soph ist im Sprachgebrauch der Mystiker nur der unendliche Gott. Heute aber ist es das Unendliche auch im trivialsten Sinne ei. ner zu lange währenden und langweiligen Angelegenheit und damit schliessen wir diese Auswahl, damit hier keiner über den „Ein-Soph“ zu stöhnen beginne. rlieferung Auszeichnung AB m liehen es eir sehen 1e If- ® 01s eltgejnterlt der egrif‘ rlieffr" 1er e W*- sehen daher is au apitel ,r ju- Staa- 5®ÖS" intergben. 5 sieh befaS" Schh' igder 1 UlW; Bild en j° gzish-;fl darsciiedenen Zeiten in den «¡schiedenen Ländern ge. lebt haben und würdigt ihren Beitrag an Kultur und Zivilisation. Obwohl von Geiebrten geschrieben, ist der StB des Werkes leicht lesbar und flüssig und die 600 Bildbeilagen, davon 200 in Far. ben gehalten, sind ausgsbmslos künstlerisch. Es sind Reproduktionen von Kunstwerken aus Museen und Privatsammlungen der gjazen Welt. Dieses historische Werk ist «ie kein zweites geeignet, is allen jüdischen Häusern gelesen zu werden. Es wird (jaiu beitragen, den amerikanischen Juden den Reichtum jüdischer Geschichte und die Bedeutung des Judeseins najeuubringen, es ist wohl das geeignetste Geschenk, das Bin allen denen machen kann, die an jüdischem Wissen interessiert sind. Brüssel. — Der 18jährige russisch-jüdische Pianist Eugene Mogilevsky wurde erster Preisträger in dem internationalen Klavierwettbewerb „Königin Elisabeth“. Als man ihm bei der Preis, Verteilung den ersten Preis verlieh, brach die Zuhörerschaft in begeisterte Ovationen aus. Die Kritiker bezeichnen den jungen Piani. sten als ein „Genie“. Mogilevsky, der aus Odessa stammt, nahm als Kind bei seiner Mutter, die auf dem Konservatorium Professorin ist, Unterricht. Später studierte er unter Professor Neuhaus auf dem Moskauer Konservatorium. Der erste Preis, den er errang, bestand in einer Medaille und 3.300 Dollar Die übrigen elf Preise wurden unter 4 Amerikanern, 2 Russen, 2 Bulgaren, einem Belgier, einer Chinesin und einer Französin aufgeteilt. (ITA) vc!' Schenkt Euren f Kindern BUECHER IN SPANISCHER SPRACHE AUS DEM VERLAG EDITORIAL CANDELABRO — Pasteur 341 Die schwarzen Hebräer, meint //? wem T&] Seit mehreren Jahrzehnten existieren in jeder grösseren amerikanischen Stadt mit Negerbevölkerung, auch Neger.Juden. Während der letzten zwei Jahre hat sich zwischen ihnen, und hauptsächlich im Negerviertel New Yorks, Haarlem, ein neues, dynamisches Element ausgebreitet, dessen Wortführer besonders sensibel auf BegTiffe wie „Neger“ und Jude“, ansprechen; da es aber keine passendere Bezeichnung für sie gibt, ha. ben sie, gezwungenermassen, den Namen „Schwarze Hebräer“ angenommen. Zahleniriässig sind die „Schwarzen Hebräer“ nicht genau zu erfassen, die Angaben sind schwankend und ungenau^ und sicherlich ist ihre Zahl gering. Einer der radikalsten ih. rer Führer ist ein muskulöser, schlanker, energischer Prediger. Eir steht an der Spitze der Gemeinde1 schwarzer Hebräer in Brookiyn, und ist unter dem Namen „Fürst Jaakob Nassi“ bekannt. In einer Gast-Predigt, die er in einer Schwestern.Gemeinde in Manhattan hielt, sprach Fürst Ja’akob mit verzeihender Geringschätzung über die Gemeinden der „Aschekenasim“, als spräche er über Minderwertige, während doch die Aschkenasim die überwiegende Mehrheit des ame. rikanischen Juuentums ausmachen. Der Fürst, mit seiner typisch östlichen Kopfbedeckung in schwarz, welche bezeichnender Weise an Sukarnos Kopfbedeckung erinnert, kritisierte die amerikanischen Juden europäischer Abstammung ihrer Nichtachtung der Gesetze der Thora, wegen. Ausser, dem griff er sozusagen alle Völker der Erde an, weil sie bisher noch nicht die Abstammung der dunkelhäutigen Völkerschaften von den Hebräern erkannt haben. Die Synagoge in Manhattan, in welcher diese Gastpredigt gehalten wurde, ist ein typisches Abbild der alten „Schul“. Der auffallende Unterschied liegt in dem riesigen, lila Teppich, der den Boden von Wand zu Wand, bedeckt. Dieser Teppich darf mit Schuhen nicht betreten werden, deshalb sind am Eingang, in einem besonderen Gestell, eine genügende An. zahl von Pantoffeln bereitgestellt, in allen Grössen für Männer, Frauen und Kinder. Aus Moskau Der russisch - jüdische Wissenschaftler Prof. Samyon Issakowitch Voikowitch wurde mit der Aufgabe betraut, die Qualität un»d Quantität dar chemischen Hilfsmittel für die sowjetische Landwirtschaft zu steigern. Insbesondere geht «»5 auch darum, die russische Landwirtschaft von den Wetterlaunen unabhängiger zu machen. Prof. Volkowitch ist ein Spezialist für mineralhaltige Düngemittel, für künstliche Woikenbüdung und künstlichen Regen. Berufung Der kanadisch . jüdische Gelehrte Professor Avraham Udowitsch aus Winnipeg wurde Leiter der islamischen Abteilung der Brandeis-Universität. Er besuchte eine jüdische Schule, wurde an der Lu'bawitscher Jeechiwa in Montreal ordiniert, studierte an der Columbia-Universität und am Jüdisch-Theologischen Seminar. Seine Dissertation an der Yale-Universität beschäftigte sich mit moslemischem Recht und Geschichte. Franz Oppenheimer- Institut Anlässlich der hundertsten Wiederkehr des Geburtstages von Professor Franz Oppenheimer, der unter anderem In der Synagoge tragen die Männer Kopfbedeckung, die meisten das traditionelle Käppi, die „Kippa“, einige aber weisse oder schwarze Tarbusche, wie Fürst Ja’¬ akob. Die Andacht wurde abwechselnd von zwei Kantoren abgehalten, welche inre Stimme in sephardischem Hebräisch, mit inbrünstiger Andacht, erschallen lassen. Einer der Kantoren, Tappari Mekonen, dreiundzwan. zigjährig, aus Bronx, sprach über die Beziehungen zu dem aschkenasischen Judentum in viel gemässigteren Tönen als der Gast-Prediger, Fürst Ja’akob. Nebenbei, der’ Kantor trägt den gleichen Namen wie der Kaiser von Aethiopien: Tappari Mekonen ist der ursprüngliche Name Haile Selassies, welcher sich den letzteren erst nach der Machtergreifung zulegte. Mekonen ist hauptsächlich in der Frage der „Gerim", (Proselyten), ande. rer Meinung als Fürst Ja— akob, welcher für aktive Missionstätigkeit unter den „Nicht-Weissen“ ist, während Mekonen die traditionelle Meinung aufrecht erhält, wo. nach nur auf eigenen Antrieb „Gerim“ ins Judentum aufgenommen werden sollen, und nur, nachdem sie bewiesen haben dass es ihnen ernst damit ist. HASS EN-DI SKR IMIN IE. RUNG IN SYNAGOGEN Tappari Mekonen beherrscht ein tadelloses Hebräisch, er hat es sich in einigen New Yorker Schulen angeeignet. Er muss sich leider über Diskriminierung seiner selbst, und anderer schwarzer Hebräer, in den „europäischen“ Synagogen New Yorks, beklagen Sooft er, oder seine Angehörigen, in einer der Synagogen ieten wollten, wurden sie sofort angehalten und mussten sich identifizieren, und die Be. ■weggründe ihrer Anwesenheit erklären. Er lächelt ein traurig - j udisches Lacheln: „Vielleicht unserer nicht-europäischen Physiognomie wegen.“ Dies sei der Grund zur Errichtung einer eigenen Gemeinde gewesen, meint er. Aber nicht nur negative Gründe sind vorhanden; son, dern hauptsächlich positive Ursachen berechtigten zur Begründung einer eigenen Gemeinde. Sie wollen ihre eigene Tradition und Gebräuche beibehalten und pflegen. die Voraussetzungen für die Errichtung landwirtschaftlicher Gemeinschaftssiedlungen im Lande schuf, wurde kürzlich auf dem Gelände der Universität Jerusalem das Franz-Oppenheimer-Institut für Antliropo. und Sozialgeographie eingeweiht. Das Institut ist aus Mitteln errichtet, die der Verband der Freunde der Hebräischen Universität in Berlin, Düsseldorf und Nordrhein. Westfalen, in Frankfurt und Hessen, sowie in Stuttgart und Baden-Württemberg aufgebracht hatte. Israel-Bonds Die nordamerikanische Duquesne-Universität, eine ka. tholische Institution, hat für 25.000 Dollar Bonds gekauft. Der Präsident, Rev. McAulty, erklärte, das solle als konkreter Beweis für die Sorge um alle, die Hilfe benötigen, dienen. Juden hätten stets auch der Universität geholfen, und die Investierung sei ein Ausdruck des Respekts „für unsere Brüder hier und in Israel“. „Frau des Jahres" Frau Lourie, die Gattin des israelischen Botschafters in England, wurde von der Misrachi-Frauenorganisation von England und Irland zur „Frau des Jahres“ ernannt. Frau Brodie, die Gattin des Oberrabbiners, überreichte ihr die Ehrenurkunde. Tappari Mekonen, stammen von den abessinischen Failaschas ab, ein Stamm, dessen Urväter zur Gefolgschaft der Königin von Saba gehörten, und die aus Judäa als vollkommene Hebräer in ihre Heimat zurückkehrten. Auch ein anderer Führer schwarzer Juden behauptet, dass er ein Nachkomme des Stammes der Fallaschas sei. Es ist der alte Führer ter schwarzen Juden in Amerika vor einer Generation, V. A. Matthew, dessen Gemeinde der „Königliche Orden äthiopischer Hebräer“, schon über 30 Jahre in Haarlem besteht. Auch er betont sei ne grosse Enttäuschung d.arber, dass seine Eingabe an den New Yorker Rabbiner- Council, ihn als Rabbiner anzuerkennen, bis heute abschlägig beantwortet wurde. Der Rabbiner.Couneil verweigerte Matthews Aufnahme vor 11 Jahren, als er sein Gesuch zum zweiten Ma’e einreichte. Der Council weigerte sich sein Diplom an?uerkennen, welches in dreifacher Ausführung, in Hebräisch, Amharisch und Englisch, von dem verstorbenen Rabbi Jeschajahu A. Ford, Matthews Vorgänger als Seelsorger der Abessinischen Hebräer ausgestellt wurde. EUERSPRECHE« DER FORDERUNGEN DER „SCHWARZEN HERRAEER* Einer der energischsten und offenherzigsten Verteidiger Rabbi Matthews ist Rabbi Irving I. Block, der Seelsorger der Gemeinde „Achwan" in Greenwich Village in New York. Er setzt sich unentwegt für Anerkennung Matthews als religiösen Führer der schwarzen Juden ein. Rabbi Block, dessen Vorfahren aus Europa nach Amerika kamen, interessiert sich, für die Schwarzen Hebräer noch von seiner Studienzeit her, als er Student am jüdisch-religiösen Seminar beim Hebrew Union College in Cincinnatti war. Er fing bereits als Student an, das Problem und die Geschichte der farbigen Juden in Amerika von Grund auf zu lernen, und hat sein Studium noch nicht beendet. Vom Tage seiner Inaguraticn im Jahre 1947 an hat Rabbiner Block fast in allen Gebethäusern und Synagogen der farbigen Juden gebetet und den Gottes, dienst geleitet, und die Angehörigen dieser Gemeinden in seine Synagoge eingeladen. Er ist auch in allen frommen und freien Kreisen zwecks engeren Verbindungen mit dem farbigen Judentum tätig. Rabbi Irving Block hat eine reichhaltige Sammlung von Zeitungsausschnitten qnd -Artikeln, Briefen, Photograpbien und anderem Material zu diesem Thema, zu. ¡arnmenge tragen. Er Beweist, dass von den drei hauptsächlichen Religionen in Amerika, nur das Judentum rast ausschliesslich weisshäutige Rassenreinheit bewahrt nat. E>iese Tatsache sprient für sich selbst, behauptet er. DIE MEINUNGEN DER DREI HAUPTS’!ROEMUN- GEN ZU DEM PROBLEM Warum absorbiert das amerikanische Judentum die schwarzen Juden nicht? — Diese Frage wurde den Vertretern der drei Hauptströmungen des Judentums in USA vorgelegt: den Orthodoxen, den Konservativen und den Reformierten. Alle Vertreter der drei Strömungen waren sich dar. über einig, dass die Behauptung der .Schwarzen Hebräer“, von Geburt aus Juden zu sein, nicht stichhaltig sei, und sie demnach, um unerkannte Juden zu sein, einen formellen Akt der Aulnah. me ins Judentum, (Gijur), bestehen müssen. Die orthodoxen und die konservativen Sprecher betonten, dass die Frauen erst einmal in die Mikwe zu rituellem Bad, und die Männer beschnitten werden müssten. Ein Vertreter der .Hebräischen Gemeinden Amerikas“, (Reformierte), meinte, dass in diesem Falle von der Beschneidung Abstand genommen werden könnte, dass aber die farbigen Juden erst einmal die r ichtigen und passenden Anleitungen zur Ausübung der Religion bekommen müssten. Und hier sind wir bei dem kritischen Punkt angelangt: Hierin besteht das Labyrinth der Frage der Verschmelzung der .Schwarzen Hebräer“ und anderer farbiger Gemeinden, mit dem Hauptstrom des amerikanischen Judentums. Während die .Schwarzen Hebräer“ eine sofortige Anerkennung als .Brüder im Glauben und der Thora Mo. sis“, auf Grund ihrer hebräischen Abstammung fordern, verlangen die jüdischen Körperschaften und Vereinigungen erst einmal eine Aufnahme dieser Juden in die Gemeinschaft des Judentums, da ihre Abstammung, in ihren Augen zumindest, höchst problematisch ist. Inzwischen setzen die kleine, aber in ihrem Glauben fanatischen Gruppen ,nichtweisser Juden“ ihre Zusammenkünfte an Schabbatot und Feiertagen fort, um ihr Judentum, wie sie es verstehen, auszuüben. Sie hoffen, dass der Tag nicht weit ist, wo die Mauern zwischen ihnen und dem weissen Judentum Amerikas fallen und sie als ein integraler Bestandteil des amerikanischen Judentums anerkannt sein werden. Kindier-T aschenhücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 33: WASSILIJ AKSSIONOW: Apfelsinen aus Marokko (Roman) Nr. 34: CHARLES MORGAN: Das leere Zimmer (Roman) Nr. 35: WILLIAM FAULKNER: Schall und Wahn (Roman) Nr. 36: HORST MOENNICII: Chronik einer weistpreussischen Familie Nr. 37: C. WRIGllT MILLS: Politik und Verantwortung (Eine Analyse) Nr. 38: ROBERT WALSER: Jakob von Gunten, Roman Nr. 30/40: ALFRED KANTOROWIOZ: Tagebuch, Band I Nr. 41: PAER LAGERKVIST: Gast bei der Wirklichlichkeit (Roman) Es kosten: Einfachbanrl DM 2.50 Doppelband DM 3,80. Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindier Verlag G.m.b.H., München Literarische Notizen