Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2067 (5.6.1964)
- Date
- 1964-06-05
- Page
- [Seite 6] (sequence 6)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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die Juden Wie viele grosse Männer, hat auch Goethe hier und da ansprechende Bemerkungen über die Juden gemacht. Heinrich Teweles hat sie in seinem Buch „Goethe und die Juden“, dem auch viele der nachstehenden Einzelheiten entnommen sind, zusammengestellt. Wir dürfen ihnen keine entscheidende Bedeutung beimessen. Es klingt last wie eine Entschuldigung, ■wenn er 1812 dem Bankier Lümmel aus Prag erklärt: „Meine Verachtung, die sich wohl zu regen pflegte, war mehr ein Reflex der mich umgebenden Männer und Frauen. Erst später, als ich viele geistbegabte, feinfühlige Männer dieses Stammes kennen lernte, gesellte sich Achtung zu der Bewunderung, die ich für dieses bibelscnöplerisehe Volke hege.“ ln diesem Zuasmmenhang sei auch eine Aesserung aus der Zeit erwähnt, als er das Weima. rer Theater leitete und es vorkam, dass die Juden von der Bühne aus verspottet wurden. Dagegen erhob er gereizt Einspruch. „Es ist schändlich", sagte er, „eine Nation, . die so ausgezeichnete Talente in Kunst und Wissenscha.it aufzuweisen hat, gleichsam an den Pranger zu stellen.“ Vte Goethe von früner Ju. gend mit dem Judentum verband, war seine Liebe zum Alten Testament. Davon berichtet er in Dichtung und Wahrheit. Rektor Al brecht erteilte dem Knaben Unterricht im Hebräischen und in einem nicht erhaltenen acht, sprachigen Briefroman verwandte er seine jiddischen Sprachkenntnisse —er spricht von Judendeutsch —, die er sich in der Frankfurter Judengasse angeeignet batte. Später setzte er das Studium des Hebräischen fort. Besonders in den Noten und Abhandlungen zum Westöstlichen Divan kommt diese Liehe zum Ausdruck. Unter den Völkern, deren Poesie er dem Divan zugrunde legt, hat er die „Hebräer“ in einer längeren - Abhandlung gewür digt. Hier weist er auf die grossen dichterischen Schön- . heiten des Alten Testaments hin und nennt als Beispiele das Buch Ruth, „das lieblichvon PAUL WOHLFAHRT ste kleine Ganze, das uns episch und idyllisch überliefert ist“, und das „Hohe Lied“, das Zarteste und Unnachahmlichste, was uns vom Ausdruck leidenschaftlicher, anmutiger Liebe zugekom. men“. Er schliesst die Betrachtung mit den Worten: „Und so dürfte Buch für Buch dieses Buch der Bücher dartun, dass es uns deshalb gegeben sei, damit wir uns daran wie an einer zweiten Welt versuchen, uns daran verirren, aufklären und aus. bilden mögen.“ Damit nicht genug, hat Goethe selbst Teile des Hohen Liedes ins Deutsche ü oersetzt, Kein Zweifel, die Sprache des alten Testaments hat tiefe Spuren im Divan hinterlassen. Etwa das Gedicht „In tausend Formen magst du dich verstecken“, mit seiner leidenschaftlichen Preisung der Geliebten als sinnlich-geistigen Wesens, entspricht durchaus der Stimmung des Hohen Liedes. Der Divan selbst freilich enthält nur eine ausdrueksmässige Beziehung zum Judentum, und sie geht nicht sehr tief. In einem der Hatme-Suleikagespräehe erwägt Hatme, in wen er sich verkörpern weiden, wenn die Freundin sich von ihm wende: Wollte, wenn nicht gar ein Rabbi, Das will mir so recht nicht ein, Doch Ferdusi, Montanabbi, Allenfalls der Kaiser sein. Dagegen hat «ich Goethe, einmal in den Noten und Abhandlungen, einmal in den Faralipomena zum Divan, ausführlich mit der jüdischen Geschichte beschäftigt. Ein'Problem ist es besonders, das ihn nicht loslässt: die Wanderung in der Wüste und ihre Dauer, und er wendet sich gegen die Feststellung 5. Moses 8,2 und Psalm 95,10, dass sie vierzig Jahre währte. Mit grosser Gründlichkeit stellt er aus dem Buch Exodus die Züge in der WTüste von Ort zu Ort zusammen, mit dem Ergebnis, dass sie nicht länger als zwei Jahre gedauert haben konnten. „OLAMENU“ TEL AVIV POB 3002 ISRAEL NEUERSCHEINUNGEN DES VERLAGES GOLD: Geschichte der Juden in der Bukowina I., Großsoktavformat — 180 Textseiten — 42 Bildertafeln 239 Illustrationen Ganzleinenband S 20.00 — Luxusausgabe $ 35.00 GOLD: Geschichte der Juden in der Bukowina II., Grossoktavformat — 232 Textseiten — 51 Bildertafeln 457 Illustrationen Ganzleinenband S 20.00 — Luxusausgabe $ 35.00 SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG GOLD: Geschichte der Juden in Wien I., Hauptredaktion: Dr. Y. L. Bato, Dr. N. M. Gelber ERMAESSIGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: Vor Erscheinen $ 15.—# nach Erscheinen $ 25.— BILDPROSPEKT KOSTENLOS DURCH: Edition „0LAMENU“ TEL AVIV, P.O.B. 3002, ISRAEL Alle Publikationen erscheinen in deutsener Sprache Die Preise sind in U$A Dollar angegeben. Hätte Moses die Juden vierzig Jahre in der Wüste her. umgeführt, so wäre er nicht der grosse Führer, als der er gilt. Diese Ansicht freilich entspricht jüdischer Auffassung nicht. Die Wüste war nicht so sehr ein Hindernis, das möglichst schnei, überwunden werden sollte, sondern dazu bestimmt, die Ju. den einerseits, nach dem langen Aufenthalt in Aegypten mit seinen heidnischen Gewohnheiten und dem Versinken in der Sklaverei, von die. sen Einflüssen freizumachen, sie zu aufrechten, gottesfürchtigen Menschen zu erziehen, sie andererseits für die Rückfälle in Sünde und Götzendienst zu bestrafen; die historische Stellung Moses’ wird davon nicht berührt. Wieder nach anderer Richtung hat sich Goethe im zweiten Buch von „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ mit den Juden beschäftigt, in den Kapiteln, die die pädagogische Provinz behandeln. Wenn Wilhelm seinen Sohn Felix ihren Lehrern zur Erziehung anvertraut, führt ihn einer von ihnen in den An. staltsgebäuden herum und zeigt ihm unter anderem eine mit Gemälden geschmückte Galerie. Hauptgegenstand sind Szenen aus dem Alten Testament, begleitet von Begebenheiten aus anderen Re. ligionen in Sockeln und Friesen. Auf Wilhelms Frage, warum die jüdische Religion in den Vordergrund gestellt sei, erhält er zur Antwort, dass sie grosse Vorzüge habe. „Das jüdische Volk habe zwar nie viel getaugt, wie ihm seine Anführer, Richter, Vorsteher, Propheten tausendmal vorgeworfen haben, aber vor dem ethnischen Richterstuhl, vor dem Rieh, terstuhl des Gottes der Völker wird nicht gefragt, ob es die beste, die vortrefflichste Nation sei, sondern nur ob sie daure, ob sie sich erhalten habe. An Selbständigkeit, Festigkeit, Tapferkeit und wenn das alles nichts gilt, an Zähigkeit sucht das jüdische Volk seinesgleichen, es ist das beharrlichste Volk der Erde, es ist, es war und wird es sein, um den Namen Israel durch alle Zeiten zu verherrlichen. Wir haben es daher als Musterbeispiel aufgestellt, dem die anderen nur zum Rahmen dienen.“ Die hohe Verehrung, die Goethe für Spinoza und Mo. ses Mandelssohn hatte, welch tiefe Spuren des ersteren Lehre in seinem Schaffen hinterliess, ist bekannt. Welche persönliche Beziehungen verbanden ihn aber mit Juden? Schon als Knabe ist Goethe den Juden seiner Vaterstadt nahegestanden. Darüber berichtet er im ersten Teil von Dichtung und Wahrheit mit grosser Wärme. Die Frankfurter Judengasse war es, die ihn anzog, und wenn manches ihm auch dort miss, fiel so waren es .doch „Menschen, tätig, gefällig, und selbst dem Eigensinn, womit sie an inren Gebräuchen hingen, konnte man seine Achtung nicht versagen. Ueberdies waren die Mä denen hübsch“. So unternahm er es, ihre „Schule“ zu besuchen, einer Beschneidung, einer Hochzeit beizuwohnen, sich von dem Laubhüttenfest ein Bild zu machen. Ueberau wurde er wohl aufgenommen, gut bewirtet und zur Wiederkehr eingeladen. So erklärten sich die schönen Worte, die er in diesem Zusammenhang den Juden widmet: „Indessen blieben sie doch das auserwählte Volk Gottes und gingen, wie es nun mochte gekommen sein, zum Andenken der ältesten Zeiten umher.“ Aus der Reihe der Juden, mit denen Goethe später persönliche Beziehungen miterhielt, seien die folgenden genannt: der Orientalist Salomon Munk (1803—1867), der Jurist und Philosoph Eduard Gans (geboren 1798), der Jurist Eduard Simson, später Präsident der Frankfurter Nationalversammlung 1810- 1899), der jenenser Student der Medizin David Veit, später Arzt in Hamburg (1771 bis 1814), der frankfurter Maler Moritz Oppenheim, dem Goethe den Professortitel verschaffte (1891—1882), der berliner Stadtrat David Friedländer (1750—1834) und dessen Sohn Benoni, mit de'- nen ihn die Liebe zur antiken Kunst verband, der prager Bankier Simon von Lämel, dem er 1812 in Karlsbad nähertrat, und sein Sohn Leopold, der Dramatiker Michael Beer (geboren 1800), ein Bruder des Komponisten Giacomo Meyerbeer. Sein Trauerspiel „Der Paria“ interessierte Goethe lebhaft, es wurde 1823 in Weimar auf geführt, ferner Rahel Levin (1771—1833), die er sehr hoch schätzte, die Schwestern Franziska und Cäcilie Itzig, Töchter eines berliner Bankiers, Cacilia Eskeles, Eleonore von Fliess, Marianne und Sara Meyer, gefeierte berliner Schönheiten. Erstere heiratete in morganatischer Ehe den Fürsten Heinrich XIV. von Reuss als Baronin Eybenschiitz, letztere einen Baron Grothus. Goethe lernte die beiden 1795 in Karsbad kennen und war ihnen sehr zu getan. Die wärmsten Beziehungen aber unterhielt Goethe mit Felix Mendelssohn. Empfohlen durch Zelter, Felix’ berliner Lehrer, besuchte ihn sein Vater Abraham 1810 in Weimar und wiederholte den Besuch in den folgenden Jahren, um schliesslich 1821 den zwölfjährigen Felix, das mu. sikalische Wunderkind mitzubringen. Mit welcher Herzlichkeit ihn Goethe, wie auch in den Jahren 1822, 1825, 1826 und 1827 aufnahm, wie er sich an seüiem Klavierspiel erbaute, wie der Verkehr zu kleinen Zärtlichkeiten führte, davon ist in S. Hensels „Die Familie Mendelssohn“ eingehend die Rede. Uebri. gens hat auch Felix’ Schwester Fanny Goethe besucht und ihm vorgespielt. Richtig ist, dass manche der Vorgenannten sich vom Judentum getrennt hatten und in der christlichen Umwelt aufgegangen waren. Für Goethe alieben sie Juden. Auch soll nicht vergessen werden, dass in ihrem Kreis, vor allem von berliner Jüdinnen, der Goethekult besonders gepflegt wurde und aus dieser Tradition heraus so viele bedeutende Goethebücher Juden zu Verfassern hatten. Dass diese Verbundenheit keine einseitige war sei noch einmal an einer Aeusserung Goethes gezeigt; sie findet sich in der Bespre. chung des. Buches „Ueber die Liebe des Vaterlands“ von Joseph Freiherr von Sonnenfels (1732—1817): „Nicht der Boden, sondern die Verhältnisse eines Volkes, deren viele zwar auch aus dem Lande, das sie bewohnen, hervorspringen, bestimmen Nation. So haben die Juden Nation und Patriotismus mehr als hundert leibeigene Geschlechter.“ Neue Bücher D. Zakalik: „Im Sturm“ (Verlag: „Das polnische Ju. dentum“). Als 169. Verlagswerk publiziert „Das polnische Judentum“ in seiner Schriftenreihe die Erlebnisse des heute in Israel lebenden Schriftstellers Zakalik, der von seinen Leiden als Flüchtling vor den in Polen einfallenden deutschen Massenmördern berichtet. Er schildert seine Flucht aus dem brennenden Warschau in den von Russen besetzten Teil Polens, wo den jüdischen Fliicntlingsmassen neue, schwere Leiden in den russischen Auffangla- Die Sprache, die wir Die Sprache, wie wir in Israel sprechen, oder sprechen sollten, zweifellos aber auch sprechen müssen, ist Iwrit. Im europäischen Sprachgebrauch unterscheidet man heute Iwrit und Hebräisch, obwohl philologisch als auch historisch diese Unterscheidung nicht haltbar ist. Iwrit ist die Landessprache Israels in dieser Terminologie, während Hebräisch die Sprache der Bibel, und Neu-Hebräisch die Sprache der Mischna ist. von SCHALOM BEIS CH0R1 Immer wieder fragen Touristen, was eigentlich der Unterschied zwischen Iwrit und Hebräisch sei. Utes ist nun nicht so leicht klarzumachen; denn in Wirklich, keit haifdelt es sich ja um eine Sprache. Es ist hierbei kein Unterschied vorhanden, wie etwa zwischen Italienisch und Lateinisch oder zwischen dem heutigen Neu- Griechisch und dem klassi. sehen Griechisch. Wer seinen Cäsar in der Schule lateinisch gepaukt hat, kann deshalb auf dem Flughafen in Rom noch keineswegs Konversation machen. Wer Ho. mer und Plato gelesen hat, ist in Athen dennoch kaum in der Lage, auch nur eine Tasse Kaffee zu bestellen. Wer aber Tenach gelernt hat, der kann mit diesem Wortschatz in Israel sehr weit kommen. Kreise bedienen sich des He. bräischen für ihre Plakate, Pamphlete und Publikationen. Prof. Rabin legt mit seinen Studenten eine Kartothek an. um den Chilun, die Profanierung des Hebräischen allmählich systematisch zu er. fassen. — Hier ein paar Beispiele aus der Fülle von Wörtern, die wir alle in ihrer älteren und neueren Bedeutung kennen und benutzen: Eine Jeschiwa war und ist eine Lehrversammlung oder ein TalmudJLehrhaus. Heute ist Jeschiwa das geläufige Wort für Sitzung, sowohl einer Organisation wie eines Aufsichtsrates, eines Kongresses oder Parlaments. Unter Machsor verstanden unsere Väter eigentlich fast nur das Feiertags-Gebstbuch; heute aber gebrauchen wir das Wort ausserdem für je. den Zyklus und Umlauf, sowohl von Veranstaltungen als auch von Devisen oder inländischem Geld. Né® gebet öes Versöhn Aber die Wörter haben grossteils einen Bedeutungswandel erfahren, der noch nicht genug systematisch bearbeitet ist, wie erst kürzlich Professor Chaim Rabin, der führende hebräische Philologe der Hebräischen Universität in Jerusalem festgestellt hat. Professor Rabin spricht von einem Frozess des „Chilun“ unserer gesprochenen, leben, digen Sprache. Chilun ist selbst eine Neuschöpfung, kommt von ,chol‘ (=profan; uns geläufig aus der Formel „Hamavdil bejn kodeseh lechol“: „Der da unterschei. det zwischen Heüigem und Profanem“). In diesem notwendigen Profanierungsprozess liegt wohl der tiefste Grund jener Ablehnung des gesprochenen Iwrit, das heute noch in ultraorthodoxen Kreisen der Neturei-Karta in Jerusalem so verpönt ist wie ehedem; aber auch diese le. Chaschmal war wenig geläufig, da diese Bernstein be. deutende Bezeichnung sich nicht allzuhäufig in der Bibel findet; z. B. im ersten Kapitel Ezechiel bei Beschreibung der Thronwagenvision des Propheten. Heute benut. zen wir das Wort tagtäglich für Elektrizität, was ja völlig logisch ist, da das griechische „Elektron“ vom Bernstein her kommt. Prof. Rabin aber macht darauf aufmerksam, dass die orthodoxe Pres, se des Wort „Chaschmal“ absichtlich oft vermeidet und lieber das Fremdwort „Elektrika“ gebraucht. Aus der Welt der Gebete haben wir viele Wörter übernommen, betont der Professor; Mincha war nur das Nachmittagsgebet, ist heute aber jede Nachmittagsveran. staltung, — entsprechend übrigens dem Gebrauch des Wortes Vesper, das auch seinem liturgischen Zusammenhang entnommen, heute auch als Vesper-Brot usf. vor. kommt. Mussaph war ursprünglich das Zusatzopfer, dann das Zusatzgebet für den Schabbat und die Feiertage. Heute ist es als literarische Beigabe der Zeitungen „Mussaph .Schabbat“ geläuiig. im~jüdischen Volk* te man at*r Sterbeaöen: >■, Ihm zu N>le inende. Heute sprech „Ijfeiliöi Hajesc Schluss der S« zwei Wörter satod Ein schamasch ein Synagogen*« das neunte lxa_‘ migen Chanutt Heute ist der Sclia Pedell » der Hausmeister in en Gebäude u. <$• Metallen ton® hen, dem Pri“te heisst „metallen fach ..amtieren . l» als Vorsitzender Richter, als Ministe Geschäftsführer „ bezeichnet werden, dabei auch nur i sten an „priesterlie tionea gedacht wüi Scisbbathon ist batjatr. üeber c scheu Gebrauch d tes .JSabbatical Y< in unsere Sprache zeitjahr (uns i wünscht) höherer Universitätsprofess eingegaugen. Jovel ist das Jut vollkommenen S( ses. Daraus wurde läuir, der fünfzigst tag oder die fünfzii dungsieier einer F Organisation; man aber das Wort i ral“ und spricht at nem ..Jovel“ hei v ren Semestern. Tirana war i spende für das heule jedoch eine gemeinnützige ünt gen aller Art. Megilla war eim rolle; insbesondere stand man darunh Megiäot der Bit man Megilla ohi sagt«, meinte ma das Buch Esther, rim verlesen wi aber sprechen wt gillat - Havessod und öffentliche ’ und Diplomate j„ «*« Ausführun ganz r nanat. Jüdische Ueberlieferu Wir sprechen heutzutage sehr viel von jüdischer Ue_ berlieferung. Doch was bedeutet dieser Begriff für die in Amerika geborenen Juden? Was wissen die amerikanischen Juden über jüdische Ueberlieferung?... Eine Antwort auf diese Frage können Sie nun in einem kürzlich bei Harper & Row erschiene, nen, herrlich ausgestatteten Band von 400 Seiten erhalten. Es heisst „The ilustrated History of Jews“ („Die illustrierte Geschichte der Juden“) und ist das gemeinsa. me Werk einer Gruppe von 30 prominenten Israel-Geschichtsforschern. Herausgeber sind Professor Benjamin Mazar, Professor Moshe Da. von BORIS SMOLAR gern bevorstanden. Zakalik beschreibt wahrheitsgetreu die furchtbaren Erlebnisse, die er und seine Leidensgenossen durchmachen muss, ten. Der Verlag, dessen Bücher alle dem einstigen, blühenden jüdischen Lehen im Vorkriegseuropa gewidmet sind, bereitet bereits sein 173. Verlagswerk vor. Die Bücher erscheinen alle in jiddischer Sprache. vies und Dr. Chaim H. Ben Sasson. Mit 600 herrlichen Bildern illustriert, gibt es einen kurzgefassten, aber gut übersichtlichen historischen Bericht über das jüdische Leben von seinen Anfängen bis heute, wobei die Weltgeschichte stets im Hinter, grund steht. So enthält der Leser einen klaren Begriff von jüdischer Ueberlieferung, angefangen bei der biblischen Aera, über die hellenistischen und römischen Perioden über das Mittelalter und die Renaissance bis zu unseren Tagen. Das Kapitel über die Geschichte der Ju. den in den Vereinigten Staaten und ihre Zukunftsmöglichkeiten ist eines der interessantesten des Buches. Eben, so auch die Kapitel, die sich mit dem Staat Israel befassen. Die fürchterliche Schilderung der Massenmorde der Hitlerzeit ist dramatisch iflid authentisch, mit Daten und Fotos und Dokumenten belegt und gibt ein klares Bild über alles, was den Juden in Europa während der nazistL sehen Periode zug;estossen ist. Das Buch berichtet darüber, wie die Juden zu ver- Sch £öitori