Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2067 (5.6.1964)
- Date
- 1964-06-05
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 5 de Junio de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 20(17 Ereignisse der Woche Jude leben könne und ruhig , ky seine Bemerkungen, die dem Vorwurf der „doppelten ' gleichfalls einen starken Ein. Kubovy über Jad Waschern Per frühere israelische Botschafter in Argentinien, Dr. Arie León Kubovy, ist nach einem mehrwöchigen Auient^ halt in Argentinien uh« « Vereinigten Staaten und EU. ropa abgereist, er in fang Juli wieder in Israel em_ SeS-Sl und'grosseren Veranstaltun gen gesprochen, Rietet £ den Mitarbeitern der Ve:r " ga Córdoba, Mendoza und Rosario besucht, « ^ar einige Tage in Uruguay mit ei nem Worte: Dr. Kubovy hat eine lebhafte Tätigkeit entfaltet, die heut.gen Pioblet me erörtert und den Zonalst mit Israel und seinen Fragen vertieft. Kurz vor seiner Abreise hat er noch einmal die jüdische Presse zusammengei - fen um über seine spezielle Tätigkeit als Präsident des israelischen Instituts Jad - Ochern zu bervchteip eui A^t das Dr. Kubovy seit semei Rückkehr nach Israel voreiligen Jahren ausubt. In sei feinen, durchgeistigten Art entwickelte er vor den Journalisten die vielseitigen Aufgaben und Funktionen des Instituts. Wissenschaftliches Institut jad Waschern hat verschtej „ Aufgabengebiete. Es St durch eine ausserorn«. -"f. »“,S-?henaCjäShen feinden während16 der ^nazistischen Verfolgungen untergegungen Sl Diese Tätigkeit, die voni 40 s-rrÄ* Schwierigkeiten verbunden, da zahlreiches Material nich zugänglich ist. immerhin hat Jad Waschern mehr als 2o Millionen Dokumente aller Art, die allmählich gesichtet werden müssen, eine£***£ Hip sich über viele J^nre er Strecken wird. Der Referent erwähnte besonders die zufriedenstellende Zusammenarbeit mit westdeutschen Amtsstellen wie der Lu^wigsburger Zentrale. Für die Pro. zesá gegen Kriegsverbrecher, auch gegen Eichmann, hat Jad Waschern in erster Pinie das erforderliche Material zur Verfügung gestellt. M dieser Arbeit ent faiuuc -us Institut eine umfängliche publika torische Tätigkeit. Eis werden historische Standardwerke wie Mo. nographien im Rahmen der bescheidenen ‘“^ffent Möglichkeiten der Oeffent lichkeit übergeben, tiieran ist unser Volk in einem 1**»«- Horen Masse interessiert, S! um .uf «•»■» Weg kommenden Generationen einen Einblick in i früheren Leistungen der jüdischen Gemeinschaften in Europa zu vermitteln, sondern um gleichzeitig auch der Erforschung der histoi . sehen Wahrheit zu dienen. Gerade hierauf wies Dr. Kubovy mit Nachdruck hm. weil bereits in Deutschland, aber nicht nur dort, Kräfte am Werk sind, um die Geschah nisse zu verzerren, in ihrem Umfang und in ihrer Grau, samkeit zu verkleinern und damit eine Eärrenrettung gewisser Kreise und Persönlichkeiten einzuleiten. Besuch bei Jad Waschern Heute gäbe es schon kaum i einen Gast und Touristen m ' Israel, der nicht Jad Wa- | schein besuchen würde. Die I Ausstellungen, die von Jan 1 Waschern ständig gezeigt; werden, ziehen auch die Israelis an, die stärker als bisher die Verbindung mit unserer europäischen Vergangenheit suchen würden. Als Beispiel hierfür berichtete Dr. Kubovy über tägliche Besuche von Schulklassen in jad Waschern, von denen sich die Kinder ebenso wie die Erwachsenen aufs stärk, ste beeindruckt fühlten. Interessant war auch ein Bericht über die Aussprache mit einer Gymnasialklasse aus Rechowoth, die nur aus Sabres bestand, also aus Kindern, die in Israel geboren wurden. Man hat diesen jungen Menschen klar zu machen versucht, aus welchen Gründen es überhaupt möglich gewesen sei, so viele Juden auszurotten, die wehrlos gewesen sind und häufig sich mit blossen Hän. den den schwerbewaffneten Feinden entgegenstellten Widerstand von Judeu gegen die Nazis habe es überall gegeben; es sei nicht richtig, nur vom Aufstand im Warschauer Ghetto zu sprechen, um einen Beweis für jüdisches Heldentum zu geben, i Eis werden Bücher über die , Schicksale einiger hundert I Widerstandskämpfer veröffentlicht werden, und bald; werde es klar werden, dass es ihrer Tausende gegeben hat. Den Gymnasiasten aber wollte man auch klar machen, dass es eine andere Auffassung von Heldentum vor allem unter den Juden in Polen gegeben hat, das die Gewa.t verachtete und in ihrem Gottgiauben sogar jede I physische Gewalt ablehnte und zu sterben bereit war. Bei dieser Diskussion habe sich überraschend ergeben,! dass diese Sabres erklärten, diese Art Heidentum sei noch | grösser als das, welches man in Israel kenne. So erfülle I Jad Waschern auch in dieser Hinsicht eine v/esentliche I Funktion, bei unserer neuen! Jugend Verständnis tür die i Leiden der Vergangenheit j wachzurufen und damit die! Kontinuität unseres Volkes j zu wahren. Nachdem Dr. Kubovy noch i manche andere Gesichts. 1 punkte der vielseitigen Tä-! tigkeit des von ihm geleiteten Instituts hervorgehoben hatte, antwortete er auf ei-! nige an ihn gerichtete Pra. gen. — Loyalität“ entgegentreten der zu den Argumenten der Antisemiten gehöre, denn unsere Kraft sei die Einheit, die fundamentale Grundlage Es gäbe viele Loyalitäten, die „Loyalität zu sich selbst“, und kein Geringerer als der grosse San Martin habe uns argentinische Bürger darüber belehrt, dass die Frei, heit überall und für alle gedruck hinterliessen Eine kurze Aussprache, die von Herrn Miguel Sinilg mit einigen treffenden Worten eingeleitet wurde, schloss den wichtigen informativen Abend. Ehrung Horns Zur Grabsteinenthiillung für den früheren Sekretär funden werden müsse. Ein! der Vereinigten Kampagne, Mensch kann treu seiner ei- : genen Gruppe gegenüber > sein und zugleich, über die f Landesgrenzen hinaus, sich mit anderen Gruppen veri bunden fühlen; dies könne niemand verhindern. | Die arabischen Hetzer, so j | führte der Redner weiter aus, I I versuchen in der Diaspora zu erreichen, was Urnen in Is. I raei vesagt blieb; man bemü- I he sich, den .Jischuw in Zio- I nisten und andere Juden, die! Israel ablehnten, zu spalten, i Doch diese Bestrebungen i würden scheitern. Die hoch-; steil Instanzen Argentiniens : , seien demokratisch gesinnt ,; und gegen jede Herabset , zung einer Gemeinschaft;;! ausserdem stehe die argentij nische Regierung dem Staat! Israel sehr freundlich gegen. | über; doch baue man viel- ’ leicht zu sehr darauf, dass j sichtlich damit nur einen Herrn José Horn hatte sich ein sehr grosser Kreis von j Freunden neben der Fami-; lie in Tablada eingefunden, | um auf diese Weise das Andenken an einen unermüd. lieh für sein Ideal eintreten- : den und kämpfenden Menschen zu ehren, der sich in j zahlreichen ehrenamtlichen; Positionen grosse Verdienste erworben hat. Ein „Interview“ j Sicherlich hat das „Inter-! view eine gewisse Ueberra- 1 schung hervorgerufen, das , der Sohn des hingerichteten! früheren SS-Offiziers Adolf j Eichmann der Presse gegeben hat. Noch erstaunlicher , dürfte sein, dass eine Zei-! tung wie , La Razón" dieses Interview in breiter Form wiedergibt, und auch offen- Bei Ihren Reisen überall hin IST IHNEN BEHILFLICH BETTY DRESEL COSULICH PASAJES Y TURISMO SRL Avda. Córdoba S79 . 32-8461-65 Bitte um vorherige Anmeldung 54.3175 ► ♦ ♦ ♦-* ♦ -4^ fr-*-«-* ♦ ♦ P. LANDSBERG! VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of, 550 T.E.: 30-1474 CATECAS. A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. «8 -1017/18 jr 1264! SUAVANDAR \ el calzado legítimo de espuma de goma I; Zu Ehren des i 25 de Mayo | Auf einer Sonderveranstaltung der bonaerenser Kehil- ¡ la (AMIA) hielt der bekannte jüdische Forscher und H - I storiker, Prof. Boieslao win,'ein Referat über den i Gedanken der Gleichheit in; -jer Revolution des 25 de Mayo. Br unterstrich die frei-! heitlichen Ideen des Maria i x\o Moreno, des Baumeisters; des Gedankengebäudes des i 25 de Mayo. Den Höhepunkt i der an diesem Tage yerkun- I deten Ideen und Ideale stellt! ¿fie absolute Gleichheit allei I Glaubensbekenntnisse am Rio : de la Plata dar. So bilden die Forderungen der Gerechtigkeit und Freiheit die Grundlage der Gedanken und Empfindungen, die einst dIe ner des 25 de Mayo beseelt haben. — Eine Kermesse Am Sonnabend, den 6. Juni wird in der Amenabar 2972 die Kermesse zugunsten des Hogar Argentino de Huérfanas Israelitas eröffnet werden, die am folgenden Sonntag und Montag geöffnet bleibt. Die Kermesse steht unter den Aispizien der Sociedad de Damas Is. raelitas de la República Argentina. — Die jüdische Situation C. W. — In einer gemeinsamen Veranstaltung der Theodor Herzl Gesellschaft und der Gemeinde Bet Israel, die erfreulicherweise von einer grösseren Zahl jüngerer Menschen besucht war, sprach der Generalsekretär der DAIA, Herr Herzl Gesang, den seitens der beiden Organisationen Herr Heinz Braun mit herzlichen Worten einführte, aus denen echte Besorgnis herausklang wegen offensichtlich assimilatorischer Aeusserungen, die zwei Tage zuvor bei einer Festveranstaltung gefallen waren. Herzl Gesang, in einer längeren meisterhaft gestalteten Rede, ging zunächst darauf ein, wie sich so oft geschichtliche Vorgänge wiederholen würden und Juden gezwungen wären über Geschehenes nachzudenken Ohne Furcht vor der Wirklichkeit sähe die DAIA ihre Aufgabe darin, unsere Menschen dazu zu bringen, dass sie sich orientieren. Auf der Konferenz von Santa Fe wurde jenes ökonomische Problem unserer Länder berührt, das alle angeht; klar kristallisierte sieh aus den Besprechungen heraus, dass ein Jude nur als die Gesetze ausreichten, um Unfrieden zu verhindern; dies ist eine allzu optimistische Betrachtungsweise. Die jüdische Antwort ist klar: Wir alle fühlen zionistisch und uns mit Israel unlösbar verbunden. Doch in unseren Ländern mit ihren schwierigen sozialen Problemen könnten die Massen, falls ihre Verelendung fortschreite, gefährlichen Demagogen zum Opfer fallen. Herzl Gesang schloss mit einem Appell zur Geschlossenheit und zur nationalen Würde. Diese Ausführungen, die lebhaften Beifall fanden, wurden von Dr. Hardi Swar. sensky, dem Präsidenten der THG, ergänzt, der von den grossen Strukturveränderungen ausging, die auch den jüdischen Jischuw in Argentinien entwickelt und verändert hätten. Die jüdische Einheit habe sich ohne Druck von aussen gezeigt und bewährt. Wir Juden aus Zentraleuropa hatten die Pflicht, die echten Werte von drüben aus unseren Gemeinden und aus unserem Geistesleben hierher zu retten, um sie dem neuen grossen Ganzen des argentinischen Judentums einzuverleiben. Die Vielfalt innerhalb der Einigkeit verhindere den montonen Gleichklang der Meinungen. Die Erfolge der DAIA lä. gen in ihrem unbeugsamen Willen, die jüdische Geschlossenheit zu wahren; nur gewisse Splitter würden sich zur Assimilation bekennen. Dieser Kontinent sei im Aufbruch, und es gäbe die Gefahr der Entwicklung sowohl zurextremen Linken wie zur extremen Rechten; in beiden Fällen wären Juden erfahrungsgemäß die ersten Opfer der Umwälzun. gen. Mit der Versicherung der unbedingten Wachsamkeit beendete Dr. Swarsenssensationellen Erfolg zu erhaschen versucht. Gleichzeitig mit einem ausführlichen Text wurde das Bild eines Jugendlichen veröffentlicht, der stolz seine Hakenkreuzbinde am Arm zeigt. Eichmann jr. versuchte (immer nach „La Razón“), seinen Vater von jeder Schuld zu befreien, was vielleicht beim Verhältnis eines Sohnes Auszeichnung Rothschilds ■ New York. — Das jüdische theologische Seminar in New i York verlieh dem bekannten französischen Finanzmann j und Philanthropen Baron Ed- | mond Rothschild den Titel! eines Doktors „honoris ,-au- : sa“. In einer zu Ehren Rothschilds veranstalteten Zul sammenkunft wurde dieser wegen seines Beitrags zum I Wohl der Menschheit und | seiner Verdienste um den | Staat Israel und das Juden- I tum gewürdigt. (ITA) Ein „Geschichtsschreiber“! Bonn. — Ein Mitglied des Exekutivcomites der sozialde. mokratischen Partei Deutschlands verlangte die Ausweisung des nordamerikanischen Schriftstellers und Historikers David Hoggan aus der Bundesrepublik. Hoggan ist Autor des Buche; „Der aufgezwungene Krieg“, in dem er feststellt, dass Nazi- Deutschland keine Schuld am letzten Weltkrieg trug. (ITA) zum Vater verständlich erscheinen mag. Dagegen ist völlig unverständlich, dass in einem demokratischen Land ein solchgr Spuk überhaupt Vorkommen kann. Ohne der Angelegenheit eine Bedeutung zu geben, die ihr nicht zukorr.mt, dürften solche Veröffentlichungen nur dazu geeignet sein, Verwirrung zu stiften. Wie wir erfahren, hat die DAIA beim Innenminister wegen dieses Vorkommnisses Protest eingelegt. INDUSTRIAS YUVEN A S. 4 de calzado y zapatillas DESCANSA AN DON ARGÜI 1270 Buenos Aire* T. 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