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Jüdische Wochenschau · 1964-05-22 · 2065 (22.5.1964) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2065 (22.5.1964)
Date
1964-05-22
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 82 it tie 1964 LA SEMANA ISRAELITA Añ« XXV. — No. 2065 — 9 Ereignisse der Ehrung neuer Botschafter Die DAIA veranstaltete gemeinsam mit der Zionistischen Landesorganisation in Argentinien und der AMIA ein intimes Essen, um einige der kürzlich ernannten neuen argentinischen Botschafter in gebührender Form zu ehren. Der Einladung hatten die Botschafter Santander, der inzwischen zum Vertre. ter Argentiniens in Mexiko ernannt wurde, Reynaldo Pa. stör, Samuel Alperin, Adolfo Gas. sowie die bevollmächtigten Gesandten Samuel Daien und Rodolfo Baltierrez Folge geleistet. Der Präsident der DAIA, Dr. I. Gol denberg, begrüsste die Anwesenden und gab seiner Genugtuung Ausdruck, dass die hohen Gäste gekommen waren. um an diesem Tisch, der die Repräsentanten der ar.~ gentinischen Judenheit und die Verteidiger der Menschenrechte vereine, für die Freiheit und Demokratie einzutreten. Die Botschafter bedankten sich in kurzen Ansprachen für die ihnen zuteil gewor. dene Ehrung, unterstrichen die freiheitliche und demokratische Gesinnung der Regierung des Präsidenten Dr. Illia und verurteilten alle Tendenzen, die darauf hin. zielten, Unterschiede zwischen den Menschen aus Gründen der Rasse oder der Religion zu machen. Vorher hatte der Präsident der Zionistischen Organisation eine bemerkenswer te Rede gehalten, die hier in eini. gen Grundzügen wiedergegeben sei. Die Rede Gutkins Der Präsident der Zionistischen Organisation in Argentinien, Emilio Gutkin, der die Griisse der ZO über, brachte, erklärte nach Worten der Begrüssung, er wolle die Gelegenheit wahrnehmen, um zu den akuten Fragen der letzten Wochen Stellung zu nehmen. Die Zionistische Organisation in der Welt und diejenige in Argentinien insbesondere seien in letzter Zeit die Zielscheibe unqualifizierbarer Angriffe geworden, die von finsteren Elementen gegen sie gerich. I tet worden sind. Möglicherj •weise haben diese Lügen ir- | gendeinen Erfolg; es müsse , aber verhindert werden, dass j auch in den führenden Kreisen unter Politikern und In. j tellektuellen eine Verwirrung eintrete. Gutkin sagte: | „Ich bin" ein Mensch aus dem Volke. Ich wurde auf j dem argentinischen Kamp in Entre Ríos geboren, inspiriert | i von den Gedanken der en- : | trerrianer Freiheit und den ,; Ideen unserer grossen Staatsj ] männer. Heute bin ich an der! Spitze der zionistischen Be. I j wegung und davon überzeugt, I dass hierdurch meine Liebe , zum Lande meiner Geburt I nicht verringert wird. Es ist j | durchaus mit allen Idealen ' | vereinbar, dass ein argenti- 1 nischer Jude die lokale zio- | j nistische Organisation präsi. i diert.“ | i Der Zionismus sei am glei- . chen Tage geboren wie das 1; babylonische Exil. Zweitau- 1 send Ja'nre hindurch haben! | die Juden von ihrer Rück- '! kehr nach Zion geträumt, j wofür die jüdische Liturgie und Poesie zeugen. Diesen Hoffnungen, Liedern und Ge. 1 beten gab Dr. Herzl die organisationeile Form, indem er den zionistischen Kongress schuf, der die Forderungen ) des jüdischen Volkes der! Welt und zum Frieden der Welt proklamierte. Der Zionismus hat in Argentinien immer mit offenem Visier gekämpft, die grossen argentinischen Zeitungen haben ihm immer ihre Spalten geöffnet. Max Nordau, Mitarbeiter der „La Nación“, hat eine ganze Serie seiner Artikel dem Zionismus gewidmet. Niemand hat hierin einen Widerspruch zu unserem Bekenntnis zu Argentinien er. blickt. Die Balfour.Deklaration hat o.e Zustimmung der argentinischen Regierung und des argentinischen Volkes gefunden. Wir waren Zeugen und Teilnehmer der grossen Demonstration, die von der Plaza Once sich bis zürn Regierungsgebäude bewegte, um unseren Beifall dem Präsi denten Hipólito Yrigoyen da- DEiNE SPARKASSE DEIN HOBBY STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR - WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 Woche für zu zollen, dass er das Vorgehen der argentinischen Delegation in San Remo bestä. tigt hat. Die zionistische Arbeit nat immer die offene Unterstützung der Regierung, der Parlamentarier, der Männer der Wissenschaft, der Kunst und der Presse gefunden. Sie, meine Herren Botschafter, die Sie Argentinien in der Welt repräsentieren, werden sicherlich auch auf Menschen stossen. die nicht den historischen Tatsachen Rechnung tragen wollen. Wir aber hoffen, dass Sie immer diese grosse argentinische Tradition hochhalten werden. „Ich erinnere mich meines ersten Lehrers der hebräischen Sprache, der uns auch in Spanisch unterrichtete und uns gesagt hat: „Für die Freiheit gibt es keine Grenzen. Nehmt Euch als Beispiel den grossen Befreier San Martin, der die Kordilleren überquerte, um auch anderen Völkern die Freiheit zu schenken.“ „Meine Herren“, so schloss Emilio Gutkin seine Worte, ,,das ist der Höhepunkt meiner öffentlichen Tätigkeit. Auf Grund meiner Erziehung und der Tradition nehme ich eine feste Position ein. als Jude und als Argentiniern-.“ Bericht über Israel Leonidas de Vedia, der Präsident des argentinischen Schriftstellerverbandes, kehrte kürzlich von seiner Reise aus Israel zurück und sprach über seine Eindrücke wäh. rend des Besuches der Hebräischen Universität zu Jerusalem. Einen anderen Vortrag im Rahmen des Freundeskreises der Hebräischen Universität hielt Herr Prof. Abraham Platkin über das Thema „Die National- und Universitäts. Bibliothek in Jerusalem“. £hrung für Frau Kubovy Die Exekutive der OSFA (■Organización Sionista Femenina Argentina) veranstaltete einen Tee zu Ehren von Frau Miriam Kubovy, auf dem die Präsidentin der Or. ganisation Dra. Hadassa Grinberg die Anwesenden begrüsste und über die Arbeit der WIZO sprach. — Die fünf Gruppen der Zen. traleuropäisehen WIZo in Argentinien hatten zu einem Cocktail im Hause von Frau Eva Swarsensky die Gattin des israelischen Botschafters in Argentinien, Frau Jemima Avidar, und Frau Miriam Kubovy eingeladen. Die Begriissungsworte sprach die Präsidentin der Wizo Regional, Frau Lisbeth Wind. In angeregter Unterhaltung berichteten die Gäste über das Leben in Israel. — Ehrung für Palacios Im Luna Park fand in der vergangenen Woche eine Ehrung für Alfredo Palacios statt, an der sich auch die jüdische Gemeinschaft beteiligte. Es war eine eindrucksvolle Versammlung, bei der, mit Vizepräsidenten Dr. Car los H. Perette an der Spitze, alle politischen Sektoren zugegen waren. Denrf Alfredo L. Palacios ist, abgesehen von seiner politischen Einstellung, ein Symbol unserer republikanischen Existenz und das war es, was die Einigkeit dieser Versammlung bestimmte. Fs ist in den Annalen des Parlaments ein wirklich aussergewöhnlicher Fall, dass ihm eine so bedeutende Persönlichkeit 60 Jahre lang angehört und der Umstand, dass diese Persönlichkeit au h heute noch im Kongress a<ctiv mitwirkt, macht den Pa I nur noch bemerkenswerter. Er gehörte beiden Kammern gleichzeitig oder abwechselnd an und als er vor einigen Jahren neuerdings in den Senat gewählt wurde, kehrte er wieder ins Abgeordnetenhaus zurück, mit der gleichen geistigen Gewandtheit, der gleichen Lebhaftigkeit und der gleichen Polemisierungskunst. wie eh und je. Er bleibt in voller Aktivität, treu seinen Grundsätzen, jenem Kampf geweiht, den er in frühester Jugend für die Menschenrechte und für den so zialen Fortschritt begann. Diesen Kampf führte er in seiner Eigenschaft als Gesetzgeber, in seinen Büchern und in einer unermüdlichen Aktivität, die vom Katheder bis zur öffentlichen Rednertribüne alles umfasste. Mit 85 Jahren ist Palacios immer noch weit entfernt davon, eine nur dekorative Figur zu sein. Er betätigt sich, wie in seiner Jugend, weiter und gibt der neuen Generation ein Musterbeispiel grosszügiger Vitalität, die der Verbesserung unseres nationalen Lebens geweiht ist. Und so galt die Ehrung im Luna Park als ein Beweis der Achtung und der Liebe seitens aller Kreise die die Demokratie und ihre führenden Männer hochhalten. Kulturveranstaltung Die WIZO-Gruppen des zentraleuropäischen Sektors veranstalteten in dieser Woche einen Theaterabend mit einer guten Aufführung des Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 33: WASSILIJ AKSSIONOW: Apfelsinen aus Marokko (Roman) Nr. 34: CHARLES MORGAN: Das leere Zimmer (Roman) Nr. 35: WILLIAM FAULKNER: Schall und Wahn (Roman) Nx. 36: HORST MOENNICH: Chronik einer wetstpreussischen Familie Sr. 37: C. WRIGHT MILLS: Politik und Verantwortung (Eine Analyse) Nr. 38: ROBERT WALSER: Jakob von Gunten. Roman Nr. 30/40: ALFRED KANTOROWICZ: Tagebuch. Bandl Nr. 41: PAER LAGERKVIST: Gast bei der Wirklichlichkeit (Roman) Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80, Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München Dramas von Aaron Megued „Hanna Szenes“. Wir haben bereits eine Besprechung dieses ergreifenden Stückes in einer der vorangegangenen Ausgaben der Jüdischen Wochenschau veröffentlicht. Das Drama schildert Leben und Sterben der jungen Hanna Szenes, die sich freiwillig meldete, als Fallschirmspringer in Israel ausgesucht wurden, um hinter der deutschen Front niederzugehen und zu versuchen, Juden aus der nazistischen Hölle zu retten. Alle diese jungen Männer und Frauen sind Helden, denn sie setzten in Kenntnis der ihnen drohenden Gefahren ihr Leben ein, um anderen zu helfen. Das war ak. tiver jüdischer Widerstand. Das Stück wird hervorragend gespielt. Der Dichter meistert den Stoff mitunter in freier, einem Dramatiker gestatteten Gestaltung. Der Regisseur schuf gemeinsam mit dem sehr guten Ensemble eine überzeugende Leistung. Bemerkenswert war. dass die WIZO den Mut gehabt hat, einmal eine kulturelle Veranstaltung zu bieten, die wirklich diese Bezeichnung verdient, und damit bewiesen hat, dass man auch dann Publikum erwarten dai-f, wenn nicht .leichte Sachen“, sondern ein ernstes Drama geboten wird. Hierfür verdient die WIZO Dank und Anerkennung. — DAIA ehrt Palacios Dr. Arie Leon Kubovy, gewesener Botschafter und gegenwärtiger Präsident des „Jad Washem“ überreichte Herrn Dr. Alfredo Palacios im Namen der genannten Institution eine goldene Er. innerungsmedaille an den Warschauer Ghetto-Aufstand im Rahmen einer E'hrung, die die DAIA für den Veteranen Vorkämpfer der Demokratie veranstaltet hatte. Bei der feierlichen Veranstaltung waren unter anderen der israelische Botschafter General Joseph Avidar, der argentinische Botschafter in Oesterreich, Dr. José Peco, Dr. Luis M. Boffi Bogero Luis Jimenez de Asua, Dr. Carlos Alberto Erro und andere hervorragende Persönlichkeiten des politischen und kulturellen Lebens anwe. send. Als erster begrüsste der Präsident der DAIA, Dr. Isaac Goldenberg, den illustren Gast, dann sprach Dr. Kubovy, der Palacios als wahren Freund Israels feierte. Dr. Palacios, der sichtlich gerührt war, erklärte,1 dass er sehr glücklich über die in den letzten Tagen von allen Seiten ihm bewiesene Aner. kennung sei. Was Israel betrifft, habe er an Ort und Stelle mit Bewunderung den Mut dieser „kleinen Riesen“ kennengelernt, die die Wüste zum Erblühen brachten und bewiesen, dass auf ihrem kleinen Territorium eine Grösse des Geistes herrscht, die keine Macht der Welt brechen könne.“ Unter dem Beifall der Anwesenden schloss er seine Ansprache mit: „Shalom! Shalom!“ i NACHRICHTEN AUS ISRAEL EIN WÄNDE RERSTADT ( Von den 600 neuen Woh-! nungen, die in diesem Jahr den Einwohnern von Ramie | übergeben werden sollen, sind 350, in einer nach Dr.! Giora Josephtal benannten Voriitadt, für neue Einwani rer bestimmt. Ramie, eine! Stadt, die zum grössten Teil i von Einwanderern bewohnt ist, bemüht sich, für die . Neuankömmlinge Arbeit und! Unterkunft zu beschaffen, AVOCADO FEER EXPORT Für das Jahr 1963 .rechnet 1 man mit einem Avocado- Export von 700 Tonnen, ge- ’ gen über 300 Tonnen im Vorjahr. Zu eien 6.000 Dunam, j die zur Zeit mit Avocado be- I pflanzt sind, sollen weitere | 15.000 hinzukommen. AKADEMIKER Bis Anfang Oktober 1963 waren 8.283 Besitzer akademischer Diplome aller Ar“ , eingewandert; es handel! sich um Aerzte. Apotheker. Ingenieure. Juristen, Volksj vviilschaftier. Journalisten,; Schriftsteller. Naturwissen, j sehaftler, Itehrer. Künstler. Die meisten dieser neueinj gewanderten Akademiker; stammen atas Europa und anderen westlichen Ländern. I Einen grossen Prozentsatz; stellt Laieinamerika, wäh- 1 rend etwa 150 aus Asien oder Afrika kamen. ALTERSHEIM! Ein grosse« Altersheim 1 wird in Herzlia In der Nähe | des Scharon-Hotels ertich- ■ tet, ermöglicht durch eine ¡ Spende eines londoner Philanthropen in Höhe von ] 100.000 Pfund. TELEFONFABRIK Die Telefonfabrik in Lod hat im letzten Jahr 30.000 Teletenapparate an die Po<3tverwaltung geliefert; die Kapazität der Fabrik beträgt jetzt bis zu 4.000 Apparaten im Monat. 300 Arbeiter werden z.Zt. beschäftigt. DIPLOME Unlängst verteilte die Hebräi.jche Univei'sität in Jerusalem 531 Meister- und Doktor-Diplome. Unter den Graduierten befanden «ich 117 Frauen und 9 arabische und dru3ische Studenten. 72 Studierende wurden zu Doktoren der Medizin promoviert. DIVIDENDEN Solei Bone wii'd für das Jahr 1962 10 Prozent Dividende in bar und 6 Prozent Bonusaktien verteilen, di* Phoenicia Glaswaren fiip den gleichen Zeitraum 8 Prozent in bar und Bonusaktie« in Höhe von 6,25 Prozent, Shemen eine Bardividendo in Höhe von 10 Prozent un(!j die Discount Bank Investment Co. 10 Prozent Bardividende und 5 Pi-ozent i* Bonusaktien. Bei ihren Reisen überall hin IST IHNEN BEHILFLICH BETTY DRESEL COS'TLICH PASAJES Y TURISMO SRL Avda. Cordeba 379 32-8461-65 Bitte um vorherige Anmeldung 54.3175 ALFREDO STERN MALERARBEITEN ALLER ART Departamentos — Büros — Haeuser — Fabriker Unverbindliche Kostenvoranschläge für jede Arbei T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 263£ DEPOSITO: V. de la Plaza 1779

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