Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2065 (22.5.1964)
- Date
- 1964-05-22
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9616703-9614256-9614453--3334-9614456- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Viernes, 22 de Mayo de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2065 k ti Nachrichten aus aller Welt DAS JORDAN-PROBLEM New York. — Die philo, kommunistische, jiddische Zeitung „Freiheit“ vertritt die Ansicht, dass ungeachtet der Unterstützung der arabischen Proteste durch Krutschew Israel das Recht habe, dem Jordan Wasser zu entziehen. „Die Benützung der Wasser aus dem Norden zur Berieselung der südlichen Zo. nen Israels beraubt die arabischen Nachbarn in keiner Weise“, schreibt das Blatt. Tatsache ist, dass König Hussein von Transjordanien mit Hilfe finanzieller Fonds aus Washington bereits begonnen hat, Wasser aus dem Fluss Yarmuk nördlich des Jordans abzuleiten und damit den israelischen Kibbu. zim das Wasser zu rauben. Das zwang Israel dazu, dringend das Problem der Berieselung des wasserarmen Negews und der südlichen Zone zu lösen, wo 50 Prozent des jüdischen Territoriums sich befinden und wo nur 15 Pro. zent der Wasservorräte Israels benützt werden können. Genau wie die Araber, haben auch die Israelis das Recht, ihr Land in ein brauchbares zu verwandeln. Keine der beiden Parteien darf den anderen Teil gefährden, wie Transjordanien Beliebte Reiseziele ■ Sariloche, Mendoza ■ M. del Flata, Iguazd ■ Rio Hondo, Cordoha ■ Norden Argentiniens ■ u. Nachbariaender: Interessante Zusammenstellung. VIAJES GLOBUS ALSINA 1418, Bs. Aires Tel. 38-5860 — 38-1447 37.9142 MOEBELHAUS WATERMANN Das Hans der 3 Gesehäf te mit der grössten Auswahl. SARM8ENT0 1(47 T. E. 35 - 7033 CABSLDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvlrato Eigene Werkstätten. Z a hlungserlei chterun gen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. ANGEZG6EN mit CARLTQN-Kleidung in Fertigkleidung die Gesamtlinie Slabiloform m. r. in Massarbeit das Be* ste an Stoffen und Verarbeitung. Anfertigung aus mitgebrachten Stoffen. Auch Junioren kaufen gern bei CARLTON. €a\£lon. Ernst Koppel Maipu 982 Tel. 31-7845 es mit seinem „Yarmuk“. Projekt tut. „Freiheit“ teilt noch mit, dass Levi Eshkol „Massnahmen ergriffen habe“, um die Beziehungen Israels zu anderen Ländern zu verbessern, jetzt, da „das Klima in der Welt sich gebessert und Krutschew die Notwendigkeit der Koexistenz begriffen habe.“ „Jetzt ist die Zeit -zu Verhandlungen günstigt", setzt das Blatt fort. „Innerhalb des Friedens muss eine Möglichkeit geschaffen werden, dass die verdurstenden Regionen Israels zu blühenden Kolonien werden." (ITA) Pius XII. und die Juden Rom. — Die Zeitschrift „La Parroquia“ publizierte die Erklärungen des Miütärka. plans Pirro Seavizzi, der die Anklagen, die gegen Papst Pius XII. in der Judenfrage erhoben wurden, widerlegen will. Der Kaplan, der in geheimer Audienz vom Papst empfangen worden war. berichtete, dass Pius XII. erklärt habe, nichts unternehmen zu können, da er tag. lieh dringende Bitten erhalte, eine kategorische Stellungnahme zu vermeiden, um solcherart Repressalien an den noch in Deutschland befindlichen Juden zu vermeiden. Der Papst habe ihm. so berichtet der Kaplan weiter, eine grosse Geldsumme gege. ben, die er unter den Bischöfen Polens heimlich verteilen sollte, damit sie „den Hungernden“ helfen. „Ich sah den.Papst wie ein Kind weinen und wie einen Heiligen beten“, schloss der Zeuge seinen Bericht. (ITA) Neger-Antisemiten freigelassen New York. — Zehn Negerjungen, die kürzlich wegen antisemitischer Ausschreitun. gen gegen die Yeshiva von Brooklyn festgenommen wurden, erhielten nach einer verwarnenden Ansprache des Richters ihre Freiheit wieder. Nur ein einziger von den Attentätern wurde, wie bereits berichtet, zu 18 Monaten Ge fängnis verurteilt. Bei den pöbelhaften Gewaltakten der schwarzen Rowdies wurden 16 Kinder und zwei Lehrer verletzt. Wie der Schulleiter, Rabbiner Samuel Schiago, erklärte, hatte man von einer Bestrafung von 2ehn Negerjun. gen abgesehen, da eine Stra^ fe nicht mehr gerechtfertigt sei, nachdem sich sowohl die Eltern der Jungen, als auch diese selbst wegen ihrer Mitschuld an dem Attentat ent schuldigt hatten, UTA) Truman gegen Antisemitismus New York. — Auf einem Lunch des United Jewish Appel hielt Harry Truman als Ehrengast eine improvi sierte Rede, in der er den Antisemitismus verdammte. Er nannte ihn eine so „schwerwiegende Herausforderung, Erklaerung Erhards Tel Aviv. — Bundeskanzler Erhard erklärte, dass die Bundesrepublik die Tätigkeit der deutschen Atom-Gelehrten in Aegypten missbillige und dass man die Bestätigung eines Gesetzentwurfes im Parlament besohle migen werde, durch das diesen Forschern die Fortsetzung ihrer Arbeit im Ausland verboten werden soll. Andererseits richteten die Organisationen jüdischer Frontkämpfer des zweiten Weltkrieges und der Ghetto-Kämpfer einen offenen Brief an Krutschew mit der Bitte, er möge bei Nasser intervenieren, damit der „kriminellen Tätigkeit der Nazi-Spezialisten, die Fein, de des jüdischen und des russischen Volkes waren“, ein Ende gesetzt werde. — (ITA) wie die Verweigerung der Menschenrechte der Neger“ und erklärte, dass man endlich der kränkenden Behänd, lung, die man den Juden ..hier und anderswo“ angedeihen lasse, ein Ende machen müsste. Die Nordamerikaner müssten endlich zuge ben. dass der Judenhass in dieser oder jener Verkleidung überall latent sei, sowohl auf den Hochschulen, als auch in vielen kommerziellen Unternehmungen und in den freien Berufen. (ITA) Frau Kennedy dankt für Gedaechtnlsmale Ich schreibe Ihnen, um den Bürgern ü-raefe für die zahlreichen* Kundgebungen der Anteilnahme an meinem und meiner Kinder Schmerz zu danken“, so schrieb Frau Jacqueline Kennedy in ihrer Antwort auf den Kondolenzbrief des Präsidenten Israels. Herrn Salmhn Shazar. Der Brief fährt fort: „Vor allem bin ich gerührt über die eindruckcvollen Gedenk, feiern, die man für Präsident Kennedy in Israel, veranstaltete, und die Pläne für dauernde Gedenkwerke insbesondere das Programm der ..Kennedy-Fellowship“ am Weizmann.lnetätut und den Kennedy-Gedenkwald de« Keren Kayemeth Leis rael. Ich bin dankbar für diese Kundgebungen, die zeigen, wie sehr Sie und die Bürger Ihres Landes seine Ideen und Ideale teilen.“ IsraeE-Tmissicn London. — Die israelische Gesellschaft Wolfson Clore Mayer Corporation Ltd. legt in London über das Bank, haiiß Philip Hill, Higginson, Erlangers eine seehseinhalbprozentige Anleihe über fünf Millionen Dollar auf. Der Emißsionshurs beträgt 100 Prozent, die Anleihe hat eine Laufzeit bis 1983—88. Eis ist dies die erste grössere israelische Emiscion in London. (AWZ) Teppichhaus M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKITÜPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Verführung Auf Wunsch Zahlungserleichternngen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshalle Calle ANDONAEGUI 2083 TeU 52-2993 4 Quader von Station Urquiza Aaron Nissenson gestorben New York, — Der jüdische Dichter und Essayist Aaron Nissenson verstarb im Alter von 66 Jahren in einem newyorker Spital. Er war Autor von acht Gedichtbänden in jiddischer Sprache, die auch ins Hebräische, Russische und Französische übersetzt wurden. In Russland geboren, war er 1911 nach den Vereinigten Staaten gekommen. Er besass den Titel ei. nes Pnarmazeutikers, doch übte er niemals diesen Beruf aus. Er war von 1924 bis 1953 Redakteur des „Morgen Journal“ und in den letzten neun Jahren Leiter der jiddischen Propaganda des Joint. (ITA) Flüchtlinge aus Nordafrika Paris. — Die Jahresversammlung des Zentralen Französisch-Jüdischen Fonds (FSJU) stand diesmal unter dem düsteren Eindruck des nordafrikanischen Flüchtlings-Problems. Die Zwangsauswanderung der nordafri. kanischen Juden hat zur Folge, dass das französische Judentum zur zahlenmässig stärksten jüdischen Gemeinde Europas wurde. Die Probleme der Neuein Ordnung der Emigranten bildeten das Hauptthema der Beratungen und der Präsident der Organisation, Baron Guy de Rothschild, richtete einen dringenden Aufruf an die französischen Juden, aber auch an die Judenheit von Kanada. USA und Grossbritannien. nach Kräften zur Lösung dieses schweren Pro. blems beizutragen. Die 200.000 Rückwanderer haben nicht nur die zahlenmässig grösste Gemeinde in Europa ergeben, sondern auch dazu beigetragen, die Einheit des Judentums zu stärken. Jetzt sind wir erst wirklich einig in unserem Zusammengehörigkeitsgefühl“ erklärte der Baron Rothschild. Die wichtigsten Probleme, die zu lösen sind, bilden au. sser den finanziellen Schwierigkeiten die Fragen der so- LA SEMANA ISRAELITA BISEMANaRIO INDEPENDIENTE ««. Aire« - PUE Y R REDON 21M, 1* — TE. tS.Mld 11. Siwan 5724 22. Mal 1964 Vom Auschwitz - Prozess Frankfurt. — Im Prozess gegen die Nazihenker von Auschwitz wurden vor einer Zuhörerschaft, die starr und stumm vor Grauen war, neue, fürchterliche Enthüllungen gemacht. Josef Kral, Polen, 54 Jahre alt, beschrieb die schrecklichen Szenen im „Aushungerungs-Bunker“. Der Zeuge klagte den Beschuldigten Boger direkt des Mordes an polnischen Häftlingen an. Einer von diesen wur„ de an die sogenannte „Bogersche Schaukel“ gehängt, eiri<“ Stange, an die man die Opfer anband, um sie in dieser Position auszupeilschen. Nachdem man den Unglücklichen zu Tode gepeitscht hatte,' verblutete er während seines Rücktransports in die Zelle. Ein anderer Gefangener wurde auf die gleiche Art torturiert und als er am nächsten Morgen auf einen Befehl Bogers nicht aufstehen konnte, wurde er erschossen. In der Nachmittagsverhandlung des gleichen Tages sagte Kral gegen Hans Stark aus, der übrigens festgenommen werden musste, als er sich eines Fluchtversuchs verdächtig machte. Stark habe, so berichtete der Zeuge, im Jahre 1941 zwei Gefangene mit einer Schaufel erschlagen \und andere Gefangene gezwungen, in einem Wasserbehälter unterzutauchen, wobei zwei ertranken. Dann wollte er einen Gefangenen namens Isak zwingen, mehrere seiner Kameraden in den Wasserbehälter zu werfen. Als Isak sah, dass unter den Opfern sich sein eigener Vater befand, verlor er den Verstand. Er wurde von Stark durch einen Pistolenschuss getötet. Der Zeuge Kral, der während seiner Aussagen beinahe eine Nervenkrise erlitt, fügte noch hinzu, dass ein anderer der Angeklagten. Kaduk. einen Gefangenen eigenhändig erdrosselte. (ITA) zialen Einordnung und der kulturellen Erziehung. Man will jetzt in Paris ein gemeinsames, jüdisches Zentrum bilden, das grösste ausserhalb der USA. Es soll Gelegenheit zu sozialen Zusammenkiinf, ten bieten, mit grossen Salons, Restaurants, Turnsälen etc. Doch dieses Projekt stösst noch auf den Widerstand mehrerer jüdischer Organisationen, die sich gegen eine gemeinsame Zentrale aussprachen. (ITA) Jüdisches Menument Philadelphia. — Das erste Monument, das an die sechs Millionen von den Nazis er. mordeten Juden gemahnen soll, wird in Nordamerika aufgestellt: im Namen des Allied Jewish Appeals und in einer Zeremonie, die von der; Vereinigung jüdischer Ageni turen veranstaltet wurde,; schenkten die amerikanischen I Juden der Stadt Philadelphia I ein sechs Meter hohes Monu. j ment aus Bronce. Das Denkmal ist ein Werk des berühm. ten jüdischen Bildhauers Nathan Rapoport, von dem auch das Monument auf dem Gelände des ehemaligen Ghettos von Warschau stammt. Die Broncefigur stellt eine von Flammen umgebene, sterbende Mutter dar, ein Kind, das die Thora in den . Armen hält, einen Patriarchen, der segnend die Arme ausbreitet und mehrere mit Dolchen bewaffnete Hände. Im Hintergrund der Gruppe steht eine Menora in Flam.; men. (ITA) ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ★ ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung ★ BUER0STUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16- Uhr T. L: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltern gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. T. E«: 80 - (930 ★ PUEYRRED0N 2190 esq. Av. LAS HER AS