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Jüdische Wochenschau · 1964-05-22 · 2065 (22.5.1964) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2065 (22.5.1964)
Date
1964-05-22
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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6 — Viera«», *2 ár Mayo de 19«4 LA SEMANA ISRAELITA M» XXV. — No. 2065 Hilfe für andere Voelker (Schluss von Seit« 1) Weltgegenden zur Erweiterung des eigenen Machtand Herrschaftsbereiches. Mit dem Ersten Weltkrieg kam das Problem der Kolonialvölker auf die Tagesordnung, das heisst derjenigen Völker, die von anderen (fremden! Nationen regiert wurden. In der Idee des Selbstbestim. mungsrechtes der Völker sollte das Kolonialsystem überwunden und damit dem Imperialismus und Kolonialis. mus ein Ende bereitet werden. In der Praxis führte das in den Friedensverträgen zur Schaffung einer Reihe neuer Länder, deren Bevölkerung ihr selbstbestimmungsrecht erhielt, wobei es sich in der Mehrheit um diejenigen handelte, die bisher im Staatsverbande eines der besiegten Länder gestanden hatten. Die einmal begonnene Be. wegung liess sich nicht aufhalten. Der Kampf der Völ-! ker um ihre Befreiung ging j wellenförmig vor sich. Die erste grosse Flut war die Be. ireiung des lateinamerikanischen Kontinents in den Jahren 1810 bis etwa 1828. In Europa war in dieser Epoche die Reaktion an der Macht, die nach Niederwerfung der französischen Heere und des Napoleonischen Imperiums die alten Zustände wiederherstellen wollte. Es wrar die Zeit der Restauration, in der man z. B. auch die den Ju. den durch die Grosse Revolution eingeräumten Rechte wieder entzog. Die späteren Jahrzehnte waren mit der allmählichen Ueberwindung der Reaktion ausgefüllt, wobei der bürgerliche Wohlstand das Tempo der evolu. tionären Freiheitsbewegungen hemmte. Jedoch zeichnete sich langsam die tieie innere Zerrissenheit der europäischen Gesellschaft ab, der Zwiespalt zwischen den Klassen, den reaktionären und den freiheitlichen bür. gerlichen Elementen, die Un. Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 V izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PR0PIEDADES FRANKENBERG S. R. L. jerät Sie kostenlos und ^verbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 terdrückung nationaler Minderheiten. antisemitische Strömungen und religiöse Differenzierungen, die im na. tionalen und gesellschaftlichen Leben ebenso ihren Niederschlag wie in den internationalen Beziehungen fanden. Der Erste Weltkrieg unter, brach die Evolution des 19. Jahrhunderts und leitete die permanente Revolution unseres 20. Jahrhunderts ein. Seit diesen Jahren ist die Menschheit nicht mehr zur Ruhe ge. kommen. Heute hat die nationale Befreiung und das Selbstbestimmungsrecht der Völker zur Bildung einer grösseren Anzahl von Klein- und Stadtstaaten geführt, die zufolge ihrer wirtschaftlichen Schwierigkeiten einen weiteren Unruheherd bilden. Aber nicht nur in dieser Hin. sicht nahm die einmal eingeschlagene Entwicklung ihren anscheinend bestimmungsmässigen Verlauf. Es setzte bereits nach dem Zwei, ten Weltkrieg auch eine umgekehrte Entwicklung ein, eine Art Pendel bewegung, die nicht nur die grosse Linie zur Befreiung der Völker unterbrach, sondern zu neuer Ver. sklavung führte. Dabei ist bemerkenswert dass gerade diejenigen, die Vorgaben, für die Freiheit der Welt, der Menschen wie der Völker zu kämpfen, zu einem Gegenschlag ausholten und Länder in ihre Herrschafts¬ und keinesfalls nur in ihre Einfluss-Sphäre zwangen, die gerade erst ihre Freiheit und ihr Selbstbestimmungsrecht erlangt hatten: die Kommunisten. Der Kreml, gestärkt durch den deutschen Ueber. fall und den Sieg über die gefährlichsten Armeen der neueren Geschichte, ging dazu über, Länder zu erobern (z. B. die baltischen Staaten, die als nominell selbständige Republiken in die Sowjetunion eingegliedert wurden), oder Einfluss-Sphären vor al. lern durch wirtschaftliche und militärische Massnahmen zu schaffen, wie in Polen. der CSR, Ungarn, Rumä. nien, Bulgarien usw. Am Ende dieser — vorerst wohl ab. geschlossenen Tendenzen — steht die zweigeteilte Welt, bis sich jetzt allmählich andere Faktoren in den Vor. dergrund spielen, die erneut zu einem Strukturwandel des internationalen Lebens hinüberleiten dürften. Wie man diese sowjetische Politik der Expansion der kommunistischen Macht nennen mag, ob als eine Art von neuerem Kolonialismus oder einen roten Imperialismus, sicher ist. dass dieselben Tendenzen und Faktoren im Spiel sind, die den Imperia, lismus alter Prägung charakterisierten. Wenn heute Krutschew in Kairo und an der Schwelle seines afrikanischen Besuches, der doch nur den einzigen Zweck der Sicherung oder Vertiefung des russisch . kommunistischen Einflusses auf dem in Gärung und Aufruhr befindlichen Schwarzen Kontinent dient, in seinen Reden gegen den Imperialismus wettert, so will er doch mit solchen Redensarten und Parolen nichts anderes erreichen, als den Völkern Sand in die Augen streuen und über seine eigenen Absichten hinweg, täuschen. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob oder dass einige der von ihm vorgetragenen Gesichtspunkte richtig sein mögen. Sicher ist, dass sich die Mittel seiner versuchten Machterweiterung in nichts von denen der alten Imperien — England und USA — unterscheiden, es sei denn in der Rücksichtslosigkeit der von den Kommunisten angewandten Politik in den von ihnen beherrschten und unterdrückten Satellitenländern, wofür man nur auf die in Ungarn und Po. len gegebenen Beispiele hinzuweisen braucht. In seinem Schatten soll auch die Rolle Nassers bei diesen Auseinandersetzungen nicht übersehen werden, der sich zu einem roten General entwickelte und der eine klare .imperialistische“ Politik seit vielen Jahren entfaltet, indem er die anderen arabischen Länder mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu beherrschen versucht und gleichzeitig andere, vor allem Israel und die w’estmächte beschuldigt, sie seien die Imperialisten. Sicherlich ist es politisch betrachtet ein grosser Unterschied, dass anstelle des Kalten Krieges um die Einflüsse in der Welt zwischen Ost und West die Rot-Chinesen als dritter Faktor aufgetreten sind, gegen die sich der jetzige „afrikanische Feldzug“* Krutschews wahrscheinlich noch stärker wendet als gegen seine .klassischen“ Gegner des Westens. Diese Variante ändert zunächst nichts an dem prinzipiellen Problem, das der moderne Imperialismus in seiner jetzigen Prägung für alle kleineren und wirtschaftlich nicht unabhängigen Länder bedeutet. Die politische Autonomie ist selbstverständlich nur dann gesichert, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse eines Staates dessen Regierung nicht zur Annahme von Wirtschaftshilfen veranlassen oder zwingen. Solange ein Mensch ■wirtschaftlich nicht unabhängig ist, kann er sich den Einflüssen dessen nicht vollends verschliessen, von dem er abhängt. Das gilt mindestens im gleichen, wenn nicht in verstärktem Masse von Ländern und Völkern. Jeder Kreditgeber, ob Individuum oder Staat, versucht darauf Einfluss zu nehmen, dass sein Geld nicht verloren geht; also kontrolliert er den Bestimmungszweck des eingeräum. ten Kredites und bemüht sich darum, das einmal ei- JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN SchabbosdeckeD - TaUksbeutel - Käppchen Mar zot-Tasehen - Hand- und Maschkienstickerej von Bett- und Tiscnwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. 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Die Angelegenheit wurde nachträglich mehrmals untersucht. Als eine Ministerialkommission zur Ueberprüfung des Falles, an der auch Eshkol teilnahm. Lavon von jeder Schuld freispraeh, weigerte sieh David Ben Gurion, diese Entscheidung anzuerkennen. Nun wurde der Brief des Pre. , miers in einer Versammlung, an der 2.000 Anhänger Lavons teilnahmen, verlesen. Wenn er auch grosse Befriedigung in der Partei auslöste, gibt es in der Mapai doch eine Gruppe, die diese Geste Eshkols als eine an Ben Gurion ausgeübte Zensur betrachten. Rottenstreieh erklärte, dass die Anhänger Lavons mit ihrem Urteil zurückhalten würden, bis nicht eine konkrete Stellungnahme der Mapai in dieser Angelegenheit erfolge. (ITA) LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredón 2190 1? izq. T. E. 88-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 100.— pro Quartal Ausl. $ 600.— jährl. nem Dritten überlassene Geld — sei es in Form von Barmitteln, Sachwerten, Waffen oder anderen Hilfsobjekten — zu sichern. Das geschieht durcii verschiedene Kanäle, durch wirtschaftliche Garantien oder KontroL le, durch politische oder auch durch militärische Massnahmen. So lange es den Gegensatz zwischen Arm und Reich, zwischen hochentwickelten und weniger begüterten oder weniger entwickelten Ländern gibt, wird weder der Ab. wehrkampf der Aermeren gegen die Versuche einer Einflussnahme der Reicheren noch die Bestrebungen um völlige Unabhängigkeit aufhören. Innerhalb der westlichen Welt sind verschiedene Schritte zur Beeinflussung derjenigen Völker zu beobachten, die sich in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen befinden und deren ökonomi. sehe Lage die Annahme fremder Kredite erheischt, wie z. B. die meisten der südamerikanischen Staaten. In diesem Zusammenhang gewinnt die Reise des deutschen Bundespräsidenten ihre Bedeu. tung. Seine Erklärungen unterstreichen das Motiv und die Hintergründe seines Erscheinens auf diesem Kontinent. Soweit sie sich auf die Wiedervereinigung der deut. sehen Rumpfstaaten beziehen, bleiben sie Wunschträume, denn die Wiedervereinigung hängt nicht von Süd. amerika ab. An der Tatsache, dass die Südamerikaner auch Handelsaustausch mit Ostdeutschland treiben, än- Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt., Frei-, 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLÄZABAL 2512 - 76-7980 Privat 52 7734 Dr. B. Schwartz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicber MALERARBEITEN Republiken verlangen kön- , nen, dass sie keine Beziehun-; gen zu kommunistischen; Staaten haben, i Was der deutsche Staatsj mann über Brasilien sagte, dürfte auch auf das Gebiet | der Hoffnungen verwiesen werden müssen. Die Brasilia.; ner selbst wissen. dass die augenblickliche Regierung j nur ein Provisorium darstellt, i Ob diese Revolution den Kontinent vor der kommunisti-; sehen Gefahr gerettet hat J oder nicht, bleibt abzuwarten. Militärische Umwälzungen und der Wechsel von Regierungen besagen noch nichts. Bedenklich sind die Mitteilungen über die deutschen Minderheiten in den von Dr. Lübke besuchten südamerikanisohen Ländern. Es ist an. : zunehmen, dass der Bundes- : Präsident weiss, dass die i überwiegende Mehrheit die-J ser Deutschen solchen Ideen 1 nachlaufen, die in einem starken Gegensatz zu den heute in Deutschland herrschenden demokratischen Auffassungen stehen. Man braucht diese Haltung der Ausländsdeutschen garnicht zu umschreiben. Die meisten von ihnen sind Nazis oder Rechtsradikale, Antisemiten und Faschisten. Sie unter, stützen jede radikale Bewe. gung, die von solchen Elementen getragen wird. Das sind bekannte Tatsachen und Gefahren. Man braucht nur die Publikationen zu beobachten. die von diesen Krei. sen entweder herausgegeben oder gestützt werden. Ohne die aktive Hilfe dieser Leute wäre es längst gelungen, die Kriegsverbrecher zu finden, die hier in stattlicher Zahl noch immer leben. Durch diesen Hinweis soll nur unterstrichen werden, wie wenig Klarheit heute über die geistigen Strömun. gen und die mit ihnen in Zusammenhang stehenden politischen Bestrebungen besteht. Die Unsicherheit oder die Verwirrung umfassen nicht nur bestimmte Kreise; sie sind total. Die Belastungen der Vergangenheit und die heutigen Machtkämpfe verhinderten, neue Wege zu beschreiten, die zu neuen Möglichkeiten der Befrie. düng und des Friedens führen. VARICES -ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach tele!. Vereinbarung HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO Cardiologia — Hospital Fernandez Radio X — Durchleuchtung — Electroeardiogramme CUBA 2141 — T. E. 73-8T82 u. 73-6817 Consultas: Montags bis Freitag: 15—18 Ubr Sonnabend: 14—16 Uhr Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76 8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Medico Magen- und Darnikrankheiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542

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