Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2064 (15.5.1964)
- Date
- 1964-05-15
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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8 — Viernes, 15 de Mayo de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2064 Industrieproduktion soli verdoppelt werden Blick in die Welt Ein zweites Industrie-Ent. Wicklungs-Programm, die Jahj re 1965 bis 1970 umfassend, : wurde jetzt vom Finanzmini, ster und Handels- und Indu strieminister pinchas Sapir vorgelegt. I Nach diesem Programm soll die Industrieproduktion 1 des Landes bis 1970 eine Höj he von 9 Milliarden IL errei- ‘ Chen gegenüber einer Pro. 1 duktion von 4,8 Milliarden im Jahre 1963, und soll im lauvon Dr. KURT 0TTEN3Q0SER (Israa!) rund 2,4 Millionen auf 3 Millionen Einwohner. Die Sicherheitsausgaben sollten in dem fraglichen Zeitabschnitt nicht in unvergesehener Weise ansteigen und geeignete Facharbeiter müssten ausgebildet werden. Schliesslich muss ater auch verhindert werden, dass der Konsum der Bevölkerung m dem gleichen Masse wächst, wie in den b£i. chen Arbeitskräfte müssen Fa‘.harbeiter sein, wozu noch etwa 7.C00 Mann für die; technischen und Verwalj! tungsabteilungen kommen, ■ Infolgedessen wird auch! am Ausbau der Berufs- und! 1 Fachschulen heute mit allen! Kräften und mit Einsatz sehr; ■ beträchtlicher Mittel gear- \ beitet, wobei verschiedene Sy. ' Sterne angewendet werden. So Der .inegsminister Kolumbiens, General Alberto Ruz Novoa, in Israel. Auf dem Bild begriisst er Offiziere aus Perú und Venezuela, die in Israel einen Spezialkurs absolvieren. grösst fenden Jahre auf 5,4 Milliarden IL ansteigen. In der gleichen Periode soll der Export von Industrie Produkten von 262 Millionen Dollar 1963 auf 750 Millionen Dollar 1970 gebracht werden. Nimmt man hierzu noch den landwirtschaftlichen Export in Höhe von 150 Millionen Dollar und den unsichtbaren Export (aus Verkehrseinnah. men, Versicherung und Touristik bestehend) mit 600 Millionen Dollar, so kommt man für 1970 zu einem direkten und indirekten Export in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar. Mit Hife eines solchen Exports soll dann das hohe Defizit in der Handelsbilanz des Landes von rund 420 Mil lionen Dollar auf 150 bis 200 Millionen herabgedrückt werden. Eine solche Ausweitung der Produktion aber ist von einer Reihe von Voraussetzungen abhängig. Beispielsweise von einer Vermehrung der Bevöl. kerung des Landes von heute ' den letzten Jahren. Er muss Schritt halten mit der Erhö- | hung des Nationaleinkommens. | Werden diese Vorausset zungen erfüllt, betonte Mini. , ster Sapir, sei er fest davon überzeugt, dass dieser neue! Entwicklungsplan-für die In. dustrie des Landes sich ebenso erfüllen wird, wie es bei i; dem ersten Fünf jahresplan! der Fall war, dessen Ziele i noch vor Ablauf der gestellj ten Frist erreicht worden wa t ren. DIE ARBEITSKRAEFTE ' In der Industrie sind heute 220.000 Arbeiter beschäf- ' tigt, rund 26 Prozent des ge ¡ 1 samten Arbeiterheeres. Zur Erfüllung des Programms; aber muss mit der Einstei- ¡ ' lung von weiteren 100.000 Ar- , beitem gerechnet werden, j und damit würde der Anteil ' der Industrie an der Gesamtj beschäftigung des Landes auf ¡ j 30 Prozent steigen. I Aber 60.000 der zusätzli. ' errichtet jetzt die Fordniederlage die erste Fabrikschule des Landes nach dem Muster derartiger Fordschulen in den USA und England. HANDWERK UND KLFIXINDUSTRIE Eine bedeutende Rolle im Gesamtaufbau bleibt auch dem Handwerk und der Kleinindustrie Vorbehalten. Diese müssen der Grossindustrie auf vielen Gebieten als Hilfsindustrie dienen und sollen auch ihre bisherige wichtige Aufgabe bei der Versor. gung des lokalen Marktes behalten. Das Handwerk wird auch für Repaiatur- und Spezialarbeiten reichliche Beschäftigung haben. Man baut da. her heute im Lande an vielen Orten Zentralwerstätten für diese beiden Wirtschaftszweige ui\d sorgt auch durch Spezialkredite, dass sie sich mit modernen Maschinen ausrüsten können. Fiir gute Facharbeiter mit Erfahrung, JUEDISCHES LEHRHAUS THG - BET ISRAEL - WIZO BIBELK (VIERZEHNTAEGIG) Leitung: Rabb. Dr. MEiR R0SENBER6 2. ABEND: MONTAG, DEN 18. MAI, UM 20.30 UHR HEBRAEISCHE KURSE ANMELDUNGEN UND INFORMATIONEN: CRAMER 2070 Tel.: 73-8922 (Bürozeit: Montag. Dienstag, Donnerstag von 15—19 Uhr) die auch über etwas Kapital verfügen, sind hier besonders gute Chancen und Möglich, keiten gegeben. Es darf festgestellt werden, dass viele der Neueinwanderer aus den lateinamerikanischen Ländern davon Gebrauch zu machen wissen. DIE VERSCHIEDENEN INDUSTRIEZWEIGE Das Programm in all sei. nen Aspekten ist dargestellt in einem auf alle Einzelheiten, wie auf jeden Industriezweig einzeln eingehendem Buch, das über 500 Seiten dick ist und für die gründli. che Vorbereitung des Programms ein beredtes Zeugnis ablegt. Es sollte von jedem Investor, der sich in Israel betä. tigen will, sehr genau studiert werden. Unter den Industrien, die besonders entwickelt werden sollen, weil hier auch grosse Exportchancen bestehen, wäre die chemische Industrie hervorzuheben. Diese stützt sich auf Naturvorkommen : des Landes. | Es wird heute nicht nur | an der weiteren Hebung der , Qualität der Produkte unse rer Industrie gearbeitet, es sollen auch die Verkaufsme-; thoden und der Exportabsatz , auf eine neue Basis gestellt werden mit Hilfe von neu zu errichtenden Handelsgesell- I schäften und Exportvereini.! gungen, die für eine Reihe ■ von Unternehmungen einer! Branche gemeinsam der. Ver- I kauf übernehmen. DIE FINANZIERUNG DER UNTERNEHMUNGEN | Man ist heute, wie Minij ster Sapir hervorhob, weni. I ger an der Errichtung von , neuen Unternehmungen in. 1 teressiert, als am Ausbau und , aer Fundierung von bereits | bestehenden, wobei auch an \ Zusammenschlüsse gedacht I ist, durch die grössere Induj striekombinate geschaffen I werden, wie dies zur Zeit in j der Textilindustrie der Fall ' ist. ' i Das Verhältnis zwischen \ Figenkapital und Leihkapital : soll verbessert werden und die Möglichkeiten dazu sind | heute gegeben, da am Kapi. ■ talmarkt reichliche Mittel zur Verfügung stehen und auch die zahlreichen Investment - Gesellschaften, deren Anteile vom hiesigen Publikum gerne erworben werden, bereit sind, Posten von Ak. tien gesunder und ausbaufähiger Unternehmungen zu erwarben. Auch das Ausland erwirbt in schnell wachsendem Masse heute hiesige Aktienpake te. Besonders wurden in der letzten Zeit grosse Pakete von Bankaktien, wie von In. vestment-Gesellsc haften vom Ausland erworben. So konnten ebenso von erstklassigen Bankgruppen in den USA, wie in London Aktienpakete hiesiger Banken an den dor. Radio-Biologie UN. — Wie das Sekretariat der UN bekannt gibt, wurde dieser Tage in Israel ein Radio-Biologie.Kurs für 25 Wissenschaftler aus 19 Ländern ins Leben gerufen. Kursleiter ist Dr. Charles Braudo auß Israel und den Unterricht erteilen israelische Wissenschaftler und Gastprofessoren, die von der internationalen Agentur für Atomenergie entsandt wurden. Die Agentur startete gemeinsam mit der israelischen Regierung diese Kurse, die im Radio-Isotopenzentrum in der Nähe von Rechowot ßtattfinden und sieben Wochen umfassen. Die Teilnehmer kommen auß Brasilien, Chile, Kolumbien, Aethiopien, Indien, Japan, Korea, Iran, Perü, Mexiko, Thailand, den PhL lippinischen Inseln, der Türkei, der Tschechoslowakei, aus Holland, Ungarn und Jugoslawien. (ITA) von HAROLD SGHWARGZ Der amerikanische Präsident Lyndon B. Johnson hat die amerikanischen Botschafter zusammengerufen, die in ’ den 19 Ländern stationiert sind, die am Programm der Al. | lianz für den Fortschritt teilnehmen. Im Vordergrund steht das Problem der Beziehungen zu Kuba. — j Frankreich hat sich über das Verlangen der USA hin. weggesetzt, keine Lieferungen an Kuba vorzunehmen. Die | Spannungen zwischen den beiden Ländern sind demzufol-' ge gestiegen. — ' Grcssbritannien hat den polnischen Plan über die Begrenzung des Besitzes an atomaren Waffen für die zen. I traleurcpäischen Länder zurückgewiesen. — Die Unruhen auf Cypern halten weiter an, obwohl die Vereinten Nationen ihre Befriedungsaktion verstärkt ha. ' ben. — Die rctehinesische Regierung gab eine Bekanntmachung über Atomwaffen-Herstellung heraus, die verschiedene Widersprüche enthält. Obwohl Peking versichert, dass es noch lange dauern werde, bis Rotchina eigene Atomwaffen; besitze, wurde gleichzeitig mitgeteilt, dass bald eine Detonation zu hören sein werde... — j Den Rebellen in Siidvietnam ist es auf eine bisher un. I ge.khirte Weise gelungen, einen amerikanischen Flugzeugträger schwer zu beschädigen, sodass dieses Riesenschiff i teilweise versenkt wurde. — ' Eine antireligiöse Demonstration, die von etwa 4.000 Jugendlichen in Moskau veranstaltet wurde, hat allgemeii nes Aufsehen erregt. Die Demonstration richtete sich gegen die russisch.orthodoxe Kirche. — Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat ei- I nen Auslief'emngsantrag an Aegypten gestellt und die Ue- 1 bergabe des bereits verurteüten Kriegsverbrechers Hans W. [ Zech-Nenntwich verlangt. — Der indonesische Diktator Soukarno sprach vor 400.000 Menschen, denen er versprach, die indonesische Revolution ' zu erneuern und gegen den Kolonialismus in Malasien vor. zugehen. — I Bei antikommunistischen Kundgebungen, die von Pra- ' ger Studenten durchgeführt wurden, kam es zu schweren I Zusammenstössen mit der Polizei. Einige der Demonstran- I ten wurden verhaftet. — ■ Der italienische Vize-Premierminister Pietro Nennl , warnte die Kommunisten, falls sie eine Regierungskrise ' heraufbeschwören, werden die rechtsradikalen Kräfte mög.; licherweise wieder die Oberhand in Italien gewinnen. — tigen Börsen placiert werden. Der Plan sieht eine Kapitalinvestition von 7,8 Prozent pro Jahr im Verhältnis zu den Gesamtmitteln, die in der hiesigen Industrie investiert sind, vor, oder von 650 Millionen IL während der neuen Fünf jahresperiode. Die Arbeiterschaft soll pro Jahr um 6 Prozent erhöht werden. Das jährliche Anwachsen der Produktion ist mit 9,9 Pro zent vorgesehen, eine Quote, die unter der bisherigen Zuwachsquote liegt und der Export soll sogar im Jahresdurchschnitt um 17,1 Prozent erhöht werden. Kann dieser Fünfjahres, plan erfüllt werden, wird Israel einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Erlangung seiner wirtschaftlichen Unabhängigkeit, die keineswegs mit Autarkie ver. wechselt werden darf, getan haben und gleichzeitig auch die Voraussetzung fiir die Einordnung weiterer Al jawellen geschaffen haben. i&'.vxäfe-rV-i'-: * v-4Wéi y&»xm MESSE IN TEL AVIV: Auf der grossen Messe in Tel Aviv, die in diesem Jchr slaUfindet, hat Argentinien einen besonderen Favil! n. Die AMIA wird einen Stand für die kulturellen Leistungen einrirhten. ISRAEL - BRIE* MARKEN AJ WIEDER VERKAEUFER - ALLE NEW AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, \ 1 AMONTE 550 t/B - Bueaos Aire«, R»p Ar**Bti*«