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Jüdische Wochenschau · 1964-05-15 · 2064 (15.5.1964) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2064 (15.5.1964)
Date
1964-05-15
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 15 de Mayo de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2064 — 5 Ereignisse der Zukunftspîaene der Jugendalija (Fortsetzung der Ereignisse j von Seite 5) sehe Weltkongress in Jerusa. j lern soll besonders gross ge- , staltet werden. Den Juden in , der Galut wird nahegelegt, | sich der Wichtigkeit dieses Kongresses bewusst zu sein und durch den Kauf . des Schegels ihre Solidarität mit , dem Staat Israel zu bekun- ( den.; Im Februar haben die ar- . gentiriischen Juden hundert-! tausend Schekel erhalten, von j denen die Hälfte bereits verj teilt ist, aber die Zeit drängt, : und deshalb müssen alle | Kräfte angespannt werden. I Man hofft, siebzigtausend | Schefcalim zu verkaufen. j Jetzt haben die Juden in Argentinien Gelegenheit, ihr j Stimmrecht auszuüben und . damit direkten Anteil am j Kongress zu nehmen. — Die Schekelaktion ist der spontane Ausdruck zionistischen Aufbauwillens. Die Goebbels-Taktik Die Zionistische Landesorganisation analysierte in einer Erklärung die Tätigkeit Hussein Trikis in Argentinien und verglich ihn darin mit Goebbels, dessen Taktik auch darin bestand, ,,eine Lüge so! lange zu wiederholen, bis sie! geglaubt wird“. Die Erkläi rung weist darauf hin, dass : Triki eine Kampagne durch- 1 führt, um die öffentliche i Meinung Argentiniens gegen I das Judentum aufzuhetzen; und eine Mentalität zu ver- I breiten, die den heiligen Tra- : ditionen des Landes und der , demokratischen Form des Zusammenlebens widerspricht. Skrupellos missbrauchte Triki die Jahresversammlung der CEPAL in Mar del Plata als „Informationsquelle“ und behauptete, dass es da einen Bericht über Fonds gegeben habe, die nach Israel vvan- : derten. Bei der CEPAL wurde niemals eine derartige Information gegeben. Dennoch hält Triki seine Behauptun.; gen aufrecht, und viele wiederholen sie wie eine Tatsa. che, obwohl sie eine schamlose Lüge ist. I „Mit der gleichen Tech.: nik'1;' heisst es in der Erklärung weiter, „stellt er Foto-! aufnahmen aus Sommerla. I gern von Kultur, und Sport- 1 vereinen so dar, als ob sie ‘ Aufnahmen von Militäraus- I bildungszentren wären; auch das erinnert an das klassische! Beispiel von Goebbels.“ Das Dokument stellt kate-! gorisch in Abrede, dass es in Argentinien solche Ausbildungslager oder Ueberfallkommandos gäbe. Es weist darauf hin, dass die jüdische Kampfverbindung „Palmach“ nach der Staatsgründung Israels von der Armee absorbiert wurde und dass es aussei'dem nur noch die Kampfgruppe „Nachal“ gäbe, eine vom Heer abhängige Organi. sation, dazu bestimmt, die in den Grenz-Zonen befindlichen landwirtschaftlichen Kolonien zu beschützen. In diesem Zusammenhang wird auch darauf hingewüesen, dass „Nachal“ als Ausbildungszentrum für Techniker und Landwirte aus Lateinamerika und Afrika gedient habe, während „der einzige Beitrag der Arabischen Liga zur Unterstützung Lateinamerikas darin bestand, durch ihren Abgesandten Triki der „Tacuara“ und der „Guardia Restauradora Nacionaliste“ Geldbeträge zu kommen zu lassen. „Triki“, so schliesst die Erklärung, „gab in seinen zahl, reichen Pamphleten ohneweiteres seine Verbindung mit „Tacuara“ und „Guardia Restauradora“ zu, — eine Tatsache, die durch die Versammlung im Teatro Buenos Aires am 27. April ohnedies hinreichend bewiesen wurde — und das Unglaublichste daran ist, dass er auch noch versucht, die barbarischen Verbrechen, die diese Organisationen auf dem Gewissen haben — darunter auch den vandalischen Mordanschlag auf das „Policlinico Banca. rio“ — zu rechtfertigen.“ DAIA in Santa Fe Am Sonnabend, den 23. dieses Mohats, wird die DAIA in Würdigung des argentini. sehen Nationalfeiertages ein Bankett veranstalten, bei dem der Gouverneur Dr. Aldo Tessio sprechen und hohe Würdenträger der Provinzregierung anwesend sein werden. Das Bankett, das öffentlichen Charakter hat, soll ein Teil des von der DAIA für die Provinz Santa Fe vorgesehenen Programms der regionalen Tagung sein, die vom 22. bis zum 25. Mai stattfindet. Auf der Tagesordnung steht auch eine Besprechung der wichtigsten aktuellen Fragen des jüdischen Lebens in Ar gentinien und der Funktion der DAIA. Zu der Tagung wurden ausser den Zweigstellen der DAIA im ganzen Land auch die Zentralen und Bei ihren Reisen überall hin IST IHNEN BEHILFLICH BETTY DRESEL COS JLICH PASAJES Y TURISMO SUL Avda. Cordoba 379 32-8461-65 Bitte um vorherige Anmeldung 54.3175 J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of. 550 T.E.: 30-1474 CATEC4 S, A. Directorio 5555 Buenos Aires! T. E. 68 -1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma Delegationen der repräsentativen jüdischen Organisationen Uruguays, Chiles, Brasiliens, Boliviens und Paraguays geladen; ihre Anwesenheit wird von besonderer Bedeutung sein, . da die zur Debatte stehenden Themen eng mit der aktuellen Situation und der Entwicklung des jüdischen Lebens auf dem Kontinent stehen werden und man den letzten politischen Ereignissen in Lateinamerika besonderes Augenmerk widmen will. Vom Hospital Ezrah Im Jüdischen Krankenhaus „Hospital Israelita Ez. rah“ wurde dieser Tage eine neue Spezial-Abteilung für die Operationen an Schwerhörigen eröffnet; sie ist mit modernen Spezialvorrichtimgen ausgestattet und hat auch eigene Internierungs. räume für die Kranken. An der Eröffnungsfeier nahmen der Generalsekretär von „Salud Publica“, Dr Juan José Bugni, der Direktor der gleichen Institution, Dr. Julio Bronstein und viele namhafte Aerzte und Spezialisten teil. Der Präsident und der Sekretär der Spitals Verwaltung, Max A. Starkman und A. Chernik, sowie der Direktor ¡ Dr. Marcos Vodovoz hielten Ansprachen, in denen sie die Bedeutung der neuen Abtei, lung, die unter Leitung des! Ohren- und Nasenspeziali-! sten Dr. Josef Matusevich stehen wird, hervorhoben. Ehrenabend für Prizament Der jüdische Schauspielerverband veranstaltet«* für den Veteranen des Jiddischen Theaters, den bekannten Komponisten und Schauspie 1er Salomon Prizament, anlässlich seines sechzig jährigen Bühnenjubiläums, einen Ehrenabend im Teatro Mitre. Prizament ist einer der erfolgreichsten Lieder, und Nigunim-Komponisten des jiidschen Volkstheaters und seine Schlager und Couplets werden seit Jahrzehnten in der ganzen Welt gesungen. Salomon Prizament hat seine Ausbildung in Wien erhalten und verlegte seine Tätigkeit an das Jiddische Theater in Polen. Später kam er nach Argentinien. An seinem Eh. renabend beteiligen sich alle Künstler des jüdischen und argentinischen Theaters, um den Jubilar in würdiger Weise zu feiern. Russische Juden Tel Aviv. — Premierniini. ster ESkkol gab der Hoffnung Ausdruck, dass die russischen Juden, einmal in der Lage, aus Russland emigrieren zu dürfen, nach Israel kommen würden, um dort ihre jüdische Gemeinschaft aufzubauen. Er meinte annehmen zu können, dass sie ihre Auswanderung nicht als eine Flucht vor Verfolgungen und als Zwangslage ansehen, son. dern dass sie freiwillig kommen würden. Levi Eshkol sprach anlässlich einer Versammlung der Kibbuzbewegung seiner Partei (Mapai), in der Nähe von Degania. Er sagte, dass man vor dem Beginn einer neuen Aera der Kollektivbewegung stehe, die auf dem industria. lisierten Kibbuz basiert. Denn dieser bilde einen besonderen Anziehungspunkt für jüdische Techniker, Wissenschaftler und Ingenieure aus dem Ausland. Er forderte bei dieser Gelegenheit auch, der Jugend anderer Länder mit vermehrten Anstrengungen israelischen Geist einzuimpfen. Bei dieser Massenversammlung, die vier Tage dauerte, waren 360 Delegierte von 79 Kibbuzim anwesend. (ITA) Die Jugendalija, die jetzt auf eine mehr als dreißsigjährige Aktivität zurückblicken kann, bereitet gegenwärtig Entwicklungspläne vor, die einen wesentlichen Aui. bau ihrer Arbeit in den nächsten fünf Jahren vorsehen. In dieser Zeitspanne wird die Jugendalija hauptsächlich Jugendliche aus verschiedenen Einwanderungsgebieten aufzunehmen haben: 1.) Jugend aus orientalischen Ländern; En ist anzunehmu], dass die; jüdischen Gemeinde vieler dieser Länder bis zu Ende der sechziger Jahre vollkommen aufgelöst eein werden und ihre Ueberfiihrung der künftigen Zöglinge der Jugendalija nach Israel bis dahin abgeechlossen sein wird. Es besteht di« Gefahr, dass im Laufe der kommenden Jahre die Gemeinden in diesen Ländern ihren jüdischen Charakter und ihre Beziehungen zu Israel verlieren, und deshalb hat die Jugendalija eine besonders wichtige Aufgabe zu erfüllen, indem sie die Erziehung der Söhne und Töchter von Juden aus orientalischen Ländern übernimmt, die heute noch in ihren Herkunftsländern leben, abe" durch ihre Kinder und die Jugendalija neue Verbindungen mit Israel aufnehmen, die ihnen den Weg zur »päteren Alija vorbereiten und erleichtern. Die. kommenden Jahre stellen uns vor die Aufgabe, j das Abschlusßkapital der Alija der jüdischen Gemeinden aus orientalischen Ländern zu schreiben, und wir sollten weder Mühe noch Mittel sparen, um diese Aufgabe zu bewältigen. i 2.) Wir hoffen, dass die Entepannung, die in den Osti West-Beziehungen eingetreten ist, nunmehr auch die Führer der osteuropäischen; Länder zu der Erkenntnis bringen wird, dass die beste oder sogar die einzige Lösung für die Juden dieser i Länder in Israel zu finden ist. Wir müssen bereit sein,; die Jugend aus diesen Ländern aufzunehmen, wann I immer sie auch kommen mag, denn das Tempo ihi ■ rer etwaigen Einwanderung! | hängt ja nicht von uns ab.;; Hier haben wir viel zu bieten, und es ißt unsere Auf- 1 gäbe, diese Jugend zu freien Juden und zu Mitgliedern unserer Gemeinschaft zu erziehen. j 3.) Jugend auß Südamerika: Die Zahl der Jugendlichen aus Südamerika, die von der Jugendalija aufgenommen wurden, war im vergangenen vnd im laufenden Jahr ständig im Steigen. Es handele sich um hochwertige Jugend mit grossen Plänen für eich und für ihre Familien, die ihnen nach Israel zu folgen beabsichtigen. Wir stehen erst am Anfang der Bewältigung der von MGSGHE KOL wichtigen Aufgabe der Aufnahme der siidamenkani-; sehen Jugend, doch hoffen; wir. dass bis Ende der sechziger Jahre ein breites Pro. j gramra in dieoer Hinsicht | anlaufen wird. Wir müssen; eine Aufklärungsaktion ßtarten, um den jüdischen Gemeinden in Südamerika zu erläutern, welche ausgezeichneten Erziehungsmöglichkeiten für ihre Söhne . und Töchter in Israel gege- , ben sind.! I 4.) Jugendliche aus Westeuropa Vichan Ländern; Es hat sich durch individuelle Kontakte im Laufe der letzten zwei Jahre erwietsen, dass viele Eltern bereit sind; ihre Kinder zur Erziehung nach Israel zu senden, auch wenn sie dabei nicht an eine spätere Alija denken. Dies gilt besonders f ir kleinere Gemeinden, in?. nen sonst keine Möglichkeit einer jüdischen Erziehung gegeben ist. Solche Eltern sind auch bereit, die Kosten für die Erziehung ihrer Kinder in Israel zu tragen, besonders angeßiehts der Tatsache, dass eine solche Er. ziehung letzten Endes billiger ist als in Institutionen in den westlichen Ländern selbst. Viele Eltern keimten und würden von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, sind aber nicht genügend über eine tsolche Eventualität informiert. Es gilt des. halb, sobald wie möglich hier eine grössere Aufklärungsaktien zu starten. L* « -! il;5 '■ Eine neue Ortseha.fi ist in der Wüste enstanden; eine neue Landstrasse verbindet die Pioniere mit anderen Siedlern Israels. INDUSTRIAS YUVENA S. Fábrica de calzado y zapatillas AND0NAEGUI 1270 Buenos Aires T. E.: 51 - 4810 MALERArIeITEK* ALLER ART Departamentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoranschläge für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9038 Virrey del Pino 2639 DEPOSITO: V. de la Plaza 1779 11 LÁ Dl 1

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