Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2064 (15.5.1964)
- Date
- 1964-05-15
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viel nés, 15 de May» de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2064 — 3 Nachrichten aus aller We Klarstellung Jerusalem. — Auoocnminister Golda Meir bat den Sowjetjotschafter Michail Bo. drow zu sich, um den genau, en Sinn der von Krutsciiew beim Bankett in Kairo gemachten Bemerkungen über Israel kiarzustellen. Israel interessiert vor allem aie Erklärung des sowje tischen Staatschefs, dass er die Proteste der Araber gegen das israelische Bewässerungs-Projekt unterstützen will. Krutschew sprach von einer „Ableitung“ des Jordanwassers und Golda Meir wollte darauhin klarstellen, dass Israel nui die im Johnston- Pian ihm zugebilligie Was. sermenge zu benützen gedenke. Der Plan wurde in seinen technischen Einzelheiten seinerzeit sowohl von Israel, als auch von den daran interessierten arabischen Staaten gutgeheissen und später nur aus politischen Gründen von den Arabern bekämpft. Man nimmt an, dass das Kabintit nach Erhalt der Aufklärung, die der Sowjet, botschafter gegeben hat, über eine offizielle Antwort an Krutschew beraten wird. — (ITA) Zionismus im „Angriff“ Basel. — Dr. Nachum Goldmann, Präsident der Zioni. stischen Weltorganisation, erklärte auf der Eröffnungssitzung der europäischen zionistischen Konferenz, dass man zugunsten des Zionis. mus zum „organisierten Angriff“ übergehen müsse. „Der Zionismus muss endj lieh zum mächtigsten Faktor j des jüdischen Lebens werden. | Es gibt nichts, was ihn erset : zen könnte“, erklärte er. i Wenn die Schwierigkeiten, I die der Zionismus überwinj den muss, auch noch sehr j gross seien, und dies insbesondere in den Vereinigten Staaten, so müsste die euro päische Konferenz jetzt ein Exempel statuieren. Denn selbst in den USA, so führte der Redner aas, fangen die Juden endlich an zu begreifen, dass es unter den gegenwartigen Umständen wichti- ' ger ist, neue Schulen zu gründen, als neue Spitäler und Waisenhäuser. An der Konferenz nahmen 150 Delegierte als Repräsentanten von 15 europäischen Ländern teil. (ITA) . Zech-Nenntwich sehe Regisseur Dragoslav Ho. j ge, die tun, als gehöre das in Aegypisn? Das Haus der 3 Geschät te mit der grössten Auswahl. SARMIENTO 114/ T. E. 35 - 7033 CABILDO 26Í4~ PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zahlungserleichteruneen Zuvorkommende fach männische Bedienung ANZIEHEND ANGEZOGEN I mit CARLTON-Klsidungj in Fertigkleidung die Gesamtlinie Stabiloform m. r. in Massarbeit das Beste an Stoffen und Verarbeitung.! Anfertigung aus mitgebrachten Stoffen. Auch Junioren kaufen gern bei CARLTON. I &x\£€cn. Ernst Koppel Maipü 982 Tel. 31-7845 j Bonn. — Die Bundesregierung richtete au die Behörden Aegyptens „ein Gesuch! um Aufklärung“ über den! Aufenthalt des entwichenen Nazimörders Wcuter Zech-! Nenntwich. Wie bekannt, war I Zech-Nenntwich dank der i Hilfe seiner SS-Freuude aus; dem Gefängnis entflohen und hatte sich i.i Begleitung einer Frau anscheinend nach ¡ Kairo begeben. Wie aus deutschen Zeitungsberichten zu i ersehen war, hatte ein deut-! scher Journalist die beiden im Hotel „Atlas“ gesehen. De ch die Hotelverwaltung weigerte sich, Auskunft zu i geben. Eenncch verrieten einige Angestellte des Hotels, dass ein Mann, auf den die I Personenbeschreibung passte, sich drei Tage lang im Hotel . auf gehalten habe. Bin Sp.echer der deutschen Botschaft in Kairo erklärte, keine Kenntnis vom Aufenthalt I Zech.Nenntwichs in Kairo zu | haben, doch, — sagte er, — j hätte die Botschaft auf Anordnung ven Bonn die Behörden der RAU um Information gebeten. (ITA) Hassers Mai-Ansprache Kairo. — Aacr. den 1. Mai benutzte Nasser, um in sei. ner „Festrede“ gegen Israel und Grossbritannieu loszuziehen. Et beschuldigte die Engländer, Schuld an dar Zwietracht der arabischen Staaten zu tragen. „Wir werden erbarmungslos kämpfen, um die arabischen Länder vom Einfluss Grossbritanniens zu befreien“, sagte er. Ferner stallte er fest, dass England und die Vereinigten Staaten die materiellen Vorteile, die das ara. bische Petroleum ihnen bietet, dazu missbrauchten, Israel Kredite zu gewähren. Solcherart könne Israel mit dem Geld seiner Feinde Waffen kaufen. Bezugnehmend auf die Situation im Yemen erklärte Nasser, dass 90 Prozent dieses Gebietes unter Kontrolle der Republikaner stehen und dass nur 10 Prozent sich in den Händen „der von Gross, britannien bezahlten Banden“ befinden. (ITA) Dokumentarfilm Einen Dokumentär - Film , über den Leidensweg von 1 zwei Millionen Kindern, die! während des - Hitlerregimes in Europa von den National- , Sozialisten ermordet wurden, ' bereitet der tschechoslowakilub vor. Das Szenarium des Films wurde an Hand von Tagebüchern, in denen Kinder vor ihrem Tod in den Konzentiationslagern die letzten Wochen und Tage ihres Lebens schildern, gestaltet. Weiterhin stützt es sich auf Aus. sagen und Berichte des ehemaligen ersten Kommandanten des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, Hüss, vor dem Nürnberger Gericht und im Warschauer Zuchthaus. Änti-lsrasi-Kampagne Mexiko City. — Drei Minister arabischer Staaten;rafen kürzlich in Mexiko ein, um im Rahmen einer Aampagne von weltumfas. cenden Aumnassen in der Band ihnen und die nur an ihre Gewinne denken, wollen jetzt auch noch den Lauf des Jordans ändern und die Wüste mit Kriegern bepflanzen.“ König Hussein erklärte der Presse, dass er die Waudinschrift nicht für aggressiv haite. Und ein Funktionär des transjordanischen Pavillons meinte: „Alle Pavillons dienen der Propaganda. Wir sind keine Judengegner. Wohl aber sind wir Gegner Israels und der Fremden, die sich unsere Heimstätten aneigneten..“ (ITA) Erklaerungen Spdimans New York. — Der Erzbi. LA SEMANA ISRAELITA BISEMA-NARIO INDEPENDÍENTE ö*. Air«« - PUEYRREDOW 2190. 1* >*q - T E. 93.261 15. Mai 1964 4. Siwan 5724 srgt Angelegenheit der Negewf schof von New York, Kardi. gegen Israel nal Francis Speilman, hielt Bev. "'"eiung zu hetzen. Zur gleichen-Zeit besuchte der mexikanische Staatskanzler den israelischen Ge beim 57. jährlichen Bankett oes „American Jewüdh Coi.-- mittee“ eine Ansprache, in der er unter anderem erklärte, entsetzt über den Gedansandten, um ihm zum Jom ^en zu sein, dass das jüdische Haazmaut zu gratulieren. — Yolk wegen seiner angebli- Der Präsident Adolfo Lo- | cjlen „schuld“ an der Kreu. pez Mate r, empfing in Au. zigung Christi immer wieder dienz zwei arabische Besu- | verfolgt worden sein soll. Das, eher, Aicahd Thaleb aus sagte er, hat nichts mit Syrien und Paul Amaun Christentum zu tun; das ist Saud aus Libanon. Später j ejnes jener gefährlichen und gesellie sieh den beiden j schädlichen Gerüchte, die noch der trantsjordanische; verbreitet werden und sich wie ein Krebsgeschwür fortbilden, damit gewisse Kreise ihren Verfolgungswahn begründen können. „L'nser Erlöser“, sagte der Kardinal, „starb für uns alle, um die Sünden der gesamten Menschheit zu büssen“ und er fügte hinzu: „Eis ist einfach absurd, von einer Schuld zu Kanzler Antaun Altaleh hinzu und sie besuchten ge. meiroam den mexika ,i sehen Staatskanzler Jcue Gorostiza. (ITA) Transjordanische Provokation New Yoik. — Robert Moses, F rasident der Weitaus-¡ sprechen, die irgendwelche stellui.g, weigerte sich, eine Mauer im ti ans jordanischen j Pavillon abändern zu lassen; j Funktionäre des israelischen Pavillons Latten ihn darum . ersucht, weil die in Frage stehende Wandbemalung ei- I ne. antisemitische Propagan. j da darstellt. Hs handelt sich I um das Gemälde eines ara-; bischen Jungen und einer | Mutter mit ihrem Kind auf; dem Arm, die im Namen der arabischen Flüchtlinge einen j Hilferuf an die Welt richten.! Mcses erklärte, dass die 1 Leitung der Weltausstellung nicht berechtigt sei, das; Wandgemälde zu kritisieren, , auch wenn es politisch und! tendenziös sei. „Wir sind der Ansicht, dass es den Zweck! verfehlen würde, die Bedeu- I tung dieses Bildes zu über- : treiben und ihm rassenfeind, liehe Absichten zuzumuten“, meinte Moses. Die Inschrift unter dem fraglichen Bild lautet: „Bevor Sie gehen, widmen Sie uns eine Minute Zeit, um ein Wort über Palästina zu hören und uns zu helfen, ein Uebel aus der Welt zu schaffen. Seit der Geburt Christi und der Ankunft Mohammeds lebten Christen, Juden und Musulmanen in Frieden miteinander, bis die Fremden kamen, den Boden kauften, zu bauen begannen und das Volk aufwiegelten. Heute verfault eine Million unserer Menschen im Exil und im Elend. Und die Eindringlin- Menschen daran gehabt haben sollen. Der Tod des Er-! lösers darf für uns niemals ' als der Fluch für Andere ausj gelegt werden, sondern nur ' als Segen für Alle“. Indem er j weiter ausführte, dass der Antisemitismus niemals in der katholischen Religion j Buss fassen dürfe, agte der ' Kardinal, der zum ersten Mal . in 17 Jahren an einem jüdi. | sehen Bankett teilnahm: i „Weit entfernt davon, Dif- , ferenzen zu betonen, die zwi- ' London — Grossbritannien sagt eine „Krise der Pro p mt’onen' in dem israelisch-aiatis.hen Widerstreit coraus, wenn sie auch nicht zum offenen Krieg führt. Ir. der Sitzung des Ministerrats der Zentrai-Organisa. tion CENTO stand der israelisch-arabische Konflikt als wientiger Punkt an der Tagesordnung Es sp.ari'en Staafcssekp'für Dean Rusk, die Kanzler von Grossbritannien, der Türkei, Iran und Pakistan und andere Mitglieder des CEN¬ TO. W e aus verlässlichen Quellen verlautet, hegt Gr ssbritannien zunehmende Besorgnis wegen des arabisoh-israe- 1 Ischen Konflikts, da nach Ansicht der Beobachter sich uir Feindseligkeiten verschärft haben. | * Drei der grössten englischen Zeitungen, „Daily Express“, ,The rimes^und „Manchester Guardian“ brachten Berch_ te darüber dass sowohl Israel als auch Aegypten um diu j Herstellung kleinerer Atomgeschosse bemüht sind, die eine Mischung aus hochexplosiven Stoffen und radioaktivem I Material oarstellen sollen und, angewendet, in weitem Um-; kreis laaioaktive Zerstörungen herbeiführen würden. „Daily Express“ meint, dass Israel mit französischer Unterstütz.mg . solche At.mkapseln produzieren könnte und Aegypten mR; Hilfe der Russen. I N -ch Ansicht des „Manchester Guardian“ könnte noch 1 m diesen* Jahr im Mittleren Orient ein schwerer Komlikt ausbrech.en, — eine Möglichkeit, der die britische Regiei * ung mit Besorgnis entgegensieht.! Der „Guardian“ bezeichnet Nasser als den hauptsäeh lieh Ve antwortlichen. Nasser sei in zweifacher Hinsicht zu I fürchten; erstens, was seine Kampfansage an Israel wegen des Jordans betrifft, zweitens wegen seiner britenfeinuii- 1 eher* Kampagne. „Wenn Israel und seine arabischen Nachbarn di“ Politik, die sie inbezug auf den Jordan ankündigen, tatsächlich weiter verfolgen, kann in wenigen Monaten ei ne E xp'csion stattfinden“, schreibt das Blatt. Aue., die „Times“ bringt einen Bericht darüber, dass Aegypten von Russland bereits kleinere Kernwaffen e:nal. | teil halie. „Es liegen Gründe zu der Annahme vor, nass auth Isiael sehr bald über ähnliche Waffen verfügen wird“, : fügt die „Times“ hinzu. „Wir wollen nicht annehmen“ heisst , s weiter in dem Bericht, „dass Israel und Aegypten , sich gegenseitig mit radioaktivem Pulver überschütten *er- | den, oder dass in Kürze ein offener Krieg ausbricht tber wir sino hier in England denncch sehr vom BB-nst der Lage;rr. Mittleren Orient beeindruckt.“ Diise Ansichten der englischen Beobachter werden in den Vereinigten Staaten nicht zur Gänze geteilt. (ITA) sch-sn Christen und Juden bestehen, betont unser Glauben unsere gemeinsame Herkunft und die Bande, die uns vereinen.“ , Präsident Johnson, der ebenfalls zugegen war, erklärte: „Der Geist zunehmender Ver- : ständigung zwischen Christen und Juden, der vom „Am.ri. can Jewish Committee“ stets vorbildlich gepflogen wurde, wird durch die Teilnahme des Kardinals Spellman an diesem Bankett hinreichend dokumentiert.“ (ITA) Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGKKi'UPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN S'UER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigen« Fabrikation — Unverbindliche Vorfiihruna Auf Wunsch Zahlungserleichternngen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. 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