Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2061 (24.4.1964)
- Date
- 1964-04-24
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Viernes, 24 de Abril de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2061 (Schluss von Seite 1) Konzils den Versuch zu einer Versöhnung zu einem Ausgleich der Gegensätze, zu einer Zur,am lenarbeit vorbereitet und gewiesen. Papst Paul VI. konnte des wegen diese Gedanken konkreter fassen, als er an den der Christenheit Heiligen Stätten war: ,AVir «enden unsere guten Wünsche vor allen Dingen denen, die sich zum Monotheismus bekennen und die — vvk wir — den einen wahren Gott, den höchsten und lebendigen Gott, den Gott Abrahams, verehren .. Wir dehnen unsere Wünsche für Frieden und Gerechtigkeit auf alle die aus, die einen Gott anbeten.“ In diesen Worten ist doch wohl mehr als ein frommer Wunsch zu erblikken. Hier sprach der Papst eine Mahnung aus, die alle, die ..den Gott Abrahams“ anbeten, zum Frieden aufgefordert hat. Die dramatische und erhebende Note erhielt dieser Appel zum Frieden dadurch. dass der Papst nicht von Rom aue, sondern aus Jerusalem sich mit dieser Friedererede an alle wandte. Damit wurde nur noch eindringlicher unterstrichen, dass der Paget sich an ..Israel und Ismael“ direkt richtete und nicht nur. an die divergierenden christlichen Konfessionen. Kirchen und Sekten. In Megiddo sagte Paul VI., schon auf dem Boden des Staates Israel: „Das Land, in dem .einst die Patriarchen lebten, un. Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nachm. 16—15 Uhr Telefon: 80-6930 Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 5S9 T. E. 49-5850 Jaime Lisbicitg S. A. SPERRHOELZER H O E L Z E R DIAZ VELEZ 5224 Tel.: 89 9349, 33-9305 sere gemeinsamen Brüder im Glauben“. Und in Beth lehem unter den Arabern | auf trarsjordanischem Gebiet: ..Denken wir daran, | da_3 derjenige, den wir liei ben müssen wie uns selbst,! nicht nur unser christlicher \ Bruder ist.“ Aus diesen I Worten muss man ohne lan ■ ge Umschweife und Interpretation die Wendung zum! Frieden zwischen Itsrael und; den arabischen Ländern ■ entnehmen. | An diese Worte des Pap- . ßtes schliesst L.. christli-! eher Beobachter die Bej traehtung an: ,,Wo um des Friedens willen die Kreuzzugsideen zwischen Christen, Juden und Moslems begraben wurden, müsste auch der Kampf zwischen Arabern und Itsrael sein Gewicht verlieren.“ Dies wird allerdings nach unserer Auffassung von Jen arabischen Führern nicht durch allgemeine Appeile erreicht werden. Hierzu wä. re schon die direkte und klare Friedere; Vermittlung des Papstes erforderlich, um die der Heilig« Stuhl schon mehrfach ersucht wurde. Nachdem Paul VI. j in seiner religiösen Pilgerfahrt einen Anfang mit die^ I ser Friedersmission ge- | macht hat, ist die Zeit zu weiteren, ernsten und energischen Schritten gekorni men. Damit könnte die Kir che eine alte Schuld ablösen, die sie gegenüber Juden und Moslems hat. : m. j Voraussetzungen j aendern j Mit Besorgnis haben alle , friedliebenden Menschen die 1 Entwicklung der /orgänge in Brasilien beobachtet. Die i meisten objektiven Beob- : c.ehter haben sich mit den I offiziellen Erklärungen nicht zufrieden gegeben. Es mag sein, dass der entflohene j und abgesetzte Präsident I linken Tendenzen huldigte, die sich gegen die biirg-srli- I chen Freiheiten der Menschen aller Amerikas ge- I richtet haben. Nicht das ist der Gegenstand neuer Bei fürchtungen, sondern die Errichtung einer Militärdik- I tatur, die man gerade in anderen lateinamerikani- | sehen Staaten überwunden hatte. Wie es heisst, seien j in Brasilien die konstitutioj nell-en Rechte nur vorüberi gehend aufgehoben worden. | Immerhin hat man dafür j andere Rechte usurpisrt, wie dasjenige, gewählte I Volksvertreter ihrer Mandate zu entheben. Auch an-j dere schwere -Eingriffe wur- \ den zur vermeintlichen Ret- : tung der Demokratie vollzo- I gen. : Sicherlich sind sich alle Beteiligten, auch die jetzt j in Brasilien herrschenden | militärischen Kreise dar i über im Klaren, dass c'ie-! PRGPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. jerät Sie kostenlos und inverbindlich heim Kauf oder Verkauf von GESCHAFFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 ses Land wie so viele andere Staaten keiner politischen Krise gegenüberstehe, dass es also l.icht um die Frage der Staatsform oder gar der politischen Existenz geht. Ueberall gärt es in der Welt, weil wir einer vollkommenen Umwandlung der Gesellschaftsord. nung entgegengehen, ein Entwicklungsprozeß s, der selbst in den saturierten Ländern mit aller Deutii'hkeit und Schärfe zu erkennen ist. Auch in Nordamerika sind die Grenzen zwischen den verschiedenen ge sellschafolichen Kreisen unj Kräften in Bewegung geraten, da eine Schicht von mächtigen und einflussreichen Farmern und deren Anhänger sieh gegen die Integration der Einflusslosen, Entrechteten wendet, wobei sich der Kampf vorerst nur auf die reale Gleichberechtigung der Neger konzentriert. In diesem Zusammenhang dürfte es wichtig sein, die Ursachen für den schändlichen Mord an Kennedy zu beleuchten. Man ist zunächst den leichten Weg gegangen und hat die Kommunisten beschuldigt. Berechtigte Zweifel wurden laut, ob diese Version wirklich zutrifft. Man betrachtet es als gefährlich, diese Frage überhaupt aufzuwerfen. Aber es ist durchaus nicht ausgeschlcsen dass Kenne- I dy ein Opfer dieser um die; ganze Welt schleichenden i Evolution der Gesellsehafts- I Ordnung i^t, die ihren erneu- I ten Ausdruck durch di« brasihanische Revolution fand. I Auffallend musste es des- > wegen wirken, dass c.ie I Nordamcrikaner sich form- ' lieh mit der Anerkennung! der revolutionären Kräfte! überstürzten, d.-s zweite I Mal in wenigen Monaten. j Die Annäherung zwischen.! den Amerikanern und Rusj sen, zw'schen der westlij chen und der östlichen Hemisphäre, die Aufl ckerung j des Kalten Krieges haben \ doch bewiesen, drss man einen gangbaren Weg der Kooperation zwischen den gro- I ssen internationalen Bewe-! gungen, zwischen den Weit- . anschauungen und Wirt. | schaftssystemen sowie zwi- , sehen den Religionen ge-1 melnsam suchen kann, zu- ' pnal jeder Krieg durch die ungeheure Zerstörungskraft der Atom- und anderer | Bomben sinnlos geworden : ist, weil er jegliches Leben auf unserem Planeten aus-! löschen muss. | Diese Bemühungen um : die friedliche Koexistenz ali lein genügen nicht; das ist' gewiss. Um der Gefahr ei-1 ner Ausbreitung der kommunistischen Ideen zu be--j gegnen. die man mif politi- ' sehen oder militärischen Ale.; tionen nicht bekämpfen 1 kann, muss man die Lebensj Voraussetzungen derjenigen : ISRAEL KANN SICH VERTEIDIGEN To1 Aviv. — Der israelische Generalstabschef, General Jizchak Rabin, erklärte, das,3 Israel durchaus nicht machtlos gegen das ,,Komar“-Geschcss sei. das von Ra- , ketenoooten abgefeuert wird und Aegypten und Syrien | kürzlich von Russland zur Verfügung gestellt wurde. Ra- 1 bin grb in einer Pressekonferenz mit Korrespondenten cie, Zeitungen ..Haboker“ und ,,Jediot Achronot“ zwar keine Details über die Abwehrmöglichkeiten, doch äusserte er dass Israel aufmerksam die Entwicklung der Geschosse in Aegypten verfolge und man wisse, dass i diese wenn sie einmal zum Einsatz gelangen, für Israel eine gross Gefahr bedeuten könnten. Vorläufig sehe es zwar so aus, ais> ob die ägyyptisehen Geschosse noch lange nicht operationsfähig seien. Aber „die Antrengungen, I nie die Aegypter an die Herstellung dieser Geschosse ver-! wenden, zwingen auch uns, ein Raketen.Programm auf I mehrere Jahre hinaus vorzusehen“, setzte er hinzu. | Ohne auf Einzelheiten einzugehen, enthüllte General j Rai dass Israel heute mehr Möglichkeiten habe, Waf. | fen von befreundeten Nationen zu erhalten, und „mehr Waffen als jemals zuvor“. Der Waffenkauf sei allerdings eine Geldfrage. t U"bedie Stosskraft der israelischen Armee teilte er mit, dass insbesondere die Luftflotte verbessert worden sei, ,iie jetzt französische ,,Mirage“-Jet-Flugzeuge bej sitzt. Diese Apparate seien die besten, die Israel sich be schaffen konnte und können den sowjetischen „Mig 21“, j die Russland unlängst den Aegypter schickte, Widerstand bieten. S Schliesslich bemerkte Rabin noch, dass Präsident Nasser gegenwärtig damit beschäftigt sei, das ägyptische Heer zu verdoppeln, indem er statt der bisher vorhandenen dre; Divisionen sechs aufstelle.. Zwei der neuen Divisionei seien schon einsatzbereit, während die dritte noch für ihre Operationsfähigkeit vorbereitet würde. (ITA) LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredón 2190 1? izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: í 100,— pro Quartal Ausl. $ 600,— jahrl. JUDITH SGHFNK0LF.WSKI KULTUSSTICKEREIEN Sehabbosdecker - Tailisbeutel Käppchen Maz zot-Taschen - Hand und Maschkienstickerei von Bett- und Tiscnwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) x T. E. 73-9155 MQHEL N. PLAKSIW Superi 271b T. E. 76-6784 n. 76-2312 — I Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 JACOB LÄPIDUS dipl. Mofeel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2u37 4» 6. 46-1716 und 48-2124 Menschen ändern, die heute ' trotz allen Fortschritts der 1 Wiesenschaft, der Technik und der Zivilisation noch immer verelendet vegetieren, Hungers sterben und noch nicht einmal über aus. reichende Wohn- und Ernährungsverhältnisse verfügen, j Wenn die Nordamerikaner mit ihren Verbündeten nicht diesen Weg beschreiten, wird es schwer sein, eine ungünstige Entwicklung auf die Dauer zu verhindern. , Der Hunger war zu allen Zeiten Motiv gewaltiger Um. . Wälzungen. Man braucht nur an die Zeiten der Völkerwanderungen zu denken. Heut« treibt der Hunger die Menschen nicht mehr zum Wandern, sondern zum Kom- . munismus, der ihnen Hoffnungen vorgaukelt. Aber ein Ertrinkender greift zum : Strohhalm. Ein verzweifel. tes Volk, eine verzweifelte : Masse ist immer bereit, extremistischen Bewegungen 1 und Phantomen nachzulaufen. Deswegen wird die Menschheit nicht durch Militär - Revolutionen gerettet werden, die nur den Verfallsprozess beschleunigen können, sondern durch durchgreifende Massnahmen, die allen Brot und Recht gewähren. IV. Der Frieden Proklamationen und allgemeine Appelle werden nicht zum Frieden führen, auch nicht zum Frieden für Is. rael. Im Angesicht der konkreten Drohungen, die von Dr. J. P. Kroll Eisbar INNERE MEDIZIN a. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLÄZABAL 2512 - 76-7980 Privat 52 7734 Frage an Moskau | New.York. — Die Sowjetunion ist angefragt worden, j die Teilnahme jüdischer Athleten an der 7. Makka- ■ bia in Israel 1965 zu gestatten. j - sen. Das wird der ganzen : Menschheit Ruhe und Segen bringen. Die materiellen! Voraussetzungen könnten erfüllt werden, wenn die j Mächtigen dies nur wollen. ZV VERMITEN ZIMMER unseren Feinden ausgesto- . ssen werden, sollte man er- , I |mit Pension KOSCHER. kennen, dass die Zeit ge. * T,~‘--lr:-~— kommen ist, wo die Ideale der Freiheit und Gerechtigkeit, der Demokratie und des Friedens durch Taten erwirklicht werden müs- Betreuung von Kindern. SIEGFRIED DE LEVIE ¡Blanco Encalada 2650 ¡ T. E. 76-6623 GRILL „JAI“ TUCUMAN 2701 esq. PUEYRREDON — T. E. 87-6897 Einziges KOSCHERES GRILL unter der Leitung von JOSEF WROCHERINSKY unjl Sohn Pizza, Empanadas, Kuchen. Frühstück, Mittag und Abendbrot. — Verkauf ausser Haus. Änrichtung von Banketten und Hochzeiten. POLLO AL SPIEDO finfrarotes Rüsten) MEDICO Cardiologia — Hospital Fernändaz Radio X — Durchleuchtung — Elecirocardiogranune DUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Montags bis Freitag: 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr VARICES -ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMAKSKY Sarmiento 31Í6 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach telef. 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