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Jüdische Wochenschau · 1964-04-17 · 2060 (17.4.1964) · p. [Seite 12]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2060 (17.4.1964)
Date
1964-04-17
Page
[Seite 12] (sequence 12)
Language
German, Spanish
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r — Vier««*. 17 4m AbrH de 1ÍH54 JLDISCHK WOCHENSCHAU AÄ« XXV. — Ne. 206« 9 * iild von der Kundgebung in Erinnerung an den Aufstand im Warschauer Ghetto, über die an anderer Stelle dieser Ausgabe berichtet wird. Ereignisse der Woche (Fortsetzung von Seite 10) akt begann mit dem Gesang der argentinischen Nationalhymne, woran sich die Be grüssungsrede der Präsidentin der ,.Sociedad de Damas Israelitas de la República Argentina“, Frau Ber. ta Geltblatt, schlos. Die Rednerin wies darauf hin. dass dioses Werk zu einer Sache der ganzen jüdischne Kollektivität dieses Landes werden müsse, und dankte allen, die hieran Anteil haben. Diesen Worten folgte eine Ansprache von Rabb. Dr. Schlesinger, der an die Initiative des verewigten Rabb. Dr. Haiphon erinnerte, welcher ein tiefes Verständnis für religiöse Erziehung in Verbindung mit praktischer Sozialarbeit besessen und jene ersten Schritte für dieses Institut vor mehr als vierzig Jahren unternommen hat. Nachdem Frau Hilde Weil und Dr. Etlis, der Präsident der Congregación Israelita, einen hitstorischen Rückblick auf die Entwicklung des Waisenhauses gegeben hat Zum 16. Jahrestag Israels begriissen wir die Regierung und das Volk Israels Comunidad Israelita Bernal ZUM 16. JAHRESTAGE ISRAELS BECRUESSEN WIR REGIERUNG UND VOLK ISRAELS 5703 - 5. IJAR - 5724 Unser Gruss dem Jischuw ISRAELS — ★ — Unsere Bereitschaft zum Einsatz für den Aufba* Unsere Solidaritaet mit dem jüdischen Volk — ★ — Unser Ruf an alle zur Mitarbeit an den gemeinsam«.. Aufgaben der Zukunft THEODOR HERZL GESELLSCHAFT zum 16. Jahrestag der Gründung der MEDINAT JISRAEL ten, überreichte die Gattin j des Israel-Botschafters, Frau Avidar, eine aus Israel | stammende Mesusa. Bevor j noch die verschiedenen Mesusot an den Türen in traj ditioneller Weise befestigt! wurden, richtete Rabbiner ■ Marshall Meyer, welcher die I erste Mesusa anbrachte, ei- ' nen Appell an alle Anwesen-! den, das so dringend nötige Hilfswerk für Kinder und Jugendliche auf diesem Kontinent zu fördern und sich ihrer moralischen Verantwortung hierzu bewusst zu sein. - Pressekonferenz Anlässlich der Einweihung des neuen Gebäudes des jü dischen Mädchenwaisenhause<s wurde eine Pressekonferenz veranstaltet, bei der die Journalisten das Heim besichtigen und die Einrichtungen in Augenschein nehmen konnten. Heute leben! dort 50 Mädchen im Alter I von 5 bis 15 Jahren, doch es I besteht die Absicht, die Räume zu erweitern, um eine grössere Zahl von Waisen aufnehmen zu können. Zumeist handelt es eich um Sozialfälle, um Kinder, die in ihrem Elternhaus nicht verbleiben können und in diesem Heim ruhig und wohlbehütet aufwachsen. Sie besuchen argentinische Schu len, soweit wie möglich auch die Wolffsohn-Schule, und gehen in die Religionsschule der NCI in der Arcos. Die ,,Sociedad de Damas Israelitas“, die dieses Wai. senhaus führt, beisteht schon seit dem Jahre 1908 und besass früher ein grösseres Gebäude in der Arövalo, das verkauft wurde, um dieses moderne, wenngleich auch keinere Haus beziehen zu NACHRICHTEN AUS ISRAEL IN DER ARAWA Im Rahmen eines Besiedlungsplanes in der Arawa — der Steppe an der Südostgrenze des Staates — will die Jewish Agency mit Keren Hajessod-Geldern dort eine neue Siedlung, Grophit bei Jotwata errichten. Weitere vier Siedlungen sollen im Laufe der näohsten vier Jahre gegründet werden Diese fünf Dörfer werden dann mit den fünf auf der Linie Ein Gedi—Elat existierenden eine regionale Einheit bilden. In der Arawa soll hauptsächlich die Dattelpalme kultiviert werden; die mit diesem Baum heute dort bepflanzte Fläche beträgt ungefähr 800 Dunam. FISCHZUCHT Der Versuch, in der Arawa Fische in Teichen auf kommerzieller Basis zu züchten. hatte vollen Erfolg. Nach Abschluss der Saison hat der erste Fischzug in den Teichen von Neot Hakikar bei Sodom Mitte November stattgefunden. Die Fischteiche werden aus lokalen Quellen mit hohem Salzgehalt, deren Wasser sonst schwer zu verwenden ist, gespeist. BAUMWOLLERNTE Die Baumwollernte in Ober- Galiläa hatte Mitte Oktober begonnen. Die Baumwollfelder in diesem Landesteil bedecken eine Fläche von ca. 17.500 Dunam. Im ganzen Land wurde Baumwolle auf 135.000 Dunam angebaut. Aus der inländischen Baumwolle wurden in den letzten 12 Monaten 17.000 Tonnen Fäden erzeugt, von denen mehr als ein Drittel, d. h. 5.730 Tonnen, exportiert werden konnten. Der Landesbedarf belief sich zur gleichen Zeit auf 10.400 Tonnen, wovon 1.100 Tonnen zur Erzeugung von Export-Textilien dienten. EINWANDERER AUS SUEDAMERIKA Zum ersten Mal wurden jüngst im Lande angekommene Einwanderer aus Südamerika zu ihrer Einordnung nach Galiläa geschickt. Es handelt sich um einen Versuch; wenn er glückt, wird man weitere amerika. nische Olim in die Städte und Städtchen Galiläas bringen. können. Es wurde darauf hingewiesen, dass es leider an Protektoren fehle, die mit dem heutigen Lebensstandard entsprechenden Summen zur Erweiterung des Waisenheims beitragen könnten, das den Kindern das Elternhaus ersetzt. Es wäre die Pflicht einer jeden jüdischen Frau, an diesem Werk mitzuarbeiten. Der Leitung, die aus aktiven und idealistischen Damen besteht, gebührt höchste Anerkennung für die geleistete soziale Arbeit. Interview mit Aluf Rabin (Schluss von Seite 9) angriff taugen sie nichts, hauptsächlich, weil ihnen ih-! re Kommandanten nicht das 1 Vorbild zum Vorwärtsgehen geben! * Traeume? — sind Privatsache Und jetzt etwas mehr Persönliches: Halten Sie das System, nach dem bei uns die Generalstabschefs aus gew;chselt werden — für zweckmässig? Rabin: Grundsätzlich — glaube ich — ist das System gut. Natürlich hat auch eine längere Dienstzeit, sagen wir, 10 Jahre, ihre Vorteile: Mehr Erfahrung, Verständnis und Vertrautheit mit der Materie. Andererseits dürfte ein Mann, der zehn Jahre lang den Sessel des Generalstabs drückt, nicht mehr viel Dynamik aufbringen. Wenn Sie mich fragen, was ich bevorzuge — mehr Er fahrung oder mehr Dynamik, eo ist unter unseren besonderen Verhältnissen sicherlich der Dynamik der Vorzug zu geben. Ich: Manchmal entsteht beim Publikum ein Eindruck besonderer Art: da quittiert ein hochqu ilifizie1' ter Feldherr se.nen Militär dienst, im Vollbesitz seiner Fähigkeiten, um als Zivilist sozusagen, von vorn anzufangen; das ist doch eigentlich schade, nicht iVahr? Rabin (aufrichtig): Da haben Sie recht! Für den Betreffender. ist das nicht immer ganz einfach — aber das System als solches ist richtig. Frage: Gibt es unter den ZUM Jom Haazmaut ERETZ ISRAEL Symbol der Ehre und Sicherheit für alle Juden der Welt NUEVA COMUNIDAD ISRAELITA diversen Strategen, Taktikern, Feldherren jemanden, den Sie besonders verehren? Rabin (im Tone des Palmachniks): Nein! Ich bemühe mich, alles Wichtige zu studieren; aus Siegen und Niederlagen anderer zu lernen. aber „Favoriten“ habe ich keine. Frage; Und Hobbies? Rabin (mit leicht verschämtem Lächeln): Ich fotografiere ein bisschen, habe eine Filmkamera; aber ein Meisterfotograf bin ich nicht — ausserdem woher sollte ich die Zeit dazu nehmen? Eine letzte, sehr persönliche Frage: Wovon träumen Sie — welche grossen Taten möchten Sie während Ihrer Dienstzeit gern vollbringen? Raw Aluf Rabin (mit seiner typischen Offenherzigkeit): Träume? A!s Generalstabschef? Zweifellos hegt jedermann seine verborgene Träu...e und Wünsche: aber ich glaube, es wäre höchst unklug von mir, wenn ich Ihnen gerade darüber etwas erzählen woll-- te; ich hoffe, Sie werden mir das nicht weiter übelnehmen. Nein — ich nahm nicht übel. Und auf dem Heimweg vom Generalstab sagte ich mir: Träume oder keine Träume — nach einem Gespräch mit Jizchak Rabin beginnen einem zwei Dinge gründlich klar zu werden: Ersten., — sollten wir tagsüber nicht allzu sorglos dahinleben. Zweitens: Mit einem solchen Generalstabschef an der Spitze der ar. mee — können wir nachts ruhig schlafen. Forum Sionista Bar Kochba VORSTAND und MITGLIEDER erklären am 16. JOM HAAZMAUT, DEM UNABHAENGIGKEITSTAG ISRAELS ihre Solidarität und Verbundenheit mit dem Volk und der Regierung Israels. ZUM 16. JAHRESTAGE ISRAELS BEGRUESSEN WIR REGIERUNG UND VOLK ISRAELS MIT DEM WUNSCHE FUER FRIEDEN UND WOHLERGEHEN ACIBA J. K. G. Jahrtausende alte Bande verknüpfen uns mit dem Strmte Israel. Aus dieser Verbundenheit erwaechst uns eine Verpflichtung, die ivir zu erfuellen trachten. Asociación Filantrópica Israeliia BET ISRAEL entbietet zum 16. Jahrestage des YOM HAATZMA'UT dem Volke Israel in Zion und in dor Zerstreuung, unseren nationalen und reli* gioesen Institutionen in Argentinien seinen Grus«.

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