Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2060 (17.4.1964)
- Date
- 1964-04-17
- Page
- [Seite 10] (sequence 10)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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M Viera««. 17 de Abril de 1*64 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Ado XXV. — No. 2MA im Ereignisse der Woche (Fortsetzung von Sette 6) che mit anderen Damen in der Ehrenloge Platz nahm, Kultur-Attaché Arie Shoval und Presseattache Mano H. Sejatovich, Dr. Samuel Daien in Vertretung der D\IA, Monseñor Juan Ignacio j Pearson und Presbyter Ro.! berto Lodigiani. In den Loj gen auf der Galerie belan- . den sich zahlreiche Geiade-! ne der jüdischen Gemeinschaft und verschiedene Vertreter jüdischer Institutionen. D. Pedro I. Cantelmi. Erster Vizepräsident des Se- : natß, der den Vorsitz führte. eröffnete die Sondersitzung und erteilte das Wort I an D. Ernesto Berner (UCRI frondizästa), der im Namen , seiner Kollegen dem befreundeten Staat seine Glückj wünsche aussprach una auf die lange Geschichte des jüdischen Volkes hinwies, das; ,,in Kürze wieder einen Jahrestag seiner Unabhängigkeit begehen darf“. | > Nachdem die Versammlung formell a’ß beende* er- . klärt worden war, wandte j 6ich Botschafter Avidar an ' die Senatoren und dankte in bewegten Worten für die er. I wiesene Ehrung, indem er die Festigkeit der Bande' hervorhob. die beide Länder; einen, für deren weiteren Aufschwung und Fortschritt er die wärmsten Wünsche formulierte. Spunde für den KKL Anlässlich des 21. Jahrestages des Aufstandes im Warschauer Ghetto hat der . Verband ehemaliger polnij scher Kämpfer in Argentt! nien dem KKL eine Spende zur symbolischen Pflan- : zung von Bäumen für die Märtyrer in Israel überwie- , sen. Von dieser Spende machte der Verband dem Is rael . Botschafter, General Joseph Avidar, Mitte, ung j und brachte darin zum 4us-; druck, dass seine Mitglieder , ,,durch diesen bescheidnen | Beitrag ihrem Anschluss an . diesen schmerzlichen Gedenktag Ausdruck zu verleb | hen und die Helden des war- ’ schauer Ghetto zu ehren wünschen, die unter oem | Motto „Für eure und unsere Freiheit“ kämpften“ Erste Gesprochene Zeitung C. W.: — Die Gemeinde ,,Bet Israel“ hatte für vergangenen Mittwoch zur ersten ,, Gesprochenen Zeitung“ dieses neuen Arbeitsjahres eingeladen, und viele Mitglieder und Freunde waren dem Rufe gefolgt. Rabb. Dr. Rosenberg, der den Abend leitete, hob besonders hervor, dass diese Veranstaltung vorwiegend dem Gedenken an den Warschauer Ghettoaufstand vor nun. mehr 21 Jahren gewidmet sein solle, und fand für jeden der drei Redner die geeigneten herzlichen Begrüssungsworte. Ing. Mauricio Zabelinsky, der Direktor des „Secunda. rio“ des Colegio „Tarbut“, gab in 3ehr anschaulicher Weise einen Ueberblick über wesentliche Aufgaben dieser in ständiger Aufwärtsbewegung begriffenen Schule, ihre vielfach neuartigen Erziehungsmethoden, welche die Heranbildung geschlos. sener Persönlichkeiten, guter Bürger des Landes und ganzer Juden zum Ziele hahabe. Heute fänden sich bereits Schüler und Schülerin nen vom 4 (Kindergarten) bis zum 15. Lebensjahr in einer von starkem jüdischem Enthusiasmus getragenen Arbeit zusammen, und die Gesamtzahl haben die 500 bereits überschritten. Der Redner appellierte an die Anwesenden, das Schulwerk näher kennenzulernen, was nach telefonischer Anmeldung leicht zu bewerkstelligen sei. Auf ein literarisches Thema übergehend sprach Prof. Dr. Günter Ballin, der zweite Referent des Abends über den früh dahingegangenen grossen Schriftsteller Franz Kafka. Er berichtete zunächst, dass heute, vor allem auch in Deutschland, eine Neuentdeckung Kafkas vor s'ch ginge i..,d es sehr verschiedene Interpretationen seines Werke»? gäbe. Wer aber kenne den Dichter wirklich? Dr. Ballin wies darauf hin, wie vielgestaltig seine Symbolik sei und daher Raum zu vielen Missdeutungen biete. Das grosse Verdienst des Freundes und Vollstreckers des geistigen Nachlasses. Franz Kafkas Max Brods, bestünde darin, eine wirklich grossangelegte Deutung des Dichters unternommen zu haben, die in der Biographie und in dem Buch „Franz Kafkas Glauben und Lehre“ grundlegend geschaffen worden sei. Auch diese Ausführungen fanden starkes Publikumsinteresse. Mahnung zur Einigkeit Die Anwesenden tief ergreifend, gab Mark Tur. kow. der Repräsentant aes Jüdischen Weltkongresses, alsdann eine Analyse der inneriüd'schen Lage. Vom Warschauer Ghettoaufstand, diesem an tragischer Grö- Dr. JOSEPH SCHWARZ VIZE-PRAESIDENT DER AMERICAN DEVELOPMENT CORPORATION FOR ISRAEL BEGRUESST MEDINAT ISRAEL seinen Botschafter in Argentinien und alle Freunde Israels in Argentinien anlaesslich das 16. Jahrestages der Staatsgründung. JOINT Büro für Laieinamerika Das Büro des JOINT für Lateinamerika schliesst sich der Feier der Unabhängigkeit des Staates Israel an und wünscht dem Staat Israel ein Jahr des Friedens und Aufbaus and den Juden in der Welt alles Gute. HENRY LEVY, Direktor sse kaum je zuvor erreichten Höhepunkt der jüdischen Geschichte, sprach Turkow in Worten, die, ohne Einzelheiten besonders zu erwähnen, das Einmalige des Geschehens hervorhoben. Von hier zur Aufrollung zahlreicher Kriegsverbre-; cherprozecse in den kom- | menden Jahren führe eine | direkte Linie. Der Redner; erinnerte an die neofaschi. j stischen und nazistischen j Umtriebe in mehreren la- ' teinamerikanischen Ländern : und daran, da»?s noch längst i nicht überall die verantwortlichen Instanzen die Gefahr erkennen würden oder j wollten. In eindringlichen . Worten warnte er vor den! Versuchen antisemitischer Gruppen, uns Jucen teilen ' zu wollen in solche, die den ' Aufbau Israels fördern, und solche Juden, die beiseite. ■ stehen. Auch bestünde die I Gefahr, dass die oerüchtigte ant'jiidische Tacuara von höchsten Stellen aus allzu! einseitig als nur antikommunistisch betrachtet und; ihre gemeine, schmutzige,! antisemitische Hetze nicht in der ganzen traurigen Bedeu- | tung erf. sst werde Ferner I wies der Referent auf den; Antisemitismus in der So- < wjetumon hin. wobei er u.a. I eine sehr gehässige Schmähschrift im Stil des „Stürmer“. die kürzlich in Kiew erschienen war und alle Zensurstellen anstandslos passieren konnte, als Beweis heranzog. 1 Den Abend hatte ein Kurz-! film eingeleitet, der bonae. renser Gesellschaftsleben in der Kolonialepoche zeigte. Eroeffnungsveranj staltung der Magbit | c. W.: — Der für Sonnabend Abend und Sonntag nach Buenos Aires einberu fene Landeskongress der „Campaña Unida pro Israel“ begann mit einer Eröffnungssitzung, die weniger feierlich als in früheren Jahren verlief, dafür aber mehr den Charakter einer ersten Geschäftsisitzung be sass. Nachdem der israelische Botschaf.er in Argentinien sowie George Flesch, Ehrengäste der Tagung, erschienen waren, nahm der Präsident der Magbit 1963, Don Isaac J. Levin, das Wort, um in sehr eindrir.g licher Veise auf die Verantwortung der Stunde hinzuweisen. Es berühreschmerzlich zu wissen, so bemerkte er, dass es sogar Mitglieder von Vorständen unserer In stitutionen noch jetzt gäbe, die sich ihren Verpflichtungen gegenüber der Magbit entzogen hätten. Zehntau. sensende im argentinischen Jischuw stünden heute, nach 16 Jahren Medinat Jisrael, den jüdischen Gesamtaufgaben fern. Diesen einleitenden Worten folgte eine Begrüssung durch den Präsidenten der „Organización Sionista Argentina“. Emilio Gutkin, der, unter dem frischen Eindruck seines Aufenthaltes in Israel unc seiner Eeteiligug an der Sitzung des Aktions- Comités in Jerusalem, von dem unaufhaltsamen Fortschritt im Lande sprach und dem Keren Hajestsod, unserer „Einheitskampagne“ seine Bewunderung aus sprach. Sehr eindrucksvoll sprach alsdann Dr. Isaac Goldenberg, Präsident der DAIA, der die „totale Mobilisierung“ für Israel forderte und den Jischuw Argentiniens zur nationalen Einheit aufrief. In längerer Rede unter, strich der Sonderdelegierte ¿es Keren Hajessod, George Flesch, die Bedeutung des Fonds als fundamentales Instrument des Aufbaus, für Alija, Einordnung und Entwicklung. In geschickter Weise setzte sich der Red ner mit den arabischen Drohungen auseinander und beleuchtete kurz den Sinn des Eindringens in den Negew. Als Symbol hierfür könne auch die grosse Militärparade aufgefasst werden, die am damaligen Jom Haatz maut erstmalig in Beer Schewa stattfinden soll. Ferner erinnerte Flesch an den Beginn der sogenannten „illegalen Einwanderung“ vor nunmehr dreissig Jahren, die mit starkem Willen in eine Massenalija umgewandelt werden konnte. Schliesslich ergriff Israels Botschafter, General Josef Avidar, das Wort, um Ver-! gleiche mit früheren Situa. i I tion-en hervorzuheben. Aus i eigener Erinnerun,, erzählte | er von jener Gründung der I elf ersten Kolonien in der I Nacht, die dem Jom Kippgr j *946 folgte, und bemerkte, I dass diese Zone heute etwa > 130.000 Einwohner zählt; i man stünde vor der Grün- , | düng einer „Universität des ' | Südens“ in Beer Schewa. i ■ Im vergangenen Februar I habe er einer Btirgerme.- ' sterkonferenz in Nazaret beigewohnt, auf der ein gi- , gantiseher Indiz» riaüsiei rungsplan bis 1970 beschlos- | sen wurde. | Der Botschafter erwähnte! noch die kürzlich erfolgte Bewilligung des Budgets durch die Knesset, die für das laufende Jahr einer Summe von 116 Milliarden arg. Pesos entspricht, ferner die schöne „Br ieke der Freundschaft“, die Israel mit Frankre ch verbindet, die Tatsache, da..-, Israel heute diplomatische Beziehungen zu insgesamt 84 Ländern unterhält. d:ss mehr als tausend Experten auf verschiedenen Gebieten ins! Ausland entsancf. worden; sind, und dass 4.590 auslänj dische Studenten in Israel studieren werden. Aber, über alle Freundtechafts. brücken hinaus und sie alle an Wichtigkeit übertreffend, bestünde die Brücke, die Israel mit der jüdischen Welt verbindet, setzte er hinzu. Nachdem seine Ausführungen den besonderen Beifall der mehr als dreihundert anwesenden Delegierten gefunden hatten, wurde die Permanenz-Kommission eingesetzt, der vom zentraleuropäischen Sektor Chawer Kurt Hamburger angehört. Alsdann vertagte sich der Kongress auf Sonntag Vormittag, nachdem noch ein herzliches Begrüssungstelegramm des Präsidenten der Weltleitung des Keren Haj-sssod. Dr. Israel Goldstein, verlesen worden war. (Ueber den weiteren Verlauf des Kinus wird zu ge. gebener Zeit berichtet). — Jüdische* Maedcheowaisenhaot In Anwesenheit von Vertretern der Munietpalidad, der staatlichen Aufsichtsbehörde, der Herren Rrbbiner Harf, Hirsch, Meyer und Dr. Schlesinger, einer Reihe von Repräsentanten von Institutionen sowie eines zahlreichen Publikums fand die Einweihung des Gebäudes statt, in dem das jüdische Mädchen - Waisenhaus sein neues Heim gefunden hat. Das in der ca Ile Villanueva inmitten eines Gartens gelegene Haus entspricht allen neuzeitlichen Anfor 'erungen und strahlt eine Atmosphäre von Wärme. Liebe und Vertrauen aus, die junge, sich verlassen fühlende Menschen besonders nötig haben. Der feierliche Eröffnungs- (Fortsetzung auf Seite 12) Der JUEDISCHE WELTKONGRESS drückt seine Verbundenheit ZUM 16. JAHRESTAG OER STAATSGRUENDUNG ISRAELS aus AUFRUF AN DAS ARGENTINISCHE JUPENTUM! Der organisierteZionismus im Lande zaehlt seine Kraefte durch die diesjaehrige Schekel-Aktion Der 26. Zionistenkongress wird im Dezember dieses Jahres in Jerusalem stattfinden, der ewigen ‘Hauptstadt der Medinat Israel und des jüdischen Volkes. Der Kongress geht das gesamte Weltjudentum in der Diaspora an und wird ein Programm zur Erhaltung des geistigen Erbes des jüdischen Volkes, für sein Streben im Kampfe zur Wahrung der menschlichen Würde, für die Konsolidierung des j irdischen Staates und seines schnellen Aufbaus aufstellen. Der organisierte Zionismus in der Welt hat die diesjährige SchekeLAktion proklamiert, die der demonstrative Ausdruck der zionistischen Bewegung ist, um erneut in jeder Form öffentlich kundzutun, dass alle Teile des jüdischen Volkes sich mit den Idealen Herzls und mit den Aufgaben des Aufbau des jüdischen Staates identifizieren, und darzulegen, dass es keine Grenzen zwischen ihr und Zionisten gibt. Bei uns in Argentinien erhält die diesjährige SchekeLAkiion durch die organisierte Hetze gewisser Feinde des jüdischen Volkes eine noch grössere Bedeutung, da diese einen Unterschied zwischen Juden und Zionisten in ihrem starrhalsigen Kampf gegen Meiinat Israel zu machen sucht. Es ist daher die Pflicht eines jeden Juden, ob Mann oder Frau, die über 18 Jahre alt sind, einen Schekel zu erwerben und sich damit an den Wahlen der Delegierten zum Kongress zu beteiligen und hiermit ihre unlösbare Verbundenheit mit den Erbauern und Verteidigern der Medinat kundzutun, sowie sich auch mit dem jüdischen Volk in der Galut zu identifizieren. DURCN DEN KAUF DES SCHEKELS WIRD AUSGEDRUECKT: 1. die Solidarität mit den Idealen Br. Benjamin Seew Herzls, 2. die unbedingte Verbundenheit des jüdischen Volkes mit Medinat Israel. 3. die bedingungslose Hille für den Aufbau der Medinat, 4. die Beteiligung an der Vorbereitung zum 28. Zionistenkongress. 5. eine würdige Antwort an die Feinde des Zionismus und des jüdischen Volkes, um zu manifestieren, dass kein Unterschied zwischen Juden und Zionisten besteht. Juden in Argentinien! Kauft den Schekel, weil der Zionismus das Werk des ganzen Volkes ist. LANDESCOMITE FUER DEN SCHEKEL IN ARGENTINIEN Poalc Zion Hitacbdut (Mapai) Zionistische Liberale Föderation Achdnt Hawodah — Poale Zion Mifiag'at Hasehomer Haiair (Mapam) Misrachi — Hapoel Hamisrachi Zionistische Revisionistische Partei (Cherut) Zionist. Fraue»-Orga«i«aUo* WIRD