Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2059 (10.4.1964)
- Date
- 1964-04-10
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Viernes, 10 de Abril de 1904 LA SEMANA ISRAELITA A»« XXV. — No. 20ÍW Elend der russischen Washington. — Am Vorabend der nordamerikanischen jüdischen Konferenz über die russische Juden, heit begann die russische Propaganda ihre Bemühungen zu verstärken, um den Eindruck der Konferenz abzutsehwächen. Im Laufe von 48 Stunden empfing die Jewitjh Telegraphie Agency nicht weniger als acht Erklärungen der sowjetischen Agentur „Novosti“, die angeblich Proteste russischer Juden darstellten. Diese Berichte waren sämtlich nach dem bekannten sowjetischen System verfasst. Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft die Verfolgung in Abrede stellen zu lassen, deren Gegenstand eie sind. Die Wiederholung gewisser Worte und Sätze fällt in die Augen. In all diesen Erklärungen beschweren sich die russischen Juden, daee sie von ,,Beschützern verteidigt werden, die sie nicht dazu berufen haben.“ Neu dagegen ist der Vorwurf, das3 die Konferenz dazu angetan sei, „zwischen dem nordamerikanischen und dem sowjetischen Volk und unter den Völkern, die die Sowjetunion bilden, Feindschaft zu säen.“ Man kann die Berichte in zwei Kategorien einteilen: die Proteste jüdischer Arbeiter und die jüdischer bekann. ter Persönlichkeiten. Zu den letzteren gehören die Bildhauer Vladimir Sigal, Jofef Chakow, der Komponist Sigismund Katz, der Filmregiisseud Mark Konskoi. verschiedene Universitätsprofessoren, u. a. DRINGENDER APPELL Der dringliche Ruf an das Volk und die Regierung der Vereinigten Staaten, der nordamerikanischen Juden. heit in ihrem Kampf für die vollen und gleichen Rechte der Juden in Russland beizustehen, wurde auf ~ I der Eröffnungssitzung der , amerikanischen jüdischen! Konferenz erhoben, die von 24 grossen Organisationen in Vertretung praktisch aller Juden in USA einberu. : fen worden war. Uebsr 500 Delegierte wohnten der Konferenz bei. Die Eröffnungsreden hielten der Richter , des Obersten Gerichtshöfe«, Aspekt der allgemeinen Diskriminierung gegen alle religiösen Gruppen. Aber sie ist auch ein Ausdruck religiöser Unterdrückung vonseiten eines atheistischen Staates. Die Beweise sind erschütternd und erdriikkend, dar.« die kulturelle und religiöse Freiheit der sowjetischen Juden heit strenmm Zu einem Privatbesuch weilte kürzlich das belgische Königspaar zwei Tage lang in Israel. König Baudouin und Königin Fabiola besuchten die heiligen Stätten des Christentums, die Erinnerungsstätte für die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Zionsberg und den nach dem König benannten Gedächtniswald in der Nähe von Nazareth. Bei einem Empfang durch den israelischen Staatspräsidenten Shazar brachten die beiden Staatsoberhäupter einen Toast auf das künftige Wohlergehen des israelischen Staates aus. MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschät te mit der grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E. 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung, ANZIEHEND ANGEZOGEN mit CARLTON-Kleidung l in Fertigkleidung die Gesamtlinie Stabiloiorm m. r. in Massarbeit das Be* ste an Stoffen und Verarbeitung. Anfertigung aus mitgebrachten Stoffen. Auch Junioren kaufen gern bei CARLTON. Ernst Koppel Maipu 982 Tel. 31-7845 Arthur I. Goldberg, Senator Abraham Ribicoff und Rabbiner Uri Miller, Präsident des Synagogenrates von Amerika. Oberrichter Goldberg wies darauf hin, das« die „Diskriminierung gegen die sowjetischen Juden alarmierende Proportionen annimmt“. Senator Ribicoff enthüllte, dass der Senat Sondersitzungen abhalten wird. Rabbiner Miller erklärte. „die amerikanische Judenheit werde nicht ruhen, bis den rußsicchen Juden Gerechtigkeit widerfahren wird“. Label Katz, der Präsident der Bne Brit, führte den Vorsitz bei der Eröffnung. MIT TIEFER SORGE 'Zusammenfassend sagte Oberrichter Goldberg, dnes „die Verweigerung der Menschenrechte, deren sich die USSR den Juden gegenüber schuldig macht, alle Amerikaner gleich welcher Religion mit tiefer Sorge erfüllt. denn die Diskriminierung der Sowjetregierung gegen die Juden ist ein ger beschränkt ist, als die irgendeiner anderen Nationalität. Die tragische Erfahrung der Menschheit mit dem Krebs des Antisemitismus. die noch so frisch in der Erinnerung aller lebt, macht es zur Pflicht für diejenigen, die an die Würde und Rechte des Menschen glauben, ihre Stimme zu einem energischen Protest zu erheben.“ Er nannte die Konferenz ein „Zeugnis ohnegleichen für die Einigkeit der jüdischen Meinung“ und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Juden in USA „weiter gegen den Virus de*s Antisemitismus in Russland protestieren werden, bis auch nicht eine Spur hiervon zurückbleibt.“ Schliesslich führte Goldberg Beweise für die gegen die Juden in der Sowjetunion geübte Diskriminierung an und verglich die Rechte der Juden mit denen anderer nationaler Gruppen. ..Die Juden“, führte er aus, .werden in der sowjetischen Presse und mit allen anderen Mitteln zur Erfassung der Massen herabgewürdigt. Die Feindseligkeit gegen das jüdische Volk hat in der Sowjetunion derartige Ausmasse angenommen, dass die kommunistischen Parteien des Westens, die im allgemeinen sklavisch gehorsam der Linie des Kreml folgen, sich gezwungen gesehen haben, gegen die Herausgabe eines wild antisemitischen Buches zu protestieren, das in Kiew verlegt worden und in einigen Exemplaren in unser Land gedrungen ist. Dieses Pamphlet, „Judentum ohne Schminke“ ist kein privat gedrucktes Werk sondern offiziell von der ukrainische.« Akademie der Wissenschaften herausgeben worden.“ RESOLUTIONEN DER KONFERENZ Die nordamerikanische Jüdische Konferenz über j das sowjetische Judentum i wurde mit einem Aufruf an! die Sowjetregierung abgeschlossen. sie möge dem Antisemitismus ein Ende bereiten und den drei Millionen Juden der USSR volle Gleichheit mit anderen religiösen und ethnischen Gruppen zubilligen. Die 18 Punkte enthaltende Resolution spricht von den Be. '• fiirchtungen und der Entrii- 1 stung, die die Situation der; russischen Juden auslöst.! Die Möglichkeit einer Aus LA SEMANA ISRAELITA 30SEM AM AXIO iNLMBrBNDt-iWPPtt 3«. Ahm - PUEYRRKDOM 28. Nissan 5724 UN. »• - T. E. MJMH.' 10. April 1984 spräche /wL-hen nordame rikanischen führenden jüdi- ( sehen1 Persönlichkeiten und den sowjetischen Behörden auf „hoher Ebene“ wurde von Louis Weinstein aem Präsidenten des Beratenden Ausschusses für Gemeiridebeziehungen in Boston, und Morris Abraham, dem Prä. 1 aidenten des American lewish Committee, empfohlen. Morris Abranam schlug die Gründung eines internationalen. aus freiwilligen Mitgliedern bestehenden Tri. bunals vor, das über den sowjetischen Antise nitismus richten soll. Senator Jacob Javifs gab der U-eberzeugung Ausdruck, dass man mit allen Mitteln gegen die Behandlung der jüdischen Bevölkerung in der Sowjetunion kämpfen müsse. j Die Sowjetbotschaft über.; reichte der Konferenz eine Protest - Erklärung gegen diese Tagung, in der es wörtlich hiess, dass sie ei- , ne „verleumderische Attak- I ke“ gegen die Sowjetunion darstelle, die „so viel für das jüdische Volk getan habe“. Die Erklärung schliesst mit der Feststellung, dass es in den USA keine antijiidsche Diskriminierung gäbe. Offiziell«! Protest Biuunel. — Der belgl. sehe Justizminister Pierre Vermeylen brandmarkte die rassische Diskriminierung in der So wjetunion auf einer Gedenkfeier zum 21. Jahrestag des Aur.,tande« im Warschauer Ghetto. Als Beispiel führte er die Veröffentlichung des antisemitischer. Pamphlets „Judentum ohne Sehtnin ke" an, das 1963 in Kiew von der ukrainischen Akadem’e der Wissenschaften herausgegeben wurde. Die Veranstaltung war von der Zionistischen Föderation Belgiens gemeinsam mit allen anderen jüdischen Verbänden den Landes organi.-iert worden. tITA) Schwede wurde Praesident Stockholm. — Der 51 Jahre alte Richter beim Appellationsgericht in Stockholm. Gunnar Lagergreen. ist von den Regierungen der USA und der Bundesrepublik zum Präsidenten des Dritten Senats beim Obersten Rückerstattungsgericht in Herford ernannt worden. Gunnar Lagergreen wird dem Sen<-t für Angelegenheiten aus dem Bereich der ehemaligen amerikanischen Besatzungszone vorstehen. (AWZ) SCHECKS ODER UEBER WEISUNGEN IN D-MARK ODER DOLIAN Bevor Sie wechseln trfragon Sie unsere Preise Man spricht Deutsch CASA PIANO S.A 34/-SAN MARTIN 128 Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKTUPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN EUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigon« Fabrikahon — UnTtrkindlivh« Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichternngen MASCHINEN TEPPICHE IM ALLEN FARBEN UND GROESSEN. 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