Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2059 (10.4.1964)
- Date
- 1964-04-10
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 10 Abril de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2059 Israel unter den Voelkem Vor den Wahlen in USA (Schluss von Seite 1) Ländern zuteil werden. Israel hat der Welt den Beweis dafür geliefert, dass nicht Bodenschätze undnicht angehäufte materielle Werte das Vermögen eines Volkes bedingen, sondern emzig und allein die Arbeitskraft und die Intelligenz der Men sehen die das Volk bilden. Nur aus diesem Grunde war Israel imstande, im Rahmen der internationalen Entwicklungshilfe anderen Staaten und Völkern eine sehr erhebliche und dankbar aufgenommene Unterstützung zu leihen. Es ißt bekannt, dass selbst eo grosse Länder wie Brasilien israelische Experten angefordert hat, die dort bei der Lösung von Boden- und Wasserprobleme tätig sind. Man muss sieh dabei immer vor Augen halten, dass Israels ißt heute von feindlichen Nachbarn umgeben ist, die darauf warten, Unruhe zu schaffen oder — wie Nasser aus außdrückt —. Israel von der Landkarte zu streichen. Dass diese strategische Situation Israel zwingt, unverhältnismäßsig grosse Aufwendungen für seine militärische Bereitschaft zu verwenden, ist bekannt. Noch immer halten Israel« Bauern und Landwirte den Pflug in der einen und das Schwert in der anderen Hand. Diese arabische Feind, ßchaft bedeutet aber auch, dass Israel bei seiner wirtschaftlichen Entwicklung auf ferner liegende Länder für Ex- und Import angewiesen ist, während der na. tür’.iche Handelsaustausch mit «einen Nachbarn bisher unmöglich war. Einige nüchterne Ziffern sollen die Stellung Israel« in den UN und zu den Völkern beleuchten. Von den heute 113 Mitgliedslaaten der UN, in die Israel am 11. Mai 1949 aufgenommen wurde, sind nicht weniger ale 54 Länder später als Israel in die UN eingetreten, unter diesen auch die arabischen Staaten Transjordanien, Kuweit und Libyen (das zur Arabischen Liga gehört) — Nach seinem Flächeninhalt rangiert Israel an 106. Stel le, von den arabischen Länwiss ist diese Kombination noch keine Realität, und die Wege der Politik sind ungeheuer verschlungen, beson. ders diejenigen der kommunistischen Mächte. Aber dass es ausgeschlosßen ißt, dass Russland wieder in bessere Beziehungen zu Israel tritt, wird niemand behaupten können. Die Zukunft war auch in den legendären ..ruhigen“ Zeiten immer ungewiss. Wir können nicht Voraussagen, welchen nächsten politi. echen Schritt Frankreichs Präsident De Gaulle unternehmen wird. Offensichtlich erstrebt er eine Annäherung an Aegypten. Daßs hierdurch das französisch-israe. lische Verhältniß leiden , , , , _ I -ilöLIIt: V t:I IlctltlJib u' nur der Libanon i könnte, ist auch nicht und Kuweit einen kleineren Flächeninhalt. Aegypten ißt etwa fünfmal so gross wie ■ Israel, Algerien — dessen I Präsident Ben Bella mit | Nasser in Wortgefechten und : aggreßsiven Drohungen ge. gen Icrael wetteifert —, sogar mehr als 10 mal so gross. — : Interessant dürfte auch! ein Vergleich der Bevölke- | rungsziffern sein. Hier; nimmt der Staat Israel den ‘ 86. Platz ein. Die Bevölke- | rungßzahl Aegyptens ist mehr als zehnmal so gross.; Von den arabischen Staaten i weißen nur Transjordanien, Libanon, Libyen und Kuweit eine geringere Bevölkerung als Israel auf. , - Diese objektiven Daten f10n geweeen ist, dem eß gezeigen die Grenzen und mngen ist, die«e in den Ju. Möglichkeiten, die Israel , den ruhenden seelischen und gegeben sind, unterstreichen ' moralischen, religiösen und Dr. f RH ABOGADO PUEYRREDON 2190 P i*q. nachm. 16—19 Uhr Telefon: ausgeschlotßen. Andererseits ist es möglich, dass De Gaulle zustanden zu bringen versucht, was bisher keiner gewagt oder gewollt hat: nämlich Frieden im Mittleren Osten zu machen. Mit großser Erwartung ist diese nächßte Entwicklung abzuwarten. Während dieser ersten 16 Jahre hat Israel unter den Völkern nur einen stets ergebenen und treuen, einen unbedingten Bundesgenossen gehabt: das jüdißche Volk. Ißrael ist eine Schöpfu .g der Zionistischen Bewegung, die jedoch nur der aktive Mittler der jüdischen Hoffnungen und Sehnsucht nach RIAL PIN Füllhalter REPARATUREN Speziaigeschaeft CORRIENTES 5S9 T. E. 49-5850 aber auf der anderen Seite die Leistungen. Die Bewunderung aller gerecht den- : kenden Menschen über das, j was Ißrael in nur 16 Jahren geschaffen hat, dürfte unter | Berücksichtigung dieser Zif-; fern in jeder Weiße gerecht-! fertigt sein. Man darf die; absolute Gewissheit haben, . das« das Tempo dieser dyj namischen Entwicklung an- ’ hält, wenn nicht unerwartete Störungen durch äussere Einwirkungen eintreten. Es ist im übrigen nicht ausgeschlossen, daos der; Ostblock ßeine -Einstellung zu Israel einer erneuten Prüfung unterzieht. Die letzten politischen Entscheidungen und die Spannungen zwischen China und Russland könnten dem Kreml Anlass geben, für eine Beruhigung der Lage im Mittleren Osten zu sorgen. Si- ' ten“ Juden soll niemanden nationalen Kräfte in die Wel: der harten Wirklichkeiten zu transponieren. Gewiss gab eß auch Kreise die zögerten und an ein ewige« Galut- Schicksal glaubten. Aber auch diese Teile unseres Volkes — von wenigen Extremisten abgesehen, verstanden die Grösße de« Augenblicks, als der Staat proklamiert worden ist und die ihm auferlegten Prüfungen bestand. Es war die Sternstunde der Menschheit: die Staatwerdung Ißraeiß. Der unserem Volk so oft in seine- Geschichte aufgezwungene Kampf um seine Existenz, um sein Weiterleben, um seine Entwicklung ist jedoch nicht beendet. Die häufig von unseren Feinden gemachte Unterscheidung zwischen „guten“ und „schleck. Jaime Liebling S. A. SPERRHOELZER HOILZIR DIAZ VELEZ 5224 Tel.: 89-9349, 33-9305 cherlich versuchte Nasser in den letzten Monaten, sich! auch mit den Chinesen ein.! zulasßen, von denen er unter Umständen eine grosezügige wirtschaftliche Hilfe erwarten darf. Bei der Zuspitzung der Gegensätze zwischen den beiden Grossen der kommunistischen Welt wird aber der Kreml alles zu unternehmen bereit sein, um eine Verstärkung der rotchinesischen Front durch Aegypten zu verhindern. Gelocken. Wenn die Arabische Liga heute versucht, einen Keil zwischen den bösen Zionisten und den anderen zu treiben und sich dabei auf die amerikanische Hochaßsimilation beruft, 60 sollte dies selbst diesen Noch- Juden eine Warnung sein Denn über allen inneren Differenzierungen, .die es zu Recht oder Unrecht .geben mag. steht die Einheit unsere« Volkes, die gleichzeitig Die Präsidentenwahlen in Nordamerika finden eret im November statt. Jetzt schon ■werden die Wahlprogramme aucgearbeitet und die Comi. tés der Demokratischen und der Republikanischen Partei beschäftigen sich schon seit •einigen Monaten mit der Formulierung ihrer Programme. Die jüdischen Parteimitglieder sind eich der Aufgabe bewu«st, dass Postulate aulgestellt werden müssen, die mögliebßt viele jüdische Stimmbürger bewe. gen sollen, für ihre Partei zu stimmen. Bereits befaseen sich auch die jüdischen Organisationen mit dieser Frage. Sie sind als colche neutral zwischen der. beiden Parteien und bemühen.ßich, von allen Seiten möglichst viele Zustimmungen zu bekommen Juden stimmen hi Amerika aber nicht nach ihren eigenen Interessen, sondern nach denen Amerikas, und es gilt daher Formulierungen zu finden, die sowohl im amerikanischen als im jüdischen Jnteresee liegen. Nicht alle Empfehlungen von jüdischer Seite betreffen jüdische Angelegenhei. ten, in vielen Fällen handele es sich um die Stellungnahme zu allgemeinen bürgerlichen Fragen. Von beiden Parteien werden Zusicherungen verlangt, das« der Boykott von arabischer Seite gegen jüdische Firmen abgestellt werden soll. Eine Forderung ¡in derselben Richtung betrifft die Subventionen Amerikas an arabische Staaten, die durch diese Unteretützungen in die Laeine Einheit unseres Schicksals ist. Diese historische Erfahrung haben wir sdlbst machen müssen. Hoffentlich haben wir daraus gelernt. Noch niemals hat unseren Gegnern und Feinden das Urteil darüber zugestanden, wer seine jüdische Pflicht erfüllt und wer nicht. Diese Versuche einer Spaltung ¡in unseren Reihen, die heute' auch auf unserem Kontinent unternommen werden, sind vergeblich. Sie dienen auch nur dem Ziel, erst den einen und dann den anderen Teil ¡unseres Volkes anzugreifen und zu bekämpfen. Vielleicht war das jüdische Volk noch .niemals -o geeint wie jetzt, wo wir mit Stolz auf Israel blicken dürfen. ln jeder Lage und vor allem in jeder Gefahr wird da« jüdicche Volk der treue Gefährte Israels sein und bleiben. Dieses Bekenntni;- in diesen Tagen abzuiegen. ist nicht nur eine Notwendigkeit, sondern ein Her. zeußbedürfnit-. geversetzt werden, Waffen zu kaufen und den Boykott gegen Israel durchzuführen Vom neuen Präsidenten wird auch verlangt, dass er Be. miihungen unternehme, um zwischen Israel und den arabischen Staaten Friedensbenpreehungen eirzuleiten. Auf der Liste der jüd:- echen Postulate steht ferner die Erleichterung der Ein. -wanderung. Im vergangenen Jahr konnten 7.000 Juden <in die Vereinigten Staaten einwandem. genau gleich viel wie im Jahr vorher. Damals waren unter den Einwanderern zahlreiche Juden aus Kuba. Dieses Jahr gab es viele Einwanderer aus Aegypten und Osteuropa. Die bisherigen Einwanderungs gesetze sind auf -Quoten basiert die veraltet sind. Aus Deutschland und England kommen nur Bruchteile der Quoten, auc Russland überhaupt .keine, weil dort die Auswanderung nicht zugelaseen wird. Es gibt aber Län. der. z. B. in Osteuropa, die viele Anwärter auf die Einreise in Amerika haben, die abei viel zu geringe Quoten besitzen. Für die Quote ist •der Geburtsort maßsgebend, auch wenn -man viele Jahre in einem anderen Land gewohnt hat. Die Gesamtzahl.der Einwanderer würde nicht grösser, wenn man die nicht ausgenützten Quoten U SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Lida. Verantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredón 2190 1? izq. T. E. 83*2613 Abono Preise: Argentinien: $ 100,— pro Quartal Ausl. S WO.— jährl. auf andere Länder übertragen könnte. Präsident Kennedy'hatte in diesem Sinne einen Vorschlag-an den amerikanischen Kongress gerichtet, der sich aber nur «ehr schwer an niese Arbeit macht. Die jüdischen Organisationen haben sich einheitlich für die Vorschläge Kennedys ausgesprochen, und sie werden von den Parteikonventinnen verlangen. dass diese Forderung in das Wahlprogramm einbezogen wird. Zu den Problemen, denen auf jüdischer Seite eine grosse Bedeutung zugemesoen wird, gehört das Schechitagesetz, das Sonntagsgesetz, die Bekämpfung der antisemitischen Propaganda und die Trennung von-Staat und Religion in den Schulen. Dra. IRIS I. LIEBER Diplomierte Fachärztin des Instituto Nacional de Nutrición und der Universidad Buenos Aires für ERNAEHRÜNG und DRÜSENKRANKHEITEN (Diabetes — Verdauung—Fettsucht — Atherosklerose) ANCHORENÄ 1858 Privat: 73*8463 82-9036/3092 Voranmeldung erbeten Dr. BEflNARDO GOLDSTEIN MEDICO Cardioiogia — Hespital Fernandez Radio X — Durchleuchtung — Eieotrocardiogramme CUBA 2Hl — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Ccnsultas: Montags bis Freitag: 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr PROPIEOADES FRANKENBERG S. R. L. >erät Sie kostenlos und mverbindlich öeim Kauf oder Verkauf von GESCHAFFTEN WOHNUNGEN H A E U S E R N VIRRET DEL PINO 226? T. 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