Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2058 (3.4.1964)
- Date
- 1964-04-03
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 3 de Abril de 1964 LA SEMANA ISRAELITA A Jo XXV. No. 2058 Ereignisse der Woche i»»’ Gedenkfeier für den Ghettoaufstand Wie wir schon berichtet haben, wird am 9. April in der ..Federación Argentina de Box“ die grosse Gedenkfeier der argentinischen Judenheit anlässlich detä 21. Jahrestages des Aufßtandes im Warschauer Ghetto stattfinden. Die Sonderkommisßion. die sich mit den Vorbereitungen für diese Veranstaltung befeßsl, kündigte als Redner Israel.Botschafter General Joseph Avidar. den Repräsentanten des Jüdischen Weltkongresses Mark Turkow und den Vizepräsidenten der DAIA, Ing. Gregorio Faigón, an. Um der Feier den ihr gebührenden würdigen Rahmen zu verleihen, wird der Chor der Kehilla von Buenos Aires unter Leitung von Maestro Bernardo Feuer singen. Den liturgißchen Teil hat Oberkantor Aarón Gutman übernommen. Die Einheitskampagne 1964 Am Montag, den 6. April, findet die Generalversammlung der, zentraleuropäi. sehen Comités der Einheitßkampagne statt, zu der nicht nur die Mitarbeiter der Kampagn.. sondern die Vorstandsmitglieder aller Organisationen und Gemeinden unserer Sprachkreißes eingeladen sind. Einem grösseren Kreis soll ein genauer Bericht über den Ablauf der Aktion 1963 gegeben und das Präsidium für 1964 gewählt werden. Seit 17 Jahren ruft die Einheitrkampagne die Juden auf, ihre Solidarität mit dem Staate Ißrael durch ihre freiwillige Beisteuerung zu bekunden. Inzwischen hat sich der jüdische Staat politisch und wirtschaftlich stabilisiert, seine gewaltige Auf- MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäf te mit der grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E. 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. 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Beßonders die zentralem opäischen Juden, die am eigenen Leibe erfahren haben, was es heiset wenn die Welt den Verfolgten die Tore verschliesst, müssen ihre Beisteuerungen erhöhen und epontan ihre 'Zeichnungen abgeben. Darüber hinaus muss aber auch jeder Beisteuerer ein Mitarbeiter sein, der dafür sorgt, dasß sich niemand außschliesst und jeder nach seinen wirklichen finanziellen Möglichkeiten beisteuert. Es darf nicht mehr geschehen, dasc unsere Mitarbeiter denselben Beisteuerer immer und immer wieder besuchen müssen, um dann „Almosen“ angeboten zu bekommen. Und besondere richtet sich diecer Appell an diejenigen, die auf Grund ihrer wirtschaftlichen Lage ein Beispiel geben müssten. Die Einheitskampagne 1964, die mit der „Tisch-Aktion“ an den Sonntagen 26.' April und 3. Mai beginnt, murr, beweisen, dsßs die deutschsprechenden Juden ihr eigenes Schicksal nicht vergessen haben und uiree. re Menschen mit Herz und Verßtand ihre Pflicht tun! LANDESKONFERENZ DER j EINHEITSKAMPAGNE | Am 11. und 12. April fini det der Kinus der argentinischen Einheitskampagne statt, an der seefcß Delegierte des zentralouropäischen Comites teilnehmen werden.; Israel-Touristik | Im Vortragßsaal des City i Hotels sprach der katholij sehe Geistliche Dr. Fidel | Horacio Morenc über seine j Reise nach Israel. Er be- I richtete bewundernd von dem schnellen Aufbau des I jungen Staateß und der Verj Schmelzung der so verschie. | denen jüdischen Einwande- rer, die aus arabißchen, i nordafrikanischen und den Ländern Europas und Amerikas nach Ißrael kamen, so dass jetzt die uralte Prophezeiung „Ich werde wieder die verlorenen Stämme sammeln und nach Ißrael zurückführen“ in Erfüllung gehe. Besonders beeindruckt; zeigte er sich von dem Idealismuc der amerikanischen Einwanderer, die gute Positionen in ihren Ursprungsländern aufgegeben haben, um in Israel in schwerer physischer Arbeit den Boden aus einer Wüßte in einen blühenden Garten zu verwandeln. Dr. Moreno, der auch die arabischen Länder kennt, beschrieb diplomatisch den krassen Unterschied zwischen der Arbeitslust der Araber und der Israelis. Aiß Hauptthema seines Vortrages behandelte Dr. Moreno den Besuch deß Papstes in Israel, der hierdurch auch seiner Sympathie für die Juden Ausdruck verleihen wollte, so daßs Grund zu der Hoffnung beßtehe, dass diese Wallfahrt zu einer Annäherung zwischen Juden Arabern beitragen dürfte. Die Ausführungen des Referenten machten auf das vorwiegend nichtjüdißche Publikum, unter dem sieh zahlreiche Diplomaten, u. a. der Botschafter Boliviens, sowie die Prinzessin Isabella von Bourbon und ferner argentinische Deputierte befanden, einen unbedingt für die Juden günstigen Eindruck. Später wurde ein israelischer Tonfilm über den Papstbesuch in Israel vorge. führt, in dem die heiligen Stätten des Christentumß gezeigt werden, zu denen der Papst pilgerte. und der auch für Israel Intereßse erwekken dürfte. Ein zweiter Farbfilm führte die Zuschauer nach Cäsaren, der alten Stadt des Herodeß, und stell, te in humoristischer Form einen Besuch deg Herodes im heutigen Cäsaren und in dem neuaufgebauten Amphitheater dar. Der Andrang der Besucher zu diesem Vortrag war so stark, dass der Saal bei weitem nicht ausreichte. Der Präßident des argentinischen Touristenklubs, unter dessen Leitung der Abend stand, dinkte dem Redner für seinen interessanten Bericht. Glückwünsche Die Vereinigung der Freunde der Hebräischen Universität Jerusalem hat anlässlich der Eröffnung des neuen Studienjahres 1964 an die Universität von Buencß Aires, die Katholischen Universitäten und die Hochschulen des Landesinnern Glückwünsche gerichtet und der Hoffnung Ausdruck gegeben, dacs ihre Bestrebungen, den LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN A RiO INDEPENDIENTE S«. Aire* — PUEYRREDON 21S0, I* iaq. — T. E. M-Mli 3. April 1964 21. Nissan 5724 Nahost-Messe in Tel Avio Am Dienstag, den 25. Nissan (7. April), gedenken alle Juden in der Welt der heldenhaften Kämpfer des Warschauer Ghetto, die sich gegen ihre Unterdrücker er. hoben haben. An diesem Tage, dem symbolischen Jahrzeitstag zum ehrenden Ge. j denken an die sechs Millio- : nen von den Deutschen er- | mordeten Juden, werden I sechs Lichter für die Märty. | rer unseres Volkes entzündet, die ermordet wurden,; weil sie Juden waren. Studenten durch den Unterricht in Wissenschaft und Kunst ein höheres Lebensniveau zu sichern, von Erfolg begleitet ß-ein möge. Abschliesßend wird betont, dass die Wissenschaft und die Kunst das stärkste Bindeglied zwischen den Völkern daretellen. Teatro San Telmo Als erste Premiere dkßer Sai.son nach der Wiederaufführung des Stückes „El decimo Hombre“ von Paddy Chayefsky kündigt der Grupo del Sur im Teatro San Telmo „Ah, Soledad“ des nordamerikanischen Dramatikers Eugene O’Neill unter der Regie von Carloe Garos. tina an. „Ah Soledad“ wurde zum ersten Mal im Jahre 1933 in den USA aufgeführt. In Argentinien kommt es zur Erstaufführung. Unter dem Zeichen des „fliegenden Kamels“ findet vom 16. Juni biß 7. Juli 1964 in Tel Aviv wiederum eine Nahost-Messe statt. Der Erfolg der Messe von 1962, die einen Besucherstrom aus 56 Ländern zu verzeichnen hatte, hat die Veranßtalter in ihrem Wunsch nach regelmässiger Wiederholung bestärkt. 33 Nationen waren unter den Auestelern vertreten, und es ist anzunehmen, dare es diesmal eine erhöhte Zahl sein wird. Israel, das durch den arabißchen Boykott seines natürlichen wirtschaftlichen Hinterlandes und ßeiner näehsten Handelspartner beraubt ist .unternimmt jede Anstrengung, um unter Ausnützung seiner gegen daß Mittelmeer zu geöffneter. Lage und unter Uebersprin. gung des feindselig gesinnten Gürtels seine Handelsbeziehungen auszubauen. Eine ßtändig wachsende Zahl von Ländern sieht in dem jungen ] Investitions- und Kornsum. : land einen Vorteil bringen- | den Handelspartner, i Auch bei der diesjährigen i Messe handelt es eich um eine allgemeine Warenmesse. Von verschiedener Seite j wurde angeregt, spezialisier* I te AuSßtellungen zu organi-! sieren, die, wie die Erfah- I rung in der ganzen Welt zeigt, eine rationellere Aus- I nützung der eingesetzten i Mittel versprechen. Nur koschere Küche Jerusalem. — Die Schifffahrtslinie „ZIM“ teilte Oberra'bbiner Jizchak Nissim mit, dass es an Bord des Schiffes „Shalcm“ nur kcßcheres Eßsen geben wird. Hiermit findet ein langer Streit mit den religiösen Elementen sein Ende, der entbrannte, als der Plan, auf dem Schiff auch eine nichtkoschere Küche zu führen, bekannt wurde. 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