Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2057 (26.3.1964)
- Date
- 1964-03-26
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Jueves. 26 de Marzo de 1964 Afio X5Rr. — Ño. 2067—1 Ereignisse der Verhaftungen in Mendoza Die in Mendoza durchgeführten Untersuchungen zur Aufklärung eines Attentats gegen die Sociedad israelita de Beneficencia endeten mit der Verhaftung von drei Personen, in deren Besitz Waffen und Propagandamaterial gefunden wurde, wie es von der Guardia Restauradora Nacionalista verwendet wird. Die Polizei teilt mit, es könne nicht mit Sicherheit behauptet werden, daos die Verhafteten den Ueberfall verübt haben, doch stehe ihre Täterschaft fast ausser Zweifel. Bekanntlich wurde kürzlich in dem Gebäude dieser jüdischen Institution eine Bombe gelegt, und die An wohner meldeten der Polizei, dass ein rotee Auto an jenem Tage gesehen worden sei, aus dem in dieser Gegend antikommunistische und antisemitische Flugblätter geworfen wurden. Dieoer Spur folgte die Polizei und konnte Bernardo Julio Kleshcoe, Gerardo Andreone und Sigfrido Horacio Mi. tri verhaften, die in einem Auto fuhren, welches den gemachten Angaben entsprach. Das Auto gehörte Kleshcoe, und :u seinem Innern fand man Flugblätter und zwei Auslöser für Sprengkörper. Weitere Haussuchungen wurden durchgeführt. In der Wohnung des Kleshcoe fand man Flugblätter, die zum grossen Teil die Unterschrift der Guardia Nacional Restaura, dora trugen, zwei Pistolen, einen Revolver, ein Seitengewehr, ein Gewehr, Munition uud Pulver. Diese Funde wurden den Journalisten in einer Pressekonferenz vorgelegt, bei der Minister Dr. Juan S. Vila und der Zweite Polizeichef Generalinspektor Ambrosio Solari López zugegen waren. Erklaerung der DAIA Mit Bezugnahme auf das Attentat gegen ihre Filiale in Mendoza gab die DAIA ein Communiqué heraus, in dem festgestellt wird, dass die „Wiederholung terroristischer Ueberfälle dazu angetan ißt, die Unsicherheit und Becorgnis zu erhöhen, und, wie dies verschiedentlich vorausgesagt wurde, das Vorhandensein einer sorgfältig organisierten Terrorbewegung grossen Augmasses unter Beweis zu stellen, die mit typisch nazistischen und totalitären Methoden versucht, die Bevölkerung in Schrecken zu ver. setzen und daß friedliche Zusammenleben des argentinischen Volkes zu stören“. Die DAIA begrüssf im weiteren die bisher von den Provinzbehörden ergriffenen Maeenahmen als Zeichen des gesn-.den und festen Vorsatzes. diesen barbarischen Attentaten, die das nationale Empfinden empören, ein Ende zu bereiten. Preisausschreiben Wie -wir schon berichtet haben, wurde von dem israelischen Tourißtenbüro in Zusammenarbeit mit ,,E1 Mun. do“, „El Siglo“ und der Fluggesellschaft „Alitalia“ ein journalistischer Wettbewerb über das Thema „Israel, das Heilige Land und die Pilgerfahrt des Papßteß Paul VI.“ ausgeschrieben. Der erste Preis, der in einer Reise mit einem DC8-Jetflugzeug der „Alitalia“ besteht, beinhaltet auch einen Aufenthalt in Rom und den Besuch des Vatikans. Bei dem 8tägigen Aufenthalt in Ißrael wird der Gewinner die Orte der päpstlichen Wallfahrt besuchen und ausserdem Beer Schewa. Tel Aviv, Haifa. Naharia, Nata- CONFITERIA CAIRO ERSTKLASSIGE WIENER BACKWAREN TORTEN, PRALINEN SERVICIO DE LUNCH BUSTAMANTE (823 T. E. 83-5274 Bei Ehren Reisen überall hin IST IHNEN BEHILFLICH BETTY DRESEL COSVLICH PASAJES Y TUR1SMO SRL Avda. Cordoba 379 32-8461-65 Bitte um vorherige Anmeldung 54.3175 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 LA SEMANA ISRAELITA Woche nia, den Negew, Sodom, das Tote Meer, Elat. Aschkeion, Aschdod. Cäßarea, Akko, einen Kibbuz, archäologische Ausgrabungen, Universitäten, wißsenschaftliche Institute u.v.m. besichtigen können. Die Jury besteht auß folgenden Herren: D. Lazaro Liacho für „El Mundo“, D. Osiris Chirico für „El Siglo“, beide bekannte Journalisten und Schriftsteller aus unseren Kreisen, Dr. Aßher Mibashan, Direktor des Editorial Candelabro und der Zeitschrift „Eretz Israel“. R. P. José Severino Croatta. Direktor der Abteilung für Bibelforschung der Hochschule für Religionsstudien, R. P. Luis Rivas, Pro. feceor an dem gleichen Institut, D. Augusto Bonzi, Abteilungschef der „Alitalia“, und einem Vertreter des Verbandes der Provinzblätter. Reise nach Israel Wie die Vereinigung der Freunde der Hebräischen Universität mitteilt, begab sich auf Einladung der H.U. in Jerusalem der bekannte Jurißt und Schriftßteller Dr. Carlos Sánchez Viamonte nach Israel, um dort den Kontakt mit Professoren der Rechtsfakultät aufzuiehmen, und Vorträge über seine Spezialität zu halten. Dr. Sánchez Viamonte wird auch Gelegenheit nehmen, iraelische Kibbuzim zu besuchen, die ihn alß einzigartigeß soziales Experiment in unserer Zeit besonders interessieren. Teatro San Telmo Unter der Regie von Oscar Fessier führt der Grupo del Sur im Teatro San Telmo daß Erfolgsstück „El Décimo Hombre“ von Paddy Chayefsky auf. das schon in der Saison 1962 und 1963 einen ungewöhnlich starken Beifall fand. Auch in der zum Teil neuen Besetzung übt das Stück wieder die gleiche nachhaltige Wirkung auf das Publikum aus. Die Wiederaufführung bleibt nur einen Monat auf dem Programm deß Theaterß. Leo Rosenberg gestorben München, — Professor Leo Rosenberg ist in München im Alter vcu fast 85 Jahren gestorben. Rosenberg, der aus Fraurßtadt- Schlesien stammte, wurde 1932 Ordentlicher Professor des Rechts in Leipzig, 1934 wegen seiner jüdischen Herkunft entlassen und nach dem Kriege von 1946 b’ß zu seiner Emeritierung Inhaber des Lehrstuhls für bürgerliches Recht und Zivilprozesßrecht an der Münchener Universität. Sein Lehrbuch über das deutsche Zivilprozesßrecht gehört zu den Standardwerken der deutschen Jurißten. (AWZ) Juden aus Riga London. — Als der britische Labourführer Harold Wilßon unlängst in Moskau war, übergab er der Regierung einen Zettel mit Namen von Familien, deren Angehörige zum Teil in England zum anderen Teil in Lettland leben. Zur Wiedervereinigung der Familien erhielten die Familienangehörigen in Riga einen Pass; eie sind nun kürzlich in London eingetroffen. Sie erzählten, dass in Riga ein Denkmal für die von den Nazis umgebrachten Juden errichtet wurde. Die Stadtverwaltung stellte das Gelände zur Verfügung, und Sonntag für Sonntag sind die jüdischen Jugendlichen an der Arbeit, Tagungen in Jerusalem Jerusalem. — Mosche Sharett, Präsident der Exekutive der Jewißh Agency, legte der Versammlung des zionistischen Aktionscomités ein Programm vor, welcheß wichtige Aenderungen in der Organisation der leitenden Institutionen der Zionistißchen Weltorganisation beinhaltet. Der Schekel soll abgeschafft und an seiner Stelle eine Mitgliedskarte ausgegeben werden, deren Quoten an die lokalen zionistischen Föderationen zu zahlen sind. Ferner regte er an, dasß die Wahl unparteilicher Zionisten in die Zionistische Organisation möglich sein ßollte, um in lokalen und zionistischen Vereinigungen a lß Repräsentanten aufzutreten. Ueber die Aufgaben der zionistischen Bewegung äusserte Sharett, dass die fortschreitende Assimilation der Juden eine Neuorientierung erheißche, um die nichtisraelische ’judenheit auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Er verwandte eich für die aktive Teilnahme der Bewegung an der Aufgabe, das jüdische Bewusstsein in den lokalen Gemeinden zu erwecken und den Einflusß in internationalen jüdischen Organisaionen zu verßtärken. Ferner forderte er die Regierung Israels auf, den Zionismus in Israel und im beßonderen unter der jungen Generation zu fördern. Dr. Emanuel Neuman, der Präsident des nordamerika. nißchen Sektors der Jewish Agency, begrüsste die gemeinsame Erklärung der Regierung Israelß und der Zionistischen Organisation als ein historisches Ereigniß, das „eine neue Aera in der technischen Geschichte unserer Bewegung“ einleiten könne. Er nahm Gelegenheit, das von Ministerpräsident Eshkol den jüdischen Problemen außserhalb Israels entgegengebraehte Verständnis zu loben. WEITERE DEBATTEN Die Ausführungen Sharetts fanden weiteste Unterstützung. Miriam Freund von der iladasßa schlug vor, ein Sondercomité mit der Prüfung dieser Anregungen zu beauftragen. All« Delegierten stimmten überein, dass die jüdische Erziehung gefördert werden müsse, wobei einige allerdings zu bedenken gaben, dass man die hiermit verbundenen Schwierigkeiten nicht unterschätzen dürfe. Dr. S. Levenberg aus Lon. don legte der Exekutive nahe, eine besondere Abteilung einzurichten, um die Lage verschiedener jüdischer Gemeinden zu beobachten. Sir Barnett Jar.uer von der englischen Föderation allgemeiner Zionisten befürwortete die Eröffnung eines Sonderbüros für die Alija aus dem Westen. Elimelech Gutkin aus Argentinien wies auf die grcßse Zahl argentinischer Einwanderer im Jahre 1963 hin und bemerkte, seiner Ansicht nach würde diese Alija noch zunehmen. RESOLUTIONEN Eine der vom Aktici'ß.Comité gefassten Resolution erklärt, dass kein Jude jemals den systematischen Versuch der sowjetischen Behörden billigen wird, Millionen von Juden von den Quellen ihrer kulturellen Vergangenheit fernzuhalten, und mit Besorgnis auf die von der sowjetischen Presse und Literatur verbreiteten antisemitischen Verleumdungen, die Prozcßse wegen „Wirtßchaftsvergehen“ und die allgemeinen Angriffe auf die Religion blickt. Die sowjetische Regierung wird aufgefordert. das heilige Recht eines jeden Juden auf Auswanderung nach Israel zu respektieren. Ein anderer Beschluss wendet ßich an die „Regierungen und die aufgeklärte öffentliche Meinung in Lateinamerika“ mit dem Ersuchen, die Wühlarbeit arabischer Agenten zu unterbinden, um die nichtjüdische gegen die jüdische Bevölkerung aufzuhetzen. Eß wird die Zuversicht ausgesprochen. daßs dieße von demokratischen Idealen durchdrungenen Völker diese Gefahr als Bedrohung ihrer eigenen Lebensweise erkennen und bekämpfen werden. Auf der Schlussitzung, der Staaispräßident Shazar beiwohnte, sprach Premierminißter Levi Eshkol. der zur „freiwilligen Einwanderung“ aufrief. Er wies auf das amerikanische Friedenskorps hin und forderte alle Juden auf, „am Aufbau unserer Gesellschaft, Wirtschaft Eine Gedenkmarke uw wwv* In den ersten Ayriilagen wird eine neue Marke erscheinen, die das israelische Postministerium zum Gedenken an den verstorbenen Staatspräsidenten Jizchak’ben Zwi her. ausgibt. und Wissenschaft mitzuwir. ken und unsere Zusammenarbeit mit den aufstrebenden Ländern zu stärken“. Trotz der an der zionistir sehen Bewegung geübten Kritik, führte er aus, Gei ei. ne enge Zusammenarbeit zwischen Israel und den Zionisten vonnöten, um alle Aufgaben zu ‘bewältigen. Allerdings, so fügte er hinzu, „gibt es keinen Zionismus ohne die Einwanderung von Juden nach Ißrael.“ (ITA) iiiiiiiimiiiiimmiimiiiiiniiiiiiiiiiimiiiiiiimüiimimiiiiiiiii VT W'\ i* -* -'<%■ <■ r Gegen Missbraeuche Jerusalem. — Das Kabinett nahm die Empfehlung einer ministeriellen Kom, misßion an, dem Missbrauch ißraelischer Pässe durch Leute vorzubeugen, die im Ausland leben. Diese Massnahme dürfte die heutige Gepflogenheit betreffen in Israel snkommenden Perßonen gleich nach ihrem Eintreffen Pässe auszustellen und die Päßse von Israelis, die längere Zeit im Ausland leben, zu erneuern. (ITA) m SUCURSAL Eh NEW YORK: 511 Fifth Avenue New York 17. N.Y. Telephone. TN 7-1080 isßaeL Discount Bank Ltö. CASA MATRIZ: 27 calle Yehuda Halevi Tel Aviv Cuentas Corrientes Cuentas de Ahorro Servicios Bancarios Nacionales o internacionales Depósitos a Plazo Fijo Cajas de Seguridad Custodia de Valores 100 Filiales en Israel Asociados y afiliados en los principales centros financieros del m«ndo [nformes: Oficina de Representación FLORIDA 681 5o p„ of. 501/2 T.E. 44-9356/9282 imillllllllllllllllllllliiHiiiiiiiiuiUfiiuiiiiiiiiuiiiiiiuiiiiiiijiiii, ALFREDS STERN MALERARBEITEN ALLER ART Departamentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoranschläge für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 DEPOSITO: V. de la Plaza 1779