Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2056 (20.3.1964)
- Date
- 1964-03-20
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 20 4« Mar®» de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2056 — 3 Israels Diaman ten-Industrie Israel« Diamanten - Indu, strie konnte ßich aus kleinen Anfängen zu der zweitgrössten in der Welt aufschwingen und stellt einen wichtigen Faktor in der Ex|x>rtwirtschaft dar. Die Nachfrage nach Diamanten als Schmuckstücke 1st in ständigem Wachsen begriffen, da heute, bei dem schnell ansteigenden Lebensstandard in den meisten Ländern des Westens, nicht nur die wohlhabenden, sondern auch weitere Schichten der Bevölkerung, insbesondere in den Vereinigten Staaten Diamantenschmuck kaufen. Jeder, der sich in diesen unruhigen Zeiten jemals da. für interessierte, Geld wertbeständig anzulegen, weiss, dass Edelsteine eine Kapitalsanlage darstellen, die noch niemand je bereuen musiste. Wenn etwas im Laufe der Jahrzehnte seinen Wert nicht nur behalten, sondern sogar einen Wertzu. wachs erfahren hat, der beachtlich i«t. dann waren es Diamanten und sind es ohne! Zweifel auch heute noch. Die ersten Diamantschleifereien in Ißrael wurden im Jahre 1937 errichtet, alles in allem drei Schleifereien! Diese beschäftigten 1940 ca. 200 Arbeiter und exportierten geschliffene Steine im Werte von 70.000 Dollar. Im Zweiten Weltkrieg und besonders infolge der Beeet. zung von Belgien und Holland durch die Deutschen konnte die Diamanten-Induj strie in Israel einen starken [ Auftrieb erleben. Eine Bei. j he erfahrener jüdischer In- ¡ dustrieller, Händler und Facharbeiter konnten sich aus Belgien und Holland nach Israel, damals Palästina unter dem englischen Mandat, retten und ihre wertvollen Kenntnisse der jungen Industrie zur Verfügung stellen. Rohßteine konnte Grossbritannien via Südafrika in ausreichenden von Dr. KURT 0TTENS00SER (Israel) M0EBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäf te mit der grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E. 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. Quantitäten zur Verfügung stellen. So finden wir am Kriegßende 1945 bereits 33 Betriebe vor, die 4.000 Arbeiter beschäftigen und für rund 15,3 Millionen Dollar exportieren. (Alle Ziffern sind einem Bericht der Bank Leumi über die Diamanten-In. dustrie in Iurael, „Alles, was glitzert“, vom November 1963, entnommen). Mit Kriegsende und dem Unabhängigkeitskrieg Israels im Jahre 1948 erlitt die Industrie zunächst einen schweren Rückschlag. In 30 Betrieben wurden nur noch 800 Arbeiter beschäftigt und Steine im Werte von 940.000 Dollar exportiert. Seit dem Jahre 1950 etwa aber ißt die Industrie wieder in einem ständigen und ununterbrochenen Aufstieg begriffen. Die Zahl der Arbeiter stieg bis 1962 auf 7.000. und der Wert der Exporte konnte eich in dieser Zeit mehr als vervierfachen. Bezeichnend ist, dass es auch gelang, einen Teil der neuen Betriebe in die neuen Entwicklungßstädte zu bringen. So gibt es dort heute 20 Schleifereien, die 900 Ar. beiter beschäftigen. Diese wurden vielfach an Ort und Stelle angelernt, und die Tatsache. daßs in der Diamanten-Industrie das Kapital an Maschinen pro Arbei. ter ein verhältnismäsßig kleines ist, erleichterte die Errichtung neuer Betriebe. Auch scheint der jüdische Arbeiter für diese Art der Arbeit besonders gut geeignet zu sein und setzte hier die alte Tradition der jüdischen Diamantenschleife:' Hollands und Belgiens fort. Das Einkommen eines gut ausgebildeten Arbeiters (etwa nach zwei Jahren Tätig, keit) ist verhältnismässig hoch, da in dieser Industrie das Prämienwesen ziemlich einheitlich durchgeführt wurde. EINE EXPORT¬ INDUSTRIE Die israelische Diaman. tenindußtrie arbeitet nahezu ausschliesslich für den Export und nimmt dabei eine wichtige Rolle ein. Im Jahre 1962 belief sich der Export an geschliffenen Steinen auf 82,3 Millionen Dollar von einem Gesamtexport des Landes in Höhe von 272,2 Millionen Dollar. Im Jahre 1963 konnte dieser : Export weiter gesteigert | werden, dürfte die Summe : von rund 100 Millionen Dol. : lar erreichen und damit etj wa ein Drittel dos Gesamt-! exports decken. Der Dia.! manten-Export steht damit an zweiter Stelle nach dem! : Export von Zitrusfrüchten, die etwa 50 Prozent des Lan- .! deßexports darstellen. i | Die Hauptabsatzländer für 1 Diamanten sind die USA;! (1962 : 82,2 Millionen Dol.! j lar), die Schweiz (12 Mill.i 1 | und Belgien mit über 10 Mil- 1 lionen. Westdeutschland be- ■! zog für 4,3 Millionen Dollar 1 Steine. j So ansehnlich diese Ex.! portziffern sind, kann man j dabei aber nicht übersehen, ' dass die importierten Rohj steine einen weßentlichen ' Teil des Fertigfabrikats dar-; stellen. Der im Lande selbst durch die Bearbeitung er. j zielte Gewinn stellt sich nur auf etwa 22 Prozent (in früi heren Jahren sogar nur 17 i Prozent), verglichen mit 68 Prozent zusätzlichem Ge- ] winn bei landwirtschaftlij chen Produkten und rund 48 | Prozent bei industriellen Erzeugnissen. | Die Rohstoffe lieferte überwiegend das londoner; Diamanten-Syndikat, das 85 * Prozent der Weltproduktion an Rohdiamanten kontrolliert. Die Verhandlungen mit dem Syndikat, das notwendige Quantum an Steinen für die schnell wackßende Diamanten-Industrie Israels zu erhalten, waren nicht immer leicht und einfach. Lange Zeit war da« Quantum absolut unzureichend, und die Industrie sah sieh genötigt, weitere Quantitäten mit einer Prämie zu erwerben. Auch die Sortierung der zugewiesenen Steine war nicht immer befriedigend. Erst im letzten Jahr konnten beßsere Bedingungen beim Syndikat durchgesetzt werden, sowohl was daß Quantum als auch die Zuteilung von einer grösseren Zahl solcher Steine betrifft, welche einen besseren Gewinn ermöglichen. Auch mit den jungen afrikanischen Staaten, die im Beßitz von Diamanten.Minen sind, die eie jetzt zu erschliessen begonnen haben, konnten Beziehungen aufgenommen werden. KONTROLLE UND FOERDERUNG Das Handels- und Industriemin ißterium hat eine eigene Abteilung errichtet, die die Diamanten-Indu. strie kontrolliert, aber auch fördert. Unter der Aegide LA SEMANA ISRAELITA B IS EM AN ARIO INDEPENDIENTE Si. Air*« — PUEYRREDON 21M, 1* i*«. — T. E. M-2C1& 20. März 1964 7. Nissan 5724 des Ministeriums wurden Verhandlungen mit dem Londoner Syndikat geführt. Es werden die nötigen Lizenzen außgegeben und Devisen zugeteilt. Das Ministerium bemühte sich um die Ausbildung von Arbeitern und stellte Kredite für neue Betriebe, besonders in den Entwicklungsgebieten, zur Verfügung. Aber die Industrie schaffte eich auch ihre eigenen Instrumente. So konnte sich eine Diamantenbörse in An unsere Leser Wir machen unsere Le. ser darauf aufmerksam, dass mit Rücksicht auf die Pessach - Feiertage und auch weil es am kommenden Freitag keine Postzustellung gi'bt, die nächste Ausgabe der Jüdischen Wochenschau bereits einen Tag früher, d. h. am Donnerstag, den 26. März, erscheinen wird. Tel Aviv bilden, die 700 Mitglieder zählt, Gewichtszertifikate außstellt und bei Streitigkeiten zwischen den Mitgliedern als Schlichter fungiert. Diese Börse, die anfänglich einen rein lokalen Charakter trug, wird mehr und mehr zu einer internationalen Börse entsprechend der Bedeutung, die die Diamanten-Industrie Israels sich zu erringen wuss. te. Den speziellen finanziellen Bedürfnissen des Diamantenhande’s wusste sich besonders die Union Bank Israels Ltd. anzupaßsen, über die heute etwa 80 % der Finanztransaktionen der Diamantenindustrie des Landes laufen. Man darf hoffen, dar?» diese Industrie, die bereits auch unter schwierigen Verhältnissen bewiesen hat, dass sie ßich den Marktbedürfnissen anzupassen und die Produktior.smetho. den zu verbessern wurste, auch in der Zukunft eine wichtige Rolle im Export des Landes einnehmen wird. En Streit fand sein Ende Jerusalem. — Des Kabinett setzte dem Streit um die Beisetzung der Reste Wladimir Jabotinßkys ein Ende und beschloss einstimmig. der Familie Jabotir.ßky zu gestatten, den Sarg nach Israel zu überführen, um ihn in israelischer Erde wiederzubestatten. Jabotir.ßky, der Führer der Revisionisten. starb im Jahre 1940 in der Nähe von New York. In seinem Teßtament hatte er bestimmt, dass seine Reßte zur Wiederbestattung in den jüdischen Staat gebracht werden sollten, doch nur mit Genehmigung der Regierung Israel«. Der frühere Ministerpräsident Ben Gurion hatte sich einem solchen Regierungsbeschluss unbeugsam widerßetzt. Nun gab jedoch Levi Eshkol die. j ßem Ersuchen statt, das der Sohn des Verstorbenen, Prof. •<! Eri Jabotinsky, der in Israi I el lebt, erneut an ihn rieh- \ 1 tete. Die Cherut-Partei be.; 1 fürwortete ßofort diesen Beschluss, und Menaehem Begin, der Führer dieser Partei, sandte eine Botschaft an" Eshkol, in der er der „Dankbarkeit der Partei für diese historische Stellungnahme“ Ausdruck verlieh. Man glaubt, dass die Cherut ein Sondercomite aus Revisionisten ernennen düfrte, dessen Mitglieder nach Nordamerika reisen werden, um den Sarg nach Israel zu holen. Die Wiederbeisetzung wird wahrscheinlich am 29. Tamus (9. Juli), dem Todestag Jabotinskys stattfinden. (ITA) SCHECKS ODER ■» HEBER WEISUNGEN IN D-MARK ODER DOLLAR Bevor Sie wechseln erfragen Sie unsere Preise Man spricht Deutsch CASA PIANO s.a; 347- SAN MARTIN-128 * ANZIEHEND ANGEZOGEN mit CARLTON-KleMung I in Fertigkleidung die Ge-! samtlinie Stabiloform m. 1 r. in Massarbeit das Beste an Stoffen und Verarbeitung. 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