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Jüdische Wochenschau · 1964-03-13 · 2055 (13.3.1964) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2055 (13.3.1964)
Date
1964-03-13
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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Viente«, 13 de Merze de 1964 li A SEMANA ISRAELITA AR« XXV. — N«. ms Die feindliche Propaganda (Schluss auf Seite 2) Juden Israelis und mit dessen Einrichtungen ausserordentlich gewonnen haben.“ Womit konnte ein Führer der Araber, der allerdings nicht zur extremen Richtung gehörte, die Klagen j stützen? Er musste zugeben, d-aßs ein Araber vor israelij sehen Gerichten und Ver-; waltungsbehörden keinerlei! Nachteil hat. Die Erziehungsmöglichkeiten seien für Juden und Araber gleich, in Nazareth dank der christlichen Missionsschulen oogar ausgezeichnet. Aber die Anstellungen im Staatsdienst entsprächen nicht der Quote der Araber. Gegenfrage: „Trotz genügender Eignung und Abbildung?“ Leider eigneten sich nicht so viele Araber die nötige Ausbildung an. weil sie keine Hoffnung hätten, sie zu verwenden. ..Wie steht es mit der staatsbürgerlichen Verlässlichkeit?“ Viele Araber seien durchaus be. reit, eich in Israel einzugliedern und dem Staate zu dienen. aber sie hätten unter dem Misstrauen zu leiden, das man ihnen entgegenbringt. ,,Wie kann man die staatetreuen von den feindlich gesinnten Arabern unterscheiden?“ Der Araber antwortete: ,,Wir kennen den Unterschied genau; die ereteren werden von den letzteren stark angefeindet, aber wir können diese nicht verraten.“ Ich wollte wissen, warum so viele Araber kom- Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 21H 1' izi). nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 munistisch wählen. „Da es | keine eigene Araberpartei j gibt, st das die einzige Mög- . lichkeit. unseren Gegensatz j zur Regierung auszudriikken.“ ' Die Beschwerden der Ara.; ber schrumpften schliesslich 1 auf eine Beschränkung der : Bewegungsfreiheit in gewis- 1 sen Teilen Israels zusam-; men, die bei den nahen Grenzen und den steten Einfällen aus den umgebenden arabischen Ländern aus militärischen Gründen gerecht fertigt iet, und darauf, dass nicht alle Aufschriften, sondern nur die wichtigsten, einschliesslich des Textes der Briefmarken, zweisprachig seien. Wenn man also ohne Vor. urteil die Lage der Araber in Israel mit der Lage der Durchschnittsaraber in den Ländern zwischen Marokko und Irak vergleicht, so kommt man zu dem Schluss, dass sie nirgends weniger Gefahren für Leben, Freiheit, Vermögen und Arbeitsmöglichkeit ausgesetzt sind als in Israel. Selbst die religiöse Freiheit aller arabischen Sekten und Gruppen ist in Israel besser geschützt. Kein Schifte ist vom Tod bedroht wie in Mekka, kein Bahai dem Justizmord ausgesetzt wie in Marokko. Die Moscheen werden von der Regierung errichtet und erhalten, der Bahaitempel beherrscht das Stadtbild Haifas. In Israel kann jeder Moslem glauben, beten, arbeiten, wie er will. Solange die arabischen Nachbarstaaten Israel die Vernichtung androhen, bringen sie freilich selbst jeden Araber in Israel in den höchst fatalen Verdacht, der ..Fünften Kolonne“ anzugehören. Gewiss ist mit dem Hin REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 Jaime Liebling S. A. SPERRHOELZER HOELZER DIAZ VELEZ 5224 Tel.: 89 9349, 33-9305 wild darauf verwiesen, dass nach dem Teilungsbeschluss der Vereinten Nationen keine Massnahmen getroffen worden sind, um die ordnungsgemässe Ueberleitung vom Mandat zur Selbständigkeit des geteilten Palästina zu sichern. So kam es zum Chaos. In mancher Hinsicht kann man die Situation mit derjenigen vieler in Afrika neugeschaffener Staaten vergleichen, die beim Uebergang zur Selbständigkeit innere Kämpfe nicht verhin dern konnten. Aus dieser — späteren — historischen Erfahrung haben wir eine gewisse Technik der früheren Kolonialmächte, vor allem Englands gelernt, das Chaos geradezu von sich zu begünstigen. Als Palästina geteilt wurde, haben die Engländer alles getan, um die Lage der Juden zu erschweren, wahrscheinlich in der Hoffnung, von den Juden selbst als rettende Engel zurückgerufen zu werden. Sie täuschten sich hierin allerdings. Gleich beim Verlassen der englischen Mandatsmacht drohten die arabischen Nachbarländer, Israel zu erdrükken und die Juden ins Meer zu werfen. Die arabischen „Flüchtlinge“: glaubten ihren arabischen Brüdern und deren Versprechungen, dass alles jüdische Vermögen den „Flüchtlingen“ zufallen würden. Deswegen gingen diese Araber aus Palästina, gaben ihre Wohnungen auf und warteten auf den versprochenen Augenblick zurück, zukehren, um sich am Eigentum der Juden zu berei c-hern. Jetzt verlangen dieselben Kreise und ihre Hintermänner, die ihnen die verlockenden Angebote gemacht haben, dass die Israelis sie entschädigen, offen Zeugin im Auschwitz - Prozess Frankfurt. — Wie die Nadie Krematorien nur dazu z:s Säuglinge lebend ver brannten oder unter freiem Himmel Scheiterhaufen errichteten. um eine grössere 'Zahl von Opfern verbrennen zu können, da die Oefen der Krematorien mit Leichen vollgestopft waren, wurde in dem Prozess gegen 22 ehemalig« KZ - Wächter in Auschwitz und Birkenau von einer Nichtjüdin, einer Aerztin namens Dr. Ella Lingens aus Wien im einzelnen beschrieben. Frau Dr. Lingerie erzählt auch, dass viele Häftlinge an Rattenbissen starben. Die Zeugin ist zwei Jahre in Auschwitz inhaftiert gewesen, weil sie aktiv als Mitglied der österreichischen Sozialdemokratischen Partei gegen die Nazis agitiert hatte. „Ich kann mich nicht als typische Gefangene bezeichnen“, erklärte sie. „aber ich habe alles gesehen und gehört“. Sie wurde von einem ehemaligen Kollegen aus der Universität gerettet, der in Auschwitz SS-Arzt war, welcher „mich gut behandelte. aber andere zu Tausenden in den Tod schickte.“ Wie Frau Dr. Lingens berichtete, starben im Lager täglich 350 Menschen an Krankheit, Erschöpfung. Hunger und durch Misshandlung. „Am Anfang glaubte ich“, führte eie aus, „dass dienten, um Leichen zu ver-; brennen. Doch in einer . Nacht sah ich, wie eine schreiende Frau, die um Eri barmen flehte, hineingezerrt wurde. Kurz darauf sah ich,! dass der Rauch aus dem; Schornstein dichter wurde. | Da wusste ich, was geschehen war.“ Als im Jahre 1944 die un- ' garischen Juden eingeliefert; wurden, so fuhr die Zeugin 1 fort, seien diese sofort in 1 die Gaskammern geführt worden, doch als die Krematorien nicht mehr ausreichten, um die Leichen einzuäßchern. habe man unter freiem Himmel Scheiterhauj fen errichtet. „Ich sah“, sagte Frau Dr. Lingens, „wie ein Offizier einen lebenden Säugling ia die Flammen warf.“ Da der ehemalige Adjutant des Lagerkommandanten von Auschwitz, Robert Mulka, die Aussage mit anhörte, ' fragte der Gerichts- Vorsitzende die Zeugin: „Glauben Sie, dass der Lageradjutant von diesen Dingen etwas wusste?“ Einer der Verteidiger, Lanterner, protestierte gegen diese Frage, aber Richter Hofmeyer ignorierte den Einwurf. Die Aerztin antwortete: „Es ist unmöglich, dass er nicht gewusst hat, was wir alle wussten.“ U SEMANA ISRAELITA Semanario — aparee« los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredón 2190 1? izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 100.— pro Quartal Ausl. $ 600.— jährl. Einwanderung im Jahre 1963 Jerusalem. — Rund 10.000 Einwanderer kamen im Jahre 1963 aus freien Ländern in Israel an, darunter 6.000 aus Lateinamerika, wie der Sprecher der Einwande. rungs-Abteilung der Jewish Agency mitteilte. Der Sprecher hob hervor, dass diese Immigranten zum grossen Teil jung sind und leicht eingegliedert werden können. Er versicherte, dass im Verhältnis zur Zahl der Einwanderuden die Zahl derer, die das Land wieder verlassen, nicht gross sei und es sich hierbei um eine Erscheinung handele, die in allen Ländern der Einwanderung zu beobachten ist. (ITA) weis darauf, dass die Araj bar dafür, dass sie 1948 oder ber in Israel besser gestellt . sind und freier leben können als in den arabischen Staaten die Frage der Flüchtlinge noch nicht erschöpft. Ei. ne gerechte Lösung wird aber erst dann möglich sein, wenn man sich mit dem Gespäter nicht de« jüdische Eigentum rauben konnten... Damals erschien in einer libanesischen Zeitung ein an den griechisch - orthodoxen Erzbischof von Galiläa, Monsignore George Hakim, gerichtetes Schreiben des foldanken vertraut macht, dass 1 genden Wortlauts: bereits die Bezeichnung „Die Flüchtlinge sind sich „arabisch« Flüchtlinge“ undessen sicher, dass ihre Abzutreffend und ein Medium Wesenheit von Palästian von der Propaganda ist. Denn j kurzer Dauer ist, und dass der Begriff „Flüchtling“ j sie an irgendeinem Tag zusetzt voraus, dass der be- J riiekkehren werden, entwetreffende Mensch geflohen der in einer oder zwei Wo. PR0PIEDADES FRANKENBERG S. R. L. jerät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN V1RREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 ist. Jene Araber, die man uns als arabische Flüchtlinge vonstellt, sind in Wahrheit aus eigener Initiative aus dem Land gegen den Willen der jüdischen Instanzen gegangen. Damit fällt die gesamte arabische Argumentation in sich zusammen. Zu diesem Fragenkomplex veröffentlichte erst vor kurzem Jean Havet ein« Materiaiiensammlung, die aueh in spanischer Sprache (von der revisionistischen Bewegung „Cherut“) herausgegeben worden ist. Einleitend ehen. Ihre Chefs haben ihnen versprochen, dass die arabischen Armeen die zionistischen Banden sehr schnell zerquetschen werden. Es bestehe auch keine Veranlassung zu Panik oder langem Exil“. — Das „arabische Flucht, lingsproblem" ist vom ersten Augenblick an von den Vereinten Nationen in einer völlig falschen Form behandelt worden. Die UN zeigten eine auffallende Schwäche, wo sie energisch hätten durchgreifen müssen. Stdise unverständlich nach, giebige Haltung gegenüber den arabischen Rechtsbrüchen und Drohungen wurde bereits bei der arabischen Invasion sichtbar, als die UN untätig blieben, wo sie hätten sofort intervenieren müssen, um ihren Entschliessungen auch Geltung zu verschaffen. Diese Vorgänge sind noch in aller Erinnerung, obwohl inzwischen 16 Jahre vergangen sind, eo. dass sie hier nicht noch einmal aufgezählt zu werden brauchen. Auch zur Ueberwindung der Feindseligkeiten haben die UN keinesfalls den Beitrag geleistet, der von ihnen zu erwarten gewesen wäre. Nachdem Ralph Bun. che den Waffenstillstand abgeschlossen hatte, betrachteten die UN ihre Mission für beendet, obwohl es doch nicht nur den Gesetzen der Logik, sondern auch den politischen Notwendigkeiten entsprochen hätte, wenn nach dem Waffenstillstand Friedensverhandlungen ge. nicht darauf drängten. Es ist zur Genüge b« sen worden, dass die „arabischen Flüchtlinge“ willkommenes Propag: mittel für Nasser und seine politischen Pläne bilden. Es sind die arabischen Staaten, die jede Form einer vernünftigen Einordnung der sogen. Flüchtlinge in das wirtschaftliche Leben eines der arabischen Länder verhindern. All das und noch viel mehr ist durch amtliches Material erhärtet. Aber hier geht es nicht um die Frage, ob und dass Israel im Recht ist, sondern um Machtpolitik der Gross machte, gegen die von den Vereinten Nationen trotz mancher Ansätze nichts unternommen worden ißt. Dass auch in der Frage der sogenannten arabischen Flüchtlinge nicht die ägyptische Propaganda oder Nas. sers Aspirationen sich letzten Endes durchsetzen werden. sondern das Recht, das ist nicht nur Israels Hoffnung. Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO Cardiología — Hospital Fernández Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme CUBA 2141 — T. 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