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Jüdische Wochenschau · 1964-03-06 · 2054 (6.3.1964) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2054 (6.3.1964)
Date
1964-03-06
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, € de Mar»« de J#64 LA SEMANA ISRAELITA Aft« XXV. — No. 2054 — * Ereignisse der Attentat in Mendoza In dem in der Moreno 2367 gelegenen Sitz des Makkabi in Mendoza explodierte eine Bombe. Ein Fbnster zersprang, und verschiedene kleine Schäden wurden ge. meldet. Da sich in dem Augenblick der Explosion niemand in den Räumen befand. sind keine Opfer zu beklagen. Die Detonation war «so stark, dass auch die Fen. sterscheiben der umliegenden Häuser platzten. Die Polizei hat die Untersuchung des Falles eingeleitet. In der Nachbarschaft angestellte Verhöre ergaben eine echwache Spur. Es konnte festgestellc werden, dass die Attentäter in einem schwarzen Auto ohne Nummernschild um 4 Uhr 40 morgens vor dem Gebäude hielten. Verhaftungen sind bisher nicht vorgenommen worden. Die Tat hat in Mendoza grosse Ueberraschung hervorgerufen, denn diese Stadt fet traditionsgemäss ein Zentrum der 'Toleranz, in der bisher praktisch noch niemals rassistische Attentate vorgekommen sind. Man nimmt daher ah, dass der Ueberfall im Rahmen eines Nationalen Plans ver. übt worden ist. General Tsur auf Südamerikareise Aus Rio de Janeiro kom. mend traf General Zwi Tsur in Argentinien ein. Er wurde im Flughafen von Ezeiza von Israel-Botschafter General Joseph Avidar begrüsst General Tsur, der bin vor zwei Monaten Generalstabschef der Israel-Armee war, unternimmt gegenwärtig eine Reise in verschiedene südamerikanische Länder. Zwi Tsur studierte in Tel Aviv und trat schon mit 16 Jahren in die Hagana ein. Während den Befreiungskrieges nahm er an den Kämpfen teil, avanzierte zuerst zum Bataillonechef später zum Brigadekom. mandanten und wurde dann zum Operationschef im Bezirkskommando Süd befördert. Nach dem Kriege vervollständigte er seine Aus. bildung in der öffentlichen Verwaltung in den USA. um hierauf in den israelischen Generaletab einzutreten. Im Jahre 1961 wurde ihm das Amt einen Generalstabschef der Israel-Armee für die drei Waffengattungen überi tragen. j Heute gilt General Tsur, der verheiratet und Vater I von drei Kindern ist, als ei- 1 ner der fähigsten Militärs | seine«? Landes. i David F. Ke&sler in Argentinien Herr David Franc.i? Kessler. der Herausgeber der londoner jüdischen Wochenzeitung „The Jewish Chronicle“ befindet eich gegenwärtig auf einer Reise durch Lateinamerika und besuchte auch Argentinien. „The Jewish Chronicle“ erscheint schon seit 122 Jahren und findet in der ganzen Welt Verbreitung. Herr Kessler ist auch der Vertreter von jüdischen Nachrichtenagenturen und gehört dem Vorstand der „Wiener Library“ in London an, die ate die vollständigste Dokumentensammlung über die Naziära anzusehen ist. Herr Kessler wurde von den lokalen jüdischen Organisationen empfangen, und DAIA und Kehilla begrüssten ihn in ihren Räumen. Auch andere jüdische Institutionen. so z. B. die ORT. Schule, wurden von Herrn Kessler besucht, der starkes Interesse an der jüdischen Arbeit in Argentinien zeigte und sein Vorhaben bekundete, engere Kontakte mit unserer Gemeinschaft herzustellen. Er wies darauf hin, dass die englische jüdische Gemeinschaft. die schon seit 300 Jahren besteht, mit der argentinischen zahlen. mässig gleich ist und sich ihr stark verbunden fühle. Der Herausgeber der „Jewish Chronicle“ wurde auch vom Präsidenten der Republik, Dr. Arturo Illia, in Audienz empfangen. Er Bei Ihren Reisen überall hin IST IHNEN BEHILFLICH BETTI DRESEL CONSULICH PASAJES Y TUR1SMO SRL Avda. Cordoba 279 32-8461-65 Bitte um vorherige Anmeldung 54.3175 J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MtTRE 430 V. 0L 550 T.E.: 3 0-1474 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73*1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR - WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 besuchte feiner den Erzbischof von Bueno? Aires, Kardinal Antonio Caggiano. Jüdische Gemeinde in Córdoba Die „Nueva Comunidad Israelita de Córdoba“ er. sucht urß um die Veröffentlichung der folgenden Mitteilung: Nachdem wir im Januar den Besuch von Herrn Rabbiner E. Loewenstein, Santiago de Chile, erhalten hatten. der bei uns eine Bärin itzwoh vollzog und einen Vortrag hielt, nimmt nun unsere kleine Gemeinde nach den allgemeinen Sommerferien auch wieder ihre Tätigkeit in vollem Masse auf. Aureer unseren laufenden Freitagabend- Gottesdiensten und den traditionellen Gottesdiensten zu Purim und Pessach, werden wir, wie in den vergangenen Jahren, am Samstag, den 28. März, dem zweiten Sederabend, einen gemeinsamen Seder abhalten. Wir weisen besondere dar. auf hin, dass auch Nichtmitglieder daran teilnehmen können, und bitten alle diejenigen, die sich in unserer Nähe aufhalten und Interesse haben, an diesem Ge. meindeseder teilzunehmen, sich baldmöglichßt an folgende Adresse zu*wenden: Nueva Comunidad Israelita de Córdoba, Cnel. Buines 820, Barrio Juniors, Córdoba. T. E. 37209 ó 23539. — Warschauer Ghettoaufstand Die DAIA und die Kehilla vcn Buenos Aires haben gemeinsam mit dem Zentralverband polnischer Juden, Attentate in Sao Paulo Sao Paulo. — Die Polizeit fahndet nach den Vandalen, die eine Bombe in die Bet Jacob-Schule legten. Das Gebäude dieser Mädchen-Schule wurde in den frühen Morgenstunden durch eine heftige Explosion erschüttert. Des weiteren gaben unbekannte Täter zehn Schüsse gegen die Front einer einem Juden gehörenden Fabrik ab. Die Aussenwäncle des gleichen Unternehmens waren in der Woche vorher mit Hakenkreuzen beschmiert worden. — (ITA) der Union ehemaliger Bewohner von Warschau und Prag und de«? Vereins ehemaliger Galizianer die Vorbereitungen zu euer gemeinsamen Gedenkfeier für den 21. Jahrestag des Aufetandes im Warschauer Ghetto in Angriff genommen. Die zu diesem Zweck aus Repräsentanten dieser Organisationen gebildete Kommission hat beschlossen, dass die Veranstaltung, die als Ehrung aller jüdischen Opfer der Naziverfolgungen gedacht ist. am Abend des 9. April (27. Nis. ßan) im Saal des Argentinischen Boxverbandes stattfinden soll. Um dem Ernst der Feier Rechnung zu tragen, ist nach den Ansprachen ein liturgischer Teil vorgesehen. OSE Wie die OSE mitteilt, ist «ie Anmeldung von Schülern eiderlei Geschlecht«? für das Lehrjahr 1964 in der „Escuela OSE de Enfermería" weiter geöffnet. Auskünfte werden in Pringles 744 oder telefonisch unter 86-9098 erteilt. Zeugnis der Dankbarkeit Mcche Dajen, der „Held des Sinai“, ehemaliger Chef des Generalstabs der israelischen Armee, der den Aegyptern so manche harte Schlappe zufügte,' führt bekanntlich heute das Leben eines leidenschaftlichen Ar. chäologen und folgt hier den Spuren «seines „Zweiten“, Jadins, der als Professor Jadin mit ausserordentlicher Kompetenz Ausgrabungszentren in Israel leitet. Das Hau«s vcn Mcßhe Dajan in Tsahala bei Tel Aviv ist ein wahres Museum geworden, und alle Welt bemüht sich, die Kollektion des populären ehemaligen Armeekommandanten zu bereichern. Selbst Kinder bringen ihm das, was eie beim Spielen in dem erinnerungs. gesättigten Boden Israels zufällig finden und was sich manchmal als eine wahre Kostbarkeit entpuppt. Bei den Ausgrabungen in der Grotte von Azor. an denen eich u. a. die französische archäologische Mission in Israel unter Jean Perrot beteiligt, und die unter der Leitung von Moshe Dajan stehen, wurden unlängst Ke ramik-Sarkophage ausgegraben, die mehr als 6.000 Jahre alt sind. Zwanzig dieser Sarkophage konnten völlig rekonstruiert werden. Die Lübke Ehrenpraesident Bonn. — Nach dem Tod von Altbundespräsident Professor Heuss hat Bundespräsident Lübke die Ehren.. präsidentschaft der „Paul- Ehrlich-Stiftung“ übernommen. Die Stiftung verleiht alle zwei Jahre einen Preis in Höhe von 100.000 Mark für besondere Verdienste in der Krebsforschung und der Chemotherapie. Der letzte Preisträger war der Wissen, «chaftler Professor Warburg. (AWZ) Knochenreste, die sie enthielten, haben übrigens ein Kuriosum ergeben. Sie beweisen nämlich, dass die Bewohner dieser Urzeit der anatolischen Rasse angehörten, also, nach einer modischen rassischen Sprachregelung, „arischer Rasse“ waren. Einer dieser Sarkophage ist kürzlich von Mcßhe Dajan dem Pariser Louvre- Museum zum Geschenk gemacht worden. Es ist der äl. teste Sarkophag, der jemals in Europa zu sehen war. Er hat die Form eines Hauses und ist 60 Zentimeter lang und 50 Zentimeter hoch. Moshe Dajan hat den Sarkophag mit folgender Widmung dem Louvre geschenkt: „Als Zeugnis der Dankbarkeit; gegenüber der französischen Regierung und dem französischen Volk für ihre Unterstützung der Sache Israels“. K.K.B. ■¡ly*- mtw'i> ‘His ist Israel Israels Herne werden überall gern gekauft. Pension Familiar Nt. FLAMM j CHASCOMUS — T. E. 2910 — Cordoba 38 j PESSACH OFFEN | Telei. Auskünfte in Bs. Aires: 76 2312 u. 70*5805 INDUSTRIAS YUVENA S. A Fábrica de calzado y zapatillas fPESCAAfsgs^ F ANDONAEGU1 1270 Buenos Aires T. 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