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Jüdische Wochenschau · 1964-02-28 · 2053 (28.2.1964) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2053 (28.2.1964)
Date
1964-02-28
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Viernes, 28 de Febrero de 1964 LA SEMANA ISRAELITA An« XXV. No. 2653 IN DER OASE EIN GEDI Am nordwestlichen Ufer des Toten Meeres, einem entlegenen Winkel der judäischeu Wüßte, liegt in eine schroffe Felsensehlucht eingebettet Ein Gedi. eine durch üppiges Grün von der gelb - braunen Umgebung landschaftlich entzückend abstechende Oaee. Hier hat ein naturbegeisterter aus eisiammender junger Mann, nem Dorfe des Norden» aus dessen schönen, dunklen Augen Tatkraft, Initiative und Besessenheit für seine Idee sprühen, Jcesi Feldmann, eine originelle Schule für Naturkunde eingerichtet und leitet gleichzeitig die Verwaltung der Herberge und des Naturschutzparkes. Aufgabe der Schule ist, in den hierfür zugänglichen Kreisen das Interesse für das Studium des judätochen Wüstengebietes und der Oase Ein Gedi zu erwecken und zu vertiefen und Naturkunde, Geographie, Geologie und Geschichte diesereinzigartigen Landstriches zu lehren. Der Unterricht erfolgt gruppenweise in Ausflügen in der lebendigen Form der Konfrontierung mit dem Gelände, dem Gestein, den Pflanzen und den Tieren in der freien Natur, archäologischen Fundstätten etc., und abends wird dann in den Lehrzimmern und im Aus- •etellungs-Saal zu der Praxis die Theorie hinzugefiigt. Di« Institution steht besonders Jugendgruppen, Mittelschulen, Jugendbewegungen und Lehrern zur Verfügung, die ihre Ausbildung hier ergänzen wollen. Das Personal der Schule umfasst zehn Leute, die sich alle bereite. über vier Jahre lang hier befinden, manche mit ihren Familien. Dazu gesellte sich kürzlich eine NaehaLGruppe, die an der Bewirtschaftung dieses isolierten Siedlungspunktes tatkräftig mitarbeitet. Die Nachal.Jugend, die als Zahal-Formation der Militär-Disziplin untersteht, hilft auch in der Verwaltung der Herberge und dei; Naturschutzgebietee. In den Ferien kamen über 200.000 Besucher nach Ein Gedi, während der Zustrom im Winter geringer ist. Das Interess« des Volkes an Ausflügen tot großs, aber man weiss noch nicht recht, wie Ausflüge zu planen und veranstalten sind, um den ungeheuren Schatz an Naturschönheiten, den das Land bietet, richtig zu geniesten. Daß Ziel der Institutionen von MEIR FAERBER von Ein Gedi ist, die Ausflügler eine ganz« Woche hier zu halten und sinnvoll zu beschäftigen. Dazu wer. den in Jugendbewegungen und Mittelschulen Gruppen organisiert. An Ort und Stelle sorgt man für die Unterkunft, das Programm, die Sicherheit und die Lehrmittel. Im letzten Jahr allein wurden in Ein Gedi über hundert Jugendinßtruktoren in den einschlägigen Fä. ehern ausgebildet. Selbst zu Chanuka, also im Winter, gab es in Ein Gedi über 4500 Jugendliche. Sie zogen durch die teils heroische, teils liebliche Landschaft in geschlossenen Gruppen, was einen ausgezeichneten Ein¬ Herodes-Paläste und der Festing besprochen, die das letzte Widerstandsnest gegen die Römer war. Der Unterricht von Naturgeschichte liegt in Israel leider noch im argen. Die Schüler der 7. Mittelschulkiaßse finden nun hier unter Führung ihres Lehrers Gele, genheit, die Lücken in ihrem Wtosen zu füllen. Die Natur- und Landeskunde- Schule von Ein Gedi ist etwas Einzigartiges; wenn man dieses Unternehmen aber näher kennenlernt und die Schönheit der Natur in diesem weltentrückten Erdenflecken auf eein Gemüt wirken lässt, so tot man für das Geschaffene dankbar Stätte für di« Kultivierung von Arznei - Pflanzen, und min begann letzthin auch mit Erfolg, Blumenbeete für die Herstellung von Parfum-Err,enzen anzulegen. Die Erhaltung eines Schülers kostet in Ein Gedi 40 IL für die Woche, aber die Schüler selbst brauchen nur 30 IL zu zahlen. Erwachsene zahlen pro Woche 70—80 IL, und der „Gewinn“ soll den Fehlbetrag decken, der daraus entsteht, dao. Jugendliche um 10 IL weniger zahlen als sie kosten. In der Zeit zwischen Chanuka (Dezember) und Pes. sach (April) wird iu diesem Jahre mit der Abwechslung von 16 Wochengruppen gerechnet. Die Gebäude sind leider > i(^y£m€T ‘ .¿T . * >1* ’ COMITE CENTROE17ROPEO Corrientes 2204 — VI. Stock — T. E. 48-3695 , 48-56*3 PURIM IM ZEICHEN DES KKL Unser Bild zeigt das nette Knesset-Gebaeude, das bald eingeweiht werden soll. Wie man mif dem Foto sieht, ist der Bau schon sehr weit fortgeschritten. druck machte. Die systematische Zusammenarbeit mit den Jugendbewegungen und den Mittelschulen wurde vor etwa drei Jahren begonnen und hat sieh zufriedenstellend entwickelt. Ein Gedi wurde zu einem Zentrum für Ausflüge in der Wüßte Juda. Besolders beliebt sind die Fussmärsche von Rosch Sohar nach Ein Bokek. Der Ausflug nach Massada ist in der Art organisiert, dam die Gruppen erst einmal um den Berg herum geführt werden, wobei der Führer u. a. aueh die Belagerungstaktik der Römer erklärt und die Standorte der Lager der Legionäre zeigt. Dann erst er folgt der Aufstieg, und aul dem hohen Bergplateau werden die Ausgrabungen und die Ruinen besichtigt und die Gecchichte der beiden ISRAEL - BRIEFMARKEN AR WWBS&VERKAEUFKR — ALLE NEUAUSCA- BBM ZUM OFFIZIELLEM PREIS Agettcia FHattsfira eficial de! Estak) de Israel, VIAMQMTE Mt, I/B — kw>i Ate—, Mop. AifnSH JUEMSCHE WOCHENSCHAU m Montevidee/Urnguay ErnzsInuiRMMr 1.50 $ «mg. Jak resalía Hs 65.— $ artig, LUFTPOST VERSAND DURCH ,J>LUNA" ANZEIGER-ANNAHME Librería Neulaender RIO RUANCO 1291 83887 Distribuidor; KIOSK TUftEK CONSTITUYENTES 1757 TeL 42640 und glaubt an die Weiterentwickhng in der Zukunft. ORGANISATIONSFRAGEN Der Schule steht nur ein Operationsbudget von 10.006 IL zur Verfügung: der weitaus grösste Teil der Erhal. tungokcisten, die sieh auf 150.000 IL im Jahr belaufen, wird von den Kursteilnehmern gedeckt. Da im vergangenen Jahr die Teilnahme von Erwachsenen an den Kursen eingeschränkt werden musste. Veil der Andrang der Jugendlichin zu gross war, leidet das Unternehmen unter Defizit. Für den Zugang zum Naturschutzgebiet wird kein Eintrittsgeld erhoben, trotzdem aber rmv.s für die Erhaltung und die Reinhaltung gesorgt werden. Zum Wochenende und an Feiertagen stellen sich viele Jugendliebe hierfür als Freiwillige zur Verfügung und dienen als Wegweiser und Fremdenführer bei den Ausflii. gen. Die Oase is* eine Ideale Schule für Nationale Verteidigung Tel Aviv. — Die Schule für Nationale Verteidigung, die in Israel eröffnet wurde, hat zum Ziel, eine Elite von militärischen und zivilen Kräften zu schaffen, die alle Aspekte der gemeinsamen militärisch und zivil notwendigen Anstrengungen für eine Kriegsführung er. lernt. Leiter der Schule ist General Uri Narkise. Es muss die Kunst der nationalen Veteidigung und ein« gemeinsame Sprache für alle diejenigen gelehrt werden, die die Last der Verteidigung tragen. Die ersten Studenten ßind neun hohe Offiziere unö~ sechzehn Zivilisten. »Vater der Kosmonauten“ Paris. — Ar je Sternfeld, der „Vater der Kosmonauten“, ein bekannter russischer Wissenschaftler, hat den französischen Galabert- Preis für seinen Anteil an der Eroberung des Kosmos erhalten. noch unter der für Jugendherbergen vorgeßchriebenen Norm. Daher werden jetzt die Ergänzungsbauten beschleunigt, die weitere sanitäre Anlagen und zusätzliche Lehrzimmer umfassen. Bisher stehen ein Ausstel- | lungisraum, auß dem sich im Lauf der Zeit ein naturhistorisches Museum entwickeln soll, eil Vortragssaal und zwei Lehrzimmer, abgesehen von der Herberge selbst, zur Verfügung. Die nächste Jugendherberge tot die am Fusse des Massada-Felsens, wo jetzt ein grosses Kulturzentrum gebaut wird. Wenn diese beiden Herbergen und Zentren in vollem Betrieb sein werden, wird sich das öde Gestade des Toten Meeres mit noch viel mehr freudigem und jugendlichem Treiben beleben. Ein gewaltiger Touristen-Zustrom in das Massada-Gebiet wird gewtos einsetzen, sobald die jetzt dort unter Prof. Dr. Jigal Jadin tätige Ausgrabungs- Expedition ihre Arbeit beendet und die historische Stätte für den Publikums- Vesueh freigegeben haben wird. Purim, der traditionelle Tag ausgelassener Fröhlichkeit, des Scherzes und des guten jüdischen Witzes, het sich seinen besonderen Charakter als Volksfest bis in unsere Tage erhalten, weil das natürliche Volks. empfinden zu alten Zeiten Purim die richtige Deutung zu geben verstand. Man erblickte in den Vorgängen der persischen Diaspora, die uns die Estherrohe überliefert, niemals nur ein einmaliges, zufälliges, Ereignis, sondern etwas, was sieh in jeder Generation und unter allen, wie auch immer gearteten Lebensbedingungen wiederholen könnte. Die Geschehnisise der letzten drei Jahrzehnte liessen die Hintergründe der Purimerzäh lung in geradezu überdeutlicher Klarheit vor unserem geistigen Auge erstehen. Auch nach der Wiederherstellung eines unabhängigen jüdischen Staates hat Purim nichts von seiner inneren Wahrhaftigkeit eingebüset. Doch in Israel, wo man seihst ein neues Kapitel jüdischer Geschichte au schreiben begonnen hat, versteht man die historischen Zusammenhänge noch weit besser als bei uns. Man feiert Purim im Zeichen der nationalen Renaissance, was bedeutet, dass man sich an diesem Tage der Verpflichtungen gegenüber Volk und Land besonders bewuset ist. Seit den Anfängen der Tätigkeit des Keren Kayemet Lejisrael gehörte Purim zu denjenigen ausgezeichneten Tagen, da man freudig bereit war, zusätzlich zu dem. was man zu spenden moralisch verpflichtet war. Bäume zu pflanzen und die übrigen Aufgaben ües KKL zu fördern. Auch heute und in ur.eerer Diaspora wird man nicht zuiücksfehen, wenn es gilt, aus der Purimsti.mmung heraus der segensreichen Einrichtungen zu gedenken, die der KKL unermüdlich schafft und die dazu beitragen, dos Gesicht Israels zu verschönern. Lasst uns auch dieses Jahr, vielleicht mit noch mehr Notwendigkeit als je zuvor, an unseiem freudigsten Tage des Jahres etwai; für den KKL tun, ein jeder nach bestem Können. Aufforstung in Galilaea Ein Gebiet von ö.woö Du na m nahe des neuen Städtchens Maalot im west, liehen Obergaliläa wurde vom KKL für Anpflanzung von 750.000 Waldblumen abgesteckt. Damit werden 150 Arbeiter aus Maalot auf die nächsten J Jahre hin Dauerbeschäftigung erhalten, was viel zur wirtschaftlichen Konsolidierung dieser neuen Entwiek. limg.ßtadt beitragen wird. Ein Abkommen über das Vorhaben wurde vom israelischen Arbeits - Minister, Herrn J. Allan, und dem Leiter der Forstabteilutg des KKL. Herrn Sch. Wertz, unterzeichnet. Didier neue Wald wird eich in Zukunft mit anderen Forstflächen des KKL der Umgebung zusammenfügen und damit den Hintergrund für die Entwicklung von Erhoiungs- und Ausflugszentren in diesem Feil Galiläas »bgeben. Aus unserer Arbeit: Aue Anlass der Barm Hawaii von David Rosenmana wurde unter-den anwesenden Gästen die Summe von 4 6.070.— gesammelt. David wird in das Sefer Barmizwa eingetragen, und ausserdem werden Bäume gepflanzt. Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. DANKSAGUNG Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme anlässlich des Hitischeidens unserer geliebten Schwester Schwägerin und Tante. Frau ALMA KARKLIS geb. Kaiserblüth sprechen wir unseren innigsten Dank aus. Familien KAISERBLUETH und KARPELES JUEDISCHES LEHRHAUS THG - BET ISRAEL - WIZO PROGRAMM UND KURSE WERDEN IN DER ERSTEN APRILHAELFTE BEKANNT GEGEBEN. OFFIZIELLE EROEFFNUNG ENDE APRIL HEBRAEISCHE KURSE Leitmg: DaU. D[. MEIR ROSEmEM EINSCHREIBUNG SOFORT CRAMER 2070 Tel.: 73-8922 (Bürozeit: Montag. Dienstag, Donnerstag von 15—19 Uhr)

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