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Jüdische Wochenschau · 1964-02-28 · 2053 (28.2.1964) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2053 (28.2.1964)
Date
1964-02-28
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viera«!«, 28 de Febrero de V.)M LA SEMANA S R A E L I T \ Año XXV. — No. 2053 — i Ereignisse der Woche Perlzweig in Mexiko Der politische Direktor des Jiidißehen Weltkongreß, ses (New York), Rabbi Maurice Perlzweig war der Hauptredner bei einer Feier des 20. Griindmgstages des Zentralcomites der mexikanischen Juden. Seit 1939 gehört dieses Comité dem Jüdischen Weltkongress an. Dr. Perlzweig wird auch die jüdischen Gemeinschaften in der Dominikanischen Republik und in Jamaica besuchen, die ebenfalls dem Jüdischen Weltkongress angeschlossen sind. — Information erbeten Die DAIA, die repräsentative Organisation der argentinischen Judenheit, beabsichtigt bei den zuständigen ■staatlichen und städtischen Stellen wegen der zahlreichen Mauer-Inschriften mit antisemitischen Schlagwör- 1ern vorstellig zu werden und deren Entfernung zu beantragen. Die DAIA fordert hiermit die jüdische Oeffentlichkeit auf, entsprechende Informationen über solche Mauer-Inschriften zu erteilen (DAIA, Pasteur 633. T. E. 47.9442). — Mazzot nach Russland Die Jüdische Gemeinde in Buenos Aires f AMIA) wird eine grössere Sendung von Mazzot in die Sowjetunion schicken. Dieser Entschluss wurde auf einer ausserordentlichen Sitzung unter Vorsitz des Präsidenten der AMIA, G'regorio Feingersch, gefasst. Ausserdem wurde im Gemeindehaus ein 'besonderer Dienst eingerichtet, falte hiesige Juden Mazzot an Verwandte nach Russr land schicken wollen. — j Auf der Sitzung wurden eine Reihe Informationen; gegeben: So wurde auch be-! richtet, dass die Gemeinde l für die Einwanderung von i argentinischen Juden nach Israel einen eehr erheblichen Betrag verausgabt habe. Für den Ferienaulenthalt armer-jüdischer Kinder verausgabte die Kehilla den Betrag von 2 Millionen Pesos. Dem Seminar religiöser Studenten in Piriapolis wurden 60.000.— Pesos zur Verfügung gestellt. Ferner gab die Kehilla Studenten für die Grinberg.Jeschiwa in Israel Subsidien, die einen Betrag von 389.000 Pesos erreichten. HDie soziale Arbeit wird in einer kon §|ruktiven Form erweitert werden. So sollen Witwen zinslose Darlehen erhalten und weitere Stipendien an Studenten gezahlt werden. Auch für die kulturelle ] dern und alles zu tun. was liir die Erziehung der jungen Generation erforderlich erscheint. — Treblinka-Ehrenmal Wie bereits bei früherer Gelegenheit berichtet, errichtet die polnische Regierung ein Ehrenmal auf dem Boden des nazistischen Konzentrationslagers Treblinka. das einzige KZ, in welchem nur Juden eingesperrt gewesen sind. Treblinka gehörte zu der Kategorie der Ausrottungslager. Die polnische Regierung hat den Präsidenten des Jü-! dischen Weltkongresses. Dr! Nachum Goldmann, eingela- | den, an den Eröffnungsfei. : erlichkeiten teilzunehmen. .Israelische Kirukr geraubt Jerusalem. — Die is. raeiischen Behöicen teilten mit. dass zwei israelische Kinder von transjordanischen Grenzwüchtern im israelischen Teil von Jerusalem geraubt wurden. Israel hat sich an die Beamten der UN gewandt, um die Rückgabe dieser Kinder zu erreichen. Die beiden Jungen von 10 und 13 Jahren spielten mit zwei ande. ren Kindern nahe der Grenze mit Transjordanien, als arabische Soldaten die Grenze überschritten und zwei Jun ^en raubten. 'ITA) |l Die jüdische Gemeinde in Tok io Tokio ist die grösste Stadt 1 der Weit, die jüdische Gemeinde ist aber die kleinste der Weltstädte. Nur eine : Synagoge steh; zur Verfü. gung; ßie eteht inmitten ei-, nes schönen Gartens, -io : dem sich auch ein Schwimm , bass'n befindet. Der Gej meinde gehören 200 Mitglieder an. darunter sind 61 , Amerikaner. 53 Israelis, fünf , Engländer, vier Oesterrei. eher, drei Kanadier und drei Australier. Weitere sieben Staaten sind v«ter der Mitgliedsebaft vertreten. | Massgebend in der Ge , meinde sind nicht die Amerikaner. ^obwohl sie den grössten Sektor stellen, son- | dern, die Juden, die aus Chi- Erfreuliche Meldung aus Moskau -London. — Die jüdische Gemeinde von Moskau wird in diesem Jahr in eigers zu diesem Zweck gemieteten Räumen in einem moskauer Vorort Mazzot backen lassen, wie auß einem- Kabel hervorgeht, das der ..Daily Worker“. .das Organ der englischen Kommunistischen Partei, ars der sowjetischen Hauptstadt, erhielt. Darin hetest es, dass diese Nachricht von der offiziellen sowjetischen Preise . Agentur „Novosti“ stammt, die bekannt gegeben hat, dass „jede religiöse Gemeinschaft im Rahmen der örtlichen Gege- ' benheiten und ihrer Lieferungßmöglichkeiten“ Mazzot backen dürfe. „Novosti“ teilt ferner mit, dass ,,im vergangenen Jahr die Synagoge von Tbilisi in Georgien eine Bäk. kerei unterhielt, die 100 Tonnen Mazzot herstellte“. Die Marina Roscha-Synagoge von Moskau hat nach diesen Angaben ,,die Belieferung ihrer Gemeinde auf einer kollektiven Basis «dchergestellt“. während ,,die Gemeinde der Grossen Synagoge ven Moskau durch Rabbi Jehuda Leib Levin auch in diesem Jahr Anweisung erhielt, ihre Mazzot selbst zu backen“. Die > Agentur veitsichert, daes ,.es den frommen Juden nicht j an Mazzot mangeln wird“. (ITA) [ und Erziehungsarbeit werden neue Mittel bereitgestellt. Für dc.ß Lehrerseminar in Moisesville. für jüdische Theatergruppen und andere Zwecke sind die entsprechenden Dispositionen getroffen worden, um die kulturelle Tätigkeit zu för- CONSULICH PASAJES Y TURISMO SRL Avda. Córdoba 379 32-8461-65 Bitte um vorherige Anmeldung 54.3175 Bei ihren Reisen überall hin IST IHNEN BEHILFLICH RIO CEBALL0S — SIERRAS DE CORDOBA CASILLA CORREO 34 Auskunft in Buenos Aires: 70-2360 v. 8—10 Uhr HOTEL LAGO *»3 Inhaber: Leo Kahn JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR - WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 Die Frage; ob der J.W.K. eine grössere Delegation aus diesem Anlasß entsenden wird, ißt noch nicht geklärt. Auch von jüdischer Seite wird zu den Kosten des Monumentes beigetragen werden. die zu ihrem überwiegenden Teil von der polnischen Regierung getragen werden. So hat u. a. auch die AMIA, die Kehilla von Buenos Aires, einen ßymbolischen Betrag zur Verfügung gestellt. Man nimmt an, da: u andere Gemeinden in Lateinamerika diesem Beispiel folgen werden. Die Jüdische Wochenschau hat bereite vor einigen Monaten als erste Zeitung eine Abbildung des geplanten Monuments veröffentlicht. — Goldne Nadel für Frau Wind Frau Lisbet Wind, Präsidentin der Exekutive des Regiona’ß der zentraleuropäischen WJ'ZO, ist von ihrer Reise aus Israel und aus Deute-chland zurückgekehrt. Wie bereits bekannt gegeben, war Frau Wind von der Welt-Exekutive der WI- ZO in Israel beauftragt worden. als Schlicha der Wizo nach Deutochland zu reisen. Sie hat diese Arbeit mit grossem Erfolg für die WIZO durchgeführt. In Anerkennung ihrer Leistungen und Tätigkeit bei ihrer Sehlk-hut in Deutschland und ihrer jahrelangen Arbeit in Ar. gentinien wurde der Frau Wind von der Weitexekutive ate besondere Auszeichnung die goldene WIZO-Nadel überreicht. — Sitzung der Exekutive Die lateinamerikanische Exekutive des Jüdischen Weltkongresses trat unter dem Vorsitz ihres Präsidenten Dr. Moisés Goldman in der vergangenen Woche zu einer Beratung zusammen. Zunächst gato Dr. Goldman einen kurzen Bericht über eine Veranstaltung dec Is. rael-Büros für Tourismus in Mar del Plata, die in einem i Saal für 600 Peißonen statt- | fand. Es waren aber echät- 1 zungsweise 3000 Personen ■ erschienen, die Einlass begehrten. Auf der Veranstaltung sprach ein hoher G-elßtlicher, der Vizedirektor der Kat-holitechen Universität in | Córdoba, über seine Israel- Reise. Die Ausführungen wurden mit grossem Bejfall aufgenommen. — Anschlkßsend berichtete Dr. Swarsenoky iiner seine jüngste Reise in die USA, die er im Aufträge der DAIA angetreten hatte. — Die Exekutive beschäftigte sich mit -den bevorstehenden Konferenzen der zentralen jüdischen Organisationen, unter anderem dem Administrativ Council des Jüdischen Weltkongresses, der Claims Conference, der Cojo, einer Zusammenfassung aller jüdischen Weltorganisationen u. a.. die demnächst, beginnend mit der ersten Märzwoche. in Brüssel etattfinden werden. An der Sitzung des Verwaltungßrates des Jüdischen Weltkongresses werden die argentinischen Juden durch eine besondere Delegation j vertreten sein, der die fol- I gend:n Herren angehören: j Gregorio Feingersch, als j Präsident der AMIA. Herzl | Geßang, der Generalsekrej tär der DAIA. Mark Tur. kow, ständiger Delegierter des JWK, und Dr. Hardi Swarsenßky. Diese Besprechungen beginnen am 6. März. Dr. Hardi Swarsensky ist im übrigen von mategetolicher deutscher Seite zu Besprechungen über die endgültige Fassung de.:, Entschädigungs - Schiussgeßetzes eingeladen worden, die in der ersten Märzhälfte stattfinden werden. — Mit neuen Eindrücken Herr Rabbiner Dr. Meir Rosenberg ist ven einer Reise zurückgekehrt, die ihm während mehrerer Wochen die Möglichkeit gab. das religiöse und kulturelle Leben in nordamerikanischen Gemeinden, vor allem/ in New York, kernen zu lernen. Mit grosser Bewunderung spricht Herr Rabbiner Dr. Rcnenberg über das mustergültige Schul- und Erziehungcwerk, das unsere unbedingte Bewunderung verdienen würde. Wir dürfen annehmen, dass Dr. Rosenberg über seine Eindrücke in einem Vortrag für die jüdische Oeffentlic-hkeit spricht. — Eingabe an Sowjet-Botschafter Die DAIA hat dem Sowjet- Botschafter in Argentinien eine Eingabe überreicht, in der sie die geßchichtliehe Bedeutung des Pessach-Festes für die Juden hervorhebt und im Namen der jü. dischen Gemeinschaft Argentinien.3 an die Sowjetbehörden das Ersuchen richtet, den Juden in Russland zu gestatten diese Feiertage ihren religiösen Vorschriften entsprechend frei zu begehen. Mit dem Hinweis auf die den verochiedenen nationalen Grupp:« in der USSR durch die ßowje. tische Verfassung gewährleistete Religionsfreiheit fordert die DAIA das gleiche Recht für die jüdische Glaubensgemeinschaft. Eine Abschrift der Eingabe ißt dem Generalsekretär der Vereinten Nationen und dem Präsidenten der UN- Kommission für Menschenrechte in New York zugeleitet worden. Jüdisches Lehrhaus Eß wird bereits jetzt dar. auf hingewiesc«. d;os das Jüdische Lehrhaus in diesem Winter ein umfangreiches Lehrprogramm abwikkeln wird. Es sind Kurce in deutscher und in span'ßeher Sprache 'über aktuelle jüdisch-soziologische und psychologische Probleme i vorgesehen. na nach Japan kamen. In der Hauptr.ache sind die Mitglieder Kaufleute. es gibt aber auch Journalisten, Diplomaten und Studenten unter ihnen. In der Gemeinde ist es nicht schwer, ein Minjan zu bilden, auch in der Woche ißt es möglich, für Jahrzeiten an jedem Tage Gottesdienst zu halten. Das Gemeinde - Zentrum wurde im Jahre 1948 gegründet. De« Grundstock bildeten die Zivilangeotellten der USA-Armee; die Gottesdienste wurden anfangs durch die Armeerabbiner geleitet. Mit der Entwicklung der japanischen Wirtschaft siedelten ßich vermehrt jüdische Kaufleute in Tokio £«. Der jetzige Leiler der Gemeinde ist Rabbi Joseph Adler, der früher in Melbourne und Hongkong tätig war. Die Synagoge weist 120 Plätze auf. Der Seder wird gem-ein. ßam gefeiert, wobei fast die gesamte Gemeinde teilnimmt. Für die amerikanischen Soldaten im Femen Osten, die zu den Feiertagen gewöhnlich Urlaub erhalten, wird unter Leitung des nordamerikanischen ..Jewish Wel.äre Board“ ein Sender, gotteßdienst durchgeführt. Der jüdische Friedhof befindet sich in Jokohama. Das Gemeindezentrum hat den beeten Ruf in Tokio für seine kulturellen und musikalischen Verii'.staLun gen. Es besitzt e « Restaurant, einen Spiete-all und eine Bibliothek, in der auch Filme vorgeführt werden. Für Differenzen i «‘er den Mitgliedern wurde ein Schiedsgericht eingesetzt. Der Gemeinde gehören keine japanischen Juden an. ALFREDO STERN MALERARBEITEN ALLER ART Departamentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kestenvoransohliige für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey de 1 Pino 2639 DEPOSITO: V. de la Plaza 1779 --— —- — — - —- - BEVORSTEHENDER ABLAUF DER ANMELDEFRIST AM 26. FEBRUAR DIESES JAHRES für di« SCHWEIZER KONTEN Safes, Guthaben usw. von Personen, die durch Krieg oder Verfolgung ums Leben kamen, deren Kontonummer nicht bekannt und für die Be voll-: maechtigte nicht vorhanden sind. Nach neuem schweizerischen Gesetz ist Sonder- Regelung vorgesehen. Erben oder sonstige (vermeintliche) Berechtigte müssen sich jetzt meiden. Die SOFORTIGE Mitteilung der genauen Personalien des oder der umgekommenen Personen wie ihrer Eiben sind unbedingt erforderlich, damit die Frist gewahrt wird. — Büre Dr. Hardi Swarsensky PUEYRREDON 2190. I. Stock links ’(Dienstag, Mittwoch, Freitag von 16 bis 18 Uhr) Telefonisch werden keine Auskünfte erteilt. Anrufe zwecklos.

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