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Jüdische Wochenschau · 1964-02-21 · 2052 (21.2.1964) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2052 (21.2.1964)
Date
1964-02-21
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 21 de Febrero de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2052 — 3 Israels Panzertruppen Die Aufgabe der israelischen Verteidigungsarmee ist e?s immer gewesen, eine Abschreckungswaffe darzustellen und dem etwaigen Gegner das Bild einer . schlagfähigen Macht zu zeigen. um ihn von militärischen Abenteuern abzuhalten. Diese Abschreckungskraft Zahalis hat im Laufe der vergangenen sieben Jahre genügt, um die Sicherheit des Landes zu gewährleisten und auch die Planung der Armeeleitung für die nächsten Jahre beruht auf der Voraussetzung, dass ein neuer . Militärkonflikt vermieden werden kann, wenn die eventuelle Ueberlegenheit der israelischen'Streitkräfte dem Gegner glaubwürdig gemacht wird. Die Aufgabe Zahais, für den Fall einer, Konflikts, ist es dagegen, nicht nur eine Niederlage zu vermeiden, nämlich den oder die Angreifer aufzuhalten, sondern einen entscheidenden Sieg durch Uebertragung des Kampfganges auf feindliches Gebiet zu erzwingen, bei gleichzeitiger Zerstörung eines grossen Teils des Angriffspotentials der Gegner. Der Erfolg einer solchen offensiven Ergänzung der Abschreckungs-Politik beruht in erster Linie auf der Mobilität der Truppen, d. h. dass er sich haupteäeh-, lieh auf de« Einsatz der Panzerwaffe stützt, die sich im Laufe der letzten Jahre mehr denn je zu einer der wichtigsten Waffengattungen des Heeres entwickelt hat. Schon als vor sieben Jahren die Truppen Zaha’u in Richtung Sinai anrollten, bildeten die Panzertruppen die Spitze der Offensivkräfte. Es war die Mobilität der Panzerkräfte, die den Feind in eenen Verteidigungsstellungen festnagelte, seine eigenen mobilen Verbände isolierte, seine Nachschublinien durchbrach und seine etwaigen operativen Pläne zum Zusammenbruch brachte. Der Sinai-Sieg war weitgehend ein Sieg der Panzer, waffe, doch hat man in den vergangenen sieben Jahren auch jenseits der „Grenze des Haisses“, in Kairo, Schlussfolgerungen aus den Kämpfen der Sinai-Kampagne gezogen und Vorbereitungen getroffen, um ähnliche Aktionen zu verunmöglichen oder zumindest zu erschweren. Die Kampfdoktrinen. der Aufbau der Streitkräfte und der Verteidigungsfronten, die Planung und Vorbereitung des Einsatzes der Truppen im Konfliktefalle wurden bei Israels etwaigen künftigen arabischen Gegnern, und d. h. in erster Linie bei den Aegyptern. erneuert und verstärkt. Nasser hat im Laufe der letzten Monate und Jahre mehrmals betont, dass er den Schwpunkt der militärischen Aufrüstung Aegyptere auf die Verstärkung der Panzermacht gelegt habe, und u. a. hatte er vor einem Jahre verkündet, dass er die Bildung einer zusätzlichen Panzerdivision plane, bzw. zu verwirklichen begonnen habe. Zugleich hat Kairo die Eigenproduktion von Panzerwagen „El Qualid“ aufgenommen, was den Uebergang zu einer weitgehenden Motorisierung der Infanterie erleichtert. Neben diesen Panzerwagen „made in Egypt“ hat Kairo in der letzten Zeit eine bedeutende Anzahl von T 54-Tanks erworben. die die bisherige Aufrüstung mit den T 34, den SU 100 und den Raupenschleppern BTR 152 etc. ergänzen. Es ist kennzeichnend für die ausgezeichnete Rüstungslage Aegyptens, i dass ein grosser Teil der rej lativ gut bewährten T 34. , Tanks jetzt nicht mehr in | den Fronteinheiten dienen, > sondern zurückgezogen wur- , den und für die Nationalgarde und andere Sicherheits- , kräfte, die hauptsächlich die innere Sicherheit des Lan. ■ des gewährleisten sollen, I verwendet werden. Neben dieser zahlenmässigen und quantitativen Stärkung der Waffen der ägyptischen Panzereinheiten wurden jenseits der Sinai-Wüste in den letzten Jahren auch weitere wichtige Fortschritte erzielt. Die Adaptierung der sowjetischen Kampfdoktrin hat den Aegyptern eine neue Grundlage für ihre Kampf pläne gegeben, die den Umständen und Mög. lichkeiten der ägyptischen Truppen weitgehend nachkommt. Das Prinzip der Zusammenballung grosser Panzerkräfte, bei Durchführung genau im voraus festgelegter Kampfaktionen und zu, gleich der Ausschaltung der Eigeninitiative bei den unteren Rang-Vertretern ist in ausgezeichneter Weise den Bedürfnissen des ägyptischen Heeres angepasst. Weiterhin wurden auch beim Training des Kampfpsrsonals in Aegypten im Laufe der letzten Jahre wesentliche Fortschritte erzielt. Gegenüber diesem Ausbau der ägyptischen Panzermacht war auch Zahals Panzerwaffe in den letzten Jahren gezwungen, wesentliche Erweiterungen, Verstärkungen und Modernisierungen vorzunehmen, um ein zufriedenstellendes Kräfteverhältnis zu wahren. Israel ist, aus wirtschaftlichen Gründen, nicht in der Lage, regelmässig alle paar Jahre seine Tanks gegen inzwi. sehen entwickelte moderne Tak- Typen arszuwechseln. Aber dennoch muss versucht werden, die zur Verfügung stehenden Kampfwagen soweit wie möglich auszubauen und zu „renovieren“, damit sie den Tanks, die beim Feinde auftreten können, gewachsen sind. Israel ist heute das Land, das am meisten Modifizierungen an seinen Tanks vornimmt. So zeigten z. B. die letzten Tankübungen, dass der aus dem 2. Weltkrieg stammende Sherman-Tank durch Einbau eines neuen stärkeren Motors, durch Bestückung mit einer grösseren Kanone tud ähnliche Erneuerungen verstärkt wurde. Natürlich gibt es bei diesen Entwicklungen eine Grenze. Wie der Befehlshaber der Panzerwaffe. Aluf David Eleazar, es den Militärkorrespondenten erklärte, kann Isral nie zahlenmässig oder in der Qualität den Panzern der arabischen Staaten nachkommen. Die Israelis müssen nur versuchen, ein zufriedenstellendes Verhältnis in der zahlenmäßigen Stärke zu wahren, Tanks von ungefähr gleichem Kampfwert zu erhalten und sich dann auf das entscheidende Element i d. h. die Besatzung der Tanks verla.ssen, von der Annahme ausgehend, da?« sie hier vorläufig den Ara. bern weit überlegen bleiben werden. _ Zugleich hat sich auch bei Zahal, im Laufe der letzten Jahre, eine Art „israelische Kampfdoktrin“ entwickelt, LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO INDEPENDIENTE 6*. Air.« — PUEYBREDOM 218«, 1* l*q. — T. E. 83-261 21. Februar 1964 8. Adar 5724 die auf klassischen Doktrinen basiert, jedoch den besonderen Gegebenheiten md Möglichkeiten des künftigen Schlachtfeldes im Nahen Osten Rechnungt trägt. Diese Doktrin wird natürlich ständig ergänzt, verän. dert und umgeplant und zieht die ununterbrochenen Entwicklungen der politischen und militärischen Lage im Mittelostraum in Rechnung. Gerade durch diese Elastizität und diese Inbetrachtziehung von äusseren wechnelbaren Elementen dürfte die „israelische Kampfdoktrin“ ein Beitrag zur Sicherung des künftigen eniscnemenoe , Erfolges in etwaigen Kämp- Panzerkampf, J ^en leisten. Auch auf dem Gebiet des Trainings des Personals wurde in der letzten Zeit in Israel viel getan um in geringerer Zeit von den Rekruten und Rener visten mehr ,herauszuholen“, ihnen mehr zu zeigen, sie zu belehren und sie «o schneller zu besseren Tankisten zu machen. Der Tank als Waffe steht wahrscheinlich jetzt an der Schwelle von wichtigen Entwicklungen. In den siebziger Jahren wird man wahrscheinlich Tanks haben, die wesentlich schneller als die heutigen Panzer anrollen und mit verstärkter Feuerkraft, sei es durch grössere Kanonenkaliber, sei es durch Verwendung des Tankrs als ■ Raketen - Abschussrampe, versehen s ein werden. j Grundlegend wird sich jedoch an der Verwendung des j Tanks auf dem künftig-n ■ Schlachtfeld nur wenig än-; dern. Er wird weiter das | ausschlaggebende Element bleiben und wahrscheinlich bei Konflikten mit nichtkcu- | ventionellen, d. h. mit tak.! tischen Kernwaffen, sogar! noch grössere Bedeutung gewinnen. da er uach Einsatz i solcher Waffen die einzige 1 Möglichkeit bieten wirdden j Kampf bis zur tatsächlichen Entscheidung, durch Zer-; «chlagung der feindlichen i Verbände und Besetzung des Feindesraumes zu einem tat- | sächlichen Abschluss zu führen. Probleme des Judentums TONANGEBEND Stimmt der Grundtow, dann stimmt die ganze Melodie. — Dies gilt auch für Herrenklei düng. Denn gut ge waehlte Grundstoffe und die qualitaetsvolle Verarbeitung sind die Grundlagen der un übertrefflichen CARLTON KLEIDUNG Wer etwas auf sich hält, trägt Carlton-Kleidung, die Kleidung guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewöhnliche Kleidung. MASSKLEIDUNG FERTIGKLEIDUNG Ernst Keppel Moipü 962 Tel. 31-7845 MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Gescltäi te mit der grössten Auswahl. 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Als schwerste« Problem, dem sich das moderne Judentum heute gegenüber sieht, bezelchnete Goldmann „die Schwierigkeiten, die für die jüdischen Minoritäten in vielen Teilen der Welt bestehen, damit diese ihr eigenes Leben führen und ihre jüdische Identität bewahren können.“ Auf Fragen, die vei#chiedene Journalisten stellten, setzte Dr. Goldinann klar auseinander, dass diese Schwierigkeit gegenwärtig haup'nächlich in Russland vorhanden ist, wo „die Juden kein jüdisches Leben führen können und selbst als Minderheit diskriminiert sind“. „Für die drei Millionen russischer Juden — und manche glauben, es könnten auch vier Millionen sein — gibt es nur ein einziges jüdisches Seminar, an dem vier Studenten sich für das Rabbineramt vorbereiten“, führte Dr. Goidmann aus. „Die jüdische Gemeiivchaft in Russland besitzt keine eigenen Zeitungen, keine Bücher, keine Theater, und es ist ihr untersagt, sich internationalen Organisationen anzuschliessen.“ Dr. Goldmann fasste sein Programm für die russischen Juden in wenigen Worten zusammen: „Ich ersuche die sowjetische Regierung nur darum. 1 die in der USSR lebenden : Juden ebenso zu behandeln, | wie dies andere osteuropäi. . sehe Länder wie Polen, Rumänien und Ungarn tun. Wir wollen nicht mehr.“ j Dr. Goldmann versicherte seinen Interviewern, zu denen Repräsentanten gro. ‘ sser Agenturen wie TASS i und der staatlichen Nachrichtenbüros Polens und Ungarns gehörten, dais „unsei re Forderung nicht Teil des Ka.ten Krieges ist. Dieser i liegt uns sehr fern, und wir betrachten die Lage von einem menschlichen und jüdischen Gesichtspunkt.“ — (ITA) SCHECKS ODER UEBERWEISUNGEN IN D-MARK ODER DOLLAR Bevor Sie wechseln erfragen Sie unsere Preise Man spricht Deutsch CASA PIANO S.A 34/-SAM MARTIN.¡28 J Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKTUPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN EUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Ei««»« Fabrik««*» — Unverbindliche Vorfiihruntj Auf Wmisch Zahlungserleichterungen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. 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