Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2050 (7.2.1964)
- Date
- 1964-02-07
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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‘schwatfeter- dieser «lt unser Cha übach für anein Referat utung des Fetf PAGNg M., alie asch Beträge für . die jetit »fr. rd, ru zahlen, srGedula . Lebens- Schwae- IU es Frau :nbaum TU 3LUETH Frau;b. GOR PELES Frau IRPB.ES efunden. Zahhin« Viernes. 7 de Febrero de 1964 LA SK MANA ISRAELITA Ado XXV. — No. 2050 Bericht h,?*5 aer die?*“1 S*î£S 'ÎÔÏÏE * ¿s ihren Kai. f Stein. la ,VlwPräsidiat'“W "at diese Kan- *?sen- Senator *h°rt r„ ^gliedern dier “> der Lei. Moderation der feinden Bra- , un.d Mitglied Aktion des Jii Planung (tuf Man spricht mit Recht vom ..Wirtschaftswunder Is- | rael“ und erkennt Israels zusätzliehe Arbeitsplätze ge- Leistungen im Aufbau und | müssen. Das ist keine der Entwicklung seiner Wirt- , jjjgmg Aufgabe, denn :'« der «cbaft heute vorbehaltlos in; den meisten Ländern der J Welt an. Tatsächlich sind von Dr. KURT OTTEMSÜOSER ( Israel) diese Leistungen wirklich beachtenswert. Das GNP. das allgemeine Natknal-Pro dukt. konnte in den letzten 15 Jahren, seit Bestehen des Staates im Jahresdurchschnitt um 91-- Prozent gehoben werden; trotz der Auf modernen Indi utrie. ss besonders in den chemischen Betrieben, die weitgehend automatisiert sind, kostet die Errichtung eines Arbeitsplatzes etwa 200.000 IL, in den grossen Pottaisch- Werken am Toten Meer sogar 300.000 IL. Es sind also enorme zusätzliche Kapitalien erfor.;onere«5nähme einer so riesigen Ein. | <jerjjcj1) sollen die nötigen *3' wanderuneswelle gelang es, : nPlien industriellen Unterwanderungsweile gelang es, die volle Beschäftigung aller Arbeitskräfte zu erreichen, die Devisenreserve des Landes ist stark gestiegen, Israels Ansehen ist gewachsen, und seine Wirtschaft genieost volles Vertrauen in der Welt. Aber Israel ist nicht gewillt. sich mit dem bisher Erreichten zufrieden zu geben. Man plant lange Fristen, Bis zum Tahre 1970 neuen industriellen Unter- [ nehmen geschaffen werden können. Zwar ist heute dank j der schnellen Entwicklung j der telaviver Wertpapierbörse ein lokaler Kapitalmarkt entstanden, der allein im abgelaufenen Jahr rund 14t) Millionen IL neue Aktienwerte aufnahm; aber ee ist klar, dass diese Beträge allein nicht ausreichen werden. Finanz- und Handeis. und Industrieminister Pinsonders durch die Einführung moderner Methoden. Es unterliegt keinem Zwei, fei. deos diese neue Investitionspolitik auch im Interesse de.3 Kapitalisten selbst liegen, da so die Voraussetzungen für eine rentable Investition besser gegeben und garantiert sind als umter dem bisherigen System. Für solche Investitionen bleiben auch die Vergünstigungen, die das Investitions-Gesetz dem Kapitalisten gewährt, m ihrer Gänze gewahrt, AUSBLICK IN DIE ZUKUNFT Israel sieht der weiteren j Entwicklung seiner Wirtschaft in den kommenden! Jahren mit vollem Vertrau- 1 en entgegen und hofft, mit Hilfe aller Kräfte, der eigej «en wie auch solcher, die Sicht vom Ausland zur Verfügung gestellt werden, da« bisherige Entwicklungstempo voll aufrecht erhalten zu können. Die Entwicklung neuer Industriezentre«. wie etwa Dimona im Negew (Textilindustrie) und in Beer Schewa (chemische Industrie) ist in dem Programm vorgesehen. Aber darüber hinaus bemüht eich die Regierung, wie ein. gangs schon erwähnt, die Stabilität der Währung und der Preise voll zu gewährleisten. Der Kampf um die Lohnpolitik von 1964 ist ein Beweis dafür. Hier steht erstmals die Regierung gegen die Forderungen der Histadrut (Gewerkschafteverband) und versucht de ren übertriebene Lohnforderungen zurüekzuschrauben und die reichliche Kaufkraft der Bevölkerung abzusaugen oder zur Anlage auf dem Kapitalmarkt abzudrängen. Christus und Kennedy New York. — Die Vorstel. j te, dass sie Jeous ablehnlung, dass das jüdische Volk j die Verantwortung für den ■ Tod veri Christus trägt. i»st > immer noch „leider allge- ■ mein verbreitet und trägt entscheidend dazu bei, das antisemitische Vorurteil zu nähren“, so erklärte Ben ja- ■ min Epstein, der Direktor der Liga gegen Diffamiej rung. Diese Folgerung zog Epste'n aus Erhebungen, die fünf Jahre hindurch von der Univereität von Kalifornien i durchgeführt wurden. Wie aus den Unterlagen hervor i geht, glauben 81 Prozent der! gebildeten erwachsenen Christen dass Pontius Pilatus j ten“. und 45 Prozent sind der Ansicht, dass „den Ju. den niemals für das. was sie taten, verziehen weiden kann, bevor 6ie Jesus als den wahren Erlöser anerkennen“. Ein anderes Studiencomite teilte mit. dass extremistische Gruppen der Rechten und Linken für ein „or. ganisierte«3 Verbrechen“ verantwortlich gemacht werde.i müssen, da sie versuchen, die Ermordung de»3 Präsidenten Kennedy für eine „Hasslegende” auszubeuten. Es wird darauf verwiesen, dass dies Vorhaben äusser ste Gefahr beinhaltet weil Jesus vor der retten wollte und über 48 j extremistische Bewe- Prozent glauben, er habe; gung aUch antisemitisch ist. dies nicht tun können, ..weil j einflussreiche jüdische Kreise den Tod Jesu wünschten“. 69 Prozent glauben, die Juden seien schuld, dass Christus am Kreuz starb. 19 Prozent glauben, die Juden «eien verfolgt -worden, weil „Gott sie dafür strafen woll eoll die Zahl der Bevölke j cjja(S Sapir hat daher erst rung um eine weitere Million Seelen auf drei Millionen erhöht werden, soll der Export verdoppelt werden, um das Verschwinden, oder mindestens einen starken Abbau des heutigen Defizits in der Handelsbilanz des Landes zu verwirklichen. Im Rahmen des Amtes des Ministerpräsidenten wurde ein Planungcamt errichtet, das in Zusammenarbeit mit den Planungs-Abteilun gen der einzelnen WirL Schaftsministerien und der Bank Israel Pläne für die Zukunft ausarbeitet und die Ziele aufstellt, die erreicht werden sollen. Eine der Voraussetzungen bei diesen Plänen aber ist es, dass die Stabilität der Wirtschaft, die jetzt erlangt wurde, erhalten bleibt und das Preisniveau gewahrt wird. DIE ROLLE DER INDUSTRIE Fiel im ersten Abschnitt de« Aufbaus des Landes der Landwirtschaft die Hauptaufgabe bei der Einordnung der Massenalija zu, so hat »ich heute das Bild geändert, und es ist die Industrie, die die weitere Entwicklung an erster Stelle vorwärts treiben «oll. Rechnet man daher damit, dass die Industriepro. duktion und der Industrieexport in dieser Periode verdoppelt werden sollen, so erwartet man ein« Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion nur um 50 Prozent. Infolgedessen wird auch die Industrie weiteren 100.000 neben den heute Beschäftigten 240.000 Arbeitern unlängst mit allem Nachdruck darauf hingewiesen, dass wir mit einer weiteren j Investitionstätigkeit aus dem I Ausland werde« rechnen ( ( müssen und uns hierum zu | i bemühen haben. 1 , INVESTITIONEN \! Dank der Tätigkeit de« j Investitions-Zentrums konnten in de« letzten vier Jahj ren Investitionen in Höhe! von einer Milliarde Dollar durch ausländische Kapitali- I sten getätigt werden, so erklärte der Minister Pinchas I Sapir und fügte hinzu, „wolj; len wir das Tempo unserer! , industriellen Entwicklung I | aufrecht erhalten und das i Ziel eines Exports von l1^ 1 i Milliarden Dollar im Jahre! 1970 erreichen, so müssen i | wir auch in deti kommenden I! vier Jahren weitere 500 Millionen Dollar an Investitio- I ■ nen erreichen.“ j 1 Aber zwischen der heuti. j ' gen Investitionstätigkeit und!; der bisherige« besteht doch * ein Unterschied. Die Regiei; rung lässt sich heute von einer Tendenz der sorgfältigen , 1 Auswahl der Investitionsun. j ternehmen leiten. Wurde frü- ■ her jede Investition freudig j \ begrüsst, so will man jetzt > nur solche Kapitalsanlagen Das Los der russischen Juden KONFERENZ ( sowjetischen Gesellschaft In- 1N NEW YORK tourist in Israel, gab be- ' kannt dass sie aufgrund ei New York. — Alle grossen | nes aus Moskau erhaltenen jüdischen Organisationen m ' Kabels Erlaubnis erhalten den Vereinigten Staaten hahat, Pakete mit Mazzot an ben beschlossen, zum ersten j Familienangehörigen in So. Mal eine gemeinsame Akwjetrussland zu befördern, tion zu unternehmen, um gegen die von der sowjeti. sehen Regierung offiziell geduldeten Verfolgungen der Juden zu protestieren. Eine einleitende Kcnferenz, an der 70 jüdische Organisatiozu Die Absender im Ausland können die Zollgebühren am Ort der Aufgabe begleichen, so dass die Empfänger nichts zu zahlen haben. Man nimmt an. dass der Versand dürften und kaum eine Stimme gegen diese Praktiken in der Oeffentlichkeit laut wurde“. Hier hob der Senator hervor, dass junge Schriftsteller und Intellektuelle, wie der Dichter Jewtuschenko und auch andere, öffentlich Verwahrung einlegten. Die sowjetischen Behörden hätten jedoch den Abdruck dieser Proteste nicht gestat. tet. aber in ganz Russland seien geheime Flugblätter So behauptet der berüchtigte Gerald K. Smith. Kennedy sei von einem Kommunisten ermordet worden, weil er einen Verrat an Moskau plante und sich der Rechten annähern wollte“. In einem Flugblatt heisst es, Kennedy sei ermordet worden,. „weil er den Kommunisten, Demokraten und Juden nicht mehr nützlich sei. konnte“. Ein anderer bekannter Agitator. der Führer des Rates weisser Bürger. Konteradmiral John Crornrnelin, erklärte, dass „die Kommunisten und Juden die Ermordung Kennedys auf dem Gewissen haben“. (TTA) sem Land den sind.“ fortgesetzt wornen teilnahmen, hat in New Y'ork stattgefunden, auf der j über die Mittel und JVege zu! umfassenden Massnahmen ( beraten wurde, um den Einspruch der amerikanischen Juden gegen die antijüdische , Politik Moskaus zu zentralisieren und hierdurch wirk, eamer zu gestalten. Die geplante nationale , Konferenz soll nach den Pes- I sachfeiertagen einberufen werden. Ihre Einzelheiten, die den Charakter eines Gegenangriffs gegen die sowjetischen Verfolgungen fragen dürften, sollen solange geheim bleiben bis die leitenden Ausschüsse der einzelnen Organisationen sich mit fördern*""'die""dem"** Lande! jhr*en einverstanden erklärt der Pakete in den nächsten \ verteilt worden, in dene;i Tagen beginnen dürfte. | die Behandlung gebrandneue und rentable Industrie, zweige eröffnen. Darüber hinaus begrüsst man aber auch, wenn ausländische Geldgeber sich an bereits be. stehenden Unternehmungen beteiligen und ihnen es nicht nur ermöglichen, ihre KapitalbsfSis zu verbreitern, sondern auch di« Rationalisierung und Verbesserung der Produktion ermöglichen, be- HOTEL ARMON * ISRAELS SCH0ENES TOURISTENHOTEL ::Die besäte Küche Angenehmer Aufenthalt Tel Aviv, Jarkenstr. 90 Tel. 237 M (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) ► ♦ ♦- ♦ ♦ 4 HOTEL DAPHNE IHR HOTEL IN HAIFA - Israel VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM HAIFA, Hadar Hakarmel, Nordaustr. haben. ATHEISTENN TAGTEN IN MOSKAU London. — Beamte der sowjetische« Kommunistischen Partei in ganz Russland haben beschleusen, die Kampagne gegen die jüdische Religion als Teil eines neuen atheistischen Feldzugs zu verstärken, wie einem Kabel aus Mcskau zu entnehmen ist. Unter dem Vorsitz von I-eonid lljuschew, Chef des Propagandabüros der Kommunistischen Partei Russlands. hielten die Leiter der offiziellen Propaganda ein Treffen in Mcskau ab, bei dem über Piär.e für eine schärfere Aktion gegen die Religionen beraten wurde. Obwohl lljuschew nicht die jüdisch^ Religion im besonderen erwähnte, so äusserte doch einer der Konferenzteilnehmer auf einer Sitzung, dass „heute erstaunlich wenig Aufmerksamkeit auf die Demaskierung des Judentums verwandt wird, was 6elbst auf Gebiete zutreffe, in denen diese Religion sehr verbreitet ist“. Ein anderer Delegierter bemängelte, dass die sowjetischen Atheisten sich viel zu viel mit den verschiedenen religiösen Sekten und den römischen Katholiken beschäftigen, wobei sie sehr oft die russischen Orthodoxen und die Juden nicht genügend beachten“. MAZZOT AUS ISRAEL Te] Aviv. — Die Firma Peltours, die Agentur der Bekanntlich hat die Haltung der sowjetischen Bäkkereien, die sich in den letzte« zwei Jahren geweigert haben, Mazzot zu backen, in aller Welt Proteste gegen die Sowjetunion verursacht. EIN LICHTBLICK Washington. — Der Widerstand einiger junger sowjetischer Intellektueller sowohl gegen das Wiederaufleben des Antisemitismus in Russland wie auch gegen die Ab lehnung Moskaus, seine Existenz überhaupt zuzugeben, wurde von Senator Humphrey (Minnesota) in einer Rede vor dem Senat als ein „neues und vielversprecnendes Ereignis“ gekennzeichnet. Humphrey wies auf die Berichte über die antisemitischen Manifestationen in der Sowjetunion hin die in der freien Welt schon seit langem kommentiert werden, „während man sie in Russland selbst unterdrückt, obwohl nur wenigen Sowjetbürgern diese hässlichen Tendenzen unbekannt sein markt wird, welche die Behörden de« Juden zuteil wer- ■ den lassen. Auch der republikanische Senator Kennet Keating eer. I urteilte die antisemitische i Haltung der Sowjetregierung, wobei er betonte, dn •« „dass russische Volk mit Erstaunen wahrnimmt, wie die mit Vorbedacht geführ- : te antireligiöse Kampagne und die antäsemitischen! Massnahmen behördliche-, seits im letzten Jahr in die- ‘ IN LONDON London. — Oberrabbiner Israel Brodie hat für den 10. Februar eine Konferenz dei* wichtigsten jüdischen Institutionen in England einbenifen. um über die Lage der russischen Juden zu beraten. Maurice Edelman, der Präsident der Anglo Jewish Association, enthüllte, dvss er Rabbiner Brodie gebeten habe, diee zu tun. An den Sitzungen werde«, wie verlautete, die Anglo Jew.sh Association, der Board of Deputies. die Agudat Israel und zwei weitere Organisationen teilnehmen. (ITA' MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in lsraej — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV, Israel — 18, George Elliet Str. -j: MWWWWWWWWWWVWWWbVWWVVUWVi i NCOBA INVESTMENT & TRUST. Co. Ltd. INDUSTRIAL & COMMERCIAL BANK (ISRAEL . LATIN AMERICA) LTD. AS6CIAD0 CON BANK HAPOALIM TEL AVIV — ISRAEL f JVCO b a INVESTMENT & TRUST Cia. (GALERIA DEL OBELISCO) Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-8586