Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2050 (7.2.1964)
- Date
- 1964-02-07
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Correo Argentino Central B FRANQUEO PAGADO Concesión 908 TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 MANA ISRAELITA Año XXV. BUENOS AIRES, VIERNES 7 DE FEBRERO DE 1904 No. 2059 EL EJEMPLAR 111 en toda ta República PUEÏRREDON 219« 1» í*q. T. E. S3 2013 Buenos Aires J NEONAZIS IN BELGIEN I>ie arabische Spitzenkönner enz hat, beschlossen, die Quellflüss« des Jordan ab- EUleiten. i*m de« Floss so wasserarm zu machen, dass er nicht mehr imstande sein ¡soll, die Bewässerung des IVegew zu speisen, — und flie Landes - Wasserleitung •uf israelischem Boden durch Sabotage.Akte von Infiltranten und durch andere Grenzzwischentälle zu stören. Israel hat insgesamt nur eine Wassermenge von 1.800 Millionen Kubikmetern jährlich zur Verfügung und zwar 82h Millionen Kubikmeter Regenwasser und nutzbar gemachte Abwässer, 650 Millionen Kubikmeter Grundwaöser. 250 Millionen Kubikmeter Naturquellen. 180 Millionen Kubikmeter des Jarkon und die 500 Millionen Kubikmeter deä Jordan, die also fast ein Viertel der Wasserreserve bilden und auf die Israel umso weniger verzichten kann, als die Entwicklung der Landwirtschaft die Bewässerung von weiteren 2.000 Quadratkilometern kultivierbaren Bodens zusätzlich zu den jetzt bereits bewässerten 3.000 Qua dratmetern vorsieh^; Von der verfügbaren Wassermenge sind bereits zwei Drittel, nämlich über 1.200 Millionen Kubikmeter verwertet, hiervon 350 Millionen Kubikmeter für die Versorgung von Städten und Fabriken, Nach der Durchführung des Jarkon-Negew.Projekts, das kaum für den nördlichen Streifen des Negew genügt, ist hie Inbetriebnahme des weit grosse, ren von MFIR FAERBER Johnston.Plan entsprach, oh- , ne dass Israel dagegen Stellung genomen hätte. Ferner hat Israel z. B. auf die ent-! militarisierte Zone, obwohl sie unbestritten im israeli-; sehen Hoheitsgebiet liegt, in ’ der Planung verzichtet. I Die arabischen Staaten besitzen WaGserreserven in Ueberfluss. In Syrien befin-! det sich der nicht voll aus- : genützte Orontes. und mit j dem Irak teilt sich Syrien : überdies^ in den Euphrat. [ Der Libanon hat den-Litani und Transjordanien ausser i dem Jarmuk noch weitere i Flüsse. In den technischen Beratungen der Kairoer Spitzenkonfecenz behaupteten die arabischen Fachleu. te. dass Israel auf nur 23 ' Prozent des Jordanwassers Anspruch erheben könne,; dass aber dats israelische Bewässerungs - Projekt die; Entnahme von 56 Prozent des Jordanwassers vorsehe. An dem Techniker - Ausschuss, der das informative Material für die Konferenz natürlicherweise nicht objektiv sondern tendenziös 'vorbereitet hat. nahmen Fachleute aus elf von den dreizehn arabischen Staaten . teil. Diese Kommission wur. ' de bereits 1954 ernannt und hat seither Informationsma- [ terial gesammelt. Nach ihrer Berechnung befinden sich 75 Prozent der .Jordanquellen auf arabi- J schem Gebiet und nur 23 Prozent auf israelischem Territorium, und durch die i : ^A»n.Neww-Pröiekts : AbI«itunS dei' ZufUS?se »«¿stand zu halten, um die In JOldä § J Tcrofit auf <%Ainp 2S Prozent ' filfrran Tan üKviifnnrfiln C/\l für den Entwicklungsplan des Landes una die Streu > ung der Bevölkerung uner. '■ lässlich, da für eine Bevöli kerung von vier Millionen . Seelen geplant werden muss. Das Landes-Bewässerungsj Projekt Israels wurde seinerzeit nach Intervention der USA aufgrund der Regionalpläne vom Eric John- . ston. der die arabischen und ¡ insbesondere die transjordanischen Interesen weitge. ¡ hend berücksichtigt hat. kompromissbereit und ent-; gegenkommend modifiziert. | Transjordanien hat auch seii nerßeits die Ableitung des j Jarmuk zur Bewässerung ei-; nes ganzen Distrikts bereits vorgenommen, wie das dem Renault wieder in Israel Jerusalem. — Eine Delegation der französischen Autofirma Renault wird in Inrael zur Aufnahme von Verhandlungen erwartet. Die Firma ist daran interessiert, dass Israel das Verkaufsverbot für die von ihr hergestellten Wagen aufhebt. nachdem Renault entschloseen ist. sich dem arabischen Boykott gegen Israel zu widersetzen. Bekanntlich schloss Renault seine Werke in Haifa vor vier Jahren in der Hoffnung, mit Aegyp ten bes-sere Geschäfte zu machen. Diese Erwartung hat sieh nicht erfüllt. (ITA) Israel auf seine 23 Prozent beschränkt werden. Der Plan sieht den Bau zweier Staudämme und Talsperren für Wasserreservoire am Jarmuk vor, um diesen Hauptzuflues des Jordan ab. zusperren. Auch der Chazbani im Libanon und der Banias in Syrien, die den Jordan speisen, sollen durch ' Staudämme zurückgehalten! und durch Kanäle abgelei- . tet werden, um libanesische und syrische Böden zu bewässern.! Die Finanzierung dieser! grossen Projekte sollen,; meint Syrien, die arabischen; Erdölstaaten auf sich nehmen. Bisher hat aber nur Kuweit den Transjordaniern Versprechungen, gemacht, | während Saudi Arabien und; die anderen Oelländer gar l nicht daran denken, ihr Geld : für solche überflüssigen , Projekte herzugeben. Die! USA kommen für die Finan. j zierung nicht’ in Betracht. J Sie haben sich durch die In-! tervention ihjes Sonderbeauftragen Eric Johnston festgelegt, und Präsident j landshilt'e gebunden, der Entzug dieser Hilfe Staaten gegenüber vorsieht, die Aggressionen gegen andere Staaten planen, i Nasser stand zur Zeit der Vorbereitung der Kairoer Konferenz zweifellos auch unter dem Eindruck der klaren Ablehnung . seitens der Sowjetunion. militärische Massnahmen in Konflikten zwischen Nachbarstaaten zu unterstützen, so d-ass er diesmal Russland nicht gegen die USA ausspielen konnte, wie er dies bei früheren Gelegenheiten so geschickt getan hat. Das libanesische kommunistische Blatt „Elnidaa“, die einzige kommunistische Zeitung in einem arabischen Lende, die schon oft als Sprecher Moskaus in Orientfragen gedient hat, warnte die Teilnehmer der Kairo-Konferenz vor militärischen Abenteuern gegen Israel. Selbst das ägyptische Blatt „Akhbar Iljom“ j nahm klar gegen eine Mili.! täraktion gegen Israel Stel- 1 lung, wie sie von Syrien vor-! geschlagen wurde, da ein solcher Angriff nicht nur! die USA sondern auch Eng-! land und Frankreich zur Intervention alarmieren könnte. i Gegen die „Erhitzung der i Grenzen'* und die Neuaufnahme der Fedaiyun.Aktio- ] nen zur Sabotage -1-n Israel , kann Israel ausser diplomatischer Aufklärungsarbeit 1 nichts anderes unterneh-; men, als sein Militär in höchstem Bereitschaftszu- ' die In- | filtranten abzufangen. Sol- ■ che Sabotageakte gegen die Wasserlinie werden sich kaum völlig unterbinden lassen, aber die Effektivität der israelischen Truppen hat sich in früheren Prüfungen gut bewährt. Abdul Nasser ist e-s jedenfalls in Kairo gelungen, unter dem Vorwand des Kampfes gegen die israelische Landesbewässerungs - Anlage die arabischen Staatsoberhäupter um sich zu versammeln und hiermit sein geschwächtes Prestige wesentlich zu reparieren. Das praktische Ergebnis für Israel wird sicherlich kein Krieg und keine Schlacht sein, sondern eine Unzahl von kleinen Gefechten und Nadelstichen, aber Israel wird sich durch diese Ak tionen nicht beirren lassen, seine Linie konsequent weiter verfolgen und seine friedlichen, sozial wissenschaftlichen Pläne programmgemäss durchführen. Es hofft dabei auf die Sympathie aller fortschrittlich gesinnten Staaten. _i Arabische Diplomaten London. — Alle dreizehn arabischen Länder, die an der kürzlichen Konferenz in Kairo teil genommen haben, wollen ihre Aussenminister in die Hauptstädte der gro. ssen Staaten in der Welt entsenden, um ihre Position klarzustellen und um Unterstützung für ihren Kampf zu werben, Israel an der Durchführung seines Plans zu hindern, die Jordanwasser für die Bewässerung des Negew abzuleiten. Diese Nachricht stammt aus Beirut. HTA» von CHARLES ROESMER „Jeune ’Europe“, eine eindeutig neofaschistische Organsiation der extremen Rechten, die schon mehrfach durch ihre Umtriebe ven sieh reden machte, und die seinerzeit in engem Kontakt mit den Terroristen der OAS gestanden hatte, hat vor kurzem in einer Versammlung in Lüttich schwere Tumulte ausgelöst. Der briisseter Chef der Organisation, ei« gewisser Thiriat, der in den Besatzungsjahren kollaboriert hatte und nach der Befreiung des Landes ins Gefängnis kam. wurde bei dieser Rauferei, bei der es einige Verletzte gab, vorübergehend in Haft genommen. Die Mitglieder der „Jeune Europe“, die. in faschistischen schwarzen Hemden anmarschiert waren, warfen sich auf die Mitglieder der Sozialistischen Studentenschaft, die in grosser Zahl in die Veranstaltung der „Jeune Europe“ gekommen waren, um der Provokation der Rechtsradikalen entgegenzutreten. Wie lütticher Blätter mitteilten, fand die herbeieilende Polizei bei der Durchsuchung des Verkehrelokals der ..Jeune Europe“ Gummiknüppel und zwei Exerziergranaten der Armee, die die Jünger Hitlers bereits für alle Fälle bereit hielten. Das Auftreten der Schwarzhemden hat in Lüttich, einer Industriestadt mit betont linker Tendenz, grosse Erregung ausgelöst. Die Studenten protestierten in einem grossen Marsch durch Lüttichs Strassen gegen die Umtriebe der neuen Schwarzhemden. Starke Polizeikräfte waren zur Stelle, brauchten indessen nicht einzugreifen, da die Studenten von ihren Dirigenten aufgefordert worden waren, in Ruhe zu demonstrieren und eich auf keinen Fall provozieren zu lassen. Hand in Hand mit der lütticher Provokation der Schwarzhemden ist eine zunehmende Aktivität ehemaliger SS-Leute und Degrelle-Anhänger in Belgien festzustellen. Jüdische Geschäftsleute in Antwerpen haben anonyme Schmähbriefe erhalten, die mit widerwärtigen Karikaturen im klassischen ..Stürmer“.Stil versehen waren. Das Blatt der ehemaligen Mitglieder der SS-.,Legion Wallonie.“ des berüchtigten Léon Degrelle, der bekanntlich bei Franco Asyl gefunden hat. wird mit jeder Nummer aggressiver. Degrelle schreibt regelmässig in die. sem Organ und gibt seinen Adepten Direktiven. Es kann keinen Zweifel darüber geben, dass die Sprachenkrise in Belgien, die die Leidenschaften hochtreibt. von dunklen Elementen dazu benutzt wird, eine hemmungslose Agitation gegen den Staat und die Demokratie zu inszenieren. Diese Agitation, stark antisemitisch „untermalt“, hat ihren Ursprung in neofasehisti. s-chen Untergrund-Kreisen, sowohl in Flandern, wie. in geringerem Masse, in der Wallonie. In einem „vertrauli- I chen Zirkular“ der Gefolgsleute Degrelles wurde erklärt, dass „der Ansatzpunkt für eine durchgreifende na. I tionale Aufklärung der betrogenen und desorientierten Anhänger der bis ins Mark verfaulten grossen Parteien 1 des Systems niemals so günstig gewesen sei wie im Au- ■ genblick* ÍPebatte in Frankreich \ Der Besuch des Papstes j Paul VI., vor allem seine Worte der Verteidigung für , Pius XII. auf dem Boden Is | raels, lösten zahlreiche Kom- . mentare in der französischen Presse aus. Zwei dieser Kommentare seien hier zitiert, weil sie wegen der Bedeutung der Blätter, in denen sie erschienen sind und auch ihrer Autoren, von besonderem Interesse sein dürften. „Reforme“, das führende Blatt des französischen Protestantismus, übt aus der Feder seines Jerusalemer Korrespondenten Duvernoy eine wohlabgewogene Kritik, die sich an beide Seiten richtet. „Gew’ss“, so schreibt „Revoii KURT KAISER-BLUETU \ indem er den Boden Israels ' rabbiner von Israel, verhördurch das Mandelbaumtor i tet in naiven Betrachtungen verliess, von neuem be- : des Protokolls, zurückge- , grüsst von dem Präsidenten I wiesen hat, den offiziellen I des Staates und den Minij Zeremonien beizuwohnen.“ Lyndon Johnson wird sich i forme“, „war der Eintritt schon aus innerpolitischen 1 des Papstes in Jerusalem I Gründen angesichts des her! bewegend und ergreifend annahenden Wahltermins! sehen durch das Darreichen Israel und den Juden gegenj von Brot und Salz, Symbol über nicht so eklatant ins des Friedens und des Will- Unrecht setzen können, dass , kommenseins. Gewiss, der er einen von Amerika sei.! Zionsberg war illuminiert nerzeit geförderten regiona. j wie noch niemals und stand len Entwicklungsplan jetzt untergräbt, für den bei seiner Ausarbeitung durch Johnston die USA eine rege diplomatische Aktivität entfaltet hatten. Präsident Johnson ist nicht zuletzt auch durch den Paragraphen des Gesetzes für Ausstein, notwendig, dass er; sich gegen die Verleumdungen wandte, die gegen Pius , XII, erhöben worden seien, | gegen Pius, der gewiss sein; Meister war? Der Autor des „Stellvertreter“ ist weder Jude, noch Israeli und cs ist nicht auf; dem Boden der Nation Isra-; el, dass man versuchen sollte, die Geschichte sagen zu 1 lassen, was eie niema's ge- | sagt hat. Pius XII. vertei. digte die Juden von Rom, j das ist richtig. Und das ist alles. Wie ist es leicht, sich vorzustelien. was ein Johannes XXIII. in diesem Augenblick gesagt hätte. Denn in Israel auf das Drama der Nazi-Hekatomben hinzuweisen. ohne Verzeihung zu er. bitten, aber mit dem Eindruck. eine kleine moralische Lektioin zu erteilen, scheint zum mindesten überflüssig. Es ist unmöglich, in einer wahrhaft messiani sehen Gloriole. Aber war es denn notwendig, dass der Papist nichts von dem neuj en Jerusalem sah? Dass er i Jahrhunderte der Zerrissensieh skrupulös enthielt, das heit und der Feindschaft hin. Wort Israel auch nur einmal wegzuwischen. Und um alauszuspreche«? Und warum les zu sagen, bedauern wir war es i« dem Augenblick, gleichfalls, dass der Ober- In Frankreichs verbreitetstem Literaturblatt, dem „Figaro Littéraire“, schreibt der grosse katholische Schriftsteller tmd (Standskämpfer de<s Krieges, Louis Martin Chauffier. über die Worte, die der Papst bei seiner Ansprache in Israel über seinen Vorgänger äusserte, u. a. folgendes : Es ist nicht meine* Sache, .über das Schweigen von früher und die Verteidigung von heute in einem Lande, das sich an den Kritiken nicht beteiligt hat und den „Stellvertreter" nicht spielen Hess, aber am direktesten von den Verbrechen Hitlers berührt und getroffen worden ist, ein Urbeil zu fällen. Es ist zweifellos nur natürlich, dass dem nächsten Mitarbeiter von Pius XII. in den Jahren des grössten Un. gliieks und des grössten Schreckens, daran gelegen war, eine Zeugenschaft ab zulegen, deren guter Wille nicht in Zweifel gezogen werden kann, eine Zeugenschaft für das. was sein Vorgänger für die Verfolgten getan hat. Der Geist der Vorsicht, der direkt handelt, um schreckliche Repressa lien zu vermeiden, trug den Sieg über die geistige Kühn heit davon, die stärkste Wider- , Stimme der Welt zu .erheietzten ben um das schrecklichste der Uebel auch auf jedes Risiko hin zu verdammen. Soiltevman, aus Barmherzigkeit, vielleicht tausenden yon menschlichen Seelen das Martyrium um den Preis dieses schrecklichen Schweigens ersparen? Ich habe hier, in Jerusalem. Stimmen von katholischen Priestern gehört, die mir am Tage nach den Worten des Pap stes gesagt haben: .Paul VI., er würde nicht geschwiegen haben!*.“ Flugpassagier« Tel Aviv. — Die!?ahl der Flugpassagiere war im Oktober 1963 um 45 Prozent höher als in der gleichen Zeit de« Vorjahres. Registro de la Propiedad Intelectual No. 735 104 Impreso on in imprente POLIGLOTA — Riradavi« SW