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Jüdische Wochenschau · 1964-02-07 · 2050 (7.2.1964) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2050 (7.2.1964)
Date
1964-02-07
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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— Viera««. 7 de Febrero rte I MM LA SEMANA ISRAELITA A Ae XV. — No. 21»« Galilaea wird neu entdeckt 4b»i Wegrand steht ein weissie Auto des Beobachterkorps der Vereinten Nationen. Ein kanadischer Offizier springt heraus und die kleine Gruppe, die unter seiner Führung eine Karte studiert und dann eine halbfertige Strasse abschreitet, besteht au« zwei Israelis und «wei Libanesen. Oben an der Grenze zwischen Israel r*nd Libanon gibt es nicht die zündende Spannung, die ani syrischen Grenzabschnitt keine Zusammenarbeit zu- Jfasst. Hier ist e« noch möglich, sich mit Hilfe der Vereinten Nationen über Grenzftnstimmigkeiteu zu verständigen, Als man auf israelischer Seite eine neue Stratege zu bauen anfing, die die Bergsiedlung Adamit mit dem nördlichen Teil Galiläa« verbindet — eine Strasse, die wie eine Demarkaticreli- >)ie entlang der Grenze läuft gab es zwar einige Zwsi- Jfe], aber innerhalb von ein paar Tagen wurden sie gelost, und der Bau der Strasse konnte fortgesetzt werden. Diese Strasse ist nur ein 4eil des Netze«, da« jetzt in Galiläa neu ausgelegt wird, uni ein grosszügiges Projekt durchzuführen. Seit der Schaffung des Staates Israel sind überall im Lande neue Städte und Dörfer aufgeschossen, Sümpfe und Einöden haben Feldern und Wäldern Platz gemacht. Nur Bentral-Galiläa von Nazaret hinauf bi« an die libanesische Grenze hat den Dornröschenschlaf der Jahrhunderte nicht abgeschüttelt. Noch heute fährt man dort auf schmalen, holperigen Wegen an öden und verkarsteten Bergen vorbei, durch Ebenen, deren einziger ..Bodenertrag“ Fels und Steine sind, und nur hier und da trifft man einen kleinen Olivenhain und ein ärmliche« Dorf, das dähinvegetiert. Ein Gebiet von über 300.000 ha liegt fast gänzlich brach, und ein kleines Land wie Israel kann es sich nicht leisten ein solvea HERBERT FREEDEN ches potentielles Reservoir von Farmland ungenutzt zu lassen. i Die israelische Regierung hat deshalb in einer ihrer letzten Sitzungen beschlossen. diesen Teil des Landes! innerhalb weniger Jahre zu I erschliessen. Das Projekt i schien «o wichtig, das« Ministerpräsident Levi Eshkol i diese Ankündigung nicht sei- ' nem Landwirtschaftsminii ster überlies«, sondern es :n eigener Person bekannt; machte und für dessen Verwirklichung die nötigen Fak-; toren mobilisierte. Der Plan sieht die Errich- | tung von 35—40 dörflichen . und städtischen Siedlungen | vor i.nd ist auf 15 Janren j berechnet. Zwei neue Städte, mit je 20.000 Einwohnern, , sind als Zentren für Indu- | «trie und Verwaltung ge- , dacht. Bei einer von ihnen existieren bisher kaum mehr als der Name — Karmiel. und die ersten Zufahrtstrassen. Die zweite Stadt — Ma'aloth — hat bereits 3.000 Einwohner, aber Dutzende von Problemen. Der Ort besteht nämlich schon seit ein paar Jahren und konnte «ich nicht entwickeln. Man versprach zwar neuen Inve-; stören Steuernachlass, wenn sie dort Fabriken errichten; würden; Interessenten ka- * men und inspizierten den | Platz, aber niemand wagte diesen isolierten Ort zu wählen. Als sich dann «chliees lieh ein Mutiger fand und eine Plastik - Fabrik aufmachte. gab es nicht genug ge«chulte Arbeiter und er musste sie wieder schlossen . Die Einwohner sind grösstenteils Einwanderer aus Nordafrika, und die Armut und Arbeitslosigkeit iri Maaltoh übertraf die der Slums in Jaffa. Was der Stadt bisher gefehlthat. war ein landwirtschaftliches Hinterland, und da« wird jetzt geschaffen werden. Die beiden Städte sollen industriell die Produkte verarbeiten, die in Galiläa angebaut werden! sollen — Tabak. Obst. Wein und Gemüse. Auch Pelztierzucht gehört in d„s neue Programm. Der Gesamtplan ist in drei Stadien geteilt, ven denen das erste bereits in vollem Gange i«t: als Beginn werden je drei Siedlungsblocks mit je drei bis vier Dörfern errichtet, was drei Jahre in Anspruch nehmen dürfte. Bis dahin müssen 200 km Strassen gelegt und 100.000 ha Land von Stein gesäubert werden. Wenn man bedenkt, dass e« Landstreifen gibt, in denen jeder Hektar von ungefähr 700 Kubikmeter Fels bedeckt ist — : 13 Tonnen Stein per Hektar — kann man eich die Schwierigkeit der Aufgabe vorutel- ' len. Aber unter der Steinschicht gibt es guten Boj den, der, wie Tests bereits festgestellt haben, bis zu j einer Tiefe von l'i Meter J reicht. Natürlich eignet sich ' nicht das ganze Gelände für i Landwirtschaft; aber auch Terrain, das den Tost nicht 1 bestanden hat. wird eine nützlichere Rolle spielen als I bisher — es wird zum Waldj land, auf dem Millionen von 1 Bäumen neu gepflanzt werden. | Allein die Kosten de« bis 1 zum Jahre 1967 währenden! Stadiums belaufen sich auf 28 Millionen Dollar. Innerhalb dieser Zeit hofft man 12.0000—15.000 neue Menschen ansiede.n zu können. Aber das Projekt kommt nicht nur den neuen Siedlern zugute; der arabischen Be völkerung Galiläas wird d^- mit die Möglichkeit gegeben, ihren Lebensstandard zu hei bcn und sich in da« Wirt- T schafts- und Kulturleben des ■ Staates voll einzufügen. \ Neue Strassen werden ihre Dörfer aus dem Dornröschenschlaf wecken, neue Be- ' wässerungßanlagen die Er-! Zeugnisse ihres Bodens verj vielfachen und neue Städte i ihnen einen besseren Markt j für ihre Produkte bieten. Von Nazareth bis hinauf zur' libanesischen Grenze ist Galiläa neu entdeckt worden. Ben Gtirion wird von Jigal Jadin, der die archäologischen Ausgrabung:«) bei Massada leitet, zu den Ruinen geführt, in denen interessante Funde gemacht werden. „OLAMENU“ TEL AVIV POB 3002 ISRAEL NEUERSCHEINUNGEN DES VERLAGES GOLD: Geschichte der Juden in der Bukowina I., Grassoktavformat — 180 Textseiten 239 Illustrationen 42 Bildertafeln Ganzleinenband $ 20.00 — Luxusausgabe $ 35.00 GOLD: Geschichte der Juden in der Bukowina II., Grossoktavformat — 232 Textseiten — 51 Bildertafeln 457 Illustrationen Ganzleinenband S 20.00 — Luxusausgabe $ 35.00 SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG GOLD: Geschichte der Juden in Wien L, Hauptredaktion: Dr. Y. L. Bato. Dr. N. M. Gelber ERMAESSIGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: Vor Erscheinen $ 15.—, nach Erscheinen $ 25.— BILDPROSPEKT KOSTENLOS DURCH: Edition „OLAMENU“ TEL AVIV, P.O.B. 3002, ISRAEL AHe Publikationen erscheinen ln deutscher Sprache Die Preis» sind in U$A Dollar angegeben. Die Habima in Amerika New York. — Ich glaube, es geschieht zum ersten Mal in der Geschichte des ame i rikanischen Theater«, dass das Publikum Aufführungen eines jüdiochen Ensembles 1 in englischer Uebersetzung geboten bekommt, denn die ] Zuschauer werden Kopfhörer erhalten und so dr« hej bräische Wort auf Englisch hören körnen. Dies wird der Fall sein, wenn da« jüdisch^ Nationaltheâter in den"Vereinigten Staaten auftritt. In jedem Theater des Landes, in dem . die Habima zu sehen sein wird, sollen an den Sitzen Kopfhörer angebracht sein, '■ um die Simultanübersetzung zu übertragen. Die erste Vorstellung der ..Habima“ in New York ist : für den 3. Februar angesetzt worden. Die Tournée «oll drei Monate dauern. In die- 1 ser Zeit werden die Juden im ganzen Land Gelegenheit : haben, das bedeutendste is raelißche Theater spielen zu , sehen. Die Tournée steht unter dem Protektorat der Amerikanisch - Israelischen 1 Kulturßtiftung und einer eigens zu diesem Zweck ge bildeten Kommission von Förderern des Unterneh- , men«. Das Repertoire der „Habima“ umfasst drei Stücke. \ Sie wird das klassische Drama „Der Dybuk“ aufführen, das eine jüdische Legende aus Osteuropa au« dem 18. Jahrhundert behandelt. Das zweite Stück, in dem die Wirkungen des Zweiten Weltj krieges auf in Israel leben- ‘ de Juden geschildert wer. den, heisst ..Kinder der Schatten“. Das Thema des dritten Stücke« „Weder En-; gel noch Teufel“, von Ja- ' nuch Bartow, das in Israel preisgekrönt wurde, erzählt von den Ueberlebenden der j Judenausrottungen durch die Nazis, denen es gelungen : i«t, sich in Israel ein neues Leben aufzubauen. Viele Jahre sind verstri- , chen, seit die „Habima“ j nicht mehr in New York ge | spielt hat. Ihre Auffiihrun.! gen galten stets als e.n Er- 1 eignis in der Theaterwelt. Auch die jetzige Tournée; verspricht einen grossarti-! gen Erfolg angeßiehl« des : Interesses, das die Menj sehen in New York und anderen Städten an den Tag! legen. i BORIS SMOLAR Jüdisches Museum in Prag London. — Nach hier eingelaufentn Berichten ist das Jüdische Muceum.der Jurisdiktion des tschechischen Ministeriums für Kultur und Erziehung unterstellt worden, nachdem es bisher dem Stadtrat von Prag unter, stand. Nach Aussagen der Munizipalität ist das Museum in letzter Zeit von 327.000 Personen besucht worden, von denen zwei Drittel ausländische Touristen waren, und zwar aus den beiden Deutschland, Frankreich. Italien. USA, Kanada, Schweden new. — (ITA) t CRT-Praesident gestorben Tel Aviv. — Jcßeph Sha. piro. der Präsident der ORT in Israel seit Gründung die- . ser Organisation, starb im 1 Alter von 68 Jahren. Sbapii ro, der die Entwicklung der! ORT-Berufßschulen geleitet hatte, war Mitglied der Exe. : kutive der Welt-ORT. Er war auch Mitglied des Ver-; waltungs - Ausschusses des Weizmarn.Instituts in Rechowot und Gründer des Muj ßeums der Künste in Tel Aviv, sowie Präsident der; Junta der Schweiz-Israel- I Bank in Genf und der Junta lür den Ausseifhandel Isra. I eis während vieler Jahre. KURT ZIMMERSPITZ und Frau HANNI geb. JAECKEL danken ihren Verwandten, Freunden und Bekannten, sowie dem Vorstand des Bar Kochba lür alle zu ihrer Vermaehlung er wiesenen Aufmerksamkeiten. Goldmedaille für jüdischen Geiger Wien. — Ein jüdischer Künstler. der bulgarische Geiger Shabetai Saurenion, erhielt anlässlich seines 50. Geburtstages die „Goldmedaille der Kunst“ von der bulgarischen Regierung verliehen. (ITA) LUACH — (KALENDER) Freitag, den 7. Februar 24. Schwat Sonnabend den 8. Februar 25. Schwat Parschat MISCHPATIM 2. B. M. XXI 1 — XXIV 18 SCH'KALIM 2. B. M. XXX 11—16 Haftara II Könige XII 1—17 Neumondankiindigung ADAR Sonntag, den 9. Februar Montag, den 10. Februar Dienstag, den 11. Februar Mittwoch, den 12. Februar Donnerstag, den 13. Februar 26. Schwat 27. Schwat 28. Schwat 29. Schwat 30. Schwat 1. Tag Rosch Chodesch ADAR Freitag, den 14. Februar 2. Tag Rosch Chode«ch ADAR Sonnabend, den 14. Februar Parschat TERUMA 2. B. M. XXV 1 — XXVII 19 Haftara I Könige V 26 — VI 13 Sonntag, den 16. Februar Montag, den 17. Februar Dienstag, den 18. Februar Mittwoch, den 199. Februar Donnerstag, den 20. Februar Freitag, den 21. Februar Parschat TEZAWE 2. B. M. XXVII 20 — 1. Adar 2. Adar 3. Adar 4. Adar 5. Adar 6. Adar 7. Adar 8. Adar XXX 10 Parschat SACHOR 5. B. M. XXV 17—19 Haftara I. Schmuei XV 2 — 34 Sonntag, den 24. Februar 30. Adar Montag, den 24. Februar U- Adar Cramer 2043, piso 4 dp. C. VIELEN HERZLICHEN DANK auf diesem Wege allen Verwandten, Freunden und Bekannten, Gemeinden und Organisationen, da es uns unmoeglich ist, allen Gratulanten persoenlich zu antworten. HANNS und SUSE HARF Buenos Aires, im Februar 1964. Av. Lib. Gral. San Martin 5851, dep. 23. ANLAESSLICH DES 150 JAHRESTAGES SEIT DEM JUDENEDIKT VOM 10. JUNI 1813. dem Beginn der Emanzipation des bayerischen Judentums, erschien «oeben im Dr. Olzog-Verlag (vorm. Isar'Vsrlag) München und Wien das Werk von: STEFAN SCHWARZ: Juden in Bayern im Wandel der Zeiten mit einem Vorwort des bayerischen Ministerpräsiden, ten ALFONS GOPPEL. Es ist ein Buch, welches die Geschichte der Juden in Bayern aufgrund bis jetzt unveröffentlichten Aktenmaterials schildert. Namhafte Professoren und Historiker schreiben,, nach Ueberprüfung des Manuskripts: „Schwarz kann Anspruch darauf erheben, die erste erschöpfende Gestaltung des Judenedikts geschaffen zu haben“. — „Das Buch verdient, ein Standardwerk zur Geschichte der Juden in Bayern zu werden. „Das Werk ist nicht nur lesenswert, sondern auch zum Nachdenken anregend.“ „Das Werk verdient die weiteste Verbreitung."

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