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Jüdische Wochenschau · 1964-01-24 · 2048 (24.1.1964) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2048 (24.1.1964)
Date
1964-01-24
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes, 24 de Enero de 1964 LA SEMANA ISRAELITA A ñu XXV. — No. 2048 Die Juden in Bayern Eine ausgezeichnete Studie von Stefan Schwarz .Die Juden in Bayern im < dient. — Schwarz hat es sich Wandel der Zeiten*, so heisst. 1 durc-hau,; nicht leicht ge- *lie ausgezeichnete Studie i macht. Allein schon aus den von Stefan Schwarz, die so | von ihm genannten und stän eben im Günter Olzog Vert dig zitierten Quellen ergibt lag. München und Wien, erschienen ist. Der Autor dieses Buches, ein ständiger I sich, dass er sich nicht mit oberflächlichen Foststellun- . gen oder der Mitteilung von Mitarbeiter der Jüdischen Tatsachen begnügt hat. Mit Die Sciieunensymigoge in Bechhofen Wochenschau, gehört zu jenem Kreis der Verfolgten, die nach dem Kriege oder im Zuge der Verfolgungsmassnahmen nach Deutschland gekommen und dort geblieben sind. Ein Mann von feiner Kultur, einem gedie genen Wissen und grossen wissenschaftlichen Interessen hat sich Schwarz in die Geschichte der Juden Bayerns vertieft, das nunmehr seit vielen Jahren seine neue Heimat und sein neues Lebenselement geworden ist, Eigentlich stellt dieser Versuch der Darstellung der Geschichte der Juden in Bayern ein kühnes Unterfangen dar. Es ist kein leichtes Thema, das Schwarz sich gestellt hat. Die Geschichte Bayern ebenso wie die seiner Juden sind Wissensgebiete, die von vielen und hervorragenden Historikern vielfach dargestellt ■worden sind. Hierauf hat der bedeutende Historiker Prof. Dr. Franz Schnabel in seinem kurzen Nachwort zum Schwarzschen Werk bingewießen und zum Ausdruck gebracht, dass dennoch mit diesem Buch eine bestehende Lücke ausgefüllt worden sei. Allein in dieser Bemerkung ist ein Lob zu erblicken. Schwarz geht mit grosser Liebe an sein Werk, er geht; in ihm auf. Unermüdlich 1 hat er viele Jahre hindurch mit einer bewundernswerten; Unerschrockenheit sein Ziel! verfolgt, ist alten Quellen; nachgegangen, hat nach Ma- ‘ terial gesucht, geforscht, ge- 1 lesen, studiert, gesammelt, geschrieben. Eine gewaltige Arbeit ißt von ihm bewältigt worden, die die vollste Anerkennung aller Kreise ver- Ausfiihrlichkeit schildert er die Geßchichte. den Inhalt, das Wesen und die Auswirkungen des Edikts von 1813, geht auf die alten Zustände der Gestaltung de« Gemeindelebens vor und nach dem Edikt und gibt kurze Darstellungen der späteren Entwicklung .. bis in unsere Tage. Ausserordentlich wertvoll ist auch der Anhang, in welchem Quellen wiedergegeben werden, ßodass auch derjenige, der tiefer in ¿ließe Materie eindringen will, die Möglichkeit hat. sich ein eigenes Bild über die Entwicklung der Juden in Bayern zu machen. Die weiteren literarischen Hinweise, die Angabe der Quellen, eine instruktive Karte über einige jüdische Siedlungen in Bayern sowie eine grosse Anzahl von Bildern und Reproduktionen historischer Dokumente heben daß Buch ai’ß der Reihe ähnlicher Veröffentlichungen heraus. Wer weiss. unter welchen Schwierigkeiten und Entbehrungen der Autor diese Arbeit schrieb, der wird besonders die Grösse und die Bedeutung dieses Werket? zu schätzen wissen. So stellt dieses Geschichtsbuch ,,Die Juden in Bayern im Wandel der Zeiten“ einen wichtigen und werA’ollen Beitrag zur Geschichte der Juden in deutschen Ländern dar, ein Innenansicht der Scheunensynagoge in Bechhoftofen (Mitt elf ranken) ein. erörtert genau und allgemein verständlich die Fragen der inneren Verwaltung des jüdischen Lebens, widmet viel Aufmerksamkeit ANLAESSLICH DES 150 JAHRES TAGES SEIT DEM JUDENEDIKT VOM 10. JUNI 1813. dem Beginn der Emanzipation des bayerischen Judentums, erschien eoeben im Dr. Olzog-Verlag (vorm. Isar Verlag) München und Wien das Werk von: STEFAN SCHWARZ: Juden in Bayern im Wandel der Zeiten mit einem Vorwort des bayerischen Ministerpräsiden, ten ALFONS GOPPEL. Es ist ein Buch, welches die Geschichte der Juden in Bayern aufgrund bis jetzt unveröffentlichten Akte.imaterials schildert. Namhafte Professoren und Historiker schreiben nach Ueberprüfung des Manuskripts: „Schwarz kann Anspruch darauf erheben, die erste erschöpfende Gestaltung des Judenedikts geschaffen zu haben“. — „Das Buch verdient, ein- Standardwerk zur Geschichte der Juden in Bayern zu werden.“ „Das Werk ist nicht nur lesenswert, sondern auch zum Nachdenken anregend.“ „Das Werk verdient die weiteste Verbreitung.“ interessant geschriebenes ¡Buch zum Nachschiagen und j i Nachdenken, ein Buch zur ' Orientierung und Bereicherung unseres Wissens, ein Buch, das sieh die zuständigen Stellen, insbesondere das Leo Baeck-Institut. für einen der von ihnen vergebenen Preisg vormerken sollten, obwohl es nicht von einem Autor stammt, der zum .engeren Kreiß* gehört. Eines solchen Preises ist sowohl daß Werk als solches wie der vornehme und bescheidene Autor würdig — ■ - _ r i Die 1831 neu eingerichtete Hauptsynagoge in Fuerth iS mi ’ÄNs# ,'il - - Die 1938 von den Nazis nieder gehrannte Synagoge in Muenchen fertig sein und eißetzt zwei andere Studentenheime, die Anfang 1963 niederbrannten. Japan-Israel (H. Sw.) Literarische Notizen In Tokio ist eine Gesellschaft der „Freunde des Japanischen Museums in Haifa“ gegründet worden. Sie geht auf die Initiative von Felix Tikotin, den Gründer des Museums und früheren Kunsthändler in Holland zurück. Daß Museum von Haifa enthält etwa 7000 Kuiißt Objekte, die von Prof. Yamada aus Tokio katalogisiert wurden. Studentenheim Pulitzer-Preis ln Wickliffe (Ohio) wird mit einem Aufwand von 1,2 Millionen Dollar ein vierstöckiges Gebäude errichj tet, das in 150 Schlafräu- | men 450 Jeschiwa-Studenten , Unterkunft bieten soll. Das I Haus wird Ende des Jahres i i Für ihr Buch „The Guns of August“ erhielt die Historikerin Barbara W. Tuchman den Pulitzer-Preis für Sachbücher. Eg handelt sich um ein Buch über die frühen Tage des Ersten Weltkrieges. LUACK - (KALENDER) Freitag, den 24. Januar 10. Schwat Sonnabend, den 25. Januar 11. Schwat Parschat BESCHALACH 2. B M. — XVII 17 — XVII lö Haftara Schoftim IV 4 — V 31 Schabbat SCH LR A Sonntag, den 26. Januar Montag, den 27. Januar Dienstag, den 28. Januar Mittwoch, den 29. Januar TU - B- SCHWAT Neujahrsfest der Bäume Donnerstag, den 30. Januar Freitag, den 31. Januar Sonnabend, den 1. Februar Parschat YITRO 2. B. M. XVIII 1 - Haftara Yeschayahu VI 1 — VII 6: 12. Schwat 13. Schwat 14. Schwat 15. Schwat 16. Schwat 17. Schwat 18. Schwat - XX 23 IX 5—6 Sonntag, den 2. Februar Montag, den 3. Februar Dienstag, den 4. Februar Mittwoch, den 5. Februar Donnerstag, den 6. Februar Freitag, den 7. Februar 19. 20. 21. 22. 23. 24. 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