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Jüdische Wochenschau · 1964-01-17 · 2047 (17.1.1964) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2047 (17.1.1964)
Date
1964-01-17
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes, 17 de Enero de 1964 LA SEMANA ISRAELITA A»c XXV. — No. 2047 Ereignisse der Woche [Neue Altertums funde Tagung der CENTRA Die CENTRA, die Dach- »rganißaticn der Gemeinden und Organisationen zentraleuropäischen Ursprungs auf diesem Kontinent, trat in der vergangenen Woche zu einer Tagung ihres grossen Comités, auch Exekutive genannt, zusammen. um hier über eine grosse Anzahl ■wichtiger praktischer und grundsätzlicher Fragen zu beraten. Das Präsidium der Centra mit Sitz in Montevideo war durch den Präsidenten Rudolf Hirschfeld und den Vizepräsidenten Hans Leschuitzer vertreten, das dritte Mitglied des Präsidiums. Herr Rabbiner Dr. Winter (Montevideo) war leider am Erscheinen verhindert. Es waren ferner vertreten die Gemeinden Rio de Janeiro durch Herrn Zukkermann, San Paolo durch Dr. Hans Feuereisen die Gemeinde in Montevideo durch die Herren Fritz Schwedt und Cohen. Asuncion durch Herrn Kurz sowie alle bonaerenser Gemeinden und Organisationen durch ihre ständigen Delegierten und einige Ensatzdelegierten, nämlich: Filantrópica durch ihren Präsidenten. Herrn Fritz Sommer, ^IBA durch die Herren Joe Brecher und Silbermann, Nueva Comunidad durch ihren Presidenten. Herrn Alfredo Katz und Herrn Alejandro Wohlgemuth, Leo Baeck Synagoge durch Frau Sadler und Herrn Kleinberger, Lamroth Hakol durch Herrn Siegfrido Chwat. die Gemeinde Bet Israel durch ihren früheren Präsidenten, Herrn Heinz Braun, und die Theodor Herzl Gesellschaft, vertreten durch ihren Präsidenten Dr. Hardi Swarsensky und ihren Vizepräsidenten. Herrn Curt Wilk, der gleichzeitig der Vertreter des Leo Baeck Instituts in Lateinamerika ißt. Leider fehlte auf der Tagung Dr. Reich, der Pi äsident der Gemeinde in Santiago de Chile, der plötzlich erkrankt var. Zu einzelnen Verhandlungspunkten waren am ersten Abend die Herrn Lewinsky, ständiger Repräsentant der Centra im Rabbiner-Seminar, und Herr Rabbiner Hanns Harf sowie Herr Anspach, der Vizepräsident der ACIBA, erschienen. Die Beratungen zogen sich über zwei (lange) Abende hin. Die Fülle der auf der Tagesordnung stehenden Punkte rechtfertigte sowohl | die Zusammenberufung der : Sitzung wie ihre Dauer. Fragen der Arbeit Zunächst wurden auf Wunsch der bonaerenser Repräsentanten einige technische und praktische Fragen der Zusammenarbeit und der Aufgaben der Centra behandelt. Obwohl man eingangs den Eindruck gewinnen konnte. dass erhebliche Mei-! nungsverschiedenheiten bei stehen, sollte eich im Laufe! der stete mit Ruhe und , Sachlichkeit geführten Aus- 1 einandersetzungen herausstellen, dass alle aufgetretenen Fragen zur allgemeimeinen Zufriedenheit gelöst , werden konnten. Man unter -! strich die Notwendigkeit, daes derartige Besprechungen in Zukunft häufiger, mindestens aber alle drei Monate abgehalten werden sollten, was für die Ausrichtung der Arbeit und die 1 gegenseitige Information von , Bedeutung und grosser Nütz-! lichkeit sein wird. | Die vielseitigen Aktivitäten, die vom Präsidium mit! grossem Eifer und mit Geschicklichkeit entfaltet wer- 1 den. rechtfertigen eine stär- : kere Beteiligung aller Mitglieder der Exekutive, deren Tätigkeit sich nicht nur auf gelegentliche Kritiken und Anregungen begrenzen sollte. Hierfür ist naturgemäss auch die Mitwirkung der Leitung wichtig. Rabbiner-Seminar Das Rabbiner - Seminar kann nunmehr auf eine beinahe dreijährige Tätigkeit zurückblicken. Der Aufbau und die Durchführung dieses Seminars, das mit vier Kandidaten begann, im zweiten Jahr aber bereits 14 Schüler zählte, ßind mit erheblichen Aufwinden an Arbeit, Energien und Kosten verbunden. Ursprünglich waren drei Partner am Seminar beteiligt: die Congregación, die aber aus bekannten Gründen ausschied, die Centra und die United Synagogues, ein amerikanischer Verband von Synagogengemeinden, dem hier nur I die NCI angeschlossen ist. , Die zentrale Persönlichkeit i deß Seminars ist der fTabbi- ¡ ner Marshall, dessen dyna- I mische Arbeit wesentlich ' zum Erfolg beigetragen hat. I Anstelle der Congregación, die trotz vieler Bemühungen nicht zur weiteren Mitwirkung am Seminar bewegt JETZT AUCH Kindler-TascHenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 27: RUEDIGER ALTMANN: Das Erbe Adenauers (Eine Bilanz) Nr. 28: GUSTAV VON BERGMANN: Rückschau auf mein Leben, Autobiographie Nr. 29: KLAUS-PETER SCHULZ: Proletarier Klaseenkämpfer — Staatsbürger — 100 Jahre deutsche Arbeiterbewegung Nr. 30'31: ERNST GLAESER: Der letzte Zivilist (Roman) Nr. 32: JOYCE CARY: Chester Nommo (Roman) Nr. 33: WASSILIJ AKSSIONOW: Apfelsinen aus Marokko (Roman) Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80, Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München werden konnte, wird ein ..Freundeskreis*' treten, der den dritten Kostenteil übernehmen coli. Die Ceutra- Exekutive beauftragte nach langen Diskussionen das Präsidium und die hiesigen ständigen Mitarbeiter am Seminar, Herrn Ullrich Lewinsky. Frau Sadler und Herrn Rabbiner Harf, zu weiteren Verhandlungen mit den anderen Partnern, die am folgenden Tage zur Zufriedenheit durchgeführt wurden, worüber dann die Herren Hirschfeld und Le winsky berichteten. Es steht zu hoffen, dass daß grosse Werk des Aufbaus eines eigenen Rabbiner-Seminars für Südamerika mit Erfolg weitergeführt werden kann. Jedenfalls besteht ein lebhaftes Interesse der Jugend, sich in diesem Seminar für den rabbinischen Beruf ausbilden zu laßsen. denn man darf nach den gemachten Mitteilungen im kommenden Jahr bereits mit einem erweiterten Hörerkreis von etwa 20 Studenten rechnen. — Council-Tagung Als Vertreter der Centra hat an der letzten Tagung des Council der deutßchen Juden, die im Oktober des letzten Jahres in Jerusalem stattfand, deren Vizepräsident Hans Leschnitzer teilgenommen, der einen ausserordentlich lebendigen und eindrucksvollen Bericht über diese glänzende Versammlung ehemalig deutscher Juden abgab. Neben der Beratung über die Verteilung der dem Council zur Verfügung stehende Gelder standen Fragen allgemeinen Interesses im Mittelpunkt dieser Council-Tagung, die mit einer grossen Kundgebung in den Räumen der Hebräißchen Universität abschlcßs. auf der neben Martin Buber vor allem Professor Simon das Hauptreferat gehalten hat. Nach Approbation der Tätigkeit und des erfolgreichen Auftretens unseres Delegierten bei der Council- Tagung wurden weitere Punkte behandelt, unter ihnen die Kultur-Arbeit der Centra, für die einige wertvolle Anregungen gegeben wurden, die in Resolutionen umgesetzt werden sind. — Herr Dr. Feuereisen berichtete über die von seiner Gemeinde in San Paolo bereits getroffenen Vorarbeiten für den nächsten CENTRA-Kongress. der nach den Feiertagen in San Paolo durchgeführt wird. Unter den anderen verhandelten Fragen stand die Jugendarbeit im Vordergrund, die in einem neuen Seminar, das in den Karnavalstagen in Uruguay abgewickelt werden wird, ihren von HANNAH PETOR l Besondere hervorzuheben i sind bei den letzthin in Is- ( j rael durchgeführten Ausgra-; bungen die im Negew gei machten Funde. Sie sind dazu angetan, unser Wissen I um diese Region zu bereichern. welche nach Ansicht! i der Forscher in alten Zeiten eine beträchtliche Einwoh- | neißchaft ernährte. Wie Professor Nelson Glück, der bej 1 kannte jüdisch - ameriksni- I sehe Archäologe bekanntj ■ gab, fand er dort die Spu- , ren von etwa 500 Siedlun-! I gen, angefangen von der , kalkoolithischeu bis zur by- I 1 zantinißchen Epoche. Die i j letzten Funde werfen jedoch I auch neues Licht auf die; Existenz des prähistorischen \ . Menschen auf diesem Boj den. Die Wissenscb ft sagt i uns, dass dieß eine wdc-hti- . I ge Station auf seinen Wanderungen war in Anbetracht; I seiner Lage im Schnittpunkt : Asien.; . U1^U)1T . TJuinmirj {5 JERUSALEM W\ =■ 1 1864s •nuinruu'T NAZARETH T-Í 5. t 1964 % 7 Diese Stempel wurden von der israelischen Post zur Erinnerung an den Besuch des Papstes angefertigt.; nächsten Höhepunkt finden ward. — I Wenn auch nicht alle Probleme in sämtlichen Einzel- | heiten hier dargeßtellt werden konnten, so dürfte diei ser, zusammenfassende Bericht doch einen kleinen Ein- | blick in die positive und konstruktive Arbeit vermiti teln, die von der Centra geleistet wird. — OSE I Interessenten beiderlei Gej schlechts, die an den Kuraen des Lehrjahres 1964 der i OSE-Schule für Kranken- : pflege teilzunehmen wün j sehen, können ihre Anmeldung jetzt vornehmen. Außi krufte werden in Pringles 774 von 14 bis 19 Uhr erteilt. LUACH — (KALENDER) Freitag, den 17. Januar 3. Schwat Sonnabend, den 18. Januar 4. Schwat Parschat BO 2. B. M. X 1 — XIII 16 Haftara Yermeyahu XLVI 13 — 28 Sonntag, den 19. Januar 5. Schwat Montag, den 20. Januar 6. Schwat Dienstag, den 21. Januar 7. Schwat Mittwoch, den 22. Januar 8. Schwat Donnerstag, een 23. Januar 9. Schwat Freitag, den 24. Januar 10. Schwat Sonnabend aen 25. Januar 11. Schwat Parschat BESCHALACH 2. B M. — XVH 17 — XVII lö Haftara Schoftim IV 4 — V 31 Schabbat SCHIRA Sonntag, den 26. Januar Montag, den 27 Januar Dienstag, den 28. Januar Mittwoch, den 29 Januar TU - B’SCHWAT Neujahrsfest der Bäume Donnerstag, den 30. Januar Freitag, den 31. Januar Sonnabend, den 1. Februar Parschat YITRO 2. B. M. XVIII 1 Haffara Yesehayahu VI 1 Sonntag, den 2. Februar Vor kurzem wurde die dritte Saison der prähistorischen Grabungen im Jordantal beendet. Sie brachten reiches Material über das Leben des primitiven Menschen in jener Gegend, ebenso wie über die Flora und Fama, wie sie dort vor einer halben Million Jahren existierte. Nach Ansicht von Prof. Stekelie, des Leiters der Expedition, sind diese Untersuchungen gleichbedeutend für die Archäologie, Geologie und Paläontologie; sie erhärten die bereits früher aufgestellte Theorie vom Ursprung des Homo sapiens in Ost- oder Südafrika und seinen Wanderungen nordwärte. Das Jordantal scheint sein erster Aufenthaltsort gewesen zu sein; von dort auß breitete er sich nach Ostasien und Europa aus. In Zentralisrael kamen die Ruinen einer kleinen römißchen Villa aus dem 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung zum Vorschein, die in ihrem Keller eine grosse Anzahl von Keramiken enthielt. Sie ähneln den uns aus den in Jaffa sowie Qumram in der jüdäischen Wüste bekannten Funden und vermitteln ms ein klares Bild über die Lebensform der damaligen Zeit. Dies war bisher w'egen der durch die Römer in den Jahren 67—70 unserer Zeitrechnung auf diesem Boden unternommenen Zerstörung faßt unmöglich. Eine Grabung auf dem Marktplatz von Beer Sche- W'a förderte verschiedene Ueberreste aus der israelitischen Zeit, d. h. dem 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zu Tage, wie die Statuette der Göttin Astarte, Tonwaren und Hauehaltsutensilien, aus denen hervorgeht, dass hier ein grösserer Ort aus den Tagen des jüdäischen Königs Ußia stand. Sie bestätigen auch den Bibelbericht, dass König Usia lebhafte,3 Interesse an der Besiedlung des Negew' nahm. Auf einem rn der Stätte des alten Arad entdeckten Tonkrug fand man den Namen eines weiteren hebräischen Monatß. namens ,,Zach“. Der Krug selbßt stammt aus der ersten Hälfte des sechsten Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung. Die Bibel erwähnt nur drei Monate: Etanim. Ziw und Bul. während die heule gebräuchlichen Monatsnamen vom babylonißchen Kalender stammen. Mit Hilfe dießes Fundes lässt sich eine bisher unverständliche Stelle des Buches Jesaia (XVIII. 4>. wo ,,hom Zac-h“ (die Hitze des Monats Zach) erwähnt wird, aufklären. Weitere an der Stätte von Arad entdeckte Ostraka werden gegenwärtig entziffert. Die Grabungen an der Stelle der antiken Synagoge, W'o kürzlich ein schöner Mosaikboden mit den Tierkreiszeichen zum Vorschein kam, wurden auch im letzten Winter fortgeßetzt. Es wurden hier weitere Widmungsinschriften entdeckt, und zw;ar eine in aramäischer und zwei andere in griechischer Sprache. Auf einer der Inschriften erscheint der Name ,,Severus, Schüler der Patriarchen", wahrscheinlich einer der Stifter dieser Synagoge, und soviel uns bekannt ist, ein hoher Verwaltungßbeamter des Sanhedrin. Dies bestärkt unsere Annahme, dass die Synagoge von Hammat von hochstehenden Persönlichkeiten, w-ahrscheinlich den Mitgliedern des Sanhedrin, besucht wurde. Das Wilfried-Israel-Muoeum im Kibbuz Hasorea stellt eine Sammlung prähistorischer Funde auß den in den letzten Jahren längs der Küste durchgeführten Grabungen aus. Wir sehen hier Werkzeuge und Haushaltsgegenstände des prähistorischen Menschen samt Beschreibungen, wde sie angewandt wurden und vergleichsweise ähnliche, in anderen Landesteilen entdeckte Ir.ßtrumente. Das prähistorische Museum in Haifa ißt ausschliesslich den ausgedehnten Forschungen in den Höhlen von Nahal Oren im Karmelgebirge, die vor einiger Zeit von der Hebräischen Universität und dem Regierungsamt für Archäologie ausgeführt wurden, gewidmet. Hier sind viele vom palaeolithischen Menschen für sei- : ne erßten Arbeitsversuche verwandten Instrumente ausj gestellt, ebenso wie primiti- | ve. für den heidnischen Got- | tesdienst benutzte Figür- I chen. KÜRT ZIMMERSPITZ HANNI SUSE ZIMMERSPITZ gab. JAECKEL geben ihre VERMAEHLUNG bekannt. Die Trauung findet s.G.w. am Sonntag, den 19. Januar, um 18 Uhr 30 in der Synagoge Moldes 2449 statt. Arredondo 2562 12. Schwat 13. Schwat 14. Schwat 15. Schwat 16. SdfiW’at 17. Schwat 18. Schwat XX 23 VII 6; IX 5—6 19. Schwat ANLÄESSLICH DES 150, JAHRESTAGES SEIT DEM JUDENEDIKT VOM 10. JUNI 1813. dem Beginn der Emanzipation des bayerischen Judentums, erschien soeben im Dr. Olzog-Verlag (vorm. Isar Verlag) München und Wien das Werk von: STEFAN SCHWARZ: Juden in Bayern im Wandel der Zeiten mit einem Vorwort des bayerischen Ministerpräsiden, ten ALFONS GOPPEL. Es ist ein Buch, welches die Geschichte d?r Juden in Bayern aufgrund bis jetzt unveröffentlichten Aktenmaterials schildert. Namhafte Professoren und Historiker schreiben nach Ueberpriifung des Manuskripts: „Schwarz kann Anspruch darauf erheben, die erste erschöpfende Gestaltung des Judenedikts geschaffen zu haben“.'— „Das Buch verdient ein Standardwerk zur Geschichte der Juden in Bayern zu werden.“ „Das Werk ist nicht nur lesenswert, sondern auch zum Nachdenken anregend.“ „Das Werk verdient die weiteste Verbreitung.“ si ÓÍ 1* fit (Jé Ui r uD( B 7 1er 194Í im bat tien a

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