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Jüdische Wochenschau · 1964-01-10 · 2046 (10.1.1964) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2046 (10.1.1964)
Date
1964-01-10
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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Viernes, 10 de Enero de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2046 Ereignisse der 50 JAHRE JIDDISCHE ZEITUNG Ein Ereignis von besonderer Bedeutung für das jüdische Leben in Argentinien stellt das fünfzigjährige Bestehen der Tageszeitung „Die Jiddische Zeitung“ (Diario Israelita) dar. Diese Morgenzeitung, eine der bedeutenden Zeitungen Argentiniens. die nicht in der Landessprache erscheinen, spiegelt zu einem wesentlichen Teil die Geschichte der Juden in Argentinien wider. Die Jiddische Zeitung zeichnet sich ebenso durch ihre interessante Form der Berichterstattung wie durch eine groase Reihe hervorragender Mitarbeiter aus, die diesem ..Sprachrohr der Kollektivität“ ein ausserordentliches Ansehen verliehen haben. Mathias Stoliar, Herausgeber und Gründer der Jiddischen Zeitung, hat es bis in seine letzten Lebensjahre verstanden, das Blatt unabhängig zu erhalten und es auch zu einem gewissen wirtschaftlichen Faktor innerhalb des jüdischen Lebens in Argentinien zu machen. Zu den unvergesslichen Mitarbeitern dieser Zeitung gehören u. a. A. L. Schufisheim. mit den deutschen Juden ste's besonders verbunden, für deren Einordnung er sich lebhaft interessierte. und Marc Regalsky, dieser unermüdliche Kämpfer für Recht und Freiheit der unterdrückten Judenheiten. Von den auswärtigen Mitarbeitern der Zeitung sei hier nur a ß Beispiel Leczynsky, der grosse Soziologe, hervorgehoben, dessen Artikel — die übrigens auch wie die Schussheims des öfteren in der Jüdischen Wochenschau erschien :n — weite*; Interesse beanspruchen durften. Die Zeitung, die von der Familie Stoliar weitergeführt wird, rechnet auch heute mit glänzenden Journalisten. Das Jubiläum der Jiddischen Zeitung, neben „Di Presse“ die einzige tägliche Zeitung der jüdischen Kollektivität in Argentinien, gibt Veranlassung, auf die allgemeine Bedeutung hinzu- I weisen die der Presse für das jüdische Leben in Argentinien beizumessen ist Einfluss der Presse Zwei grosse jiddisch geschriebene Tagszeitungen, einige Wochenzeitungen in hebräitscher, spanischer, jiddischer und deutsche Sprache sowie eine beinahe kaum zu übersehende Presse in Monatszeitungen und unregelmässig erscheinenden Publikationen stellen eine reiche kulturelle Schöpfung dar, die zugleich ein Zeichen für die lebendige jüdische Kraft des argentinischen Jischuw ablegt. Mit Ausnahme von Israel kann sich kaum e'n zweites Land mit dem jüdischen Journalismi’ß in Argentinien vergleichen, auch die USA nicht, die sicherlich weit mehr Publikationen veröffenlichen. jedoch in keinem Verhältnis zum Umfang der jüdischen Bevölkerung ihres Landes. In erster Linie ist es der jüdischen Presse in Argentinien zu verdanken, dasß eine gross-- Kollektivität mit allen Einzelheiten deß jüdischen Lebens in Israel und in der Welt vertraut ist, wie dies hier in Argentinien der Fall ist. Der Einfluss der Presse zeigt sich an deren grossen Möglichkeiten, die jüdischen Massen in Argentinien zu mobilisieren, wenn dies erforderlich ist. Aber auch in allen Fragen des gemeinsamen jüdischen Interesse,; bedienen sich die grossen jüdischen Organisationen der jüdischen Presse, in erster Linie naturgemäss der beiden Tageszeitungen, um zu den Juden zu sprechen und auf sie Einfluss zu nehmen. Die Blüte eines lebendigen jüdischen Journalismus hat auch die Entwicklung der ..Jüdischen Wochenschau“ begünstigt ganz abgesehen davon. dass diese von ihren Anfängen an mit der Mitwirkung der einflussreichen und führenden Männer unseres Jischuw wie Dr. Jakob Hellmann s. A. und Dr. ' Abraham Mibashan s.A. hat rechnen dürfen, die sofort die Bedeutung dieser Zeitung u. a. auch für die Einordnung der nach Argenti-! nien kommenden zentraleuropäischen Juden erkannten. So ißt da,; Jubiläum der Jiddischen Zeitung zugleich auch ein Jubliäum für den gesamten jüdischen Journalismus in einem Lande, in dem das .gedruckte Wort“ noch gelesen und die Stimme der Zeitungen gehört wird, auch wenn sie mitunter eile kritische Stimme ist. . Dem .Diario Israelita' gilt an diesem Tage unser Gruss, unsere freundschaftliche Anerkennung der Verdienste, die sie sich um den Journalismus im allgemeinen und um die jüdische Gemeinschaft insbesondere erworben hat und unser Wunsch, noch viele Jahrzehnte ihre wichtige Aufgabe mit der gleichen Kenntnis, Würde und Wirksamkeit fortzusetzen. — Rektor der Un»versitaet Der Delegierte der Hebräischen Universität für kulturelle Angelegenheiten in Lateinamerika, Herr Theodor Ducach, stattete [ dem Rektor der bonaerenser Universität, Dr. Julio G. H. Olivera. einem Be,;uch 1 Terroristen, Diebe und Nazi-Propagandisten Die bonaerenser Polizei kam durch merkwürdige Umstände auf die Spur einer Terrorißtengruppe, die der Tacuara angehört, und beschlagnahmte in der Bundeshauptstadt 20 Kilo Sprengstoff. Waffen und ein Auto, das bei einem Ueberfall gestohlen worden war. Es war der Polizei gelungen, ein Auto zu beobachten, deßsen Diebstahl von seinem Eigentümer gemeldet worden war. Die beiden Insassen des gestohlenen Wagens, die auf dem Polizeirevier vernommen wurden, zeigten sich wenig geneigt, Aussagen zu machen. Nach längerem Verhör gestanden sie jedoch die Namen ihrer weiteren Komplizen und erzählten, das,; sie in eine Garage eingedrungen seien, deren siebzigjährigen Besitzer ßie mit Pistolen bedrohten, gefesselt und eingesperrt hatten. Dann hätten sie das Auto und einen Telefonapparat gestohlen. Anhand dieser Angaben durchsuchte die Polizei die einem der Verbrecher gehörende Motarrad-Werkstatt und nahm diesen und einen weiteren Mann gemeinsam fest. Der Polizei war bekannt, dasß die vier Burschen einer Terroristengruppe angehören und in der Werkstatt Waffen und Sprengstoffe versteckt hielten. So umzingelten Polizisten und Feuerwehrleute den Häuserblock und konnten ausser dem geßuehten Material eine ansehnliche Menge von Büchern und Broschüren mit nazistischer Propaganda in spanischer und deutscher Sprache sowie mehrere Revolver finden. Der vorrätige Explosivßtoff hätte nach Aussage der Experten der Polizei ausgereieht, um den ganzen Häuserblock in die Luft fliegen zu lassen. Die Verhafteten, die inzwischen dem Richter zugeführt worden sind, erklärten, der Sprengstoff sei ihnen vor über zwei Jahren von einem Unbekannten übergeben worden, über dessen Identität sie keine Aussagen machen konnten (.oder wollten). — in der Führung von Organisationen wie durch ihre wirtschaftlichen Möglichkei- . ten die erßten hätten sein ab, bei dem er ihm im Na- | sollen, wenn wir ven eini- Tradition verpflichtet! CARLTON-Kleidung ist Kleidung guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewoehnliche Kleidung! In Fertigkleidung die gesamte Linie, wie. ANZUEGE aus: Terylene, Dracön, Alpaca, Tropical. Kammgarn. Leinen. HOSEN aus: Terylene, Tropical, Acrocel, Leinen. Poplin. SAKKOS aus: Leinen. Tropical, Fibrana. Weisse Sakkos und Smokings, Cardigans, Regenmäntel, Freizeitkleidung — Blazer. Oberhemden: van Heusen. 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Professor Olivera erwiderte, dass durch die Verstärkung der kulturellen Beziehungen zwischen Völkern und vor allem zwischen Universitäten das gegenseitige Verj trauen gefördert w'erde. — j Der Repräsentant der Hebräischen Universität wurde , bei seinem Besuch von Dr. Mario Schteingart begleitet, der Herrn Prof. Olivera eine Einladung zum Besuch der Hebräischen Universij tat übermittelte. — 1 gen wenigen rühmlichen Ausnahmen absehen. Hier liegt das Problem unserer Gemeinschaft überhaupt. Hierin muss man nichts anderes als den Mangel an Selbstrespekt erblicken. Wir werden bei nächster Gelegenheit noch einmal auf diese Probleme näher eingehen, die für die künftige Arbeit von massgebender: Bedeutung sind. Centra-Tagung Daß Präsidium der CEN¬ TRA, der Dachorganisation unserer Gemeinden und Organisationen auf diesem Kontinent, hat die Leitung zu einer Sitzung nach Buenos Aires zusammengerufen, um über eint Reihe wuchtiger Fragen zu beraten. Da die Tagesordnung nicht bekannt gegeben wurde. werden wir erst später eine Information der Oeffentlichkeit zuleiten könne«. José Lutzky zum Gedenken den mücßen, iu der DAIA, der Kehilla, der Vereinigten Kampagne und vor allem in der Zionistischen Landesorganisation, auch noch kurz vor seinem Tode. Zur letzte« Sitzung der DAIA war José Lutzky erschienen. weil wichtige Probleme auf der Tagesordnung standeij. Weder Hitze noch Kälte noch Regen w'aren für ihn ein Hinderungsgru«d, wenn es galt, eich für die Gesamtheit einzusetzen. Zwei hervorragende Eigenschaften machten Lutzky zu ’{] einer der führenden Persönlichkeiten des jüdischen Lebens Argentinien: sein umfasßendes jüdischer, Wissen und sein tiefes jüdisches Empfinden. Schwer geprüft durch das Ablebe« seines Sohneß, Dr. Alejandro Lutzky, der damals Sekretär der DAIA war, verstärkte Don Jceé seine jüdische Arbeit mehr und mehr, trotz seines Schmerzes und trotz seines Altere. Am ersten Todestag seines Sohnes erlitt er einen Schlaganfall, dem er wenige Tage später erlege« ist. Es ist schw'er, von Freunden für immer Abschied zu nehmen. Lutzky war ein Freund. Vor beinahe 25 Jahren begegnete ich ihm zum ersten Mal, we«ige Stunden, nachdem ich argentinischen Boden betreten hatte.Damals war er Sekretär der Federación Sionista Argentina; heute stehe ich an der gleichen Stelle, in de« selben Räumen, an seiner Bahre. Man kann nicht sagen, dass er ein besonderer Freund der zentraleuropäischc« Juden gewesen sei. aber er interessierte eich für ihr Schicksal und ihre Arbeit mit jener inneren Anteilnahme, die ihn ausgezeichnet hat. Als Lutzky «ach dem Weltkrieg seine erste Reise nach Europa und Israel machte, schrieb er darüber. Er betrachtete sich als einen Journalisten aus Passion. Seine Artikel übergab er auch mir; eie erschienen damals in der Jüdischen Wochenschau. Lutzkys Tod hat zweifellos eine Lücke gerissen. Sein Wort, sein Rat, seine Forderungen nach Aktivierung der Arbeit werden vielen fehle«. Alle aber werden ihm ein freundschaftliches Andenken bewahren, diesem immer jungen, immer drängenden. immer dynamischen Manne. — Von der Einheitskampagne Wer ihn auch noch i« den , letzten Tagen seines Lebens! gekannt hat, wird eß kaum! glauben können, dass dieser starke, dynamische, lebens- Die Einheitskampagne hat; bejahende Mann nicht mehr in diesem Jahr eißtmalig eien Versuch unternommen, unter uns weilt. Mit seinen 76 Jahren machte er einen mit dem Ende des Kalen- frischen, mitunter sogar eiderjahres die Aktion abzu-; nen jugendhaften Eindruck, schiiesse«. Diese Anregung Die BAR MIZWAH unseres Sohnes CLAUDIO findet s.G.w. am Sonnabend, den 11. Januar, in der Chaim Weizmanrr Synagoge, Arcos 2319, um 8 Uhr 30 statt. Empfang anschliessend nach dem Gottesdienst in der Synagoge. Werner Laser und Frau Eva geb. Hirsch 3 de Febrero 3079, dp. C pl. b. Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grcßßmutter. Frau LINA ROSENBAUM (früher Paderborn u. Hamburg) begeht am 19. Januar 1964 in geistiger Frische ihren 85. GEBURTSTAG. Asuncion — Paraguay Manuel Dominguez 125 ERNST KOPPEL MAIPUS82 T. E. 31-7845 »■■■■nBflBai wurde im zentraleuropäischen Comité wiederholte Male gegeben, vor allem von den Herren Werner Rosenberg und S. Weinstein, die damals dießem Comité angehört haben. Selfcstverständlich werde« die nächsten drei Mon .te bis zum Kinus. der Konvention der Vereinigten Kampagne in Argentinien, der im April stattinden wird, noch voll für die Arbeit ausgenutzt werden, denn ee stehen noch eine Reihe von Zahlungen aus, die eingebracht werden müßsen. Ohne dem Bericht auf •dem Kinus im April oder der eigenen Generalversammlung des zentraleuropäischsn Comités vorzugreifen, kann gesagt werden, dass auch die Kampag«e 1963 ein zufriedenstellendes Ergebnis gehabt hat. Die grosse Anzahl der treu ergebenen Beisteuerer sichert immer den Erfolg. Leider haben auch in diesem Jahr wiederum diejenigen völlig versagt, die sowohl durch ihre gesellschaftliche Stellung unermüdlich in seiner Arbeit für die Interessen des argentinischen Judentums, des Zionismus, der Medinat Jisrael. Im Laufe der Jahre bekleidete er die wichtigsten Aemter, die in unserer Gemeinschaft ausgefüllt wer- Wirtschaftsprobleme Jerusalem. — Jean Rey, Mitglied der Leitung der Europäische« Wirtschaftsgemeinschaft, zu dessen Aufgabengebiet die auswärtigen Beziehungen gehören, traf in Israel ein, um die wirtschaftliche Lage dort zu studieren. Er hielt Konferenzen ab mit dem Premierminister Levi Eshkol. dem Aüßsenminister Frau Golda Meir. dem Finanzminister Pinchas Sapir, dem Vizepremier Abba Eban und dem Generaldirektor der Israel-Bank, David Horowitz. Wie man weiss, ist Israel darum bemüht, in ein festeres Verhältnis mit dem Gemeinsamen Europäische« Markt zu treten und hat bereite eine Liste für 37 Exportartikel vorgelegt. , LUACH — (KALENDER) Freitag, de« 10. Januar 25. Tewet Sonnabend, den 11. Januar 26. Tewet Parschat WA’ERA 2. B. M. VI 2 — IX 35 Haftara Yecheßkel XXVII 25 — XXIX 21 Neumondankündigung SCIIWAT Sonntag, den 12. Januar 27. Tewet Moijtag, dei 13, Ja«uar 28. Tewet Dienstag, den 14. Januar 29. Tewet Mittwoch, den 15. Januar Roseh Chodesch Schwat Donnerstag, den 16. Januar Freitag, den 17. Januar Sonnabend, den 18. Januar Parsehat BO 2. B. M. X 1 — XII Haftara Yermeyahu XLVI 13 — Sonntag, den 19. Januar Montag, den 20. Januar Dienstag, den 21. Januar Mittwoch, den 22. Januar Donnerstag, den 23. Januar Freitag, den 24. Januar Sonnabend den 25. Januar Haftara Schoftim IV 4 — V Schabbat SCHIRA 31 Sonntag, den 26. Januar Montag, den 27. Januar Dienstag, den 28. Januar 1. Schwat 2. Schwat 3 Schwat 4. Schwat 16 28 5. Schwat 6. Schwat 7. Schwat 8 Schwat 9. Schwat 10. Schwat 11. Schwat 1 — XVII ló 12. Schwat 13. Schwat 14. Schwat

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