Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2046 (10.1.1964)
- Date
- 1964-01-10
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/9616703-9614256-9614266--3147-9614269- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Viernes, 10 de Enero de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Aro XXV. — No. 2016 — 2 (Fortsetzung von Seite 1) Christen, man könnte sagen, für die ganze Menschheit gesegnet und geheiligt wurde. „Eure Exzellenz weißs und Gott ist mein Zeuge, dr.rio wir bei unserem Besuch in keinem Augenblick von einem anderen Motiv als rein geistigen bewegt worden sind. Wir sind als Wallfahrer gekommen. Wir sind gekommen, um die Heiligen Stätten zu verehr: n. Wir bind gekommen um zu beten. „Von diesem Lande aus, das einzigartig in der ganzen Welt wegen der Grösse jener Ereignisse ist, die sich auf diecem Boden abspieiten, erheben wir unsere bescheidene Stimme zu Gott für alle Menschen, Gläubige und Ungläubige,, und wir schüessen hier mit Freude die Söhne der, Volkes des Bundes ein, deesen Anteil an der Geschichte der Menschheit niemals vergessen werden kann. „Als Wallfahrer des Friedens beten wir vor allem für die Verhöhnung des Menschen mit Gott und für die Verwirklichung einer wahren Eintracht unter allen Menschen und Völkern. Möge Gott unser Gebet erhören denn er hegt für uns, wie der Prophet sagt, „Gedanken des Friedens und nicht des Leidens.“ „Möge ER diese gequälte Welt mit dem unvergleichlichen Geschenk überschütten, von dem eine jede Seite der Heiligen Schrift spricht und in dem wir unsere Wünsche und Gebete zusammenfaßsen möchten: „Schalom, Schalom.'“ — An einer Stelle seiner Rede hatte der Papst dem Präsidenten Israels ausdrücklich versichert, deos er die Juden in seine Gebe te eiischließse, denn sie seien „die Söhne des Volkes des Bundes, deren Teil an der religiösen Geschichte der Menschheit niemals vergessen werden könne“. Der Papst sprach französich und nur die letzten Worte seiner Rede „Scha lom, Schalom“ auf hebräisch, während Shazar seine I Begrüßungsrede in hebräi- I scher Sprache gehalten hati te. Später überreichte Salj man Shazar dem Papst ei- : ne eigens zu dieser Gele- | genheit verfertigte Goldmedaille. Paul VI. schenkte . seinerseits dem Präsidenten ' Israels und den Mitgliedern vdns Kabinetts, die bei sßi- I nem Empfang zugegen wa- 1 ren, eine im Vatikan gej prägte Münze. Des weiteren! überreichte er Shazar zwei : grosse ßilbeiue Kandelaber, sein Bild mit seinem Autogramm und einen Elektrokardiographen, mit der Bitte, dieses Instrument einem israelischen Hospital zu 1 ßchenken. i HUSSEIN DROHT ISRAEL | Jerusalem. — Israels Aussenminister Golda Meir klagte den transjordani- ' sehen König Hussein an, die Pilgerreise des Papstes Paul i VI. zu den Heiligen Stätten ' in Trar.ßjordanien und Israi ei „zu politischer Propagan-! da zu missbrauchen“. Dies; ist der erste Streit auf offij zieller Ebene, der durch die Wallfahrt des Papsteß her- ’ vorgerufen wurde und eine 1 Entgegnung auf eine Erklärung des Königs Hussein bil- : det, dass der Besuch des Papstes im Heiligen Land nicht zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Israel und Trar.ßjordanien beitragen werde. Hussein hatte geäussert, die heutige Lage sei „fast eine Kriegsdrohung und sei dies seit dem Jahre 1948, denn immer noch bestehen Flüchtlingslager. Die arabische Welt hat das Gefühl. dass Israel, so wie es j heute ist, Ziele und Pläne verfolgt, um die Aggression noch weiter zu treiben und sieh auf arabische Kosten auszudehnen.“ König Hussein bezeichne1:« die von Israel geplante Verwendung der Jordamvasser zur Bewässerung der Negew-Wiiste „gerade a'ß ein Beispiel“ und wies jedwede Möglichkeit einer Vermitt-! lung des Papstes in dem arabisch israelischen Konflikt rundweg von der Hand, , indem er versicherte, daß „die,se Fragen von den arabischen Staaten gelöst werden würden“. Er ersuchte um die christliche Unterstützung gegen das Jordanprojekt und sagte:' „WTir weigern uns zu glauben, daiss die christliche Welt die Abj Leitung der Jordanwaßer; zulass; n und die fast völli- : ge -Umleitung des Jordan- ■ Flusses mit all seinen geheij ligten go-chichtliehen und! religiösen Erinnerungen dulden wird, so wie Israel dies zu tun vorhat.“ Golda Meir erwiderte, ,,mrn hätte glauben dürfen, d;ßs der ausdrückliche Wunsch des Papstes, seine Pilgerfahrt aiß rein religiös zu betrachten, allgemein und im besonderen von seinen Gläubigen respektiert werden würde. Aus Achtung vor diesem hochgestellten Gant und dem von ihm ausgesprochenen Wunsch, enthalte ich mich einer Antwort auf diese heftigen und unbegründeten AnkI■:»on“. Des weiteren führte Golda Meir aus: „Alle objektiven Beobachter v, i- .• -.i •. der Bewässerungspian röcht di? Rechte unserer .o "n Nachbarn schmäle: t u:d ebenso wenig ihr. n geschichtlichen und religiösen Erinnerungen Schaden tut.“ Sie erklärte sich von den Aeusseruugen des tra ns jordanischen Königs überrascht, da „eeine Regierung selbst damit beschäftigt sei, die Wasner des grössten Ne benflussee des Jordan, dec Jarmuk, abzuleiten.“ LA SEMANA ISRAELITA BISEMANARIO INDEPENDIENTE ßs. Aires - PUEYBREDO» 21S0, 1’ iiq. - T. E. 83.261'-. 10. Januar 193! 215. Tewet 3724 Ehrung der jüdischen Opfer I }Ji J-íTIl! f, €? * - V ¡r-^vv YV * Bevor Sie wechseln erfragen Sie unsere Preise Man spricht Deutsch i Jerusalem. — Die Ißroel.Ss hörten mit grosser Befriedi- | gung. dass Papst Paul VI., I der inzwischen nach Rom zurückgekehrt ist, öffentlich i erklärte, der in Israel verbrachte Tag werde für ihn unvergesslich bleiben“. Der Aufenthalt de« Papstes in Israel war nicht nur durch! die herzliche Begrüssung I gekennzeichnet, die ihm von allen, Juden, Christen und Mohammedanern, zuteil wurde, sondern auch durch die Ordnung und sorgfältige Organisation im Gegensatz zu den beinahe chaotischen Zu- | ständen, die während seine« Beßuches in Transjordanieu herrschten. i Obwohl Oberrabbiner Nissim, wie er dies angekündigt hatte, weder am Empfang noch an der Verabschiedung des Papsteß teilnahm, weil er den Standpunkt vertrat, Paul VI. hätte diese Auf-! merksamkeit mit einem Gegenbesuch erwidern müsßen, so wohnte doch Religionsminister Zorach Wahrhaftig 1 sowohl der Begrüßung des Papstes in Megiddo wie auch seinem Abschied in Jerusalem bei. Der Dekan der Kardiialskongregation. Kardinal Eugene Tisserant, besuchte als päpstlicher Delegierter das! Mahnmal für die sechs Millionen Juden, die von den Nazis ermordet wurden, und entzündete ßeehs Lichter zum Andenken an die Opfer. Hierbei sagte der Kar dinal: „Ich bin gekommen, um unserem tiefen Mitgefühl mit Eurem grossen und schmerzlichen Verlust Ausdruck zu verleihen.“ DER ABSCHIED DES PAPSTES In eeV.en Absehiedsworten nahm Papst Paul. Gele genheit, den verstorbenen Papst Pius XII. gegen die Anklagen zu verteidigen, dass er seine Stimme mcht , gegen di« nazistischen Verfolgungen der Juden erhoben habe. Er erwähnte, das Drama „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth, das Pius XII. für «ein Schweigen anschuldigt. Hierzu äusserte der Papßt: „Unser grosser Vorgänger Pius XII. sprach verschiedentlich klar und deutlich seine Gefühle aus. Alle wiesen, wae er getan hat, um allen denen Hilfe und Schutz zu gewähren, die von den Kriegsgreueln betroffen wurden, und dies geschah ohne jegliche Diskrimination. Wie! Sie alle wissen, ist der Ver- I such unternommen worden, j gegen daß Andenken dieses I greßsen Kirchenfürsten Anklage zu erheben. Wir sehät- | zen uns glücklich, heute und [ an diesem Ort erklären zu ■ dürfen, dass es nichts Unge- | rechteres als diese Verleum- | düng eines so verehrungßwürdigen Andenkens gibt. Diejenigen, die diesen be wundernswerten Menschen gut gekannt haben, wissen, wie tief sein Mitgefühl und ßei.i Mitempfinden für menschliches Leid ging, c-ie £ wissen um seinen Mut, die Zartfühligkeit seines Herzens, die Tiefe seiner Barmherzigkeit und sein Verschluss auf Seite 12) Discount Bank Ltö. CASA MATRIZ: 27 cafle Yehuda Halevi Tel Aviv Cuentas Corrientes Cuantas de Ahorro Servicios Bancadas Nacionales o Internacionales Depósitos a Plazo Fijo Cajas de Seguridad Custodia de Valores SUCURSAL EN NEW YORK: 511 Fifth Avenue New York 17, N.Y. Telephone. TN 7-/080 * Informes: Oficina de Representación Cerrito 836 - Piso 3® T. í 44-9356/9282 imiiiüimüiiumiiimiiiiimmimiHmiiiimmiiiuiiiniiiitmR 95 Filiales ea Israel Red de Bancos Af ilados en Europa y Amiñca Latina Teppickhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKUUPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN s'UER JEDES GEMUETUCHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch ZahJungserleichterungen MASCHINF.NTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag unu Sonntug von 9—19 Uhr im Aussteüungshaus CaUe ANDONAEGUI 2083 Tel.: 52-2393 4 Quader von Station Urquiza M0EBELHAUS 1 Das Haus der 3 Geschäl te mit d?r grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E. 35 /033 CABILDO 2614 PAMPA 4379 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zahlungserleiehterungen Zuvorkommende facb männische Bedienung ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL ♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦ »♦•»♦♦♦ •««*»«»•»•<«•««««««>««»•«»« OOP Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHÄEDIGUNGSFRÄGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich, Rückerstattung BUEROSTUNDEN- DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16—-18 Uhr T. E.: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS VERREIST VOM 1. BIS 19. JANUAR * PUEYRRED0N 2190 esq. Av. LAS HERAS