Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2046 (10.1.1964)
- Date
- 1964-01-10
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9616703-9614256-9614266--3146-9614268- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
2 — Viernes, 10 de Enero de 1064 LA SEMANA ISRAELITA Afie XXV. — No. 204« Die staendigen Drohungen (Schluss von Seite 1) Staaten auf jedem Gebiet ihres «staatlichen Le’oeits sind kaum zu verbergen. Auch die Unzufriedenheit der verschiedenen arabischen Bevölkerungen mit ihren Regierungen und ihrem Schicksal können nicht geleugnet werden. Die dauernden Unruhen und der ständige Regierungswechsel in Syrien und im Irak, die niemals unterbrochenen Bestrebungen zum Sturz des transjordanischen Könige Hussein, die ewigen Kämpfe in Sau di Arabien und im Yemen, die blutigen Zusammenstösse in Algerien und Marokko, all diese Vorkommnisse und viele andere mehr deuten darauf hin, dass die ara bischen Länder nicht imstande eind. ihr Schicksal allein zu bestimmen. Es wäre falsch, sich durch den von Nasser entwickelten äusseren Glanz seiner zahllosen Begegnungen mit an deren Staatsmännern, von Nehru über Tito zu Chou En-Lai, über die tatsächlichen Verhältnisse, auch in Aegypten, täuschen zu lassen. Diese inneren Spannungen in den arabischen Ländern und die innerpolitischen Misserfolge sind der äussere Anlass für Nasser, seine Politik in dem einzigen Punkt zu forcieren, bei dem es bisher immer gelungen ist, die arabische Einheit — scr.st nur ein Phantom und eine leere, inhaltlose Phrase — herzustellen: im Kampf gegen Israel. Wenn alle anderen Möglichkeiten zu einer Verständigung oder Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 219« 1” izq. VERREIST vom 1. bis 19 Januar REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 Jaime Liebling S. A. SPERRHOELZER HOELZER DIAZ VELEZ 5224 Tel.: 89-9349. 33-9305 PR0PIEDADES FRANKENBERG S. R. L. jerät Sie kostenlos und inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 gern-, insamen AktiOi der .arabischen Staaten zerschlagen sind, hier erwächst Nas ser bisher immer noch die einzigartige Chance, sich an die Spitze der arabischen Welt zu stellen, um sie ,,zum Freiheitskampf“ gegen Israel aufzurufen. Im Gru de genommen handelt es sich hierbei auch nur um ein leicht durchsebaubares politisches Manöver. Zwar hat Ben Bella noch bevor er algerischer Präsident geworden war, seinem ägyptischen Kollegen eine 100.000 Mann-Armee für diesen Kampf gegeu Israel versprochen. Im Grunde genommen aber liegt hierin doch ein ungeheuerliches Armutszeugnis, das sich Nasser und die anderen Nachbarn Israels ausstellen, wenn sie eine ganze arabische Welt gegen Israel aufrufen. Es bedeutet doch nichts anderes, als dass sie allein nicht imstande sind, diesen von ihnen immer wieder geforderten und betriebenen, systematisch vorbereiteten Krieg zu führen, obwohl Aegypten über deutsche Experten bei der Waffenproduktion verfügt, und obwohl nicht nur Aegypten alte nazideutsche Militärs zu Ausbildern seiner Trup pen gemacht hat. Die jetzt erfolgte Einberufung einer sogenannten arabischen Gipfelkonferenz, auf der sich die Staatsoberhäupter der arabischen Länder treffen werden, um über die gemeinsame Haltung ge genüber Israel zu beraten, wenn Israel sein Projekt über die Verwertung der Jordan-Wasser durchführt, stellt eine logische Fortsetzung der gegen Israel betriebenen Hass- und Hetz-Politik dar. Nasser hat es ganz offen ausgesprochen: die arabischen Länder brauchen diese Gipfelkonferenz, denn eine Kriegserklärung gegen Israel könne nur von den Führern ihrer Völker proklamiert werden. Wenn man diese öffentlich verkündete, durch die grossen Nachrichten Agenturen verbreitete Mitteilung Nassers überprüft, muss man bei aller kühlen Objektivität, deren ein Mensch fähig sein kann zu der Feststei lung gelangen, dass hierin eine Gefährdung des Friedens — jedenfalls im Midieren Osten, wenn man schon nicht weitere Schlüs se ziehen will —, zu erblik ken ist. Erstaunlich ist die Ruhe, mit der Israel diese Ankündigung hingenommen hat. Man darf daraus den Schluss ziehen, dass Israel für jeden Fall vorbereitet ist. Damit die Angelegenheit aber als abgeschlossen zu betrachten, widerspricht allen Bekundungen des Friedenswillens und der Frie densVerpflichtungen, die von den Grossmäehten und vor allem auch von den Vereinten Nationen als deren BestimmungGzweck auf eich JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - TaUiebeutel - Käppchen - Maz zot-Taschen - Hand und Maschinenstickerei von Bett- und Tiscnwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 genommen worden sind. Haben sie bei den arabischen Ländern interveniert? Haben sie gegen eine Gipfelkonferenz Steilung genommen, deren erklärter Zweck die Kriegserklärung gegen einen Staat ist, der genau wie alle ci.deren ein anerkannies Mitglied der Vöikerfamilie ist? Eine ernste Reaktion auf die Niisersche Kampfansage ist nicht und von keiner Seite erfolgt. Es mag sein, dass man die arabischen Drohungen wegen ihrer Alltäglichkeit nicht ernst nehmen will. Aber auch hierin wäre eine Gefahr zu erblikken, denn dieser Mangel an jeder Reaktion könnte durchaus die beteiligten Länder in ihrer Annahme stärken, diu« man ihnen bei der Regelung „ihrer Palästina - Frage“ freie Hand geben würde. Da gleichzeitig alle arabischen Länder, und wiederum vor allem Aegypten, von den westlichen wie den östlichen Grossmächten umworben und mit Krediten, Waffen und Geld überhäuft werden, müssen sie den festen Eindruck gewinnen, al.s dürften isi-e alles das tun, was ihnen richtig erscheint. Sie aktuieren in der politischen Oeffentlichkeit auch in dieser Form, als würden für sie die internationalen Gesetze nicht gelten. Während nach der UN-Charter alle Völker verpflichtet sind, ihre Konflikte auf friedlichem Wege zu regeln, können sie mit Krieg drohen und Krieg führen. w’ann cg ihnen gefällt. Zu dieser Ueberzeugung werden die arabischen Nationen durch die Gleichgültigkeit und Müdigkeit der anderen Staaten geradezu angespornt. — Die weltlichen Grossmächte haben Israel gegenüber eine internationale Garantie der Integrität seiner Gren zen übernommen. Sie hielten es angesichts der arabischen Drohungen noch nicht einmal für erforderlich, diese Garantie in Erinnerung zu bringen. Man dürft« vielleicht auch der Ansicht sein, dass ein Einschreiten der UN oder dee Sicherheitsrates am Platz gewesen wäre, wenn eine Völkergruppe zu einer Gipfelkonferenz zusammenruft, deren Ziel die Kriegserklärung an ein Mitglied der UN ist. Auch dats ist nicht geschehen. In diesem allgemeinen Schweigen und der totalen Inaktivität der Grossmächte, die sich sonst um alles besonders dann kümmern, wenn eie eigene Interessen zu verteidigen haben oder nur vermuten, liegt ohne Zweifel eine weitere Gefahr für den Bestand des internationalen Friedens. Dass sich ein Konflikt um Israel auf den Mittleren Osten lokalisieren liecce, nimmt niemand ernsthaft an. Schon die Einberufung der arabischen Gipfelkonferenz - JACOB LAPIDUS dipl. Mabel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2«37, 4’ B. 46-1716 und 48-2124 mit der Beteiligung von Ländern, die garnichi zum Mittleren Osten gehört«, deutet auf die internationale Weite des Konflikts hin. Faktisch gibt es auch heute nicht eine einzige Grossmacht. die gleichgültig bleiben würde, weil sie eigene Interessen zu wahren hat, nachdem sogar das kommunistische China sich in diesen Konflikt e'nmischte. Die Russen werden ängstlich darum bemüht sein, keinen kommunistischen Konkurrenten zuzulassen, nachdem sie Jahrhunderte hindurch um diesen Einfluss gekämpft haben. Alle Westmächte, auch die Bundcerepublik und Italien, sind darum bemüht, in den Ländern des Mittleren Ostens Fuss zu fassen, von Amerikanern, Engländern und Franzosen gaiuicht zu sprechen. Bei diesem Wirrwarr und Zusammenprall politischer, strategischer und wirtschaftlicher Interessen ist die Be grenzung eines bewaffneten Konfliktes unmöglich. Es liegt die Vermutung nahe, dass der Besuch des Papstes Paul VI. in Israel eine Veranlassung mehr für Nasser gewesen ist, zu seiner Gipfelkonferenz einzurufen. Er war auch der erste, der dagegen protestierte, dass der Besuch des Papstes in Israel .politisch ausgewertef werde. Der Vatikan hat demgegenüber von Anfang an den ausschliesslich religiösen Charakter dieser ,Wallfahrt zu den Heiligen Stätten der Christenheit“ unterstrichen. Diesen Gesichtspunkt seiner Reise hat der Papst selbst bei verschiedenen Gelegenheiten, vor allem auch bei seiner Begegnung mit dem israelischen Präsidenten Shazar, hervorgehoben. Dennoch bleibt es eine bedauerliche Tatsache, dass der transjordanische König anti-israelische Erklärungen bei Gelegenheit des Papst- Besuches abgegeben hat. Auch hierbei sind die inne ren Spannungen im arabischen Lager massgebend gewesen. Um seine Treue zur arabischen Welt zu bekunden, liees sich Hussein zu solchen Bemerkungen hinreissen. die an sich völlig unmotiviert sind. Dass er sicherheitshalber eine grosse Anzahl seiner fanatisierten Untertanen einsperren liess, die übrigens . auch seine Gegner sind, sei nur nebenbei festgestellt. Papst Paul VI. gab seinen, die ganze Welt überraschenden Plan einer Pilgerfahrt ins Heilige Land wenige Tage naeh der Beendigung der zweiten Phase des Oekumenischen Konzils bekannt. das nicht — wie es ursprünglich vorgesehen war, — mit der Annahme des Statuts über die Annäherung der Glaubensgemein- I; «ebaflen abgeschlossen wurde. weil sieh Stimmen gegen dieses moderne ,Toleranzedikt“ erhoben hatten. Offensichtlich wollte der Papist diese Verzögerung bei der Ueberwindung von Trennungslinien durch eine grosszügige und gewöhnliche Geste ausgleichen, wie sie diese Pilgerfahrt dar stellt. Er nutzte dabei geschickt die historischen Gegebenheiten aus, dass die Heiligen Stätten der Christenheit sieh heute auf Territorien nichtchristlicher Staaten, nämlich Israels und Trannjordaniens, befinden. Die Bevölkerungen der beiden Länder haben die Absicht des Papstes richtig interpretiert, indem eie ihn nicht nur wegen seiner hohen Stellung als Oberhaupt der Katholischen Kirche respektvoll begrüssten. sondern ihm zujubelten, weil eie die Hoffnung hegten, dass sein Besuch über dae Symbolische, über eine Geste der Versöhnung hinaus reichen würde. Es ist nicht d erete Mal, dass im Zuge des israelischarabischen Konflikts davon gesprochen wird, der Papst möge die Rolle eines Friedenßmittlers übernehmen. Hier war die Gelegenheit, die sich gewiss auch noch nach Abschluss der Wallfahrt bieten dürfte. Jedenfalls erscheint es beinahe unmöglich, dass der Papst naeh dem Besuch des Heiligen Landes zu dem Konflikt schweigt, der mit der angedrohten Kriegserklärung Nassers wieder einmal in ein «ehr akutes Stadium internationaler Friedensgefährdung getreten ist. Alle werden den Wunsch des Papstes respektieren, eine Wallfahrt ins Heilige Land unternommen zu haben und an den Stätten zu beten. die Zentren der christlichen Glaubenswelt sind. Di« Geschichte der Päpste beweist jedoch zur Genüge, daos seihst die LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Llda. Verantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredón 2190 1? izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise; Argentinien: 6 100.— pro Quartal Ausl. $ 600.— j&hrl. i Oberhäupter der Kirche | auch andere Wege zu be-! schreiten verstanden, als! nur durch das Gebet in den | Lauf der Entwicklungen ein- : zugreifen. Auch Papst Paul j VI. dürfte der Ueberzeugung sein, dass Beten allein nicht genügt, um die Probleme unserer Gegenwart zu lösen. Im Angesicht der Gefahren,; die Menschen drohten, nicht« gesagt und nichts un-; ternommen zu haben, durch Schweigen Mitschuld auf; sich geladen zu haben, das war der Vorwurf, der vor kurzer Zeit einem verstorbenen Papst gemacht wor- - den ist. Das Papsttum ist durch das konstruktive Werk und durch das völkerverbindende Wort des Papstes Johannes XXIII., dessen Erbe Papst Paul VI. entschlcusen : fortführt, aus dem Schattendasein eines antiquierten Zaubers wieder zu einer moralischen und realen Macht allerersten Ranges in unserer Zeit geworden. Die Kraft des Geiste« und die Idee der Versöhnung der Völker im | Zeichen des Friedens haben! diese Wandlung vollzogen. Jetzt wäre die Stunde gekommen. die Schönheit und die Reinheit dieser Gedanken durch konkrete Taten in , die bittere Welt der Wirklichkeiten zu übertragen. Dr. J. P. Krell Bieber INNERE MEDIZIN U. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLÄZAL 2512 — 76-7980 Privat 52 7734 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO Cardiología — Hospital Fernández Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Montags bis Freitag: 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, eeq. CONDE 76-0286 73-1049 MQHEL N« PLAKSIN Superí 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 Dr. B. Schwanz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG VARICES -ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmienta 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach telei Vereinbarung Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENIGKNSTR AHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76-8673 u. 73-0500 BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Dr. L. KLEIN - Médico Magen- und Darmkrankheiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch U- Freitag vou 15—19 Uhr Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542