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Jüdische Wochenschau · 1964-01-02 · 2045 (2.1.1964) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2045 (2.1.1964)
Date
1964-01-02
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes. 3 de Enero de 15*64 LA SEMANA ISRAELITA A»o XXV. — No. 2045 — t Meianti - statt Miami m NEUEN BUDGET ISRAELS JjA-o Mt/'* öt/wt/t/ ±w M/# i . i i i i . - mi ii ifiiiiriiiwi uie Landkarte Israels verändert sieh dauernd — und auch die Namen. Es tauchen neue und .seltsame Namen aut, doch sie werden schnell Gemeingut. Ende November wurde ein neuer Punkt aer ,,Nahal“ (Regiment von Farmer Soldaten) eingeweiht. Selbst grosse Kenner der Landkarte Israels konnten sich nicht über die genaue geographische Lage der neuen Siedlung im Kleinen Dreieck, namens „Mciami“ einigen. Einige meinen, sie liegt in den Bergen Ephraim, andere sagen, es sind die Berge Gilboa. Beides trifft nicht zu. "fWmr^hau genommen liegt sie an ‘inem Punkt, wo die Bergzüge von Ephraim und Gilboa beginnen Sie liegt auch ganz nahe der Knute am Karmelgebirge, wo die Hügel von Samaria andere Bergzüge treffen. Bei gutem Wetter — und Ende November war das Wetter prachtvoll: warme, goldene Sonne und tiefblauer Winterhimmel — erblickt man von hier die Berge von Galiläa die Hügel von Gilboa, Ephraim und Samaria und westlich die helle Küste vor dem glitzernden Mittelmeer. Es war eo klar, dass man in weiter Ferner den Gipfel des Hermon im Libanon sah, des höchsten Berges der Levante, der in ewigen Schnee gehüllt ißt. DRITTE NAHAL- SIEDLUNG Meiami ist die dritte Nahal-Siedlung in dieser Gegend, ein Glied in der Ket te von Grenzpunkten, von wo aus diese öde und verlassene Berggegend zum Leben erweckt werden soll. Die Zeiten sind vorbei, in denen ein Ort am Tage der Ankunft der Siedler eingeweiht wurde. Die Nahal- Gruppe, die diesen Punkt von MALKAH RAYMIST I haki.i. aufbauen und ent-! wickeln will, lebt hier be- 1 reils seit Monaten und ist weit fortgeschritten mit ihren Vorbereitungen. Schon erheben sich hier stabile Bauten' es gibt Elektrizität und Waitser, und die jungen Pi(liiere leben und arbeiten unter ziemlich geordneten Bedingungen. Die älteren Siedler nennen sie . Luxuspioniere“. Das ist weder spöttisch noch neidisch ge meint: im Gegenteil eg erfüllt sie mit Befriedigung und Stolz, dass heutzutage junge Pioniere in Israel mit bequem eingerichteten Wohnbauten beginnen können. Früher konnte dies erst nach zwanzig Jahren oder mehr und nur in rentablen Siedlungen erreicht wOTden. WILLKOMMEN DER ARABER Fahnen und Wimpel flattern lustig im Wind. Es fand eine kleine Parade statt, bei der die N'ahal-Standarte der Siedler-Pioniere übergeben wurde. Danach wurden Tänze gezeigt, und auf der Tribüne vtsungen. Die Reden waren kurz. Einer der Ehrengäste, der Schultheißs des nahen arabischen Dorfes Um-el-Fahm. erntete grossen Applaus. In seiner arabischen Ansprache, die später ns Hebräische übersetzt wurde begrüsste er die neue Siedlung und den Geint der jungen Leute die auf dem Lande arbeiten und die öden, steinigen Hügel in grüne Folder, Pflanzungen und Wälder verwandeln wollen. Er schloss mi|- einem arabischen Sprichwort: ,,Du bist mit einem guten Nachbarn enger verwandt alsmit einem fernen Bruder“. Man hätte hier eine politische Bedeutung hineinlesen können: auf jeden Fall war das Sprichwort treffend und gut gewählt. JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 Tradition verpflichtet! CARLTON-Kleidung ist Kleidung guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewoehnliche Kleidung! IW Fertigkleidung die gesamte Linie, wie: ANZUEGE aus: Terylene, Dracön, Alpaca, Tropica!, Kammgarn, Leinen. HOSEN aus: Terylene, Tropical, Acrocel, Leinen, Poplin. SAKKOS aus: Leinen, Tropical, Fibrana. Weisse Sakkos und Smokings, Cardigans, Regenmäntel, Freizeitkleidung — Blazer. Oberhemden: van Heusen, Non Plus, Perfekta Lew. Buschhemden — Schlafanzüge (Kurze und lange Hosen). Krawatten (importiert) — Socken. UND WENN SIE MASSKLEIDUNG WUENSCHEN, ERST RECHT ZU CARLTON! ständige P assform kontrolle Anfertigung aus mitgebrachten Stoffen Auch Junioren kaufen gerne bei CARLTON Praktisch denken, von G A R L T O N schenken! Individuelle persönliche Bedienung! Fachgeschaeft fuer Herrenbekleidung | Das Dorf Um-el-Fahm und die neue Nahal-Siedlung liegen unweit der transjordanischen Grenze im sogenannten ..Kleinen Dreieck“, nahe dei arabischen Stadt Dschenin. Die Dörfler von Um-el-Fahm sind wohlhabende und fortschrittliche Araber die von den Juden moderne landwirtschaftliche Methoden übernommen haben. Sie bceitzen Schulen. Jugend und Kulturklubs und scheinen wirklich erfreut darüber eine jüdische landwirtschaftliche Siedlung in nächste- Nähe zu haben. Sie wonnen bereits in modernen nach einem israelischen Wohnprojekt modellierten Siedhmgshäuschen. AMERIKANISCHE HILFE In einer kürzen Anspraj che wies Levi Eshkol, lera- '■ els Ministerpräsident und Verteidigungsminister, darauf hin dass dieses neue Dorf Verläufer der ausgedehnten Besiedlung von Galiläa und der Verstärkung der Landesgrenzen ist. Jaakob Tsur, Vorsitzender des Direktoriums des Jüdischen Nationaifondß. erklärte den Namen ,,Meimi“ (Wasser für mein Volk) mit Miami ■. in Florida. Die Juden von | Miami wollten zum Aufbau Ir-raels beitragen und hier i eine Stadt namens Miami bauen. Es wurde ihnen er-! klärt, dass eine so grosse; Stadt wie Miami in Israel | nicht am Platze wäre, doch | daßs ein landwirtschaftli- ' eher Siedlungspunkt in einer i Entwicklungßgegend viel : wichtiger sei. Sie waren da- ' mit einverstanden, und die : neue Nahal-Siedlung erhielt; den Namen von Miami in; i hebräisierter Form, mit ei- : ner tiefen Bedeutung. Denn - in einem Lande, wo Wasser so hoch im Werte steht, ist ein mit Wasser verbundener Name immer ein guteß Omen. Kritik am Vatikan Casablanca. — Die Oppoßitionspartei Isticlal richtete eine heftige Kritik gegen den Vatikan, weil er auf dem Konzil ein Dokument zur Beratung gestellt hat, durch welches die Juden von der Verantwortung an der Kreuzigung Christi freigesprochen werden sollen. In der letzten Ausgabe des Parteiorgans ..Al Alam“ wird Papst Paul VT. wegen seiner Entschliessung, Israel zu besuchen, scharf kritisiert. Das Parteiorgan beschuldigte in seinem Artikel die Juden des „Gottesmordes“. Der zitierte Artikel benutzt gleichzeitig tjie Gele genheit, um die marokkanischen "Juden anzugreifen, weil sie nach seiner Meinung eine entscheidende Po sition in der marokkanischen Wirtschaft einnehmen würden. Strasse nach Korczak benannt Tel Aviv. — In Jaffa wurde kürzlich eine Strasse nach dem warschauer Pädagogen und Schriftsteller Janus Korczak benannt, der mit den von ihm betreuten Waisenkindern in den Tod ging. HA 7 DIE Eii/H.l'' A íí JJ -'v iUh ¡ TA E 'J— l.ns^r ßiul. Sch läge bu ende. Der ßau. weiterer Schulen dieser Art beginnt denitui.ee. Antisemitische Hetze in Algerien ERNST KOPPEL MAIPU982 T. E. 31-7845 Mit der Entwicklung der jungen algerischen Republik zum Polizeistaat, mit der wachsenden Unterdrückung jeder Opposition, wurde auch der seit jeher latente Antisemitismus gewisser algerischer Chefß und nicht zuletzt Ben Bellas wieder akut. D;eser Antisemitismus kaschiert sich schamhaft unter der Allerweitsmarke ,.Anti-Zi. nismus“ und „Anti-Ißraeiismus“. Diese Tarnung stammt aus der Küche Nassers und seiner SS- Leute, die er von Hitler ge erbt hat. Im Departement von Constantine. in Algier, Oran und auch im Bled wurden vor kurzem Flugblätter verbreitet, auf denen unter anderem zu lesen war: „Der Zionismus war und bleibt der Todfeind des algerischen Staatßaufbaus, wie er der Todfein-’ der gerechten arabischen Aspirationen in Afrika ist. Israelische Geheimagenten sind seit Wochen am Werk, um Ben Bella und seine Regierung bei ihrem grossen Werk der Wiederauferstehung unserer Nation zu behindern und zu sabotieren. Die sogenannte „Opposition“ einiger ehrgeiziger und süffisanter Besserwisser steht unter dem vergifteten Einfluss des Zicnißmus, w7enn sie nicht direkt im Solde von Tel Aviv arbeitet. Diese Rattennester müssen erbarmungslos ausgetilgt werden. Algerische Volk, sei wachsam und erkenne Deine Feinde!“ In einem anderen Flugblatt wurde man deutlicher. „Der Jede“, so heisst es dort brutal, „war immer ein Fremdkörper. Soweit er im Lande geblieben ist, versucht er Misstrauen und Hass gegen unßere Führer zu säen. Die Komplotte, i die die Feinde unseres Sozialismus schmieden, stehen zum grossen Teil unter seiner Schirmherrßchaft. Israel zittert 'lavor, dass unsere Republik stark wird.und in einem dritten Flugblatt heisst es, „dass sich die Juden vor allem als Grosßkapitahsten und Franzosenfreunde im Lande betätigen und ßo zwangsläufig Gegner j der algerischen Republik“ | seien . .. j Diese heimtückische und skrupellose Agitation wird j von einem aktiven Minister ■ der Regierung Ben Bella di . rigiert der früher in Hitler«! Waffen-SS gekämpft und am i Grossdeutschen Rundfunk - des Jcßeph Goebbels wüste anlialliicrte und antijüdische Hetzreden gehalten hatte. Dem Mann, an Streic-her- . Praktiken geschult, sitzt der Jargon des Dritten Reiches noch so im Blut, dass er die! Sprache des direkten, wie i des indirekten Pogroms bei herißcht. I 1 Jüdisehen Bewohnern wer- , den anonyme Schmähbriefe; ins Haus geschickt oder Hakenkreuze an die Häuser ge-! malt. Min muss indessen hinzufügen, dass die breite 1 Maise der Algerier nicht aggressiv und aktiv-antisemi 1 tisch eingestellt und diese Aktion das Werk einer klei- , nen, aber sehr betriebsamen und emflussreichen Gruppe l ist, die ganz offenbar mit offizieller Genehmigung, wenn nicht in offiziellem ' Auftrag handelt.; Eß liegt durchaus in der j Linie dieses systematischen i Antisemitismus, unter der | Tarnkappe eines Anti-Israe- I lismus auu nationalpolitii ßchen Gesichtspunkten, dass die InformatiLU.sbüros der ’ algerischen Regierung jetzt ‘ von Israelis »sprechen, die „in voller Aktion in den Ma- ' quisgruppen“ der Gegner Ben Bellas und seiner autoritären. besser, diktatorialen Politik „unschädlich gei macht“ worden ßei: n. j Von diesen Behauptungen stimmt nur eine: Juden sind : tatßäehlich in nicht unbe-! trächtlicher Zahl verhaftet , worden. Sie waren weder Agenten Israels,’noch in der ‘ Mehrzahl politische Gegner! des von Ben Bella etablier-! ten anti-demokratischen Regimes. sondern sie waren einfach unbequem. Erstens, weil sie schlechtweg Juden waren und zweitens, weil sie den Mittelklassen angehör- ' ten, eben jener „Bourgeosie“, die in Algerien der! Blitzableiter für die Folgen der Misserfolge allzu hastig durchgelührter Experimen- : te auf politischem, wirt- ' sehaftlichem und »sozialem; Gebiet ist. KURT KAISER-BLUETH HOTEL LAGO TV2 Inhaber: Leo Kahn RIO CEBALLOS — SIERRAS DE CORDOBA CASILLA CORREO 34 Auskunft in Buenos Aires: 70-2360 v. 8—10 Uhr ALFREDO STERN MALERARBEITEN ALLER ART Departamentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kosten Voranschläge für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 DEPOSITO: V. de la Plaza 1779 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 SCHWEIZER KONTEN Safes. Guthaben usw. von Personen, die durch Krieg oder Verfolgung ums Leben kamen, deren Kontonummer nicht bekannt und für die Bevollmaechtigte nicht vorhanden sind. Nach neuem schweizerischen Gesetz ist Sonder- Regelung vorgesehen. Erben oder sonstige (vermeintliche) Berechtigte können sich jetzt melden 'nformation erteilt Büro Dr. Hardi Swarsensky (Dienstag, Mittwoch, Freitag von 16 bis 18 Uhr) PUEYRREDON 2190, 1. Stock links Telefonisch werden keine Auskünfte erteilt, Anrufe zwecklos.

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