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Jüdische Wochenschau · 1963-12-27 · 2044 (27.12.1963) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2044 (27.12.1963)
Date
1963-12-27
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 27 de Diciembre de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2044 — 3 udget- und Konjunktur Entgegen früherer pessimistischer Prophezeiungen für die Entwicklung der Wirtschaft Israels und seines Aussenhsndels musste die Bank Israel nun in ei nem Bericht, der Anfang Dezember veröffentlicht wurde. zugeben, dasß auch im Jahre 1963 die Produktiora;- steigerur.g des Landes in dem gle:ehen schnellen Tempo der Vorjahre zunehmen konnte. Das Nationalprodukt stieg in seinem realen Wert im Jahre 1963 um 10 bis 12 Prozent, die Industrieproduktion allein genommen um 12 bis 14 Prozent, die landwirtschaftliche um 18 Prozent. Trotz einer verhältnismässig starken Einwanderungsquote im Jahre 1963 zeigte sich keine Arbeitslosigkeit, ja im Gegenteil auf vielen Gebieten und besonders aut solchen, wo Faehkenntnisse gefordert werden, machte sich bereits ein ausgesprochener Mangel an Arbeitskräften bemerkbar; das Heer der in der Produktion beschäftigten Arbeiter stieg um 4 Ms 5 Prozent weiter an. Die Neuinvestitionen überstiegen die des Voriah res um 11 Prozent. Der Export erhöhte sich in den ersten zehn Monaten 1963 um nahezu 50 Millionen Dollar, oder um rund 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aber ein grosser Teil des Exportzuwachses entfiel auf die Zitrusausfuhr, die sich auf rund 70 Millionen Dollar, oder um fast 25 Millionen Dollar höher a's im Vorjahr stellte, wie auf das ebenfalls nicht unbeträchtliche Anwachsen der Diamantenindustrie. Weniger dagegen stieg der reine Industrieexport. Da aner auch die Importe weiter Zunahmen, wenn von Dr. KURT 0TTENS00SER (Israel) auch in verlangsamtem Tempo, betrug der Rückgang des Handelsdefizits nur 40 Millionen Dollar. ZU GROSSE KAUFKRAFT Der wunde Punkt in der en sich so günstigen Entwicklung der Wirtschaft Israels stellt das schnelle Anwachsen der Geldumlaufsmittel (Bargeld und Bankdepositen) dar. Diese Mittel stiegen vom Februar 1963 bis September 1963 um über 18 Prozent, und von Februar 1962 (d. h. seit der Abwertung des Israel-Pfundes) bis Ende September 1963 um 600 Millionen IL, oder um 60 Prozent, was allerdings der Abwertung des Pfundes von 1,80 auf 3 IL pro Dollar entspricht. Der Bericht der Bank Israel, den wir schon erwähnten, sieht hier die Gefahr einer Inflation gegeben, die die erzielte Stabilität erschüttern müsste, wenn diese Entwicklung nicht rechtzeitig gedämmt -wird. PREIS UND LOHNNIVEAU Der Bericht der Bank Israel unterstreicht, dass die Wahrung des Preisniveaus im Jahre 1963 nur gelang, weil Börse und Grundstücks - markt, die eine starke Hausse erfuhren, sehr grosse Mittel und die Kaufkraft des Publikums gebunden hatten, jedoch eine Erhöhung des Lohnniveaus zu einer Erschütterung führen müsste. Der energischen Haltung des Industrie- und Handelsministeriums gegenüber jeder Preiserhöhung von Seiten der Industrie und des Handels muss es gedankt werden dass 1963 die Erhöhung des Preisniveaus in engen Grenzen gehalten werden konnte. Mit Befriedigung wurde unlängst bekannt gegeben, dass die Grccshandelspreise für Industrieprodukte nur um 1/10 eines Prozent in den ersten 10 Monaten des Jahres 1963 anstiegen. Der Konsument allerdings nimmt von dieser Feststellung nur mit einem Kopfcchiitteln Kenntnis, da der Leber-tshaltungs - Index weit stärker anzog und für Anfang Januar 1964 eine Teuerungszulage in Höhe von rund 414 Prozent entsprechend der Indexsteigerung /orgeseben wurde. Wenn das Handels- und Industrie - Ministerium die Industrie weitgehend von Preiserhöhungen abhalten konnte, so ist dies darauf zurückzuführen, weil es in der Waffe der Liberalisierung der Einfuhr und Herabsetzung der Schutzzölle für den Fall von Preiserhöhungen einen starken Druck ausübte. Aber auch Finanz- und Handels- und Industrieminister Pinehas Sapir macht es mit aller Deutlichkeit klar, dass eine generelle Erhöhung der Grundlöhne von der Industrie nicht ohne Preiserhöhungen getragen j werdu.i kann, und dies zu einem Zusammenbruch der I gegenwärtigen Wirtschaftsi politik. die auf Wahrung der! Wirtschaftsstabilität ausge j richtet war, führen müsste. | Die Hintadrut (Gewerki schafisverband aber, die un-! ter einem starken Druck der Linkcelemente steht, ver langt eine Erhöhung der Grundlöhne entsprechend der Steigerung des Sozialprodukts im Jahre 1963. Linkselemente gehen noch darüber hinau«3 und fordern Erhöhungen bis zu 15 und 20 Prozent. i DAS BUDGET STEIGT WEITER Das Budget für da«s Jahr 1964/65, das der Regierung vorgelegt wurde, beläuft sich auf rund 3,3 Milliarden IL, um eine halbe Milliarde mehr als im Vorjahr, ist aber trotzdem nicht nur ausgeglichen, sondern es enthält auch eine nicht unbeträchtliche Budgetreserve, entspricht aloo in dieser Beziehung den Wünschen und Forderungen des Gouverneurs der Bank Israel. Allerdings darf nicht übersehen werden, dass nach hiesigem Brauch in die Bud geteinnahmen Eingänge aus Aufnahme von Staatsanleihen mit eingestellt werden. Finanzminister Pinchas Sa- LA SEMANA ISRAELITA BISEMANARIO INDEPENDIENTE 8t Aire« — PUEYBHEDO» 219«. I* — T. E. 83-261S 27. Dezember 1963 11. Tewet 5724 : pir geht von der Vorstellung i aus, dass es ihm auch 1964; gelinger wird, die iiber- ' schlissige Kaufkraft der Be- 1 völkermg durch Ablenkung ■ an Börse und den Grundi stücksmarkt, wie zur Anla- | ge in .>parwerten abzusaui gen, ohne dass es zu einer Nachfrage Inflation kommen müsste. Der Gouverneur der Staatsbank David Horovitz zeigt sich in dieser Beziehung wesentlich pessimistischer und sieht die Gefahr einer durch die überschüssige Kaufkraft ausgelösten SCHICKS ODER (ÜBERWEISUNGEN IN D-MARK ODER DOLLAR Bevor Sie wechseln erfragen Sie unsere Preise Man spricht Deutsch ionageprozess in Israel Inflation gegeben, wenn man nicht durch monetäre Massnahmen dem rechtzeitig entgegenwirkt. Aber ec unterliegt für .beide keinem Zweifel, dass eine allgemeine Lohnerhöhung die Erschütterung der gesamten Wirtschaftspolitik der Regierung herbeiführeiv müsste. Beide betonen daher auch, dass alle Voraussagen lür das Jahr 1964 nur insoweit Geltung haben können, wls untragbare Lohnerhöhungen zu vermeiden sein werden. CASA PIANO s.A. 34/- SAN MARTIN-128 BERNARDO STERN Ausführung saemtücher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKTUPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN ^UER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eig«n« Fabrikation — Unverbindlich« Vorfiihrtina Auf Wunsch Zahlungserleichternngen MASCHINEN TEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im AuMtellunsshaua Calle ANDONAEGUI 2083 Tel.: 52-2993 4 Quader von Station Urquiaa Tel Aviv. — Kabarik Jacobian, ein in Kairo gehöre ner Armenier, der nach Angaben der israelischen Sicherheit» - Behörden jahrelang für die Siponagetätigkeit in Israel sorgfältig ausgebildet wurde, ist als Spi cn angcklagt und dem Richter vorgeführt worden. Die israelischen Sicherheitsbeamten sprechen von einem „guten Fang“. Die Aussage Jacobians und seine Ausbildung aiu Spion für die Aegypter hört sich wie ein richtiger Kriminalroman an. In Kairo, wo er rls Fotograf arbeitete, besuchte er eine ägyptische Spionageschule. Er : wurde mit falschen Papieren ausgestattet und als arabischer Flüchtling registriert, worauf man ihn nach Brasilien schickte. Dort wies ihn ein ägyptischer Agent namens Salim Aziz el-Said an, nach Sao Paulo zu gei hen, wo Jacobian sich als Jude unter dem Namen 1 Jizchak Koehuk meldete. Vorher hatte man ihn hi einem kairoer Hospital beschnitten und ihn in der jüdischen Tradition unterwie sen. In Sao Paulo „bewies“ er seine jüdische Herkunft und zeigte Bilder vom jüdischen Friedhof in Kairo, wobei er behauptete, in ei- 1 nem der Gräber läge seine . jüdische Grossmutter. I Von Sao Paulo aus ging ■ Jacobian dann nach Rio de; Janeiro und schrieb sich i dort bei der Jewish Agency | als Auswanderer nach Isra j ei ein. Im Jahre 1961 kam! er in Israel an. Er hatte gei heimen Befehl von den Ae-! gyptern in das Israel-Heer j und zwar in die Panzer i Truppe einzutreten, und so I versuchte er. sich sofort zu dieser Einheit zu melden. : Er wurde aber zuerst in den Kibbuz Negba geschickt, um Hebräisch zu lernen. Botschafter in den UN Washington. — Sidney E. Yates, ein früherer demokratischer Abgeordneter int zum Vertreter der Verewigten Staaten am Treuhandrat; der UN mit dem Rang eines Botschafters ernannt worden. Der neue Botsehaf ter ist russisch-jüdischer Herkunft. I Hierauf wurde er in die'Arj mee aufgenommen. und i nach Anem Dienstjahr bat j er um seine Entlassung, i Diese wurde ihm auch gej währt, weil er wicht mehr I jung wer. Zu dieser Zeit ■ wurde er schon vom Sicherheitsdienst überwacht. Man liess ihr. jedoch freiherum laufen, da man seine Komplizen ausfindig machen wollte. Schliesslich würde er jetzt in seiner Wohnung :n Asc'iJrelon verhaftet. Wie die isr.relische Sicherheitspolizei mitteilte, ist Jacobian geständig. (ITA) BANK LBVMI LE ISRAEL B.M.. CöM Matriz »0-2* YEHUDA HALEVI S* TEL AVIV . ISRAEL t Hé SucufMiles Sucursal Sew York ¿0 WALL STREET NEW YORK i. H.Y.' Subsidiarias ANGLO ISRAEL BANK LW . Sou Bells House 11 Bread Si. . London E C.4 CIFICO BANK Ltd Bahnhofstrasse 12 - Zurich I Oficina de «epresonlooon en Buenos Aires: FLORIDA 622 . I' A T. E. 31 48« ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUER0STUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr T. E.: 83-2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS VERREIST VOM 1. BIS 19. JANUAR PUEÏRHEDQN 2190 es* Av. LAS HERAS mtrn

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