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Jüdische Wochenschau · 1963-12-20 · 2043 (20.12.1963) · p. [Seite 11]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2043 (20.12.1963)
Date
1963-12-20
Page
[Seite 11] (sequence 11)
Language
German, Spanish
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Vier nr*. 20 de Diciembre de 1903 LA SEMANA ISRAELITA Afio XXIV. — No. 2043 — 11 Neuer Generalstabs - Chef Jerusalem. — Brigadege neral Jizchak Rabin, der seit 1959 das Amt eine*; Vize- Generalsta'bschefs der israelischen Streitkräfte bekleidet, wurde zum General Stabschef ernannt, womit er das Oberkommando über Israels Heer, Marine und Luftflotte übernimmt. Die Ernennung tritt am 1. Januar in Kraft. Der bisherige Generalstabs-Chef Zwi Tsur wird seinen Posten einen Tag früher niederlegen. Ministerpräsident Levi Erhkol kündigte die Ernennung General Rabiws auf der wöchentlichen Sitzung des Kabinetts an. das sein Einverständnis erklärte. General Tsur, der drei Jahre hindurch an der Spitze der Armee stand, wird längere Ferien antreten, bevor er ein anderes Amt übernimmt. Rabin, der heute 41 Jahre alt ist, wurde in Jerusalem geboren. Seine Eltern gehörten der Hagana an. Seine Mutter machte eich bei den antijüdischen Unruhen in den Jahren 1920 und 1921 verdient, als sie Waffen an die jüdischen Verteidiger Jerusalems verteilte. Sein Vater diente in einem jüdischen Bataillon während des ersten Krieges. Der junge Rabin wurde in einer landwirtschaftlichen Siedlung erzogen. Er war ein hervorragender Schüler und erhielt eein Diplom aus Händen de,5 damaligen britischen Hochkommissars Harold MacMichael. Später trat er zuerst in die Hagana und dann in den Palmach ein. Er führte eine Reihe von schwierigen Missionen gegen die britische Pobzei durch und befehligte u. a. eine Kampfgruppe, die in das Lager von Atlit einbrach, in dem die „illegalen“ jüdischen Immigranten gefangen gehalten wurden. Während des Befreiungskrieges kommandierte er ein Bataillon, das in Jerusalem kämpfte und dem es später gelang, die Strasse von Tel Aviv offen zu halten. An den Waffenstillstands-Verhandlungen mit Transjordanien nahm er als hoher israelischer Offizier teil. Später setzte er seine Studien an der englischen Offiziersschule in Camberley fort und vervollständigte seine Ausbildung in den Vereinigten Staaten, wo er Kurt3e für den Einsatz von Raketen zu Kriegszwecken besuchte. Man erzählt von ihm, dass er bei reinen Untergebenen ungewöhnlich beliebt ist. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. (ITA) Beziehungen nicht erwünscht Jerusalem. — Gelegentlich einer kürzlichen Pressekonferenz äusserte der deutsche Bundeskanzler Ludwig Erhard, dass ,.er im gegenwärtigen Augenblick die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel nicht für ratsam halte“. Erhard beantwortete Fragen der Journalisten, die er zum ersten Mal als Chef der Regierung Westdeutschlands empfing. Er vertrat die Auffassung, dass die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Israel seitens der Bundesrepublik dazu führen würde, dass diplomatische Beziehungen zwischen den arabischen Ländern und Ostdeutschland hergestellt werden würden. Ueber die Beschäftigung deutscher Wissenschaftler in Aegypten befragt, entgegnete Erhard, der von deutschen Technikern geleistete Beitrag zu den ägyptischen Rüstungen sei von „geringer Bedeutung“. Gegen den arabischen Boykott FUER EINEN WOHL- TAETIGEN ZWECK London. — Lord Mancroft, der jüdische Finanzmann, Einführung der Produkte von 50 Unternehmen untersagt habe. Die Regierung Trans jordaniens hat seinereits das gleiche Verbot erder unter dem Druck des | lassen, das 49 englische Firarablschen Boykotts seinen men betrifft. Posten im Direktorium der , Versicherungs - Gesellschaft Norwich Union verliere und das Angebot ablehnte, neuerlich in die Firma einzutrej ten. hat die ihm von der | Firma gezahlte Abfindung j in Höhe von 56.000 Dollar : seiner Synagoge in Norwich! als Spende überwiesen. Jetzt auch in Guatemala Guatemala, — Hakenkreuze und Parolen wie „Heil Hitler“ und „Juden raus“ wurden auf die Wände des Hotels Posada de Belén in der Stadt Antigua und auf vor dem Hotel parkende Autos geschmiert. In Antigua tagte das ernte zentralamerikanioche Seminar der jüdischen Jugend. Der Gouverneur von Antigua, Carlos García Cortez, sah sich veranlasst einzuschreiten und stellte das Seminar unter polizeilichen Schutz. Er verurteilte die Ausschreitungen. Auch Miguel Collado, der Direktor des staatlichen Fremdenverkehrsbüros, bezeichnete die Attentäter als „unverantwortliche Unruhestifter, die den guten Namen der Stadt und das guatemalische Volk in Verruf 'bringen.“ (ITA) Fussball-Training London. — Der bekannte englische Fußballspieler und Trainer George Ainsley, der schon verschiedene nationale Teams trainiert hat, wird jetzt die israelische Fußball - Nationalmannschaft unter seine Fittiche nehmen. Arlosoroff-Preis Der Arlosoroff-Preis in Höhe von 2.000.— IL wurde kürzlich an Jaacov Roy für r>eine Forschungsarbeiten über das Thema „Die Beziehungen zwischen dem Jischuw und den Arabern von 1880—1914“ verliehen. Interessante Statistik Jerusalem. — Das Statistische Staatsamt Israels veröffentlichte ein interessantes Detail der Aufarbeitung der Volkszählungen vom Jahre 1961. 1.650.000 Bewohner Israels, d. i. fast 80 Prozent der jüdischen Bevölkerung, beginnend mit dem Alter ven zwei Jahren, benutzen die hebräische Sprache im Alltagsverkehr. ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDER VERKAEUFER - ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial VIAMONTE 550, I/B — Bu«bos Aires, Rep. Argentino del Estado de Israel, WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE IM JAHRE 5724 Fasten Assara bcTewet Chamischa Assar biSchwat Neujahr der Bäume Fasten Ester Purim Schuschan Purim Schabbat Hagadol Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Gedenken an den Aufstand im Warschauer Ghetto (27. Nisean) Ytm Ilaatzma’ut Lag BeOmer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot Fasten Sehiva assar beTamus Erew Tischa beAw Fasten Tischa beAw Erew Rosch Hasehana 5725 Donnerstag, d. 26. Dezember Mittwoch, d. 29. Januar 1964 Mittwoch, den 26. Februar Donnerstag, den 27. Februar Freitag, den '28. Februar Sonnabend, den 21. März Freitag, den 27. März Sonnabend, den 28 März Sonntag, den 29. März Freitag, den 3. April Sonnabend, den 4. April Donnerstag, den 9. ApriJ Freitag, den 17. April Donnerstag, den 30. April Sonnabend, den 16. Mal Sonntag, den 17. Mai Sonntag, den 28. Juni Sonnabend, den 18. Juli Sonntag, den 19. Juli Sonntag, den 6. September WEITERE RUECKTRITTE London. — Zwei Mitglieder des londoner Direktoriums der Norwich Union haben aus Protest gegen den erzwungenen Rücktritt von Lord Mancroft, ihre Aemter in der Leitung der Gesellschaft niedergelegt. Sir Charles Mott-Redclyffe erklärte in seinem eigenen Namen u.id namens von Sir Hugh Knatclibull - Hugessen, „in keinem Augenblick sind wir während der Vorfälle, die zum Rücktritt Lord Mancrofts führten, der später, als ihm der Posten wieder angeboten wurde, dies als unwürdig ablehnte, ebenso wenig wie die anderen Mitglieder des Direktoriums um unsere Meinung befragt worden“. Er selbst und sein Kollege sähen sich gehalten, „diese Art des Vorgehens schärfsters zu verurteilen“. „Wir bedauern die Vorfälle und sehen uns gezwrngen, ebenfalls zurückzutreten“, sagte er. Sir Hugh äusserte zu einem Journalisten: „Ich bin sicher, dass die Behauptung, cs handele sich hier nicht um Antisemitismus, eine Irreführung ist. Tatsächlich : verhält es sich so, dass die : Araber sich sofort immer I dort einmischen, wenn irj gendwo in einer Gesellschaft; ein Jude sitzt“. \ SCHWARZE LISTEN I London. — Syrien und Transjordanien haben 99 englische Firmen wegen Verletzung des arabischen Boykotts gegen Israel auf I die Schwarze Liste gesetzt \ Der syrische Wirtschaftsmi-! nister, der diese Massnah me ankündigte, teilte mit, dass seine Regierung die AUCH IN DAENEMERK Kopenhagen. — Der dänische Industrie-Ausschuss bestätigte die Meldungen, dass Aegypten versucht hat, dänische Firmen von Geschäften mit Israel abzuhalten. Der Ausschuss teilte mit, dänische Firmen hätten von den Aegyptern Fragebogen erhalten, auf denen sie angeben sollten, ob sie Filialen in Israel besitzen und ob einige ihrer Mitglieder der Dänisch - Israelischen Handelskammer angehören. Keine dänische Firma habe diesen Frgaebogen ausge füllt, da „die dänische Industrie Geschäfte nicht mit Politik vermengt“. Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ Der angekündigte Besuch des Papstes Paul VI. in Israel hat den Neid und Zorn der arabischen Länder hervorgerufen, die bereits verschiedene Schritte des Protestes eingeleitet haben. — In Bolivien ist es zu schweren innerin Spannungen ’ gekommen, in deren Mittelpunkt der Vizepräsident des Landes, Juan Lechin, steht. — Aus Damaskus wurde eine neue Krise des syrischen Kabinetts gemeldet, die mit der Stellung der Baal-Partei in Zusammenhang zu bringen ist. Die Zahl der Krisen während des letzten Jahres geht in die Dutzende. — Präsident Lyndon Johnson richtete einen Appell an alle Botschafter aus Ost und West, die Mer.ßchheit von der Gefahr des Kalten Krieges befreien zu helfen. — . Die Repräsentanten der drei alliierten Westmiicbte! vor den UN teilten dem Generalsekretär U Thant mit, da£(3 nach ihrer Auffaesung die Bundesrepublik (Westdeutschland) der einzige berechtigte Sprecher des deutschen Volkes sei, während Ostdeutschland nur als ein : von den Russen okkupiertes Gebiet anzusehsn wäre. — Die von den UN eingesetzte Untersuchungskomimsj sion für Süd-Vietnam, die eich insbesondere mit der Ver-; lolgung der Buddhisten beschäftigen sollte, ist zu ke nen 1 klaren Ergebnissen gelangt. — l Im Alter von 79 Jahren starb der erste Bundespräsi- : dent Prof. Dr. Theodor Heußs. der sich wegen seiner!iteralen Gesinnung grösster Sympathien erfreut hat. — | Frankreich kam mit dem Roten China zu einer Verständigung über die Wiederaufnahme diplomat:.;cher Beziehungen; allerdings wird erst eine Fühlungnahme mit den westlichen Alliierten, vor allem mit den USA. erforderlich sein, bis Einzelheiten festgeiegt werden. -- Die ehemalige britische Kolonie Kenya (Ostafrika) wurde zur unabhängigen Republik proklamiert. Das n-ue Land hat eine Ausdehnung von 583.625 Quadratkilometern — ist a.Yso um mehr als 20 Prozent grösser als das Deutsche Reich in seinen Grenzen von 1933. Kenya hat wenig mehr als 7 Millionen Einwohner. — In der Europäischen Wirtschaftegenieittschafl kam es bei der Festsetzung von Höchstpre'ßen für landwirtschaftliche Produkte zu schweren Meinungsverschiedenheiten zwischen der französischen und westdeutschen Regierung. Das Testament Herbert Lehmans New York. — Elf Organisationen, darunter zumeist i jüdische Institutionen, wer- | den nach dem Testament de,3 verstorbenen Senatore Herbert Lehman Legate erhalten. Die grösste Summe von 300.000 Dollar fliesst der „Edith und Herbert Lehman-Stiftung“ zu, die von dem Ehepaar für philanthropische Zwecke gegründet wurde. Die Jüdische Philanthropische Föderation von New York wird 100.00 Dollar erhalten. Spenden von 50.000 Dollar werden an das Mount Sinai- Hospital, die Brandeis-Univerßität, das Jüdische Theologische Seminar, die Jüdische Blindenfürsorge, die Organisation für kindliche Spiele und das Williams College gehen. Die Schallplat- I von Masada ihr eigenes Geten-Gesellschaft für Blinde ■ bethaus besassen, das natiir! ist mit 15.000 Dollar bedacht; lieh so angelegt war. dasß; worden. I die Betenden nach Jerusa-! Des weiteren werden 32 | lern blickten. (ITA) I Kunstwerke an die Wohl- Die aelteste Synagoge Tel Aviv. — Die Möglichkeit der Entdeckung der ältesten Synagoge in Israel wurde von Dr. Jigal Jadin, Professor für Archäologie an der Hebräischen Univercität, angedeutet, der die Ausgrabungen der alten Festung von Masada über den Ufern des Toten Meeres leitet. Prof. Jadin teilte mit, dass sich unter den Funden Inschriften auc der Zeit des Zweiten Tempels, sowie Stücke von Talessim und andere Kultgegenstände befinden. die darauf schiiessen lassen, dass die Verteidiger fahrts - Organisationen verschenkt werden, deren Verteilung von den Vollstrekkern des Testaments bestimmt werden soll. (ITA) | „Nathan der Weise“ als Film i j Wien. — Im Februar 1964 wird Regisseur Wolfgang Glück Leasings „Nathan der Weise“ verfilmen. Dem Regisseur steht die Besetzung des Burgtheaters zur Verfügung. Ernst Deutsch wird die Titelrolle übernehmen. Ferner werden Christine Hörbiger, Adrienne Gessrer Wolfgang Stendar, Hermann Thimig und Eva Zilcher spielen. Bei die,3er österreichischisraelischen Gemeinschaftsproduktion sollen die Aussenaufnahmen in Israel, die Atelieraufnahmen in Wien gedreht werden. ¿!üliUIiiüLHHfnnmiiim_mum»mnimmimiiminnmniniimnnimiiniiHimiiinnitminiii''i Todesnachricht Philadelphia. — Der bekannte Picnier der Flugzeug-Entwicklung und Konstrukteure der 1910 gebauten „Rumpler-Taube““ Diplom-Ingenieur Julian Spie gel, ist in Philadelphia gestorben. Spiegel, der beim Bau des amerikanischen Flugzeugmutterschiffs „Forrestal“ und des Atomuntereeebootes „Nautiluß“ mitbeteiligt war, ist in seinen jungen Jahren von Deutsch land nach Amerika gegangen. Schwimmrekord Tel Aviv. — Die junge Einwanderin aus Südafrika, Margaretta Koarsky. hat den israelischen Rekord im Brustschwimmen gebrochen. Sie schwamm 100 Meter in 1,2,4. APPELL der Einheitskampagne: Da die Einheitskampagne 1963 am 31. Dezember zum Abschluss gelangt, bitten wir 1. ) Alle diejenigen, die ihre Beisteuerungen noch nicht vollzogen haben, dieses nun sofort zu tun. 2. ) Die Quotenzahlungen — wenn irgend moeglich — bis zu diesem Datum zu beenden. 3. ) Die, die bisher nur gezeichnet, aber noch nicht gezahlt haben, ihre Ueberwaisungen sofort vorzunehmen. COMITÉ CENTROEUROPEO DE LA CAMPANA UNIDA PRO ISRAEL Sarmiento 2376, 3er. p. — T. E. 47-3820 ... i

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