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Jüdische Wochenschau · 1963-12-20 · 2043 (20.12.1963) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2043 (20.12.1963)
Date
1963-12-20
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 20 de Diciembre de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — So. 2043 — 5 Bibliophilen und Antiquare I Ereignisse der Woche Fritz Homeyer: Deutsche Juden als Bibliophilen und Antiquare, Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo Back- Instituts, Bd. 10, Verlag J. C. B. Mohr (Paul Siebecke), Tübingen, 1963 S., Gzl. 14.75 IL. Auslieferung Bitaon Publishing Co., fei Aviv, P.O.B. 1480. Die hervorragende Rolle, welche die Juden bei der Vermittlung von Kulturgut in Deutschland gespielt haben, rechtfertigt »sicher diese Publikation. Homeyer beginnt mit einem Auszug aus dem schönen Essay ,,Die Juden u»nd das Buch“ von Karl-Wolfskehl, dem selbst ein ganzes Kapitel in diesem Werke gewidmet ist, da Wolfckehl nicht nur ein Dichter von hohen Graden, ein tiefer Denker, sondern zugleich auch ein leidenschaftlicher Sammler von Büchern war, sodass er 1932 bekennen konnte: „Büchern bin ich zugeschworen, Bücher bilden meine Welt. Bin an Bücher ganz verloren, Bin von Büchern ganz umstellt.“ Das erste Kapitel umfasst die Bibliophilen-Bewegung in Deutschland. Die Gründung der Weimarer Gesellschaft für Bibliophilie und ihrer „Zeitschrift für Bücherfreunde“. Inwieweit nun unter den Trägern dieser Bewegung führend und geführt, anregend und geweckt, jüdische Mitbürger waren, soll im folgenden gezeigt werden. So bildet den zweiten Teil des Buches das Kapitel „Einzelne hervorragende Bibliophilen und Sammler“. Hier werden bekannte Namen von Verlegern und Buchhändlern angeführt, lei der nicht immer mit der nötigen Akribie. Kennt man die Verhältnisse wirklich, so fallen einem Unrichtigkeiten auf. Wenn Homeyer z. B. unter „Die Rosenthals- München’’, S. 31—34, diese bedeutende Buchhändler-Familie würdigt, wäre mehr Genauigkeit am Platze gewersen. Homeyer vermerkt z. B.: „Während Erwin Rosenthal-»später in Kalifornien eine akademische Laufbahn als Sprachwissenschaftler verfolgte, gründete sein jüngerer Sohn Bernhard in New York ein Spezialantiquariat Ausbau des Strassennetzes Tel Aviv. — Die Entwicklung des Strassennetzes in Israel ge mär,3 dem vorgesehenen FUnfjahreiiplan macht weitere Fortschritte. 20 Millionen IL werden in diesem Jahr in den Chausseen und Strassenbau investiert. Die Neuanlage wird 100 Kilometer Chausseen und 60 Kilometer Zufahrhsstrasisen betragen. MOEBELHAUS WATERMANN Das Hans der 3 Geschftf te mit der grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E. 35 1033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. für mittelalterliche Literatur.“ Dr. Erwin Rosenthal, der Erbe des Hauses Jacques Rosenthal, München, tsehied niemals aus dem Antiquariat aus, war aber immer als Kunsthistoriker literarisch tätig, niemals als Sprachwissenschaftler, und versuchte sich, nicht ohne j Erfolg, als Biihneruchrift steller. Wenn Homeyer im Anhang über den bedeutenden Antiquar und Bibliographen Leo S. Olschki (S. 142, Nr. 99) vermerkt: gestorben ca. 1944 (?>, so ist eine solche Notiz in einem wissenschaftlichen Werk ungenügend, da ja mit Leichtigkeit festzustellen war, dass Leo S. Olschki am 19. Juni 1940 in Genf gestorben ist. Damals erschienen Nachrufe in der Presse. Ein Werk wie die ses wird noch jahrzehntelang als Nachschlagebuch dienen und müsste daher mit grösster Zuverlässigkeit gearbeitet sein. Ein weiteres Kapitel führt die deutschen Bibliophilen- Gesellschaften bis 1933 an, wobei insbesondere die „Soncino-Gesellschaft der Freunde des jüdischen Buches“ ihre Würdigung erfährt. Jüdischen Buchkünstlern und Illustratoren ist ein weiteres Kapitel gewidmet. Hier begegnen wir z, B. Uriel Birnbaum, Joseph Budko. und Hermann Struck, um nur einige Namen hervorragender Graphiker zu nennen. Auch die Karikaturisten Thomas Theodor Heine und Walter Trier fehlen nicht. Bei der Auswahl der angeführten Werke der Illustratoren herrscht allerdings eine Subjektivität vor, die hier nicht ganz angebracht scheint. Bei Trier z. B. werden unter der Bezeichnung „Hauptwerke“ einige mehr oder weniger zufällige Pu blikationen miterwähnt aber seine erste repräsentative Sammlung „Triers Panoptikum“ (Berlin 1922) fehlt gänzlich. Mit Verzeichnissen der Zeitschriften im Dienste der Buchkunst nebst einer Auswahl von Anthologien, einem Verzeichnis der jüdischen Mitglieder Bibliophiler Gesellschaften, einem Verzeichnis jüdischer Buch- und Kunsthändler in Deutschland um 1933. mit einigen besonderen Daten, und einem Namens - Verzeichnis schliesst diese wichtige Pu blikation. mit der eine wirkliche Lücke gefüllt wurde. S.B.C. ( Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) chen folgte die Rede eines 1 anderen Seminarhörers, Ruj ben Nissenbaum, der die j Notwendigkeit einer klaren j Antwort auf das Versehwinj deh der alten jüdischen Kulj turstätten in Mittel- und Ostj europa forderte: Die Synago-; ge, als Resultat iüdiseh-gei-; stiger Entwicklungen, müsj se wieder im Mittelpunkt i des jüdischen Lebers ste-; hen. Doch der moderne Mensch glaube nicht an „Wunder“, wie diese von der tapferen Schar der Makkabäer voll'brachj und vom j Volke einst erlebt wurden.! Doch wenn jüdische Menschen unter uns, allen Wi-; dersti'nden zum Trotz, eine grosse Idee realisieren, so j grenzt dies auch ans Wunderbare, und tvir könnten I Shazar begrässte 129 Bischoefe Jerusalem. — Prä.-,ident Salman Shazar empfing 129 katholische Bischöfe aus 27 Ländern, die in Rom am Oekumenischen Konzil teilgenommen hatten und nach dessen Abschluss direkt Jerusalem besuchten. Shazar hie»3s die Bischöfe auf hebräisch in Israel willkommen und sagte: „Wir haben hier die Beratungen des Konzils mit grossem Interesse verfolgt, und der Geist der Befriedung und des gegenseitigen Verständnisses, ven dem sie getragen waren, haben bei uns grossen Widerhall erweckt.“ Bei einem vom israelischen Pilger-Comite veranstalteten Bankett hörten die Bischöfe einen Vortrag über die Bedeutung des Chanukkafestes an. Die geistlichen Würdenträger fassten den Entschluss, zu den heiligen Stätten in Israel und Transjordanien zu pilgern, nachdem Papst Paul VI. auf der Schlussitzung de»3 Vatikanischen Konzils seine Absicht kundgetan hatte, das Heilige Land zu besuchen. (ITA) von einem Lichtwunder unj serer Tage sprechen. Der Student dieses unseres Rabb.‘nerseminar»3 fühlt, dass die Universität ihm eine grosse Vision von Weltbildung geben könne; doch von der Rabbinerhochschule erwarte; er echte Inhalte; in ihren I Studien sei alle Problematik 1 unserer Zeit eingeschlos»en, ’ und der Redner und seine; Kameraden sähen in der Religion die grosse Kraft, welj ehe auf alle Lebensfragen 1 die wahre Antwort zu geben ’ in der Lage sei. j Im eigenen Gebaeude j Alsdaun ergriff der Direk-1 tor des Seminars, Rabbiner i Marahall Meyer, das Wort, I der zunächst bemerkte, dass , nur wenige Menschen bisj her den Weg dieses Werkes | begleitet hätten, dass aber i solche Schöpfungen immer! nur mit einer kleinen An-. zahl opferbereiter Juden j rechnen könnten. Doch hier | käme es weniger auf die Menge a’»3 auf den einzelj nen Menschen an. Im komj menden Semester dürfe : man auf 20 Studenten hofj fen. Leider müsse er die bedauerliche Tatsache mittei-; len, dass einer der wertvollj sten Dozenten, unser Freund! und Lehrer Moises Sendej rey, sich nach fast 60jähriger Lehrtätigkeit in den Ru- { hestand zurüekziehen wolle, doch zähle 'man weiterhin mit seinem klugen Rat, da er einer der „Pioniere jüdischer Erziehung” auf diesem Kontinent ist. Doch aueh e ne erfreuli- 1 che Nachricht gäbe es; Seit heute besitze das Rabbinerseminar sein eigenes Hau« an der 11 de Septiembre y José Hernández, und dieses Gebäude müsse zu einem Arsenal jüdischen Geistes in ganz Lateinamerika werden. Rabb. Meyer richtete herzliche Worte des Dankes an alle diejenigen, die Tag für Tag arbeiten und£o die Entwicklung fördern. Er sandte einen Grus« an den einzigen abwesenden Studenten des Seminars, den sich von seinem Unfall erholenden Victor Mirelman, sowie die Dozentin für Englisch, seine Gattin Noemi, die eich gleichfalls auf dem Wege der Genesung befände. Ferner dankte der Redner der Großzügigkeit des unermüdlichen Philanthropen und Präsidenten der „United Synagogue“ in USA. Charles Rosengarten, und wandte sich mit zündenden Worten an seine Schüler, denen er ganz gewiss dos Recht auf Kritik einräume, Kritik, der sie später einmal auf ihren Amtssitzen begegnen würden. Doch zugleich stelle er ihnen ein Vertrauensvotum aus. dessen sie eich schon durch den bisherigen Eifer und die Treue zur Sache würdig erwiesen hätten. Mit dem gemeinsam gesungenen „Aden Olam“ endete die Festatunde. an die sich im Nebemsaal ein Cocktail anschloss, bei welchem man noch einige Zeit in zwangloser Unterhaltung zusammenblieb. Banco Mercantil Araentino 40 ANOS AL SERVICIO DEL PAIS 1923 - DICIEMBRE 23 - 1963 CASA CENTRAL: Av. Corrientes 1891 40-9863-69 AGENCIA No. 1 Av. San Martín y Gaona AGENCIA No. 3 Av. Caseros y Boedo AGENCIA No. 2 Av. Nazca 2325 AGENCIA No. 4 Av. del Trabajo y Escalada

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