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Jüdische Wochenschau · 1963-12-20 · 2043 (20.12.1963) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2043 (20.12.1963)
Date
1963-12-20
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — VÍÍHWM, 2*-«fc nitifteWe it inis Li SEMANA IS« AELITA AA» HIV. — ». W« Musikpreis für Hilde Mattauck Der ,,Premio Municipal-1 der Stadt Buenos Airos für ausübende Mrriker wurde in diesem Jal;r der in unseren Kreisen wohlbekannten Sängerin Hilde Mät tauch verliehen, die schon im vergangenen Jahr ais ,.b»ste argentinische Sängerin" (für die Konzertsaiscn 1961) von dem Verband der Musikkritiker in Argentinien ausge- , zeichnet worden int. Frau Mattauch ist eine aus Deutschland gebürtige Jüdin. Sie kam im Jahre 1943 nach Argentinien. Ihr Musikstudium absolvierte sie in Deutschland am Konservatorium und der Opern schule. Ihre Lehrer waren Carl Fenke, Emmv Liusheimer-Jctteph und Mme Gior-, dana sowie Paula Lindl.erg. ■ Ihr besonderes Interesse galt der Kammermusik. Am ' „National-Theater“ in Marnheim debütierte sie als Opernsängerin. Später weilj te sie einige Zeit in Lbeabon. wo eie aktiv am Mu- , sikleben der portugiesischen i Hauptstadt teilnahm una in Symphonie - Kcr.zerten und am Rundfunk sang sowie unter der Leitung bekannter portugiesischer Dirigenten vielbeachtete Konzerte gab. : In Argentinien, aber auch ¡ in Uruguay und Brasilien,! äst Hilde Mattauch seit ihrer Ankunft als Sängerin gej cchätzt und beliebt. In Bue-! nos Aires und auch überall im Landesinnern gab sie | zahlreiche Konzerte und ist im Rundfunk und bei den | verschiedensten musikalischen Veranstaltungen zu hören. Sie trat als Kammer- | Sängerin im Colón, im Teatro Municipal, Teatro Gene- I ral San Martín, in der Fa- | kjltät für Rechtswissenj schäften und in der Medizinischen Fakultät sowie im Consejo de Mujeres auf und ¡ sang als Solistin bei Kon- | zerten mit grossen Orche-; stern, wie der Sinfónica Na- , cional. Filarmónica de Bue nos Aires, dem Symphonie- Orchester von Radio Nacional. den Kammerorchestern der Wagneriana, der „Amigos de la Música“ u.v.a. | Hilde Mattauch, die in mehreren Sprachen smgt, , verfügt über ein reichhalti- I Ereignisse der Woche Alejandro Levin s. A. j 5 Jahre Golden Age Club gee Repertoire, das Schöpfungen klassischer ebenso wie moderner Komponisten umfasst.! Auch in unseren Organisationen hat die gefeierte | ir.d anerkannte Künstlerin wiederholt Konzerte mit gro- 1 ssem Erfolg gegeben. In der vergangenen Woche otarb;'u Buenos Aires Don Alajandro Levin, der in den Jahren des Krieges und der grossen Not in Europa Präsident des argentinischen Hilfccomites gewesen ist. Diesem Comité hatte es sich zur Aufgabe gestellt. Gelder aufuzbringen, um Hilfsleistungen, Lebensmittel Pakete, Wäsche. Decken usw an die in grosser Not befindlichen Juden in den veiechiedensten Lagern Europas zu ■schicken. Unermüdlich hat Don Alejandro Levin sich dieser Aufgabe gewidmet, die er mit grosser Energie gemeinsam mit dem verstorbenen Dr. Jacob Hellmann durchgeführt hat. In den letzten Jahren lebte er Zurückgezogen. Seine grossen Verdienste werden in E den. Bedeutende Grabfunde Das vollständige Skelett ' eines Kriegers aus dem 6. | bis 5. Jahrhundert vorchrist-, licher Zeitrechnung wurde | bei den Ausgrabungen auf einem alten Friedhof an der nördlichen Mittelmeerküste , Israels gefunden. Der persi- : sehe Offizier von offenbar hohem Rang ist mit Doppel- | axt, Lanze und Dolch be- [ stattet worden. Neben ihm wurde ein weibliches Skelett mit Schmuck, Tongefässen u:d einer Kupferschale als Grabbeilagen gefunden. I Diese Funde gelten als die ' bedeutendsten Entdeckungen der soeben beendeten dies ' jährigen Grabungen .n Achziv, die die Universität Rom in Zusammenarbeit mit der ■ Universität Jerusalem unternahm. Achziv, zwischen ■ Akko und Tyrus gelegen, I w-ar eine bedeutende phönizische Hafenstadt. Sie war uiunterbrochen von 1750 v. d. g. Z. bis zu ihrer Zerstörung im israelischen Unabhängigkeitskrieg 1948 bewohnt. | Die diesjährigen Grabungen betrafen vor allem Schichten zwischen dem 9. und 4. vorchristlichen Jahrj hundert. Auf zwei Friedhöfen, einer 6Üdlich und der andere nördlich der Stadt gelegen, fand man eine reiche Ausw’ahl von Keramiken j — Gelassen wie Figuren —! einer bisher nicht in Is- ’ rael gefundenen Art. Man schliesst auf einen Import aus Griechenland und Zy pern. Die Gräber aus der persischen Zeit sind in den Fels gehauen und .wurden mit einem schweren Stein ' verschlossen, wie es später in Palästina üblich und aus dem Neuen Testament bekannt war. | Die Grabingen, die im nächsten Jahr fortgesetzt werden «ollen. sind Teil eij neu umfassenden Programmes der Universität Rom. . Man will durch diese und; andere Grabungen auf Malta 1 und Sardinien sowie auf Si- , zilien ein Gesamtbild der älteren Mittelmeerkulturen gewinnen. i Unter ausserordentlicher Teilnahme von jung und alt feierte der Golden Age Club ■ in unserem Sektor ceiu fünf- I jähriges Bestehen. Die zahli reich erschienenen alten Herrschaften lieferten den besten und überzeugenden Beweis für die Notwendigkeit der Existenz des Golden Age Clubs, der sich in allen Kreisen der grössten Beliebtheit erfreut. Die Fünfjahresfeier war eine sehr gut gelungene Veranstaltung, die in den Räumen der NCI stattfand. Einmal mehr wollen wir die Wichtigkeit und Notwendigkeit des Golden Age Club in unserem Sektor unterstreichen. der eine grosse soziale Funktion erfüllt. Die kulturellen Veranstaltungen sind stark in Anspruch genommen und finden stets das Interesse aller Beteiligten, die sich nicht nur Vorträge anhören sondern auch aktiv an der Gestaltung der Arbeit beteiligen. So führt der Golden Age Club die nach Jahren älteren Menschen aus dem Alltag hinweg und gibt ihnen Lebensfreude und Anregung. Tradition verpflichtet; CARLTON-Kleidung ist Kleidung guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewoehniiehe Kleidung! In Fertigkleidung die gesamte Linie, wie: ANZUEGE aus: Terylen«, Dracön, Alpaca. Tropical, Kammgarn, Leinen. HOSEN aus: Terylene, Tropical, Acrocel, Leinen, Popiin. SAKKOS aus: Leinen, Tropical, Fibrana. . Weisse Sakkos und Smokings, Cardigans, Regenmäntel, Freizeitkleidung — Blazer. Oberhemden: van Heusen, Non Plus, Perfekta Lew’. Buschliemden — Schlafanzüge 'Kurze und lange Hosen). 1 Krawatten (importiert) — Socken. UND WENN SIE MASSKLEIDUNG WUENSCHEN, ERST RECHT ZU CARLTON! Ständige Passformkontrolle Anfertigung aus mitgebrachten Stoffen Auch Junioren kaufen gerne bei CARLTON! P-~ktisch denken, von CARLTON schenken! Individuelle persönliche Bedienung! Fachgeschaeft fuer Herrenbekleidung Das Werk der HIAS New York. — Ueber eine halbe Million jüdischer Ueberlebender der Naziverfolgungen wurden seit Beendigung des Zweiten Weltkrieges vom United Hias Service betreut. Dies gab Murray Gurfein, Präsident dieser Organisation, auf der 34, Jahreskonvention bekannt. Er teilte mit, dass Hunderttausende der Juden Osteuropas, Nordafrikas und im Mittelosten darauf warten, sich mit Hilfe dieser Organisation mit ihren engsten Verwandten in USA, Kanada, Brasilien und Australien vereinigen zu können. (ITA) Chanukka-Feier im Bet Israel Am Außgang des Schabat Chanukka fand sich ein grosser Kreis von Gemeindemitgliedern und Freunden zusammen, um zum ersten Mal im eigenen Hau.se, dessen Fertigstellung zusehends näherrückt, Chanukka zu begehen. Nachdem Herr Alfred Baruch die Chanukkalichte entzündet und gemeinsam mit dem Chor unter Leitung des Herrn M. Selig, ’begleitet am Klavier von Kapellmeister E. Stein. „Haneraus Halolu“ und „Moaus Zur“ gesungen hatte, hielt Dr. Hardi Swarsensky die Makkabäerrede, die in einer lebendigen Beziehung zum heutigen Geschehen stand. Alsdann folgten mehrere Kompositionen hebräischer Gesänge, u. a. auch zwei bei uns unbekannte Chanukka-Melodien. Sowohl hier wie auch im zweiten Teil des Abends, beim Vortrag heiterer und weltlicher Lieder, zeisten der Chor unter seiner bewährten Führung, der Solist des Abends. Herr Baruch, sowie Herr Stein am Klavier ihr bedeutenden Können. Das Rezitatorische lag in den Händen von Herrn Juan Meyer-Keyt, der u. a. eine Szene aus Stefans Zweigs „Jeremias“ meisterhaft vertrug. Schliesslich seien noch die Zwillinge Monica und Evel'n Neumark dankbar erwähnt, deren Folklore-Tän- . ze grosse Bewunderung fan- I den. Im Laufe den Abends ver- , abschiedete der Gemeinde- ERNST KOPPEL MAIPU 982 T- E- 31-7845 L ü A G H (KALENDER) Freitag, den °0. Dezember Sonnabend, den 21. Dezember 4. Tewet 5. Tewet Parschat WATGASCH 1. B. M. XLIV 18 — XLVII 27 Haftara XXXVII 15 — 28 Sn’.ntag, den 22. Dezember Montag, den 23. Dezember Dienstag, den 24. Dezember Mittwoch, den 25. Dezember Donnerstag, den 26. Dezember Fasten ASSARA BETEWET Freitag, den 27. Dezember Sonnabend, den 28. Dezember Parschat WA’YECHI 1. B. M. XVII 28 Haftara I Könige II 1 — 12 Sonntag, den 29. Dezember Montag, den 30. Dezember Dienstag, den 31. Dezember Mittwoch, den 1. Januar Donnerstag, den 2. Janua Freitag, den 3. Januar Sonnabend, den 4. Januar Parschat SCHEMOT 2. B. M. II Haffara Heschayahu XXVII 6, XXVIII 13, 10. Tewet Tewet Tewet Tewet Tewet 11. Tewet 12. Tewet — L 26 13. Tewet 14 .Tewet 15. T.wet 16. Tewet 17. Tewet 18. Tewet 19. Tewet VI 1 XXIX 22-23 Präsident, Herr L. Willner, mit herzlichen Worten de« Dankes den treuen Mitarbeiter der Gemeinde Herrn Ba- ¡ ruch, der zunächst für ein Jahr als Kantor nach Chile geht. Semesterschluss im Rabbinerseminar C. W.: — Mit einer Feierstunde am 7. Chanukkaabend i in der ..Leo Baeck-Synagoge“ fand das zweite Schul- , jahr des „Seminario Rab;ni-; co Latinoamericano“ seinen Abschluss. In Anwei senheit mehrerer Rabbiner, I Vorstandsmitglieder, Centra- 1 Vertreter, des Joint-Direktore H. Levy und zahlreicher interessierter Personen, vor ailem einer grösseren Zahl von Jugendlichen, sprach der Seminarstudent Jacob Seider das Maariwgebet, worauf Rabb. Dr. Blum die Chanukkalichte entzündete. Nachdem dann Chor und Gemeinde „Moaus Zur“ gesungen hatten, begrüssle der Geme nderabbiner de« ..Culto Israelita de Belgrano“ die Anwesenden, unterstrich die Bedeutung des im Aufbau befindlichen Werkes und erinnerte an den Kampf der Makkabäer, die erstmals in der Geschichte der Menschheit. die Freiheit des geistigen Schaffens erkämpft und gesichert hatten. Nach einleitenden Anspra- (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) NEUEROEFFNUNG: I KOFFER REISETASCHEN BRIEFTASCHEN - HANDSCHUHE K. ZIMMERSPITZ, Junin 312 EIGENE FABRIKATION ln JUNIN 322 T. E. 47-3762 und wie immer: LEDERJACKEN HOTEL „EL PRATER" de MARTIN FINK Villa General Belgrano — Sierras de Cordoba empfiehlt sein nun RENOVIERTES Hotel für die für die bevorstehende Temporada. Alle Zimmer mit Privatbad — Internationale Küche. Teesalcn — aufmerksame Bedienung — grosser schattiger Park — Sehwimmpileta 100 Meter vom Hotel. Telefonische Anfragen: 202-1377 (Bemal) oder direkt in Villa General Belgrano — Sierras de Córdoba. HOTEL LAGO "1P3 Inhaber: Leo Kabn RIO CEBALLOS — SIERRAS DE CORDOBA CASILLA CORREO 34 Auskunft in Buenos Aires: 70-2360 v. 8—10 Uhr L ALFRED0 STERN MALERARBEITEN ALLER ART Departamentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoransrliläge für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 DEPOSITO: V. de la Plaza <779 SCHWEIZER KOKTEN Safes, Guthaben usw. von Personen, die durch Krieg oder Verfolgung ums Lebsn kamen, deren Kontonummer nicht bekannt und für die Bivoll maechtigte nicht vorhanden sind. Nach neuem schweizerischen Gesetz ist Send r- Regeiung vorgesehen. Erben oder son't’.ge (vor meintliche) Berechtigte können sich jetzt melden Information erteilt Büro Dr. Hardi Swarsensky (Dienstag, Mittwoch, Freitag von 16 bis 18 Uhr) PUEYRREDON 2180. 1. Stock links Telefonisch werden krine Auskünfte erteilt. Anrufe zwecklos.

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