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Jüdische Wochenschau · 1963-12-13 · 2042 (13.12.1963) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2042 (13.12.1963)
Date
1963-12-13
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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- -v Vieíne*. 13 «!<■ l)MM*mbrr de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2042 — 7 (i Araber an deutschen Hochschulen Der äussere Anschein lässt vermuten, das« Tausende von arabischen Studenten an deutschen Universitäten studieren. Sie verstehen es, Wirbel zu verbreiten und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Tatsächlich aber sind nur 4.000 arabische Studenten an deuijchen Hochschulen immatrikuliert, ln jeder deutschen Universität gibt es eine Art arabischen Vertrauensmann, der über eeine Landsleute wacht und sie zu gewissen Tätigkeiten anregt. Dazu gehört natürlich vornehmlich anti-israeüsche Propapaganda. Sie drucken und verteilen u. a. Flugzettel, welche die deutsche Bevölkerung darüber aufklären «ollen, dass Milliarden von Mark an Israel verschwendet werden, das dieses Geld nur für den Ankauf von Waffen verwende. Sie führen Versammlungen mit anti-israelischem Charakter durch oder besuchen pro israelische Versammlungen deutecher Studenten, um sie zu stören. Die 2.000 arabischen Praktikanten in deutschen Fabriken unterstützen die Tätigkeit ihrer „gelehrten“ Brüder. •\ Diesen 4.000 arabischen Studenten stehen 200 Israelis an deutschen Universitäten gegenüber. Sie sind natürlich nicht in der Lage, der Tätigkeit der Araber wirksam entgegenzutreten. Hinzu kommt, dass sie „inoffiziell“ in Deutschland studieren — sie sind vielfach Kinder von Jordim (Rückwanderer) und wissen sehr genau, dass ihr Land das Studium in Deutschland nicht billigt. Das macht ihr Auf treten alß Israelis an deutschen Universitäten noch unsicherer. Eß ist dann kein Zufall, dass deutsche Studenten sich oft verpflichtet fühlen, die Partei Israels gegenüber den arabischen Kommilitonen zu ergreifen. Es handelt sich dabei meist um Studenten, die in Israel gewesen eind, entweder dort einen Urlaub verbrachten oder in einem Kibbuz arbeiteten. Im letzten Jahr waren es 3500 deutsche Jugendliche — Studenten, junge Arbeiter und Auswanderung nach Israel Rio de Janeiro. — Kürzlich fuhr wieder eine Gruppe von 39 brasilianischen Juden mit der „Theodor Herzl“ nach Israel. Die Geßamtzahl der brasilianischen Einwanderer in Israel in den 11 Monaten von Januar bis November 1963 beträgt 360. In der Mehrheit handelt es sich um Angehörige der Mittelklasse. (ITA) Schüler, — die in 75 Gruppen Israel bereisten. Ihre Zahl würde zweifellos noch grösser sein, wenn die Preise für diese Reinen gesenkt werden könnten, wenn z. B. mehr Kibbuzim bereit wären. deutsche Jugendliche aufzunehmen. Wie wichtig e.s sein kann, dass deutsche Jugendliche Israel kennenlernen, um dann in der Lage zu sein, die arabische Propaganda mundtot zu machen, sei an zwei Beispielen illustriert: An der Freien Universität Berlin schlugen arabische Studenten vor, mit deutschen Kommilitonen über Ißrael zu diskutieren. Die Deutschen nahmen diesen Vorschlag an. bestanden aber darauf, dass auch Itsraelis an dieser Unterhaltung teilnähmen. Das aber wollten die Araber nicht und ihre W'eigerung hatte das Verbot ihrer Versammlung durch den Studentenrat zur Folge. An der Kölner Universität wurde ein internationales Volksliedsingen vorbereitet Die Araber kündigten an, dasß sie nicht daran teilnehmen würden, wenn Israelis anwesend wären. Nun gibt es an der Kölner Universität nur wenige Ißraelis. Ihre Zahl wurde verstärkt durch eine Gruppe Kölner Sehüler, die dank der Initiative der Kölner Schulverwaltung regelmässig Israel | bereisen. Sie sangen hebräi- 1 sehe Lieder und errangen für Israel den dritten Preis | in diesem Wettbewerb. Die arabischen Studenten hinge-! gen hatten ihre Drohung, nicht anwesend zu «ein, j wahrgemacht.; Es ist bekannt, dass den , deutschen Behörden die Tätigkeit der arabischen Studenten an deutschen Hcch- I schulen nicht sehr angenehm ist. Sie können sie indes . nicht unterbinden. Da aber | die deutschen Studenten in : wenigen Jahren im deut sehen Geistesleben eine Rol le spielen und auch die Be- I Ziehungen zwischen Deuts:ch-! land und Israel gesta’ten . werden, erhebt sich die Fra- I ge. ob eich Israel nicht mit diesem Problem beschäftigen müsste. Zwei Lösungen bieten sich an: die eine hieese eine Elite ven 500 israelischen Studenten an deutschen Universitäten auebilden lassen, die sicherlich schnell mit der arabischen Propaganda - Aktivität aufräumen würden; die andere: die Zahl der jugendlichen Israel-Reisenden durch Preissenkungen so zu vergrössern, dass der Kreis der „Freunde Israels“ in Deutschland wüchse. Auch sie wären dann in der Lage, für Israel eine Lanze zu brechen, mit anderen Worten, der arabischen Propaganda den Wind aus den Segeln zu nehmen. li. ■i Neuei nie ander er bei ihrer Ankunft im Flughafen von Lod VOM LEO BAECK- INSTITUT KCAEtt — r.^1 y I, r.-J. , jt O' t~- IX COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 NACHAL-GRUPPE SIEDELT IN GEROFIT IM SUEDLICHEN ARAVATAL Die ersten Siedler ßind vor kurzem in Gerofit angelangt, einer Vorposten-Siedlung, die an der Strasse nach Elat im südlichen Aravatal, dicht an der transjordanii sehen Grenze und zu Füssen der Edomiterberge aufgestellt wird. Gerofit liegt 6 km nördlich von Jotvata und , nahe der Strasßengabelung, wo die bestehende Chaussee Beer Schewa-Elat mit der noch im Bau befindlichen j Strasse zusammentrifft, die bald Israels Hafen am Roten » Meer mit dem Toten Meer, mit Arad und den grossen 1 Zentren des Landes verbilden wird. | Die offizielle Griindungsfeier der neuen Siedlung fand Ende November ßtatt, deß Monats, der als ..Monat der Nachal“ (des Pioniersiedlerkorps des israelischen Heeres) gelten wird. Gerofit ist, nach Jotvata und Elat, die dritte landwirtschaftli- •che Siedlung im Südteil der Arava. Der Keren Kayemeth hat hier bereitß die ersten 300 Dunam Boden anbaufähig gemacht, davon 120 Dunam, deren hoher Salzgehalt durch Auswa- ZUM AUFBEWAHREN WIE LIEGEN OIE FEIERTAGE IM JAHRE 5724 8. Tag Chanukka Fasten Assara beTewet Chamischa Assar biSchwat Neujahr der Bäume Fasten Ester Purim Schuschan Purim Schabbat Hagado, Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Gedenken an den Aufstand im Warschauer Ghetto (27. Nissan» Ycm Haatzma’ut Lag BeOmer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot Fasten Schiva assar beTamus Erew Tiseha beAw Fasten Tiseha beAw Erew Rosch Haschana 5725 Mittwoch, den 18. Dezember Donnerstag, d. 26. Dezember Mittwoch, d. 29. Januar 1964 Mittwoch, den 26. Februar Donnerstag, den 27. Februar Freitag, den 28. Februar Sonnabend, den 21. März Freitag, den 27. März Sonnabend, den 28. März Sonntag, den 29. März Freitag, den 3. April Sonnabend, den 4. April Donnerstag, den 9. April Freitag, den 17. April Donnerstag, den 30. April Sonnabend, den 16. Mai Sonntag, den 17. Mai Sonntag, den 28. Juni Sonnabend, den 18. Juli Sonntag, den 19. Juli Sonntag, den 6. September Gehen herabgesetzt wurde und die bereits mit Frühgemüsen besät sind. Der Bauplan für das neue Dorf ist bereits vom Ichud Ilakibbuzim (der landesweiten Vereinigung, der die Siedler von Gerofit angehören) bestätigt worden, und der KKL hat begonnen, den Baugrund vorzubereiten. Gerofit ist die erste von fünf Siedlungen, die während der nächsten Jahre im Aravatal aufgeistellt werden. Zwei neue Nummern des bescheiden genannten BUL¬ LETIN des Leo Baeck-Institute, das im Verlag Bitaon Tel Aviv unter der Redak tion von Dr. Hans Tramer herausgegeben wird, sind in den letzten Wochen erschienen und verdienen die vollste Aufmerksamkeit weiter Kreise, jedenfalls derer, die an der Geschichte und Entwicklung des jüdischen Geisteelebens interessiert sind. In der Nummer 19 des 5. Jahrgangs dieser Schriftenreihe finden wir einen besonders interessanten und glänzend geschriebenen Aufsatz von Prof. Franz Kobler über „Die Mutter Siegmund Freuds“ mit einer Fülle neu en Materials, daß ein helles Licht auf die grosse Persönlichkeit Freudß wirft, zugleich aber auch die Wurzeln seiner Persönlichkeit erkennen lässt. Der Autor weist darauf hin, wie aus dem gelebten Mutter-Sohn- Verhältnis dem Denker und Foißcher Freud Erkenntnisse von allgemeiner Gültigkeit erwuchsen, die für sein Werk maßsgebend wurden und nicht nur den Menschen Freud von einer äusserst sympathischen Seite zeigen. In einem weiteren Aufsatz spricht Jakob Kellner von „Freud und Mendelssohn“ und liefert so einen Beitrag zur Vorgeschichte deß psychoanalytischen Denkens. Arthur Galliner bringt uns Ephraim Kuh einen jüdischdeutschen Dichter der Aufklärungszeit näher. — Siegi fried Plaischkes schildert „Die ersten jüdischen Aerzte der Wiener Universität und ihre Schicksale“ in ei- I ner gründlichen Studie, die sowohl in den grossen Kämpfen und Entsagungen dieser hervorragenden Menschen wie in der politischen i Voreingenommenheit ihrer : Zeit das grosse Elend des! Galut-Denkenß beleuchten.! David Baumgardt versucht das Bild des Philosophen | Moritz Lazarus „auf der jii-! dischen Seite“ im Zusammenhang mit jüdischer Par- I teinahme für den Antisemitisrrms zu retten. Auch das , ißt ein Kapitel negativer jüdischer Galut - Geschichte,! die ihre Zwiespältigkeit und; Verworrenheit gerade bei ' überragenden Persönlichkeiten zeigt. 1 In der Nummer 20 lesen! wir eine ausgezeichnete Arbeit ven Felix Weltsch über Moses Hesß und sein grund- : legendeß Werk „Rom und | Jerusalem“ nach 100 .Tah i ren. Immer noch gelten die; Worte Theodor Herzls: Welch ein hoher edler Geist!; Alles was wir versuchten, i ßteht schon bei ihm. .. Seit i Spinoza hat dars Judentum keinen grösseren Geist lier- | vorgebracht als diesen vergessenen, verblassten Moses | Heas“, — \ Weltsch benutzt bei seinen : Darstellungen die neueste i Literatur, die durch die Herausgabe des Briefwechsels von Mcßes Hesß durch Edmund Silberer sowie durch : andere, im einzelnen angeführte Schriften entscheidend bereichert wurde. Immer wieder berührt und ergreift die unwahrscheinliche : Aktualität der Gedanken- und Empfindungswelt eines Mannes wie Hess, der nicht nur zu den Wegbereitern des Sozialismus sondern auch I deß Zionismus gehörte, und ' dessen Persönlichkeit und j Leben in einer seltenen, im- mer überzeugenden Harmo- , nie standen. — Auch die anderen Publikationen dieses Heftes interesßieren, vor allem die „Be- ■ merkungen über mein Leben“ von Ernst Lisßauer, der den Zwiespalt des assimilierten, von seinem Wesen entfernten Juden zeigt, der letztlich aber doch „irgendwie“ Jude blieb. — Eii ne Not« von Theodor Zon- ' dek lässt Dr. Simon Veit, den erßten Mann der Doroj thea Schlegel, Tochter Men- 1 delsßohns, in einem bestn- | ders schönen und edlen I Licht erscheinen, nachdem Veit in der Kritik und Dar- | Stellung nicht immer in rechtem Mass gewürdigt wurde. Hinweise und Bücherschau ergänzen dießen Band. — Ehrenvolle Wahl | Paris. — Der bekannte j französisch-jüdische Sozioloi ge und politische Kommen- ' tator, Prof. Raymond Aron, j wurde zum Mitglied der 1 Akademie für Moral- und politische Wissenschaften I gewählt. (ITA) Linniiiiniuuniiimiinimni[imii;iin!imiini!ii!iinni;ininnninnnimimmiminnimiinin'j: Film-Vortrag Wir benachrichtigen unse- ' re Freunde, dass am kommenden Donnerstag, den 19. 1 Dezember, um 21 Uhr Herr Werner Kroll, der eben von seiner Reiße in Israel zurückgekehrt ist, einen Vori trag über seine Reise-Ein- , drücke, mit anschliessender I Filmvorführung, halten wird. | Die Veranstaltung findet j in unserem Festsaal, Coj rrienteß 2294 , 6. Stock, statt, i Wir laden hierzu alle un-; : sere Freunde ein. Unser Telegrammdienst: Glückwunsch- sowie Beileidstelegramme und Baum- : spenden bei jeder Gelegenj heit, bitten wir, unter fol- : genden Telefon - Nummern : aufzugeben: I 73-9026 Sra. Weinetein i: 68-7404 Sra. Ehrlich 64 2966 Sra. Lubascher j 54-3209 Frl. Wertheimer I: 48-3695 Sekretariat : 48-5683 Sekretariat. '! APPELL der Einheitskampagne: Da die Einheitskampagne 1963 am 31. Dezember zum Abschluss gelangt, bitten wir 1. ) Alle diejenigen, die ihre Beisteuerungen noch nicht vollzogen haben, dieses nun sofort zu tun. 2. ) Die Guotenzahiungen — wenn irgend moeglich — bis zu diesem Datum zu beenden. 3. ) Die, die bisher nur gezeichnet, aber noch nicht gezahlt haben, ihre Ueberweisungen sofort vor. "nnehmen. COMITÉ CENTROEUROPEO DE LA CAMPANA UNIDA PRO ISRAEL \ Sarmiento 2376, 3er. p. — T. E. 47-3ß?n \ 1

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