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Jüdische Wochenschau · 1963-12-06 · 2041 (6.12.1963) · p. [Seite 11]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2041 (6.12.1963)
Date
1963-12-06
Page
[Seite 11] (sequence 11)
Language
German, Spanish
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Ciernes, 6 de Diciembre de 1963 Año XXIV. — No. 2041 — 11 LA SEMANA ISRAELITA Appell an F'raesident Johnson W.ßhingtcn. — Landeskommandant Daniel Neal Heller der jüdischen Kriegsveteranen forderte ein Bundesgesetz, das extremen Gruppierungen wie der amerikanischen Nazipariei die Unterhaltung von Wafisnlagern und die Ausbilc!u:g ihrer Anhänger alß Scharfschützen verbietet. In einem an Präsident Johnson gerichteten Schreiben wies Heller auf die Ermordung der, Präsidenten Kennedy h:'n und stellte fest, dass nazistische Formationen in Arlington Feuerwaffen aufgestapelt haben um ihre Mitglieder, „unter denen es zahlreiche notorische Verbrecher und Geisteskranke gibt“, im Gebrauch denselben zu unterweisen. „Es genügt nicht“, schreibt Heller an den Präsidenten, „den Verkauf von Waffen zu beschränken, da sieh diese schon in Händen der unverantwortlichen Fanatiker von Rechts und Links befinden, sondern es 'st unbedingt notwendig, eine strenge Kontrolle auszuüben.“ (ITA) Ein Erzieher aus Israel COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Slock — T. E. 48-3695, 48-5683 ERNTEFEIER IM „CHURSCHÄT-TAL“ Mehr als 20.000 Gäste aus allen Teilen Israels waren während der Sukkotwoche bei dem dreitägigen Erntefest zugegen, das in dem herrlichen, vom Keren Kayemeth angelegten Park „Churschat Tal“ („Hain von Tau“) im obergaliläischen Chulatal abgehalten wurde. Das Volksfest stand im Zeichen des hundertjährigen Geburtstages von Menachem M. Ussischkin, des grossen Zionistenführers und langjährigen Präsidenten des Keren Kayemeth, der seinerzeit die Initiative zur Bodenauslösung in diesem Landesteil gegeben hatte. Die ersten, vor 24 Jahren hier gegründeten Vorpostensiedluiigen Ein Nazi appelliert Washington. — Der Oberste Gerichtehof verfügte die Wiederaufnahme dce Verfahrens gegen den als Neonazi angeklagten Harold Fahny, der zu 60 Tagen Gefängnis verurteilt wurde, weil er an die Synagoge Bet El in Norwalk, Connecticut, ein Hakenkreuz gemalt hatte. Fahny legte Berufung ein und behauptete, ein Topf mit Farbe und ein Pinsel seien aus seir.em Auto gestohlen und von einem anderen benutzt worden. Oberrichter Arthur Goldberg unterstützte Fahnys Eingabe und ordnete einen neuen Prozees an. (ITA) (Dafna, Dan und Schear Jaschuv) wurden gemeinsam „Metzudot Ussischkin“ (Ussichkin-Festungen) benannt. Farbenfrohe Vorführungen von Volkstänzen, Aufzüge von geschmückten und mit Frucht beladenen Wagen und sportliche Ereignisse fanden im Rahmen der Festlichkeiten statt, für die der herrliche Naturpark mit seinen uralten Eichen, mit seinen Bächen, Teichen, Wasserfällen, Blumenbeeten und weiten Rasenflächen am Fuss des mächtigen Hermenberges gelegen, einen idealen Hintergrund gab. j Unser j Telegrammdienst: ] Glückwunsch- sowie Bei- | leidstelegramme und Baum- | spenden bei jeder Gelegen-! heit, bitten wir, unter fol- | genden Telefon - Nummern '• aufzugeben: 73-9026 Sra. Weinetein 68-7404 Sra. Ehrlich 64-2966 Sra. Lubascher 54-3209 Frl. Wertheimer 48-3695 Sekretariat 48-5683 Sekretariat. Die Jugendalija hat einen Delegierten nach Südamerika gesandt, der ein interessantes Erziehungsprogramm für die Gola vorzutragen wurde. Menachem Langer, I heute ein Fünfzigjähriger,! hat die Hälfte seine« Lebens der Jugenadüja gewidmet. Nachdem der interessante Versuch Recha Freyers und Henriette Szolds gelungen war, Kinder auch ohne ihre Elters auß Hitler-Deutschland nach Erez Israel zu verpflanzen, dehnte die Jugendalija ihr Arbeitefeld auf alle vom Nazismus direkt oder indirekt betroffenen Länder aus, um die jüdische Jugend vor physischer Vernichtung und geistigem Verkommen zu retten. Menachem Langer erzählte von eeiser ersten Begegnung mit Flüchtlinge-Kindem in Teheran im Jahre 1939. Diese Kinder wurden auf den abenteuerlichsten Wegen aus Russland, ja aus Sibirien gerettet. Verängstigt und verroht mussten diese Kinder eret wieder menschliche Form annehmen. Und ähnlich — vielleicht noch schlimmer — war es mit den 2000 Kindern, die in Cypern festgehalten wurden und — kaum aus Nazihand gerettet — nun ein anderes Lager unter britischer Bewachung kennenlernten. Unter den schwierigsten Umständen wurden Lehrer aus Erez Israel ins Lager infiltriert, die sich um die verwaisten und verwahrlosten Kinder kümmerten und sie langsam einem normalen Erziehungsprozess zuführten. Das alle-, war da« Werk der Jugendalija. Das ist ziemlich unbekannt geblieben, weil die Jugendalija oo viele glanzvolle erzieherische Werke in Israel aufzuweisen hat, sodass diese dunklen und schwierigsten Epochen in Vergecsenheit geraten sind. Im Laufe der Jahre hat die Jugendalija 110.000 Jugendliche betreut, die heute zum Teil Gelbst schon Eltern sind. Ihre Zöglinge finden sich in allen Zweigen des israelischen Lebens: im Heer, in der Wirtschaft, im Kibbuz im Unterrichtswesen, DIE BRUECKE ZWISv~.*aN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BUECUSE DES K K L ZUM AUFBEWAHREN WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE IM JAHRE 5124 Erew Chanukka 1. Tag Chanukka 8. Tag Chanukka Fasten Assara beTewet •Chamischa Assar biSchwat Neujahr der Bäume Faeten Ester Purim Schuschan Purim Schabbat Hagadol Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Gedenken an den Aufstand im Warschauer Ghetto (27. Nisean) Ycm Haatzma’ut Lag BeOmer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot Fasten Sehiva assar beTamus Erew Tischa beAw Fasten Tischa beAw Erew Rosch Hascliana 5725 Dienstag, den 10. Dezember Mittwoch, den 11. Dezember Mittwoch, den 18. Dezember Donnerstag, d. 26. Dezember Mittwoch, d. 29. Januar 1964 Mittwoch, den 26. Februar Donnerstag, den 27. Februar Freitag, den 28. Februar Sonnabend, den 21. März Freitag, den 27. März Sonnabend, den 28, März Sonntag, den 29. März Freitag, den 3. April Sonnabend, den 4. April Donnerstag, den 9. April Freitag, den 17. April Donnerstag, den 30. April Sonnabend, den 16. Mai Sonntag, den 17. Mai Sonntag, den 28. Juni Sonnabend, den 18. Juli Sonntag, den 19. Juli Sonntag, den 6. September ABSTIMMUNG IN DEN UN Vereinte Nationen. — Mit 82 Stimmen gegen die Stimme Israels und 14 Stimmenthaltungen forderte die UN-Generalversammlung die Schlichtungs - Kommission für Palästina auf, dahin zu wirken, dass die Repatriierung der arabischen Flüchtlinge in Palästina eingeleitet wird oder diejenigen, die ec vorziehen, eich in einem anderen Gebiet als Palästina anzusiedeln, Entschädigun gen erhalten. — in den akademischen Berufen, in der Arbeiterschaft. Ueberall sind jene aufrechten jungen Menschen za treffen, die ihre Rettung der Jugendalija verdanken und dessen sich vollauf bewusst sind. Die Jugendalija erzieht die Kinder in 170 Kibbuzim und 80 Heimen. Da zur Zeit ca. 25.000 Zöglinge betreut werden, go ist durchschnittlich jede Institution mit 100 Jugendlichen belegt, die von erstklassigen Fachkräften pädagogisch betreut werden. Da wir im jüdischen Leben eine politische Atempause haben, kann die Jugendalija es sich erlauben, eine Zahl von Erziehungs-Stellen auch politisch nicht verfolgten jüdischen Kindern zur Verfügung zu stellen. Eg ist ein beachtungswerter Plan, den Menachem Langer unterbreitete. Jüdische Eltern, die ihren Kindern eine gediegene jüdische Erziehung geben wollen, kennen ihre Kinder für einige Jahre in die Jugendalija einordnen. Der Unterricht in Israel wird so gestaltet werden. dass der ~Sekumiar- Sc-hüler nicht den Anschluss;.n das hiesige Schulprogramm verlieren wird, sogar spanische Sprache und Literatur werden gelehrt werden. — Sollten die Eltern nach Israel kommen wollen, so finden sich schon ihren halbwüchsigen Sohn kulturell und gesellschaftlich so vorbereitet, dass er ihnen eine Stütze sein kann; sollte der Student zurückkommen, so wird er mit seinen Kenntnissen und Erfahrungen das jüdische Leben hier befurchten;; aber noch ein drittee positives Resultat wird sich ergeben: die Sabres von Israel werden den Juden aue der Galut kennenlernen. ' Die in Israel etudierende Jugend aus Südamerika ist mit dem Wechsel ihrer Schulen sehr einverstanden Menachem Langer, selbst ein Leh»er. erzählte von der charakteristischen Antwort eines 16jährigen argentinischen Mädchene in Israel auf die Frage, worin der Unterschied zwischen den Schulen dort und hier bestände: „In Argentinien ist ein Schüler ein Schüler, ein Lehrer — ein Lehrer; sonst nichts. In Israel sind Schüler und Lehrer Chawerim, denn sie lernen nicht nur von ihrem Lehrer, sondern eie leben alle zusammen mit ihrem Lehrer.“ Staatsbesuch aus Perü Jerusalem. — Der Vizepräsident von Peru, Edgardo Seoane. stattete Israel in Begleitung des General sekretär,3 des peruanischen Ackerbauministeriums einen einwöchigen Besuch ab. Die Gäste iflta*üj£rten sich im besonderen für landwirtschaftliche Probleme-, Sie besuchten Tel Aviv, nahmen an einem ihnen zu Ehren veranstalteten Empfang in Beer Schewa teil und wurden in Jerusalem offiziell im Ackerbauministerium empfangen. Knesset-Präsident Kadisch Luz bewirtete sie im Kibbuz Degania. Vizepresident Seoane nahm auch Gelegenheit, sich mit mehreren peruanischen Agronomen zu unterhalten, die in Israel an einem Kursus für Bodenkultur in trockenen Gebieten teilnehmen. Bei seinem Abschied erklärte er. er beabsichtige, in Geinem Land für die Einführung der in Israel herrechenden kooperativen Bewirtschaftung dee Bodeus bei der Errichtung neuer Dörfer längs der peruanischen Küste Sorge zu tragen. (ITA) Rabbiner Dr. Loeb s. A. Im Alter von 78 Jahren starb kürzlich der bekannte j Göteborger Rabbiner Dr. ■ Hermann Löb. Er ctammte aus Bruchsal in Baden, wo er von dem damaligen Rabbiner Dr. Josef Echelbacber : für das Studium auf dem I Breslauer Seminar gut vorbereitet wurde. 1902 trat er , mit 18 Jahren in das Seminar, wurde zuerst in seiner : badischen Heimat in Karls-! ruhe zweiter Rabbiner, war j dann drei Jahre zweiter [ Rabbiner in Berlin, zog es j aber vor, das selbständige Rabbinat in Göteborg zu > übernehmen, das er länger; als drei Jahrzehnte innehat-! te. Göteborg hatte im Lau- J fe von 100 Jahren nur drei j Rabbiner, alle kamen aus I Deutschland: Dr. M. Wolff aus Culm, Dr. Karl Koch,; der ein gebürtiger Elsässer | war, aus Barmen. Für einen Rabbiner war j und ist ee schwer, auf dem j steinigen Boden Schwedens ] zu arbeiten, weil die Juden, j die in völliger Freiheit leben, auch nicht wie in den Vereinigten Staaten gesellschaftlich isoliert sind, vollkommen im Verkehr mit der christlichen Umwelt aufgehen. Ein schweres, fast aucßichtsloses Unternehmen ist es daher, gegen die überhandnehmenden Mischehen anzukämpfen. Umso grösser und erfolgreicher war die soziale Arbeit Lobs, besonders in den schweren Jahren nach 1933, in denen eß ceiner Menschenliebe und seinem Einfluss gelang, vielen Flüchtlingen aus Deutschland Einreise und nachher Aufenthaltsgenehmigung zu verschaffen. 1953, mit bald 70 Jahren, zog er sich in den wohlverdienten Ruhestand zurück und kam dann mehrere Male ale gern gesehener Gactredner zu den Feiertagen nach Düsseldorf und anderen rheinischen Gemeinden. Der Ruhestand wurde ihm aber nicht lange gegönnt, da sein Nachfolger, Dr. Josef Kiiersfeld (Kalir) den man nach langen Mühen aus Israel gewannen hatte, nach nur wenigen Jahren Schweden verliefe und nach Amerika weiterwanderte. In sehr hohem Alter musste Löb noch einmal einspringen und, soweit seine Kräfte es vermochten, sein altes, liebgewordenes Amt wieder betreuen. Seine Gemeinde und der grosse Kreis seiner Freunde werden ihm ein dankbares Gedenken bewahren. Rabbiner Dr. Neufeld I Disziplinarverfahren i und Rente | Müncheu. — Gegen den | ehemaligen SS-Gruppenfiih- : rer Harster, der in den Nie- I derlanden während des Krieges Vorgesetzter des Eiehi mann-Mitarbeitens Dr. Rfi- . jakovic war, schwebt ein Dienstaufsichtsverfahren, i Nach dem Kriege war Harster, der der Beteiligung : an nationalsozialistischen; Verbrechen gegen die Juden i verdächtigt wird, Oberre- | gierungsrat bei der Regie-; rung von Oberbayern in I München. Erst als im Zu- \ sammenhang mit dem Fall l Rajakovic seine Tätigkeit in! den Niederlanden bekannt; geworden war, wurde er weigen „Diei.ßtunfähigkeit“ vor- | zeitig pensioniert. Seither! erhält er eine monatliche Rente von rund 1000 Mark. Íinimn!ijHnnn!nmmnnin;»iMnn»MHnnmmmmi»imnninnHfnnmitiii!nifHHitnnnHr Botschaft U Thants Genf. — UN-Generalsekretär U Thant übersandte dem Kongress des Internationalen Roten Kreuzes in Genf eine Grussbotehaft. Er pries die Bereitschaft dtß Internationalen Roten Kreuzes, mit den UN zußammenzuarbeiten. An dem zweiwöchigen Kongress nahmen rund 400 Delegierte aus 101 Ländern teil. Auf der Tagesordnung j stand unter anderem auch j die Frage, wann und unter welchen Umständen das Rote Kreuz eingreifen könnte, um Kriege zu verhindern. (AWZ) Drusischer Nachtklub Haifa. — ln dem drusischen Dorf Isfija auf dem Carmel wurde ein drusischer Nachtklub, sehr wahrscheinlich der erste in der Welt, eröffnet. MITTEILUNG der Einheitskampagne: Da die Einheitskampagne 1963 am 31. Dezember zum Abschluss gelangt, bitten wir 1. ) Alle diejenigen, die ihre Beisteuerungen noch nicht vollzogen haben, dieses nun sofort zu tun. 2. ) Die Quetenzahlungen — wenn irgend moeglich — bis zu diesem Datum zu beenden. 3. ) Die, die bisher nur gezeichnet, aber noch nicht 1 gezahlt haben, ihre Ueberweisungen sofort vor- zunehmen. | COMITÉ CENTROEC ROPEO DE LA | CAMPANA UNIDA PRO ISRAEL i Sarmiento 2376, 3er. p. — T. E. 47-3820 I ..iiiiiiiniiiiiiiHiuiitiniuHUHHiimmiTimnTiiTiiniiniTmi#

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