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Jüdische Wochenschau · 1963-12-06 · 2041 (6.12.1963) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2041 (6.12.1963)
Date
1963-12-06
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Viernes, 6 de Diciembre de M3 LA SEMANA ISRAELITA AÄ« XXIV. — No. 2*41 Kampf (Schluss von Seite 1; Gottes geschaffen worden sind. Hieraus folgern wir den uralten Grundsatz der Gleichheit aller Menschen j ohne Unterschied der Rasse, der Volkszugehörigkeit, des Glaulxr.«;, des Geschlechtes. « Alle Menschen sind Brüder. Deswegen finden wir Juden; im Ablauf der ganzen Menschheitsgeschichte immer dort, wo für Gleichheit : und Brüderlichkeit gekämpft wird. Die Deklaration der! Menechenrechte ist die Uebersetzung alter jüdischer ■ Prinzipien in die Sprache ei- , ner neuen Zeit. Alle Men- | sehen haben die gleichen Rechte ^uf Leben, auf Frei- ’ heit ,auf gesetzlichen Schutz, \ auf Arbeit auf Erziehung j und auf Hilfe. Dietse Debatte über Recht und Gleich- | heit kann von jedem Juden geführt werden, der sein Judentum kennt. Im Grunde genommen ist es die alte Auseinandersetzung, die wir mit der Welt auszutragen haben: gegen die Errichtung von Trennungsmauern zwischen Mensch und | Mensch. Das Ghetto, die Absonderung bestimmter Gruppen j von Personen von der Mehrj heit der Bevölkerung, ist j keine jüdische Erfindung. Juden waren überall dort , anzutreffen, wo solche Mau-! ern niedergerisisen werden 1 sollten. Die grossen sozialen j Gedanken die als die Errun-; genschaften einer neuen Zeit j gelten sind in unserer Tora \ und bei unseren Propheten | zu finden. Diese Gesetze, die fernen Makkabäerkampf und! der Proklamation der Men- | «schenrechte. Denn die Mak-! kabäer «sind einst aufgestan-! den, um für die Menschen-; rechte einzutreten; sie haben sich gegen die Tyrannei erhoben, gegen die Unterj j drückung der freien Mei- 1 nuugsäusserung, gegen die j Versuche, die Individualität i der Völker nach dem Gesetz! des Stärkeren ai'ßzulöschen. j Wenn jemals in der Ge- , schichte eine Rebellion oder! ein Krieg der Ausdruck eines Kampfes um überirdi- 1 sehe Güter gewesen ist. so! legt hierfür der Aufstand! der Makkabäer ein ewigec j Zeugnis ab. Sie wollten nicht ■ die Macht an sich reiesen. Sie verteidigten nicht Positionen oder wirtschaftliche Interessen. Sie rangen um das Recht, nach ihren eigenen Vorstellungen, nach ihren eigenen Gesetzen, nach ihrem eigenen Glauben leben zu können. Der Kampf der Makkabäer war die grosse geistige Auseinandersetzung zwischen Judentum und einer grossen weltlichen Macht, die — den Vorstellungen der damaligen Zeit entsprechend — ihr hellenistisches Weltbild durchsetzen wollte. lenschenrechte jedem Menschen einen Ruhetag geben, die Frauen, Schwache und Kinder schützen, haben nicht nur Geltungskraft für das eigene Volk, nein auch für den Fremdling, der in deinrm Haune weilt. Damit sprengt das jüdische Denken die enge nationale Solidarität der Familie, der Sippe, des Stammes oder des Volkes und gewinnt einen universellen, einen humanistischen Wert. Es handelt sich nicht nur um die Rechte eines privilegierten Volke«;, es geht vielmehr um die Menschenrechte. Diese grandiose Idee der universellen Wirksamkeit des Gedankens der Gleichheit wirkt durch die Jahrtausende und hat im Bewusstsein der Kulturvölker die Bibel zum Buch der Bücher gemacht. An diesen Gedanken haben eich die grossen Geister aller Nationen inspiriert. Hier liegt und bleibt das Fundament für die ideale Gestaltung einer kommenden friedlichen i Welt. ‘ I Selbst die grossen nationa- I len Heroen unseres Volkes! haben nicht nur für die eige- 1 ne Freiheit und Zukunft ge- I kämpft. In diesem Jahr be-! gir.nt das Chanukka-Fest; nach der bürgerlichen Zeitj rechnung an dem Tage, an dem vor 15 Jahren die Menj achenrechte verkündet worden sind. W’enn man will, kann man hierin einen Zufall erblicken. Tatsächlich besteht ein tieferer Zusammenhang zwischen jenem , Der Preis war Abtrünnigkeit von ihrem Gotte, von ihrer : eigenen Welt, von sich ' selbst. Sie aber erkannten, dass es im Leben höhere Güter a.'o die äusserliehe Pracht gibt. Sie wiesen das . Angebot des mächtigen Kö- ' nigs zurück. Sie gingen in die W'üste, aus der so mancher Prophet gekommen 1 war. Sie setzten eich zur Wehr, weil sie erkannten, 1 das«s sie die Hüter eines gewaltigen Vermächtnisses sind, das ee nicht nur fiir sich selbst oder für das eigene Volk zu verteidigen galt, sondern für die ganze Menschheit. Die Geschichte der Makkabäer erteilt uns aber auch eine weitere Lehre. Höher als ein leerer Formalismus steht das Leben eines Volkes, das ui:«s nicht gegeben worden ist, um dahingeop fert zu werden, sondern das wir erhalten haben, um durch unser Leben die großen Ideen und die ewigen Gesetze zu verteidigen, durch welche die Menschheit geläutert, erlöst und von deu Schlacken der Versklavung befreit werden soll. Ec wird berichtet, wie die Feinde des Volkes die Aufständischen am Schabbat angriffen, weil sie wussten, dass sich die Juden an diesem Tage nicht zur Wehr eetzen würden. „Und die draussen stürmten den Felsen: und die drinnen wehrten sich nicht warfen nicht einen Stein und machten auch den Felsen nicht zu“... „Und sprachen: Wir wollen also cterben in unserer Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2J90 1? izq. nachm. 16—19 Uhr Neu« Telef. Nr.: 80-6930 Politische Erkiaerung Levi Eshkols Tel Aviv. — Ministerpräsident Levi Eshkol bestritt die Annahme, dass in der Haltung der USA zu Israel irgendein W'andel eintreten könne. Er begründete die«; mit dem Umstand, dass eich die Beziehungen zwischen beiden Ländern auf eine Vielfalt von Fragen erstrecken und die Divergenz in einem Punkt nicht notwendigerweise eine grundsätzliche Aenderung der Beziehungen bedeuten müsse. Diese Erklärung machte Eshkol auf dem jährlichen Banket^ der icraelischen Presse. In «seiner Rede bezog er sich auf den UN-Beschluss über die Teilung Palästinas. Aus seinen Worten ging hervor, datss er mit dem „einen Punkt“ die amerikanische Fassung der UN Resolution meinte, welche kürzlich von der Generalversammlung angenommen wurde und die aufgrund eines Beschlusses aus dem Jahre 1948 die Repatriierung oder Entschädigung der arabischen Flüchtlinge empfiehlt. Icrae] stimmte bekanntlich gegen diese Resolution, weil in ihr nicht die Möglichkeit einer Eingliederung der Flüchtlinge in die arabischen Länder erwähnt wird. Auch irgendeine Verschlechterung der französiechisraeliSchen Beziehungen stellte Eshkol in Abrede. — Zu den Zwischenfällen mit den Ultraorthodoxen versicherte der Premierminiister. dass seine Regierung jeglichen Zwang, einschliesslich des religiösen, bekämpfe, und ermahnte die Journalisten, zur Bewahrung der Ruhe und Verminderung der Differenzen beizutragen. (ITA) LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Llda. Verantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredón 2190, 1 T. E. 83-2613 izq. Abono-Preise; Argentinien: $ 100.— pro Quartal Ausl. î 600.— jährl. deiiisfreund zu den Waffen greifen muss, nicht weil der Zweck die Mittel heiligt, sondern weil nur derjenige, der am Leben ist, für das Leben und für die Zukunft kämpfen kann. In unserer heutigen Sprache können wir sagen, die Makkabäer haben d&e Wesentliche vom Formalen zu scheiden verstanden. eine Kunst, die vielen in die«ser Zeit abgeht. Es geht niemals darum, unsere Gesetze der Moderne anzupassen. denn das Ewig-Gültige hat immer Bestand. Die Epoche der Makkabäer war nicht die einzige, wo entschlossene Männer den Mut Unschuld. Himmel und Er-! aufbrachten Aenderungen Volkes zurückgetreten. Aber in der Geschichte vieler Völker hat jener Aufstand der Makkabäer Impulse den Unterdrückten gegeben, für ihre eigene Freiheit zu kämpfen. So «sind sie immer und sich diese Einheit und Geschlossenheit unserer jüdischen Existenz mit dieser unmittelbaren Kraft wie bei Chanukka. Es ißt in Wahrheit ein echtes jüdisches Volksfest, aber gleichzeitig auch ein historische«; Geschehen, das für die ganze Menschheit von symbolischer und vcu Richtung weisender Bedeutung und* Kraft sein kann. Dieses-Licht wurde zu neuer Flamme erweckt, weil es noch Menschen gab, die es bewahrten. Dieses Licht ist der Glauben an die Zukunft der Menschheit, es symbolisiert die nicht erlöschende Hoffnung. Der Kampf der allen ein Beispiel dafür ge-! Makkabäer war ein Kampf de werden Zeugen sein, daes ihr uns mit Gewalt und mit Unrecht umbringt“. Alle, die dort so sprachen, wurden ermordet. Da erklärten die Makkabäer, würden wir alle so handeln wie diese unsere Brüder, so werden wir da«s Gesetz nicht schützen. Und so beechlossen die Makkabäer, sich auch am Schabbat zur Wehr zu setzen, wenn sie angegriffen werden. Vielleicht war dies die grösste Revolution, die von den Makkabäern unternommen worden ist. Sie oder Abwandlungen, Begren zungen oder Erweiterungen 1 I am Gesetz vorzunehmen, j! Zum Erhalt des Judentum«; j war es wiederholt erforderj lieh. Erschwerungen der ge!! setzlichen Pflichten einzuj i führen. Das eine wie das anj i dere zeugte von einer lebenj! digen Kraft, von einem ] | schöpferischen Willen von |! staatsmännfecher Weisheit j i der Verantwortlichen eines | | Volkes, das weder .Staatsi männer“ im eigentlichen Sinj! ne des Wortes noch ein Ter-!! ritorium hatte. Dort, wo die j we«sen, dass die Verteidigung der geistigen Freiheit selbst ■ den phy»sisch Schwächeren befähigt, über die grossen äusseren Machtkolosse zu 1 triumphieren. Mit der jüdischen Renaiissanee des letzten Jahrhun- ' derts erhielt das Chanukka- Fe«st neue und symbolische Bedeutung. Man kann diese Tage weder nach religiösen noch nach nationalen Gesichtspunkten eimseitig deuten. Das Wunder des Lichtes ist zugleich das Wunder des Volkes. Nirgend«; zeigt" für dieses Licht, ein Kampf für die Rechte des und der Menschen gegen jede Tyrannei, gegen die phy«sische und gegen die geistige Unter; drückung. So verstanden ist der Kampf der Makkabäer für eine bessere Zukunft nicht nur eine fromme Erinnerung oder ein stolzes Gedenken einer Generation, die sich zu nationaler Freiheit erheben konnte. Der Kampf der Makkabäer ist vielmehr ein Vermächtnis für uns wie für die ganze Menschheit. REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 schreckten nicht vor der Er-! Meinung herrscht, solche : kennte:,; zurück, dass die Bestimmungen hatten Ewig-! Gesetze dem Menschen ge- , keitswert, :,;t eine gefahrlii geben worden sind, damit j | er sie im Leben und nicht I | im Sterben verwirklicht, j I Sie brachen nach der alten Jaime Liebling S. A. SPERRHOELZER H O E L Z E R DIAZ VELEZ 5224 Tel.: 89-9349, 33-9305 Vorstellung das Gesetz, um; i das Gesetz zu retten. Häti I ten sie sich gleich ihren i Brüdern umbringen lasisen, I . weil sie den Sehabbat nach! i deren Meinung nicht enthei- \ : ligen durften, dann würde eo : j heute kein jüdisches Volk! mehr geben. Die Geschichte \ der Juden wäre wahrschein- 1 lieh zuende gegangen, die! Geschichte des Judentums | hätte mit Sicherheit aufge- Der greise Priester Matitj hört, jahu und eeine Söhne hätten i Es gibt historische Augensich äussere Freiheit u»id | blicke, wo selbst der Frie- Wohlstand erkaufen können. ' — keitswert, che und lebensfremde Erstarrung eingeteten. Daß klarste Beispiel dieser Hai tung sind die Neturei Karta; sie stellen das schärfiste Extrem dar und führen bereits ein Leben neben der Wirklichkeit. Lauge Zeitläufte hindurch ist die Erinnerung an die Makkabäer im ge.schiehtlichen Bewusstsein unseres Dr. BERNARDO GOLDSTEIN M E D I C c Cardiología — Hospital Fernández Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Montags bis Freitag: 15—18 Uhr Sonnabend: 14—IG Uhr PR0PIEDADES FRANKENBERG S. R. L. x*rät Sie kostenlos und .inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - TaJliebeutel - Käppchen - Maz zot-Taschen - Hand- und Maschineirstickerei von Bett- und Tiscflwüsehe Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-H55 JACOB LAPIDUS dipl. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037, V B. 46-1716 und 48-2124 Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Piroväno Mo.,Mitt.,Frei„ 15-20 Uhr 3 de Febrero 2036 76-0266 Privat 52-7734 VARICES-ULCERAS DE U PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY' Sarmiento 3M6 T. 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