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Jüdische Wochenschau · 1963-11-08 · 2037 (8.11.1963) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2037 (8.11.1963)
Date
1963-11-08
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viert*«*,. 8 de Noviembre de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 2937 — * Von der arabischen Politik „Erfahrene Beobachter“ n der ägyptischen Haupt- .taat hatten vorausgesagt, lass die kürzlichen Bosprerhungen zw'r.chen Nasser nid dem irakischen Präsiienten Aref seng- und klanglos, ohne jedes Communi que, enden würden. Die erfahrenen Beobachter“ haben sich geirrt, denn Nasser und Aref veröffentlichten am Schluss ihrer Verhandlungen eine lrnge Erklärung. Diese ist ein Meisterwerk des Ausweichens und zeigt, dass zwischen Schein und Sein in der arabischen Politik ein grosser Unterschied besteht. Eine ganze Reihe von Fragen wird in dieser Erklärung behandelt. Nasser n.d Aref sprechen davon, dass eine Vemchlechterung der Beziehungen der arabischen Staaten vermieden werden muss. Ausführlich wird Israel erwähnt, dem bitterste Vorwürfe gemacht werden. Dagegen wurde ber die geplante arabische Föderation und über die jetzige Stellung Naesers zum Füderatioisplan nichis gesagt. Das Hauptproblem der arabischen Politik, das Marschall Aref zu seiner Reise nach Kairo veranlasst«, wird a «so übergang-cn. Und nicht ohne Grund. Inzwischen hat Marnchall Aref ein wenig von den Ge lieimnissen enthüllt, die die Besprechungen mit Nasser umgaben. Er bestätigte in einem Interview' mit der kalroer Zeitung „Al Ahram“, dass Nasser seine negative Haltung gegenüber oer syrischen Baat-Partei nicht geändert hat und dass er im Moment von der Föderation nichts wissen will. Ar:f bat Narr.er, „nicht al e Türm zuzuschlag.n“, und der äegyptische Präsident machte seinem irakischen Gast gewisse Konzessionen. AA Gmte der Freundschaft erklärte er sich zu einem Besuch in Bagdad bereit, ausserdem fiberliess er es Aref, in Damaskus weitere Vermittlungsveoiuche zu unternehmen. Die Anhänger Nrosers in Syrien verstanden auch ohne offizielle Mitteilung, in welcher Mission Aref nach Damaskus kommen wollte. Sie erschienen zu seiner BegriViSung auf den Strassen und schrien: „Vereinigung sofort“. i>:d Aref liess sich zur Erklärung hinreissen: „Die arabische Einheit wird zur Tatsache werden“. Alle redeten sich in Begeisterung hinein, an der die Baat-Fiihrer nicht interc-eiert waren. Denn sie sahen das Sein u:d nicht den Schein in der ara bischen Politik. Sie hatten Militär und Polizei in Mengen anlässlich des Besuchs von Aref aufgeboten. dri n sie fürchteten, da»;s seine Visite in Syrien nur zu einer erneuten Stärkung der Nasser-Anhänger im Staate führen würfe. Der syrische Ministerprä-; sident Bitar hatte bei sei nein Besuch n Bagdad verbucht, Aref und die Baat- Anhänger im Irak völlig auf die »syrische Seite herüberzuziehen. Dies ist ihm. wie sich zeigte, nicht gelungen. A ef und die irakischen Politiker haben zwar Sympathie für Damaskus, sie wollen es jedoch auch mit Nasen nicht verderben, und sie hoffen noch immer, dass sie die Vermittler im Konflikt Kairo—Damaskus sein können. H-inter den Kulissen werden in den nächsten Mo naten intensive Verhandlungen im Gange sein, aber cs gibt kaum Anzeichen für Kompromiss -• Bereitschaft ■ N-ssers gegenüber den Männern. die heute in Syrien regieren. nämlich General Hafez. Bitar und Michel Aflaq. So sucht man sein Heil in ausweichende»- Erklärungen, die nur den Schein in der arabischen Politik widerspiegeln und die sich zur Verteidigung und Angriff VORSICHT MIT TERYLENE! Fs ist der Moment gekommen. Carlton - Kunden und »olchs die es werden wollen. auf folgende Tatsachen auimerksam zu macnen: Auf dem Markt befinden sich Stoffe und Anzüge, dl? weit davon entfernt sind, das zu sein, was das Eti quett versprich'. Kaufen Sie Ihr« Kleidung dort, wo Sie wissen, da r, man Sie kor rekt bedient. Bei Carlton ist das seit je und eh der Fall. Langjährige Kundenbetreuung und Beratung, aufmerksame Bedienung und volle Garantie da für, dass Sie für Ihr Geld den veilen Gegenwert erhalten. das sind schon immer meine Grundsätze gewesen. 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Er erk'ärj le kürzlich in einer Radio- -endung. er begreife nicht. ■ warum die Juden durchaus I die demokratische Partei! unterstützen. j Als ein jüdischer Journaj ¡ist der INA ihn um ein Interview bat. wurde ihm von Idem Sekretär Goidwaters I erklärt, der Senator halte die jüdische Presse für nicht sehr bedeutungsvoll und könne daher keine Zeit für ein solches Interview linden. Der Senator erklärte jm | seiner Radioanspracn-e: „Ich | kann die Juden schwer ver stehen. Ich bin selbst Halbjude, und mit meinen Leu- | ten in New York — sic sind mittlerweile schon alle tot j — weiche fromme Juden I waren und alle für die De- : mokraten gestimmt haben, habe ich schwere Diskus- , .-'Ionen geführt. Seit dem : Vertrage von Versailles, der . es dem Kommunismus er-! iaubt hat, emporzukonimen, j und der den Nationalsoziaj! lismus und den Faschismus! 1 in D . utschlr.nd und Italien; | geschaffen hat, und bis zu : ' den Konferenzen von Tehe-! I ran, Jalta und Potsdam ha- '; ben sie die Tore für den j Kommunismus geöffnet. Die | demokratisch? Partei ist der! grösste Feind, die demokra- | tische Partei mit ihren tö- ■ ¿icliten Verträgen, die sie j mit anderen Staaten geschlossen hat“. Goidwater ei'k'ärle, dass diese Abkommen zu den Leiden des jüdischen Volkes geführt hätten. MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der i Gesohär te mit d»r grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E 35 <033 CABILDO 2614 Verleihung einer Goldmedaille New York. — Der 80jährige in Ruhestand lebende Richier des amerikanischen Obe: sfen Gerichts. Felix Frankfurter, erhielt in Anerkennung seiner Leistungen aV> Lehrer, Gelehrter, Anwalt. Richter und Beamter v.n der Amerikanischen Anwailgesellschaft die Gold medaiil? verliehen. „Rettung“ Israel als Siiadenbock aussuchen.; SCHEIN UND SEIN I BEI HUSSEIN Eine ähnliche Politik be- 1 treibt König Hussein, der irr er wieder Mittel und Wege sucht, um aus der politische»! I»iolierung seines Landes herauszukommen. Unlängst fand in den Ver* einigten Staaten ein Kongress der arabischen Studenten statt, die das Thema! „Palästina“ als Hauptpunkt auf ihrer Tagung behandeln wollten. König Hussein hat diesem Kongres»3 eine lange Erklä-; rung zugestellt, in der er versicherte, dass die „Palästinafrage“ die Hauptsorge! der Araber sein müsse. Nach den Worten Husseins stellt die Existenz Israels nicht nur eine Aggressfen , und ein Unrecht gegenüber den Arabern Palästinas dar, nein — es handelt sich um I eine Aggression gegen alle ' Araber. Ht»3sein verwies dar- ' auf, dass er schon diverse Pläne zur Rettung Palästinas ausgearbeitet habe. Jetzt Jetzt fordert« er dringend Einheit der Araber, und au- 1 sserdem will er Gelder für , einen Palästina-Fonds sam- I mein, aus dem er alle Aktionen zugunsten der Araber \ Palästinas und Schritt« ge- : gen Israel finanzieren will. Liest man die Erklärung \ Husseins, so hat man den Eindruck, dass der kleine König sich darauf vorbereitet, in absehbarer Zeit an der Spitz« seiner Truppen 1 nach Westen zu marschie- | ren und dem Staate Israel; das Lebenslicht auszubla-; se»i. | Das ist jedoch nur der Schein in seiner Politik, und dic»:er Schein wird von niemand sehr ernst genommen (auch im arabischen Lager), denn alle wissen, dass Hussein eigentlich der einzige ist, der am Status quo uid an der Existenz Israels, so wie es heute ist. interessiert ist. Jede erneute Aufrollung der Palästina- Frage. auch nur jede Aenderung der Grenzen Israels würde sich nämlich sofort LA SEMANA ISRAELITA * -> BISEMAN ARJO IN DEPEN DIEM Tí O*. Air«* — PUEYBREDO* 219«, I* ttq. — T. E. 83-281 21. Marcheschwan 5724 8. November 1963 gegen Transjordanien auswirken. Gestützt auf die Existenz Israels und die heutige WaffenstillsUMöshilfe hat Transjordanien das \ve*;tjordanische Gebiet Palästinas annektiert. Die Arabische Liga hat sich dem 1950 heftig widersetzt, und sie hat die Annektion bis heute nicht anerkannt. Würde gemäss den Träumen der arabischen Radikale*i I.srael „verschwinden“, so würden die Araber Palästinas versuchen, einen eigenen Staat .u gründen, und ihre Führer würden auftauchen, die nur auf diesen Moment warten. Würde es gemäss de« Wünschen der „Gemässigten“ im arabischen Lager wenigstens zur Rückkehr zu den Teilungsgrenzen von 1947 kommen, so würde ebenfalls ein besonderer Staat der Araber Palästinas entstehen. E»3 liegen keine Anzeichen dafür vor. dass die Araber Palästinas für den Fall von politischen Umwälzungen auf Selbständigkeit verzichten und ihr Schicksal Transjordanien und seinem König ¿.«vertrauen wollen. Die Folge würde sein, da s Transjordanien Jerusalem verliert, dass es hinter den Jordan zurückgeworfen und wieder — wie früher — ein bedeutungsloser Wüstenstaat wird. König Hussein weiss das natürlich ebenso wie die Israelis, aber in der arabischen Welt kann man ohne Hetze gegen Israel kein« Popularität erringen, und daher hält er Reden und gibt Erklärungen ab, an die er selbst nicht glaubt. Schein i und Sein in der arabischen! Politik, — und Israels Aufgabe ist, die Welt über diese Widersprüche in der Haltung der Araber entsprel chend aufzuklären. Dabei haben jedoch die Schein-Proklamationen Husseins ihre gresse Gefahr, denn manche seiner Landeseinwohner wollen mit den von ihm ausgesprochenen Drohungen Ernst machen, wie z. B. im Falle der Zusammenstössv in Jerusalem. I*?rael muss daher auch diese Schein Erklärungen anprangern und zurückweisen. 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