Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2036 (1.11.1963)
- Date
- 1963-11-01
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Hir «id KUNT; Gliche Dichtergattin iUWSHG VON KATJA MANN Von($mVD ¡SOLATSÍ ntk,Maler' M»ä- Dichter der Eporle ten Slcl> dort aift '°m Hause Wittek- ‘ynschen Generäle» Kkreiäendei Barr 1 “ieem ¡iosmoMütaten und kulti- Mdreu wuchs Katja J ™r Brüdern auf de sie von Kaulbach und hier war es. wo e Lübecker Dichter Msnn die ebenso vie charmant« Ma- •Studentin kennenwtischer Zartheit Worte, mit denen ann seine Mutter is Mädchen eehil- )ie Sanftheit des ten Blickes kontraur aggressiven Irogeschwinden Bede, r kapriziösen Wortei* der verwöhnten 1 verbergen sich Sprödheit und Un- Diene Worte stehm Manne Lebensber Wendepurkt“ in seiner Mutter ein [liches Denkmal it, Wie warm und ,-ird seine Sprache, ■on ihr berichtet: e vertrauteste Fiunentbehrlichste, ins, zu beten und men und uro die putzen. Sie macht izettel, kauft die ageschenke. sieht laufgaben durch, ts zum Rodeln und ihlaufen. Das mütaar ist weich und die mütterlichen nd zugleich zart g, sie können das einem Hemd stop* enn es not tut, so- Haare schneiden, »n ßtrafen und spielen und lieb* ass ste .^fpiasP0end in Juden' aditionS selbst ist -, fl jtft- Kf.f ¡tael te* *end10 hr Hebni-;e Cfjf'sie«*« dann/:Esper»n- ¡ödische£rÄr abw fL Rück- ■ lt we”ntl heutert ¡iidisf^11 lienîUin «! g«iaígc Zauber der Märchen und ihre Vorlesungskunst nicht beeinträchtigen. „Mielein“ war der ruhende Punkt..um den der ruhelose geniale Dichter in Friedens- und Kriegszeiten sehnsüchtig kreiste. Ihr schildert er in wundervollen Briefen seine vielfältigen Abenteuer. Wae diese Frau für die ganze Familie in Krisen- und Emigrationsjahren bedeutete, wie hoch ihre organisatorische und Energi-.leistung bewertet werden muss, hat ihr Sohn Klaus lebendig veranschaulicht. Was sie speziell für den Dichtergatten bedeutete, hat ihre Tochter Erika eindringlich geschildert. Nicht nur, dass sie die weltweite Korrespondenz mit Verlegern, Behörden, Freunden. Kollegen erledigte. dass sie des „Zauberers“ Diktat stenografisch aufnahm und rasch übertrug, sie war auch die Lektorin des Dichters, die unzählige ihm übersundte Bücher und Manuskripte zunächst las und ihm Bericht darüber erstattete. Als liebenswürdiger aber unentbehrlicher Zerberus bewachte sie des Dichters Arbeitsruhe und bewahrte ihn vor unliebsamen Störungen durch neugierige Besucher, Autographenjäger oder Briefschreiber. Auf Spaziergängen und Autofahrten — sie selbst chauffierte forsch ihren Wagen — vertraute ihr der Meister viel von seiner Arbeit an. Sie gehört zu jenen Frauen, die man Musen nennen kann und die durch beredtes Zuhören ein Werk anregen und fördern können. Selbst in der Fremde in Amerika, wo sich Thomas Mann nie recht heimisch fühlte, machte Katja durch ihr Wirken sein Haus zu einem wahren Heim. Dann war eß Europa, und die von dem Dichter besonders geliebte Schweiz, wo die Gattin und Mutter, Katharina Mann Mittelpunkt eines gemütlichen Kreises wurde. Immer stand diese Frau bescheiden hinter dem Werk ihres bedeutenden Lebensgefährten zurück, und nun, da er ihr entrissen wurde lebt sie noch inniger und auesschliesslich mit seinen Briefen, Dichtungen, Schriften. Wer diese wundervolle Frau jedoch wirklich kennenlernen will, der lese die Briefe Thomas Manns an seine Braut Katja nach, die in dem von Erika Mann 1961 herausgegebenen Briefband gesammelt wurden. Vor allem auch die Briefe an seine Kinder, m denen er immer wieder von ihr spricht. Die Worte, die Thomas Mann an seinen Freund Kurt Martens während der langen Zeit der Werbung um Katja schreibt, sind bezeichnend für die grosse, unzerstörbare Liebeskraft. die beide Menschen bis zum Tode des Dichters miteinander verband: „Ich träume jede Nachj von ihr und erwache mit einem völlig wunden Herzen. Ich habe zu viel von ihr gekostet, um re signieren zu können. Der Tod erscheint mir als eine weit geringere Resignation, als ohne sie zu leben.“ Literarische Notizen Museum in Tel Aviv Tel Aviv errichtet ein Museum der Naturwissenschaften, mit den Abteilungen Mathematik. Aeronautik. Astronomie, Astronautik und Atomenergie. Hebraeisch an der Sorbonne Die französisch-israelische Kulturgesellschaft hat beschlossen, zu Beginn des nächsten Sommersemesters an der Sorbonne einen Lehrstuhl für Hebräisch zu schaffen. Zum ersten Austausch-Professor dürfte Professor Rabin berufen werden. Die Kommission beschloss, weitere Schritte zu unternehmen, um Hebräisch an den Universitäten und Mittelschulen einzuführen; auf der anderen Seite soll Französisch als Fremdsprache in den Sekundarschulen in Israel gelehrt werden. Das Radioprogramm in beiden Ländern soll auf die Förderung der beiden Sprachen hin ausgebaut werden. Alte jüdische Münzen In einer Auktion in Luzern hat die israelische Staatsbank eine beträchtliche Zahl alter Münzen erworben. Die Bank beabsichtigt, in ihrem Gebäude eine permanente Ausstellung jüdischer Münzen aller Perioden zusammen mit einer Ausstellung der neu geprägten Münzen einzurichten. Hoher Israel-Preis Bertrand Russell erhält in diesem Jahr den Internationalen Jerusalem-Preis in Anerkennung seiner lebenslangen Arbeit für die Freiheit des Menschen. Russell wird den Preis nicht selbst in Empfang, nehmen sondern sieh durch seinen amerikanisch-jüdischen Privatsekretär, Ralph Sehoeman, vertreten lassen. Edmond Fleg gestorben NEUE BUECHER tsmâ"".th. :r «mer gg* ing i 'die durtSeVhe;i°n ff ,„t ge»*- wirklich to' * u besteht **<!>$ Paräs. — Nach langer, schwerer Krankheit verschied im Alter von 89 Jahren der berühmte jüdischfranzösische Schriftsteller Edmond Fleg. 'Er war aus Genf gebürtig und hatte an der Sorbonne studiert. Fleg war Mitglied der Académie Française, er besass das Kreuz der Ehrenlegion und war Träger der Croix de Guerre, mit der er im Ersten Weltkrieg für Tapferkeit vor dem Feind ausgezeichnet wurde. Eine Zeitlang war er Präsident des französischen Sektors des Jüdischen Weltkongresses und Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Institutionen. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, und einige seiner Stücke sind von der Comédie Fran¬ çaise aufgeführt worden, U. a. schrieb er „Höre Israel“, „L'enfant Prophète“, „Moses“, „Salomon“, „Warum ich Juden bin“, „Mein Palästina“. (ITA) Von der Hebraeischen Universitaet Jerusalem. — Zu ordentlichen Professoren an der Hebräischen Universität wurden ernannt: Dr. Shraga Abramson (Talmud); Dr. Nachmann Avigad (Archäologe); Dr. Chaim Rabin (hebräische Sprache); Dov Sadan (für jiddische Sprache und Literatur) und Dr. Igal Yadin (Archäologie). Reinhart Tummel: Die Auseinandersetzung zwischen Kirche und Judentum im Mathäusevangelium. — Helmut Gollwitzer: Die Existenz Gottes im Bekenntnis des Glaubens. — Beide Bücher erschienen bei Chr. Kaiser Verlag, München 1963. — Mit grossem Ernst und hervorragender Sachkenntnis versuchen die beiden Autoren die von ihnen behandelten Stoffe zu durehdringen. Beide Bücher sind in der Reihe der Beiträge zur evangelischen Theologie (Band 33 und 34) erschienen. Mit umfassender Sachkenntnis werden hier Probleme des Glaubens und des philosophischen Denkens, aber auch Fragen der historischen Deutung und Forschung behandelt, die auch das Interesse der jüdischen Gelehrten sowie aller an religiösen Fragen interessierten Kreise finden sollten. Wenn auch die vorgetrager.en Auffassungen weit von der jüdischen Vorstellungswelt abweichen, gibt es doch manche Berührungspunkte, Archaeoiogische Funde Tel Aviv. — ln der Nähe des Kibbuz Hagoschrim im Galil wurden archäologische Funde — Gräber und Münzen aus der hellenischen Epoche, aus den Zeiten Alexanders des Grossen, etwa 400 v.d.g.Z., gefunden. Schenkt Euren Kindern BUECHER IN SPANISCHER SPRACHE AUS DEM VERLAG EDITORIAL CANDELABRO — Pasteur 351 die aus dem gemeinsamen Ursprung und der Tatsache des Bekenntnisses „zum Glauben“ resultieren. Es ist interessant, ein kleines Buch vergleichsweise heranzuziehen, das von Leo Baeck geschrieben und 1938 vom Schocken Verlag herausgegeben wurde: „Das Evangelium als Urkunde der jüdischen Glaubensgesehichte“. Wissenschaftliche Forschung kann zu schärferer Trennnung, aber auch zur Ueberwindung ven Gegensätzen führen. Es wäre wichtig, diesen nichtjüdischen Publikationen grössere Aufmerksamkeit zu widmen, da die Kenntnis Voraussetzung für Verständnis und für Auseinandersetzung ist. — Nach dem Eichmann-Prozess, Zu einer Kontroverse über die Haltung der Juden, herausgegeben vom Council of Jews from Germany (London. New York, Jerusalem). 1963. — Die in Broschürenform erschienene Sammelschrift stellt die Antwort einiger führender Mitglieder des ehemaligen deutschen Judentums dar, die an der Führung während der Jahre der Verfolgung mehr oder weniger beteiligt waren. Es ist interessant, mit welcher Delikatesse die unqualifizierbaren und zu einem guten Teil völlig abwegigen Argumentationen und Verirrungen der deutsch-jüdischen Soziologin Arendt behandelt werden, anstatt die Behauptungen der Frau Arendt als das zu bezeichnen, was sie sind: Irrtümer, falsche Konsequenzen aus nicht verstandenen Tatbeständen, mitunter harte Kritiken am persönlichen Verhalten derer, Hebraeischer Unterricht m pn; os?n o» nx pnn de?V .nixisna ’Tn*n *no •’VxnEvn pnn "nfraV .¡rporip .d^tx VÇ oniïsn - an^T/Qi D>*ur nr’Vxnirn nrrpn Vaa .0*71^3 T T itanaE; ,pnn “nfpaV nipona )3p. ,D;VpT3 n#¡?V ,nn3önV nnrra .D^VaVa dtiuVj H131Í1 . . t : - *t:; : “ n¡?TVna naoia jinnxn ]Bja noy naxVra »voVi pn$V ,nm? irraa ajtfn nr nVi?s t - t \ ■ t v t \ : ,n¡?pDx nirna -mntf du Vtf aaroaa naVV nitfpaan rnrra nnVna .Vxn&r v v \ : I T T : - t : ^aaon Vs? .Traça nVeua instöa ianmtf,ptf3rrnry*atf ♦Vxnöm anu nina ra .. 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La amenaza de la seguridad del Estado por parte de las naciones árabes, el rápido desarrollo económico del país, el hecho de que la mayoría <5el pueblo judío está aún disperso en o+ros países del mundo, colocó la política exterior de Israel en una situación particular. El Ministerio de Relaciones Exteriores trabaja para mejorar la seguridad del Estado de Israel mediante su acción de esclarecimiento político a fin de obtener el apoyo de las naciones del mundo para los esfuerzos israelíes de asegurar la paz Además, la política exterior trata de conseguir la ayuda de las naciones del mundo en el desarrollo económico del país. Con este fin, mantiene relaciones con instituciones internacionales. Asimismo, la política exterior fortalece DAS AUSSEN M1NISTE R1U M (Rechte Spalte) Als Medinat Israel gegründet wurde, hatte sie eine weitverzweigte Aussenpol;- tik zu führen Die Bedrohung der Staatssicherheit durch die arabischen Staaten, die schnelle wirtschaftliche Erschliessung des Landes, die Tatsache, da;s die Mehrheit des jüdischen Volkes noch in an eren Staaten zerstreut war, brachten die Ausscnpolitik Israels in eine einzigartige Situation. D:g Aussenministerium arbeitet an der Verbesserung der Sicherheitslage Israels durch (seine) politische Aufkiärunuraktion, um die Hilfe der Weltnationen bei den israelischen Bemühungen um die Sicherung des Friedens zu erlangen. Fe’ser will die Au.senpoiitik auch die Unterstützung der Weltnationen bei der Wirtschaft liehen Erschliessung des Landes erhaben. Zu diesem Zweck unterhält sie Beziehungen mit internationalen Institutionen. F rner stärkt die Ausscnpolitik (Columna izquierda) los vínculos con el pueblo judío en la diáspora. Para ello el Ministerio de Relaciones Exteriores mantiene un equipo de embajadores, m'nlstros. cónsules, consejeros y secretarios distribuidos en todas las embajadas israelíes del mundo. El Ministerio de Relaciones Exteriores cuyo centro se halla en Jerusalén, tiene departamentos especiales para el esclarecimiento, para el intercambio cultural, para asuntos económicos. Ultimamente, se agregó también un departamento para colaboración y ayuda internacional, cuyo campo de actividades resulta muy importante especialmente en el momento actual a causa de la liberación de les estados aíricanos que desean aprender de la experiencia de Israel. Un departamento especial se ocupa de mantener los pactos de tregua firmados en su tiempo entre los estados árabes e Israel. (Linke Spalte) die Bande mit dem jüdischen Volk in der Zerstreuung. Für dieses Ziel untcrh'l: das Aussenministerium einen S‘ab von Botschaftern, Gesandten. Kci euln, Räten und Sekretären, die in allen israelischen Gesandtschaften in der Welt verteilt sind. Das Aussenministerium mit seinem Zentrum in Yevuschalayim hat Spezialabteilungen iür Aufklärung, für Kulturaustausch, für Wirtschaftscngelegenhe.ten. letztens ist noch eine Abteilung für internationale Zusammenarbeit und Hilfe hinzugekommen, deren Arbeitsgebiet jetzt besonders wichtig wegen der Befreiung der afrikanischen Staaten ist, die von der Erfahrung Israels lernen wollen. Eine Spezialabteilung behandelt die Wahrung der Waffenstillstands-Verträge, die se:nerzeit zwischen den arabischen Staaten und Israel abgeschlossen wurden. die mit der Verantwortung belastet waren, während die „Anklägerin“ sich bereits im sicheren Port befand, von dem aus sich besonders leicht raten lässt. Die Broschüre sollte weite Verbreitung finden, damit man den .Argumenten“ Arendts, die sicherlich manchen Nazis und sonstigen Antisemiten gelegen kommen. entgegentreten kann. Im übrigen ist der Gegenstand dieser Auseinandersetzungen bereits mehrfach in einem anderen Zusammenhang betrachtet worden. Lazaro Sehallman: Amor y Pasión en los Judíos, Verlag Candelabro, Buenos Aires;* 1963. — Der weit über Argentiniens Grenzen geschätzte und anerkannte Schriftsteller, Journalist und Lehrer Lázaro Sehallman hat eine in jeder Beziehung besonders interessante und lesenswerte Studie über Liebe und Leidenschaft bei den Juden geschrieben. In seinem Vorwort schildert Luis Emilio Soto die Anlage dieses Werkes und gibt zugleich eine Schilderung der Persönlichkeit Schallmans und seiner Lebensarbeit. In tiefer Kenntnis des Themas gibt Schallman einen — man darf sagen: überzeugenden — Uc berblick über Liebe um Leidenschaft bei den Juden im Laufe von Jahrtausenden. Gewisss neue Aspekte jüdischen Lebens und Erlebens werden aufgezeigt. Das alte und das spätere Schrifttum. die grossen Dichter und Denker des jüdischen Mittelalters und von dort an bis in unsere Tage werden durchleuchtet. Das Buch ist ein betrachtender — keinesfalls immer einfacher — Spaziergang durch die Geschichte jüdischen Erleoens und Denkens unter dem Aspekt der „Liebe und Leidenschaft“. —