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Jüdische Wochenschau · 1963-11-01 · 2036 (1.11.1963) · p. [Seite 6]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2036 (1.11.1963)
Date
1963-11-01
Page
[Seite 6] (sequence 6)
Language
German, Spanish
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„JUGEND VON HEUTE“ von SCHALOM BEN CHORIN Die ältere Generation pflegte immer mit leicht kritischem Unterton von der ,,Jugend von heute“ zu sprechen, und das ißt heute nicht anders. Wenn wir aber von der jüdischen Jugend von beute sprechen, so haben wir mehr Legitimation und Möglichkeiten dazu, alß dies früher der Fall war, da wir durch die Institution der jüdischen Weltjugend-Konferenzen zum ersten Male in ■unserer Geschichte die Möglichkeit haben, eo etwas wie einen Ueberblick über die jüdisch« Jugend der Gegenwart, ihre Geschichte und ihre Probleme zu gewinnen. Unlängst tagte in Jerusalem die zweite internationale jüdische Weltjugenokonferenz. veranstaltet ven der Jugend- und Hechalutz-Abteilung der Jewish Agency. 400 Delegierte aus 40 hindern waren vertreten. Vergleicht man das mit de; ersten Konferenz dieser Art von vor fünf Jahren, so sieht man den ausserordentlichen Fortschritt. Die Be teiligung ist fast um das Doppelte angewachsen. Etwa 440.000 Jugendliche aus der freien Diaspora, inklusive Jugoslawien, waren repräsentiert. (Die kommunistischen Staaten dee Ostblocks konnten keine Delegierten schicken und es gibt dort auch keine jüdischen Jugendorganisationen, sondern nur junge Juden in den allgemeinen Jugendgruppen der betreffenden Länder.) Israel hat 160.000 organisierte Jugendliche aufzuweisen, die hier teilnahmen. Diese Zahlen sprechen eine beredte Sprache. Nur etwa 20 Prozent der jüdischen Jugend sind heute hündisch erlasst, d. h. in jüdischen Jugendbünden, wobei wir hier keinerlei Unterschiede zwischen zionistischen und allgemein-jüdischen Bünden machen. Die Bezeichnung ,,Bünde“ trifft die Sache allerdings nicht mehr. Elijahu Dobkin hat mit Recht darauf« hlugewiesen. dass es heute keine Jugendbewegungen mehr gibt; an :hre Stelle sind die Jugend Organisationen getreten. Dobkin als Vorsitzender der Jugend- und HeehUuz- Abteilung der Zionistischen Exekutive kennt von seinen Reisen in die Diaspora die Situation genau, und ein Blick auf den groseen Saal in den Bauten der Nation in Jerusalem bestätigte diese These. Der Typus des „Wandervogels“ gehört der Vergangenheit an. Man stelle sich vor. dass Sprecher der jüdischen Jugend aus Nord- und Südamerika an diesem Abend mit Kragen und Krawatte erschienen! Das wäre in den klassischen Zeiten der Jugendbewegung geradezu diskriminierend gewesen. Man bedenke we'ter, das,3 trotz Rauchverbot im Saale einige der Jünglinge und Mädchen die Zigarette offenbar nicht entbehren konnten... In den letzten Wochen fanden in Jerusalem mehrere jüdische Kundgebungen aue Kreisen der Diaspora statt: die Einweihung des Hebrew Union College, die Dialog- Konferenz des American Jewish Congress die Tagung der Z.O.A. Bei allen dietsen Gelegenheiten werden neben der israelischen Fahne auch die Farben der USA gezeigt. Bei der jüdischen Weltjugendkonferenz wurden nur die Farben Israels gehisst, und in einem Fahnenaufmarsch trugen die „Fähnriche“ nur die biau-weisse Fahne mit dem Magen David. (Es ist mir nicht klar geworden, ob dieser Unterschied, der ja eine beredte Sprache spricht, der Haltung der Diaspora-Jugend tatsächlich entspricht oder mehr den Tendenzen der Veranstalter, die eine chaluzische Jugend anstreben, die sich ohne Vorbehalt und „Bindestrich“ nicht nur mit Israel identifiziert, sonoern auf die Alija hin ausgerichtet lebt.) Während bei zionistischen Tagungen der älteren Generation daß Jiddische (Kongressdeutsch) noch immer eine dominierende Rolle spielt, waren auf der Jugendkonferenz neben dem Hebräischen nur das Englische, das Französische und das Spanische als Konferenzsprache (mit Kopfhörer - Simultan-Uebersetzungen) zugelassen. Wenn Dobkin allerdings behauptete, dass 60 Prozent der Anwesenden bereits Hebräisch verstünden, so war das zwar richtig, aber zugleich etwas übertrieben. Richtig war es insofern, als ja die israelischen Delegierten zu 100 Prozent hebräisch verstehen, und sie waren offenbar bei diesen 60 Prozent im Saale mitgerechnet. Von den Jugendlichen aus der der Diaspora verstanden allerdings kaum 20 Prozent hebräisch, was schon rein äixserlich dadurch zu erkennen war, dass sie während der hebräischen Reden Kopfhörer trugen. Wenn die Uebertragung manchmal aus technischen Gründen versagte, unterhielten sich die Jugendlichen laut und ungezwungen, da hebräische Reden für sie offenbar nur ein* Art „unvermeidlichen Geräuschce“ darßteilen. Etwas mehr Disziplin hätte nicht schaden kennen. Von den offiziellen Sprechern der Jugend allerdings hielten am Eröffnungsabend die Vertreter von Nord- und Südamerika ausgezeichnete hebräische Ansprachen; nur eine junge Dame (ich gebrauche den Ausdruck „junge Dame“ mit Vorbedacht, denn sie machte durchaus einen damenhaften Eindruck und nicht den einer Chawera aiß der Jugendbewegung) aus Europa sprach Französisch. und der Vorsitzende des jüdischen Weltjugendverbandes sprach Englisch und liess einmal eine ßoanische Wendung einfliccsen. Ehe es zu den grossen Programmreden kam, «ang ein israelischer Chor den 137. Psalm, die Wehklage der Gefangenen zu Babel; „An den Wr.ßsern Babels saßsen wir und weinten. Man soll sich bei Chorgesang nicht darauf verlassen, dass das Publikum kein Wort versteht. Der Psalm ißt zu bekannt. Man hatte beim Anblick dieser Jugend eigentlich nicht den Eindruck, daos sie an den Wassern der Seine, Themse oder Hudson weinend sitzt. Dejr letzte Vers des Psalrnß, der peinlichste in der ganzen Bibel, bliebe besser ungesungen „Wohl dem. der deine Säuglinge ergreift und eie am Felsen zerschmettert!“ Dieser historisch verständliche Wutsehrei der Gefangenen zu Babel, die erlebt haben, was auch unsere Generation erleben musste, bildet keinen festlichen Auftakt. Aber der Sinn wird zersungen... Nicht nur bei diesem Pßalm. Im Auditorium der Jugendkonferenz fiel auf, dass vor allem bei den Delegationen aus der Diaspora die weibliche Jugend sehr schwach vertreten ist. Etwa 75 Prozent der Delegierten aus der Diaspora sind junge Männer, was wohl damit Zusammenhängen mag. dass junge Mädchen im bürgerlichen Milieu Europaß und Amerikas ideologischen Fragen noch weniger Interesse entgegenbringen als ihre männlichen Altersgenossen. Für die israelischen Jugendbewegungen trifft das nicht im selben Maose zu; hier kann aber auch nicht von einem bürgerlichen Milieu des Elternhauses im selben Sinne die Rede sein, zumal wenn man an die sozial ganz andere Schichtung der neuen Alija denkt, für deren Jugend die Tnua, der Jugendbund, oft geradezu Familienersatz darstellt. Drei Probleme ßtehen nach Dobkin vor der jüdischen Jugend von heute, soweit eie in der Diaspora lebt: Neo- Nazismus (vor allem in Lateinamerika, aber auch in den USA und England) Kommunismus (die unerbittliche Forderung der roten Assimilation), und endlich das schweißte Problem. der Mangel an jüdischer Erziehung. 80 Prozent der jüdischen Jugend in der Diaspora sind heute ohne jede jüdische Erziehung, kennen kein hebräisches Schriftzeichen md haben keine Vorstellung von der Geschichte und dem Schicksal des eigenen Volkeß. Aus dieser Situation heraus ißt es zu verstehen, dass Ministerpräsident Levi Eshkol die jüdisch-bewußste organisierte Jugend der Diaspora aufruft, di« Massen ihrer indolenten Generationsgenossen zu gewinnen. (Wir hätten gesagt: „zu keilen“). Dabei ist es unwesentlich, ob es zu einem Weltverband jüdischer Jugend kommen wird, oder ob die Organisationen in ihrer Vielzahl unabhängig voneinander weiter bestehen. Selbst die Ideologie ist zweitrangig. Das Entscheidende ist vielmehr das jüdische Existenzminimum. Ein seltener Gast bei derartigen Tagungen deß Weltjudentums ist Oberrabbiner Nksim. Ihn verstanden nicht einmal diejenigen, die hebräisch verstehen. Aber so viel konnte man doch aus seinen Worten entnehmen, daos er (mit Recht!) mit einer „konventionellen Luge“ solcher Veranstaltungen bewusst brach. Er sprach nicht von den „Tefuzot“ oder der „Pcßura“, zwei momentan besonders belieoten Worten für Diaspora; er nannte das Kind beim Namen und sagte: Galut und unterstrich, daos Galut jüdisches Schicksal im negativen Sinn bleibt, auch bei wirtschaftlicher Prosperität. (Ob diese Konzeption akzeptiert wurde, weiss ich nicht.) Die Vertreter der Jugend aus der Diaspora, — Verzeihung: Galut — bekennten sich natürlich zu Israel: „Israel gehört allen, die eine bessere, freie Gesellechaft erträumen“, lautete eine Formulierung. Sie ist ebenso schön wie unverpfüchtend. Der Unterschied zwischen der Jugend der Diaspora und der Sabra-Jugend wurde schon am Eröffnungsabend klar. Das Wort „Traum“ kommt im Vokabular der israelischen Jugend nicht vor. Sie ist härter, realistischer, illusionsloser. Einer ihrer Sprecher sagte: „Wir haben keine gemeinsame Sprache, kein gemeir.ßames Land, und die Grundlagen des einstmals gemeinsamen Glaubens ßind erschüttert“. Er hat zweifellos recht. Was nicht gemeinsam ist, ist ganz offeribar. Aber weg blieb gemeinsam? Das Schicr.sal, die Aufgabe. Das Judeuschicksal ißt uns mitgegeben, auch der jungen Generation, die Aufgabe muss sie sich aelbst stellen, beziehungsweise musß sie erkennen, dass ihr vom Schicksal her öieße Aufgabe gestellt ist: Israel, der Aufbau und Ausbau, die Entwicklung und der Schutz des Landes, drß Heimat für alle Juden werden will. Worin unterscheidet sich dieser Staat Israel von allen anderen Staaten in der Welt? Das war die erste der zwei Fragen, die David Ben Gurion, Israelß grosser Alter Mann, der Jugend verlegte. Nach dem zwehen Weltkriege, so legte Ben Gurion dar, sind viele neue Staaten entßtanden, in Asien und Afrika. Die meisten dieser Staaten w'aren vorher Kolonialgebiete unter britischer, französischer, belgischer, holländischer Administration. Jetzt wurden sie frei. Dasselbe ereignete sich in Paläßtina. Aber das Einmalige war hier im neu erstandenen Staat Israel, dass die Bevöl kerung dieses Staates noch gar nicht vorhanden war. Wir waren 600.000 Juden im Mandatß-Palästina, und heute leben 2 Millionen Juden in Israel. Die Mehrzahl der Bevölkerung ist enst nach der Staatsgründung eingewandert. Hierin sieht Ben Gurion das Spezifikum und das Einmalige dieses Staates. (Mir fehlte hier etwas. Gerade bei Ben Gurion, der auch im Rahmen dieser Rede betont hat, daßs die Bibel ur.ßer gemeinsames Erbgut bildet. Umso erstaunlicher ist es, dass er hier die Erfüllung biblischer Prophezeiungen ganz unerwärihnt gelassen hat. Der Staat Israel stand unter der Verheisßung der Bibel und wurde und wird als Anfang der Erfüllung einer mehrtausendjährigen Erwartung empfunden, einer Erwartung, die im Worte seelisches Gut von Millionen war und ist. Das trifft weder auf Burma, Ghana, Burundi, Kongo oder Algerien zu). Die zweite Frage lautete: Worin unterscheiden sich die Juden Israels von den Juden in aller Welt? Kurz gesagt war die Antwort: die Juden in Israel sind zur Unabhängigkeit gelangt, nicht nur im politischen Sinne, sondern primär im Sinneder JETZT AUCH Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: 15 Charles Morgan: DER REIHER 16 Kasimir Edschmid: DIE GESPENSTIGEN ABENTEUER DES HOFRAT BRUESTLEIN 17 John Steinbeck: LOGBUCH DES LEBENS 18 M Y. Ben-gavriel: DAS HAUS IN DER KARPFENGASSE 19 André Maurois: CLAIRE ODER LAND DER VERHEISSUNG 20/21 Max Brod: STREITBARES LEBEN Es kosten: Eiofachband DM 2.50: Doppelband DM 3,80; Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchandlungen Kinöier Verlag G.m.b.H., München LITERATlIi Eine vorbildliche I ZUM 80. GEBURTSTAG V01 Wenn es gewiss für keine Frau leichtist, Gattin eineß Schriftstellers zu sein seinen Stimmungen und Spannungen, seinen Einfällen und Launen, seinen geistig-oeelischen Ansprüchen gerecht zu werden und die Ambiance zu schaffen, in der seine Perßönlichkeit und sein Werk gedeihen können, so muss das im Falle des Dichtem Thomas Mann besonders schwierig gewesen sein. Katja Mann, die Witwe Thomas Manns, den seine Familie und seine Freunde den „Zauberer“ nannten, erfüllte diese Aufgabe, Helferin, Sekretärin, Betreuerin des Meisters zu sein, noch dazu ihren «sechs Kindern eine verständnisvolle Mutter zu werden, aufs wunderbarste. Sie wirkte ganz in der Stille, blieb immer im Hintergrund. Katharina Mann gehört zu jenen einflussreichen Frauenwesen aller Länder und Zeiten, die nur im Schoss der Familie ihre wesentliche und fruchtbare Aktivität und ihre wahrhaft geniale Anregungsfähigkeit entfalten können. * Wenn man den gewaltigen Umfang des Lebenswerkeß Thomas Manns betrachtet, wenn man die künstlerische, wissenschaftliche Tätigkeit der „Mann-Kinder“ hinzurechnet, an der die Mutter stärksten geistigen Anteil hat, dann wächst die Leber.ßleistung Katja Manns, die einfach nur immer „da war“ für ihren Gatten und ihr« Kinder, und darüber hinaus noch hilfesuchende Freunde betreute, geradezu ins Gigantische. Katja Mann-Pringsheim ßtammt aus einer sowohl wissenschaftlich, als auch gesellschaftlich angesehenen Familie. Die berühmte Frauenrechtlerin und Romanschriftßtellerin Hedwig Dohm, deren Porträt, von Lenbach gemalt, im Heim der Familie Mann hängt, war ihre Grossmutter. Der Grossvater Ernst Dohm einer der Gründer deß „Kladderadatsch“, war ein einflussreicher Politiker der Bismarck-Zeit. Klaus Mann, der leider so jung dahingegangene Sohn von Thomae und Katja Mann, nennt seine Grosseltern, die Pringheims, „eine ungewöhnliche Familie, auffallend sogar in dem buntgemischten Milieu der Münchener Gesellschaft vor dem ersten Weltkriege.“ In dem museumart.igen Palais von Professor Pringsheim, der Gemälde, Gobelins, Majolikas, Silbergeräte und Broncestatuetten im Renaissancestil sammelte Urprodukution. Sie produzieren ihre eigenen Konsumgiiter und versehen ihre eigenen Dienste und haben sich dadurch ven der fremden Hilfe, emanzipiert, während die Juden in der Diaspora heute noch weniger als früher in den Berufen tätig sind, die die Grundlage jeder Gesellschaft bilden. Endlich sprechen die Juden in der Diaspora alle Sprachen ihrer Umgebung, während es allein in Israel gelungen ist, die alte hebräische Sprache wieder neu zu beleben. Vor elf Jahren fragte der grosse irische Staatsmann De Valera den verewigten Oberrabbiner Dr. Herzog, wie es möglich war, die hebräische Sprache wieder so zu beleben, während es in Irland nicht gelungen ist, das Gaelische wieder zur Umgangssprache zu machen, obwohl nach einem Parlamentßbeschluss von GERTRld ¡s0L und dabei seine Pflichten als Mathematikprofesßor der Universität München sehr ernst nahm, verkehrten die berühmtesten Maler, Musiker und Dichter der Epoche und trafen sich dort mit Prinzen vom Hause Wittelsbach, bayrischen Generälen und durchreisenden Bankiers. In disßem kosmopolitischen, bunten und kulti vierten Milieu wuchs Katja mit ihren vier Brüdern auf. hier wurde sie von Kaulbacli gemalt, und hier war es. wo der junge Lübecker Dichtei Thomas Mann die ebenso witzige wie charmante Mathematik-Studentin kennenlernte. Von poetischer Zartheit sind die Worte, mit denen Klaus Mann seine Muttei als junges Mädchen ßchildert: „Die Sanftheit deu goldbraunen Blickes kontrastrierte zur aggressiven Ironie der geschwinden Rede. Hinter der kapriziösen Wortgewandtheit der verwöhnten Prinzessin verbergen sich kindhafte Sprödheit und Unschuld.“ Dicße Worte stehen in Klaus Manr.ß Lebensbericht „Der Wendepunkt“ in dem er seiner Mutter ein unvergängliches Denkmal gesetzt hat. Wie warm und lebendig wird seine Sprache W'enn er von ihr berichtet: „Sie ist vertrauteste Figur, die unentbehrlichste. Sie lehrt uns, zu beten und zu schwimmen und urß di« Zähne zu putzen. Sie mach: den Speisezettel, kauft di« Geburtstagsgeschenke. sieht die Schulaufgaben durch, geht mit uns zum Rodeln und Schlittschuhlaufen. Das mütterliche Haar ist weich und dunkel, die mütterlichen Hände sind zugleich zart und tüchtig, sie können das Loch in deinem Hemd stop fen und wenn es not tut, sogar deine Haare schneiden. Sie können strafen und streicheln, spielen und lieb kosen.“ An einer anderen Stell« seines Buches, das die At mosphäre des elterlichen Hauses auf eine unvergleich lieh eindrucksvolle Weis« beschwört, schildert Klaus Mann sein „Mielein“ beim Vorlesen von Grimms Märchen. von Tieck, Brentano und E. T. A. Hoffmann. Er beschreibt, wie die Mutter beim Vorlesen auf dem So fa lag, und manchmal mitten in der Vorlesung die Köchin hereinkam, um mit ihr zwischendurch das Me nu deß nächsten Tages za besprechen. Aber solche Unterbrechungen konnten den jedes Kind in Irland Gae lisch lernen mußs. Der Oberrabbiner erklärte dem irischen Staatsmann, dass dieses Wunder einer Sprach- Auferstehung nur möglich war. da durch die Macht der Tradition diese Sprach» niemals wirklich tot gewesen ist. Heute aber besteht die Gefahr, dass für weite und und weiteste Kreise jüdischer Jugend in der Diaspo ra die Tradition des Judentums tot ist... Und eelbst für weite Kreise der jüdischen Jugend in Israel besteht diese Gefahr. Hebräisch kann dann für sie zwar eine Art jüdisches Esperanto werden, aber der Lebens ödem fehlt, wenn die Rück beziehung fehlt. So bleibt die Hauptforde rung für die jüdische Jugend von heute: vom jüdischen Willen zum jüdisches Wirsen zu gelangen. Zauber der ri Vorleßun einträchtige <jer ruhend der ruheloi ter in Fries reiten sehn 1h«- schilde volkti Brie tigen Aber Was dies ganze Fan und Emigr deutete, winisatorscln stung bewet hat ihr Sob veranschau speziell füi ten bedeut1 ter Erika schildert, sie die wel (lenz mit 1 den. Freun ledigte, da herers-1 Dil aufnahm trug, sie u torin des zählige ihr eher und nächst las darüber er baiswürdi] hehrlicher te sie des ruhe uni vor unlieb durch neu Autograph Schreiber, gen und « selbst cha ren Wagtder Meist Arbeit an een Frau« nennen k; Edmond Paris, schwerer schied im ren der 1 französisc Edmond 1 Genf gebü der Sorbe Fleg w Academie sass das fegkm um Croix de ( i® Enste Tapferkeil ätisgezeic-1 Zeitlang fran; des Jüdis, ses und u nationale!- ler Institu Seine l vi* Spi ^d einig Slnd von t cai¡* aufs a-schrieb Tentant ff - „Sa Juden “Stina- "i der Univorsi fr1 «ebraisct 'Nenei Ahn a®sor ®an V* * •'ach] iS \adan (t ,tlle und : Yad Sch Bl edito

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