Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2035 (25.10.1963)
- Date
- 1963-10-25
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Año XXIV. — No. 2035 — 7 Vieroes, 25 de Oetabre de 19*3 LA SEMANA ISRAELITA Ereignisse der Woche Tagung des JWK Wie bereits kurz mitgeteilt wurde, wird am 9. und 10. November dieses Jahres die 7. Vollsitzung der eüdamerikanischen Exekutive des Jüdischen Weltkongreeses stattfinden. Die Sitzung wird mit dem folgenden Pro gramm am Sonnabend, den 9. November, im grossen Saal der AMIA, Pasteur 633, eröffnet werden: Einleitende Worte: Dr. Moisés Goldman, Präsident der Exekutive.’— Begrüssung der Sitzung durch den israelischen Botschafter in Argentinien, General Avidar. — Ueber die Krißtallnacht sprechen: Dr. Hardi Swarsensky (Argentinien), Dr. V. Winterstein (Brasilien) und Dra. Rost-Hollander (Uruguay). Bericht von Herrn Silvano Santander über die letzte Antinazikociferenz in Paris. Dieses umfangreiche Programm kommt in der Nacht von Sonnabend zum Sonntag zur Abwicklung. Am darauffolgenden Tage wird eine geschlossene Sitzung der Exekutive stattfinden, in deren Mittelpunkt der Arbeitsbericht dee Generalsekretärs Mark Turkow stehen wird, Ausstellung „15 Jahre Israel“ Am Sonntag Nachmittag wurde die Ausstellung „15 Jahre Israel“ in den Räumen der Jewish Agency in der Lavalle 1718 eingeweiht. Die offizielle Eröffnung wird am Sonnabend, derk.26 Oktober, um 21 Uhr stattfinden. Diese Ausstellung, die vor allem das argentinische Publikum mit dem Leben und Schaffen des jungen Staates bekanntmachen will, ißt die erste grosse Schau in ihrer Art. Sie erstreckt sich über zwei Stockwerke und bringt eine riesige Auswahl von Material über das Aufbauwerk der Juden in Israel. Sie zeigt Produkte der Industrie und Technik, der israelischen Mode, hat eine Abteilung für Philatelie, und sxmm ,t(i*y£ltV£T COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Slock — T. E. 48-3695, 48-5683 HUGO STRAUSS 60 JAHRE Am 27. Oktober vollendet unser Vorstandsmitglied Herr Hugo Strause das 60 Lebensjahr. Seit einer Reihe von Jahren mit der KKL-Arbeit verbunden, widmet der Jubilar auch noch jetzt, da er durch verantwortungsvolle Gemeindarbeit stark in Anspruch genommen ist, un- UNSER SIMCHAT Das am vergangenen Sonntag durchgeführte alljährliche Simchat Tora-Kinderfeet verlief in bester Stimmung und zu allseitiger Zufriedenheit, obwohl die Teilnahme nicht die gleiche war wie in den vorangegangenen Jahren, vermutlich deshalb, weil das besonders schöne Frühlingswetter viele Eltern veranlasste, mit den Kinder« auf die Wochenendplätze zu fahren. Dennoch waren etwa 200 Kinder und Jugendliche anwesend, die sieh mit groseem Eifer der Rifa, den diversen Spielen und sonsti gen Belustigungen widmeten. Die Verteilung der Prämien an die preisgekrönten Aufsätze und Zeichnungen wurde vorgenommen. Mit grosser Begeisterung wurde die lustige Verkleidungsnummer der Kinder, von Gross und Klein aufgenommen, die sich dabei köstlich amüsierten. Auch der beliebte Wettbewerb in „preguntas und respuestas“ vollzog sich unter lebhafter Beteiligung. Einen ganz besonderen Erfolg hatte dae „Conjunto musical del Collegium Musicum“, dessen künstlerische Darbietungen mit Recht stürmisch applaudiert wurden; sowohl die Tanzgruppen wie die Musizierenden waren ausgezeichnet. Den Abschluss des künstlerischen Teils bildete die Vor führung des hervorragenden Israel-Films „Caras d« Libertad“. Im Nachfolgenden geben wir das Namens-Verzeichnis I der prämiierten Kinder für die eingesandten Arbeiten, ' sowie von denen, die an den I verschiedenen Wettbewerben | teilgenommen haben, bekannt; Verkleldungs Wettbewerb: 1. Preis: Sara Morgenstern, 2. Preis: Röberto Grünblatt, 3. Preis: Hugo Spangenthal. . Fragen- und Antwortspiel: serer Sache einen erheblichen Teil seiner Zeit mit Liebe und Geduld. Seine Mitarbeiter in unserem Comité und seine zahlreichen Freunde wünschen ihm beste Gesundheit und viele erfolgreiche Jahre im Dienste der nationalen und religiösen Aufgaben unseres Volkes. TORA-KINDERFEST Miguel Goldschmidt — Alberto Spangenthal; Raul Hochberg — Martin Rosenberg. Beide Paare hatten 11 Punkte, sodass das Spiel mit „Unentschieden“ beendet wurde. Für die besten Aufsätze gewannen folgende Kinder Prämien: Marta Miriam Hess, 6 Jahre alt; Ratael Goldschmidt, 8 Jahre alt; Miguel Grünblatt, 9 Jahre alt; Marcos Adolfo Basch, 10 Jahre alt; Pablo Mayer, 10 Jahre alt; Diana Gänger. 11 Jahre alt. Zeichnungen: 5—7 Jahre: 1. Preis: Mönica Trachter, 2. Preis: Mauricio Glaser. 3. Preis: Daniel Katz. 8—10 Jahre: 1. Preis: Clarisa Jozpe, 2. Preis: Jorge Blender, 3. Preis: Estela Nachter, 4. Preis: Miguel Grünblat. 11—13 Jahren: 1. Preis: Kurlat, 2. Preis: Rüben Weil, 3. Preis: Vicky Jourdan. 4. Preis; Elena Leschnitzer. Das Prädikat „Mención especial“ verdiente sich die Kollektivarbeit des Hogar Infantil der AFI, Vidal 2957, für eine wirklich schöne Darstellung der 12 Stämme Israels. Bleibt noch ein Wort des Dankes zu sagen für die zahlreichen Helferinnen und Helfer, für diejenigen, die durch gut ausgewählte Geschenke der Tombola eine besondere Anziehungskraft verliehen, kurz, der gesamten organisatorischen Leitung, allen, die Wochen zuvor das Fest vorbereitet haben, das zu den Traditionen des Keren Kajemeth gehört. Wenn ein Wunsch hinzugefügt werden darf, dann ist es der. dass endlich einmal eine gewisse Koordination zwischen unseren Gemeinden und Institutionen stattfinden möge, damit nicht ein- und derselbe Tag für die verschiedenen Veranstaltungen vorgesehen wird. ausser statistischen Informationen sieht man zahlreiche fotografische Aufnahmen von den Schönheiten des Landes. In einigen Vitrinen sind Erzeugnisse aus der historischen Zeit des Jüdischen Reiches und bei Ausgrabungen zutage geförderte Antiquitäten ausgestellt, die das hohe Kuiturniveau des jüdischen Volkes beweisen. Im Erdgeschoss des Gebäudes sollen Vorträge abgehalten und Fotoaufnahmen und Filme projiziert werden. Wie wir schon berichtet haben, wird jeder Besucher einen reichillußtrierten Katalog erhalten. — Die Ausstellung ist täglich ausser Freitag und Sonnabend von 19 bis 22 Uhr und Sonntags von 9 bis 12 Uhr und 15 bis 20 Uhr geöffnet Israel-Woche in Mendoza Der israelische Botschafter General Jcseph Avidar reiste in Begleitung seiner Gattin, Jemima Avidar, und des Ersten Sekretärs und Kulturattaches Arie Shoval nach Mendoza, um auf Einladung der Universidad del Cuyo an den dort während der Israel-Woche geplanten Veranstaltungen teilzunehmen. Diese Woche ist von der Hochschule für politische und soziale Studien dieser Universität organisiert worden. Das Programm beinhaltet Vorträge mit Filmstreifen und Lichtbildern über die von Israel verwirklichten Errungenschaften auf erzieherischem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet. Im Rahmen dießer Veranstaltungen werden sowohl Botschafter General Avidar und seine Gattin, wie auch Kulturattache Shoval Vorträge über die erwähnten Themen halten. Zum Tag der Vereinten Nationen Anlässlich des Tages der Vereinten Nationen gab die DAIA eine Erklärung ab, in der sie ihren Anschluss an dieses bedeutungsvolle Datum zum Ausdruck bringt und auf die segensreiche Rolle hinweist, die die UN im internationalen Leben spielen. An dieser Stelle wird im besonderen an die im UN-Charter verkündeten Px-inzipien und die Erklärung der Menschenrechte erinnert. Die DAIA spricht die Hoffnung aus, dass die in den 18 Jahren seit Bestehen dieses Völkertribunals für das Zusammenleben der Nationen aufgestellten Normen weiter dazu beitragen, die Menschheit vor den Gefahren zu bewahren, welche ihr von den modernen Vernichtungswaffen drohen und sie einer Zukunft entgegenblikken darf, in der alle Menschen ohne Unterschied von KENNEDY BE6RUESST BNE BR1I Chikago. — Die Bne Brit beging ihr 120jähriges Jubiläum mit einem Bankett zu Ehren von Philip Klutznik, früheres Mitglied der USA-Delegation vor den UN und Expräsident der Bne Brit. Oberstaatsanwalt Robert F. Kennedy hielt eine Ansprache, in der er im einzelnen auf die Aufgaben der Verteidigung der Bürgerrechte hinwieß und die Verdienste Klutzniks und der Bne Brit um die Förderung der nationalen Ziele im Kampf um die Menschenrechte hervorhob. Präsident John F. Kennedy richtete ein Begriissungstelegramm an die Bne Brit, in dem er die Organisation „eine konstruktive Kraft im Leben unserer Nation“ nennt. „Obzwar die Bne Brit“, heisst es weiter, „die älteste in den Vereinigten Staaten gegründete freiwillige Institution darstellt, eo ist ihr Appell an das soziale Gewissen der Völker auch heute noch frisch und aufrüttelnd.“ Der Präsident würdigt Klutzniks vorbildliches Wirken, dem „es mitzuverdanken ist, dass die Bne Brit heute auf eine Geschichte von 120 schöpferischen und erfüllten Jahren zurückblicken darf, die den Auftakt zu neuen Errungenschaften bei den schweren Aufgaben bilden können, die unserer freien Gesellschaft gestellt sind.“ (ITA) Rasse, Nationalität oder Religion in Achtung ihrer Menschenwürde ein Leben in Freiheit und Gleichberechtigung führen können,! Rabbi Tverski i in Buenos Aires I Rabbi Tverski aus New York traf zu einem kurzen Aufenthalt in Buenos Aires ein und sprach in der Jewish Agency zu der jüdischen Presse über seine Pläne, eine neue Stadt in Israel aufzubauen. Der auß Rusßland stammende Rabbi Tverski besuchte die Jeschiwa in Lublin und ging vor dreissig Jahren als Rabbiner nach London, wo er während des Krieges auch eine jüdische Zeitung herausgab. Seit einigen Jahren amtiert er in New York. Dort hat er Gelder gesammelt, um zum Gedenken an die von den Deutschen vernichteten jüdischen Zentren rabbinißcher Gelehrsamkeit eine neue Stadt „Kiriat Trisk“ zu errichten. Auch ein grosses Museum soll dort zum Gedenken an die jahrhundertealte Geschichte der jüdischen Kehillot von Lublin und Umgegend erstehen, ebenso eine gi-osee Synagoge und eine Schule auf den Namen von Lublin, die für die Erhaltung jüdiecher Tradition sorgen soll. Der Rabbi ist nicht nach Argentinien gekommen, um Gelder zu sammeln, sondern er bringt praktische Vorschläge zur Ansiedlung jüdischer Familien in Israel, die dort auf religiös-nationaler Basis ihr Leben führen wollen. Für die neuen Olim wird in greßszügiger Weise mit Darlehen, Arbeitsbeschaffung und Unterstützung beim Aufbau einer Existenz gesorgt werden. Die Jewish Agency und die israelischen Behörden fördern die PJäne Rabbi Tverskis, der schon genügend Gelder aufgebracht hat, um sein Projekt in Angriff zu nehmen. Er hat von der israelißchen Regierung Land bei Cholon in der Nähe von Tel Aviv erworben, auf dem vorerst 500 jüdische Familien angesiedelt werden sollen. In der neuen Stadt sollen vor allem Kleinindustrien geschaffen werden. Diesen Plan wünscht Rabbi Tverski auch religiösen Familien in Argentinien zur Kenntnis zu bringen. Er vertritt den Standpunkt, dass es nicht notwendig ist, zur Lösung der Judenfrage politische Pi'ogramme aufzustellen sondern praktisch am Aufbau dee jüdischen Staates mitzuhelfen und einem jeden, der sich in Israel niederlassen und dort alß Jude leben will, praktische Unterstützung zu gewähren. Die Bauarbeiten für Kiriat Trisk wurden bereits begonnen; es wurden zwei Syndikate gegründet, die als Kooperativen arbeiten werden und an denen sich Olim beteiligen können, die Kapital besitzen. Jeder neue Einwohner der Stadt erhält einen Wohj nungskredit von 75 Prozent, und daß Syndikat Borgt für; sofortige Arbeitsbeschafi fung. Rabbi Tverski wird i hier ein Comité gründen, das in den Räumen der Jewish Agency allen Interessenten Auskünfte erteilt. Justa Juvenil Mit einem feierlichen Akt wurde am vergangenen Sonntag die Jußta Juvenil, die von der Jugend-Kommissicn der ACIBA organisiert wurde, eröffnet. Schon in den Vormittagßstunden trafen auf dem Wochenendplatz der ACIBA in Banfield die teilnehmenden Jugendgruppen des Maccabi. der Lamroth Hakol und der ACIBA ein. Nach dem Aufmarsch der Teilnehmer, die in schmucker Sporttracht antraten, begrüsste der Präsident der Jugend-Kommisision der ACIBA, Benno Feldmann, die Teilnehmer an der Justa wie Vertreter der befreundeten und teilnehmenden Organisationen und wies auf die Bedeutung ditßes erstmalig durchgeführten Wettbewerbs jüdischer Jugend hin, der sowohl auf kulturellem wie sportlichem Gebiet zum Austrag kommt und sich über mehrere Wochen erstreckt. Im Anschluss begannen die Sportkämpfe in Basketball zwischen Lamroth Hakol und Aciba, die die letzi tere Manr.ßchaft nach schönem und fairem Kampf 42 zu 38 gewann. Das Fussballspiel zwischen Maccabi und Aciba endete 1:1. Dieser Wettbewerb jüdischer Jugend ist sehr zu begriissen; bedauerlich ist, dass von 17 eingeladenen Gruppen nur drei an dieser Justa, zu d£ren Durchführung die Aciba nur beglückwünscht werden kann, erschienen sind. Max Waechters Buehnenjubilaeum Der mit recht beliebte Schauspieler Max Wäcnter hat von seinen 59 Lebensjahren 42 auf den Bi’ettern zugebracht, die die Welt bedeuten. Seit 25 Jahren spielt er im bonaerenser deutschsprachigen Theater, wo er 1938 die erste Gruppierung zusammenbrachte, die hier auftrat. Wächter hat in Deutschland in vielen mittleren Theatern Chargen- und Komiker-Rollen gegeben. Erspielte aber auch bei Erich Ziegel an den Münchener Kammerspielen und von 1934 bis 1938 im Hamburger Jüdischen Kulturbundtheater. Zur Feier seines Bühnenjubiläums tritt er in der Rolle des Schmierendirektors Emanuel Strise auf. Wächter fiel oft in ernsten Rollen angenehm durch seinen tief empfundenen menschlichen Ton auf, mit dem er daß Leid der Erdenkreatur ausdrückt. Er ist ein vorbildlicher, warm fühlender Mensch, an dem man nie vergeblich appellierte, und ein guter Jude, der sich stets selbstlos für’ den Keren Kajemeth und alle jüdischen Zwecke zur Verfügung gestellt hat. Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg für seine künstlerische Laufbahn. o. o. Genossenschaftliche Tagungen Montevideo. — Bei der Eröffnung der ersten uruguayisch-israelischen Tagungen für genossenschaftliche Wirtschaft sprachen der Dekan der Fakultät für Recht und soziale Wissenschaft, Professor Juan Carlos Patrón, und der Israel-Botschafter Jeshayahu Anug. An den Konferenz beteiligten sich bekannte uruguayische Vertreter die ser Wirtschaftsform, und im Namen der Gesellschaft israelischer Kooperativen beschi'ieb der israelische Delegierte Mosche Kitron seine Organisation. Die uruguayisch-israelische Kommißsicu für genossenschaftlichen Austausch wurde gegründet, zu deren Ehrenpräsidenten Dr. Patrón und Botschafter Anug bestimmt wurden. (ITA) - WANDERUNG - 0RDNUNG - HEITSKAMPAGNE . COMITE CENTROEUROPEO DE LA CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL Sarmiento 2376, 3er. p. — T. E. 47-3820