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Jüdische Wochenschau · 1963-10-25 · 2035 (25.10.1963) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2035 (25.10.1963)
Date
1963-10-25
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes» 25 de Octubre de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2935 — 3 Deutschland und Aegypten Die deutsch-ägyptischen Beziehungen sind von meh reren Komplikationen belastet, über die sieh die Bonner Politik mit Eleganz hinweggesetzt hat, als Aegyp ten eine cehr umfangreiche Entwicklungshilfe versprochen worden ist. Zunächst einmal waren die Aegypter über das deutsch-israelische Abkommen aufgebracht, durch welches dem jungen Staat Israel umfangreiche Reparationszahlungen zugesagt worden sind. Hierbei handelt es eich nicht etwa um Zahlungen im Rahmen der Entwicklungshilfe, was der Klarheit halber unterstrichen sei. Die Bundes republik anerkannte eine Schuld gegenüber dem jüdischen Volk, die in der Form der Reparationen zugunsten Israelis abgezahlt werden sollte und inzwischen auch zum grössten Teil beglichen worden ist. Aegypten und in seinem Schlepptau auch die übrigen arabischen Staaten drahten der Bundesrepublik mit einem Boykott, mit dem Ab bruch der diplomatischen Beziehungen und... mit der Anerkennung der ostdeutschen Regierung, wenn das deutsch-israelische Abkom maa zur Durchführung ge langen sollte. Das Kabinett Adenauer liess sich nicht einschüchtern, die Araber gaben nach. Dass hierdurch den übrigen Weltmächten gezeigt wurde, wie man die arabischen Drohungen einzuschätzen habe, sei nur nebenbei bemerkt. Der Hinweis Nassers auf Aufnahme der Beziehungen zu Ostdeutschland taucht immer wieder auf, wenn irgendwelche Massnahmen Kredit-Vertrag mit Tanganjika Jerusalem. — Zwischen Israel und Tanganjika wurde ein Kreditvertrag in Höhe von 559.000.-— IL geschlossen. Hiervon sind 504.000.— IL für die Lieferung von israelischen Waren und Dienstleistungen bei der Errichtung eines neuen Hotek in Dar-Es Salam bestimmt, dessen Bau von Solei Bane durchgeführi wird. Die restlichen 55.000 IL sind für die Lieferung von Bewässerungsanlagen und die Dienste israelischer Fachleute für Bewässerungsprojekte vorgesehen. van B. B. SAMUEL Ein Attribut gepflegter Maenniichkeit das ist Carlton-Kteidung Feinste Masskleidung Fertigkleidung in Stabiloforxn M. R. Anfertigung aus mitgebrachten Stoffen. Staendige Passformkontrolle. Auch Junioren kaufen gerne bei CARLTON. Ernst Koppel Maipü 982 Tel. 31-0357 50 Meter Plaza San Martin, mit vielen Verbindungen und Parkmöglichkeit. westlicher Mächte den Aegyptern nicht gefallen, oder wenn eie irgendwelchen politischen Forderungen Nach druck zu verleihen wünschen. Für die Deutschen bedeutet die Gefahr einer Anerkennung der Regierung in .Pankow“ eine ernste Bedrohung, weil sie sich selbst durch die Hallstein-Doktrin die Handlungsweise für solche Fälle vargeschrieben haben. Jedes Land, das Ostdeutschland anerkennt, muss damit rechnen, dass die Bundesrepublik die diplomatischen Beziehungen abbricht. Das war nach der Anerken nung Ostdeutschlands durch Jugoslawien tatsächlich der der Fall. Natürlich bedeutet der Abbruch der Beziehungen auch für dasjenige Land mitunter die Schädigung seiner Interessen, das die Initiative zu diesem völkerrechtlichen Schritt ergriffen hat. Gewiss würden die arabischen Länder Nachteils haben, wenn Bonn im Verfolg der Hallstein-Doktrin die Beziehungen zu ihnen abbrechen würde. Umgekehrt aber können durch diesen Schritt für die Bundesrepublik erhebliche Schäden hervorgerufen werden. Auch zu den Zeiten, als die Beziehungen zwischen Kairo und Bonn erstklassig waren, stand dieses .Freundschaftsverhältnis“ immer im Zeichen der Hallstein-Doktrin, die wie ein Damoklesschwert über beiden Ländern schwebte. Trotz aller Freundschaft hatten beide ihre Repressalien im Koffer sofort bereit, sie anzuwenden, wenn etwas geschehen sollte, was einem der Partner nicht gefällt. Wie ven Seiten Bonne offen zugegeben wird, hat man auch den Plan der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zu Israel nur deswegen fallen gelassen oder zurückgestellt, weil man die Anerkennung Pankows durch die arabischen Beziehungen und die Zündbombe der Lösung der diplomatischen Beziehungen* zu MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Gesckäf te mit der grössten Auswahl. SARMIENTO i 147 T, E. 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. diesem Verbündeten befürchtete. So viel waren die Beziehungen zu Israel der Bonner Regierung nicht wert, als dass sie dafür ein solches Risiko eingegangen wäre. Schliesslich stehen auch Gehr hohe Interessen auf dem Spiel nachdem man Entwicklungshilfe in grösstem Umfang den Aegyptern w'ie auch anderen arabischen Ländern leißtet. — Nasser hat übrigens den Ostdeutschen gestattet, ein eigenes Generalkor,Gulat in Kairo zu eröffnen. Hierin aber wurde nicht die Aufuahme diplomatischer Beziehungen zur Regierung Ullbricht gesehen. Man fragt sich. warum eigentlich •nicht? Trotz der Eröffnung dieees ostdeutschen Generalkonsulates meinten deutsche Beobachter, dasts sich „Nasser uns gegenüber verständnisvoller gezeigt habe als andere führende Staatsmänner .ungebundener“ Staaten wie 'beispielsweise Nehru oder Sukarno“. — Dass die deutsche Regierung offensichtlich bemüht war, die Atomexperten, die an der Herstellung gefährlicher Waffen in Aegypten beteiligt sind, zurückzuholen, wurde ihr von Nasser ebenso verübelt wie ein Fernsehinterview, in welchem der israelische Ministerpräsident Levi Eshkol über die Mitwirkung deutscher Techniker an der ägyptischen Waffenproduktion sprach. Auch die Reise des früheren Ministers Strauss nach Lsrael und dessen pro-israelische Aeusserungen hörte man in Kairo nicht gern. Die Aegypter antworteten mit eini gen Gegenaktionen. So fuhr der Genera’Gekretär der Arabischen Liga, Hascuna. nach Ostberlin was offensichtlich auf Veranlassung Nassers geschah. Auch eine freundliche Antwort, die Nasser einem Glückwureeh Ullbrichts für ihn folgen liess, wurde in Bonn als un freundliche Haltung registriert. Bisher haben die Regierungen in Bonn und in Kairo aufeinander Rücksicht genommen: Kairo nahm Abstarad davon, Ostdeutschland anzuerkennen, wofür als Gegenleistung die Westdeutschen auf die Aufnahme dij piomatischer Beziehungen zu Israel verzichteten. I Die Deutschen unterhalten demnächst — nach Vollendung einiger Planbauten — ¡ nicht weniger als 21 gewerbliche Ausbildungsstätten im arabischen Mittelmeerraum: ¡ Industrie- und Gewerbeschu- ¡ len, Technische Institute, j Meister- und Lehrwerkstät ten, Facharbeiter- und Felnmechanikerschulen sowie eine Vorstufe für ein Polytechnikum. Diese Schulen befinden sich in allen arabischen Ländern, vor allem auch in Transjordanien, Syrien. dem Irak und natürlich in Aegypten. Wie umfangreich die unter dem Motto der Entwicklungshilfe geleistete Unterstützung der Deutschen für die arabi- Gchen Länder ist, konnte man erst jüngst der Zeitschrift „Das Parlament“, Nr. 41 vom 9. Oktober, entnehmen. Sicherlich spielt hierbei auch die Suche nach neuen Erdölquellen eine erhebliche 1 Rolle. Deutschland kämpft! ebenfalls — wie alle andei ren Grossmächte — um die I Erweiterung seiner Einflußsphären. Die Entwicklungshilfe gibt den geeigneten Vorwand und die zündende Parole, diese Bestrebungen zu tarnen. Dass der deutsche Einfluss in diesen Ländern, iD denen übrigens auch deutsche Diplomaten mit der richtigen pro - arabischen, nazistischen Vergangenheit tätig waren, sehr gross ist. kann nicht zweifelhaft sein. Umso mehr befremdet die zaudernde Haltung der Regierung in Bonn, endlich dafür zu sorgen, dass die deutschen Atom sachverständigen ihre Tätigkeiten einstellen. Allerdings ermuntert i die amerikanische Haltung! in der Frage dieser Exper-; ten den deutschen Stand punkt, sich hinter juristischen Argumenten zu verschanzen und einfach zu erklären, dass keine geeetzliehen Handhaben vorhanden seien, diese Wissenschaftler zurückzurufen. Ob das neue LA SEMANA ISRAELITA BISEMANARIO INDEPENDIENTE 8s. Air«« — PUEYBREDON 219«, 1* isq. — T. E. 8346 K 25. Oktober 1863 7. Marcheschwan 5724 Verfolgungen in Syrien Sarchin-Anlage vor Vollendung Jeruealem. — Die nach dem Sarchin-Prinzip gestaltete Anlage zur Entsalzung des Meerwassers in Elät «oll Ende dieses Jahres die Produktion aufnehmen. Nach dem aufgestellten Plan sollen täglich 1000 Kubikmeter Meerwarser entsalzt werden. Das Wasser soll an die Einwohner von Elat abgegeben werden. Der Preis für dieses Wasser, das mit anderem vermengt werden soll, ist noch nicht festgesetzt worden. Teppichhaus - M. 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Die Religion dieses Mannes, dessen Name verschwiegen wird, war den Syrern nicht bekannt, und so konnte er viele Einzelheiten über die Leiden der syrischen Juden sammeln, die er in einem Bericht zusammengefaßst und nach Frankreich zurückgebracht hat. Er erzählte auch, dass in Syrien heute rund 4.000 Juden ledeutsche Kabinett nach dem Rücktritt Adenauers eine andere als diese zaudernde Haltung einnehmen wird, bleibt abzuwarten — ben. In Damaskus sitzen viele Juden im Gefängnis und warten auf ihre Aburteilung in Prozessen, die für 1964 augekündigt worden sind. Gegen sie laufen verschiedene Anklagen. So werden sie u. a. bcschuldig.t „zionistische Tendenzen“ an den Tag gelegt oder versucht zu haben, „dae Land auf illegale Weise zu verlassen“. Als eine der betrüblichsten Diskriminierungen bezeiehr.ete der ungenannte Tourist, dass es den Juden verboten ist, sich in Damaskus ohne besonderen „Passierschein“ zu bewegen. Wenn die Juden diesen Ausweis nicht b'.sitzen, so dürfen sie nur in dem früheren Judenviertel wohnen, das so in ein Ghetto verwandelt worden ist. Auch werden den Juden schwere finanzielle Lasten aufgebürdet. Nach eeinen Aussagen leben heute in Damaskus 3.000 Juden, in Aleppo 800 und die übrigen in kleineren Orten. (ITA) 1 SCHECKS ODER UEBERWEISUNGEN IN D-MARK ODER DOLLAR Bevor Sie wechseln erfragen Sie unsere Preise Man spricht Deutsch ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHÄEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung SUEROSTUMDEM: DIENSTAG, MITTWOCH URd FREITAG von 16—18 tför T. E.: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. T. L: 80 - 6930 ★ PUEYRRED0N 2190 esq. Av. LAS HER AS! t. i»

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