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Jüdische Wochenschau · 1963-08-18 · 2034 (18.8.1963) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2034 (18.8.1963)
Date
1963-08-18
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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IHR und KUNST Í Í1 ••£&*-'ASÜ #$?•& « < t't : »& » P%3 SSSM «ÉS ■ gÜlSi 1C77.4Ä/.4. Gtmaelde von Prof. Eugene Spiro (entnommen der iischen IMlnerten, Duesseldorf) HER Rothschild - Preise verteilt imacht worden, nd neue Schriften dem Publiliese relativ büren, die dennoch oll und druckeinwandfrei her- 1, zugänglich ge- ¡träger Steinbeck an einer Expethher mehr als eh ssanten Bericht EdschnfjrS ler auch h-er rs« AfS ' statt in ifc* L /des^He :ben. «j-S&tf Oni“ . ElnasJgnc£>br0' gS 1^* i!!&&$' d-T inet e7errcgttufseteMfte rowa^iiun? ive^f'er thte.e cb^í I die S‘, fßr!S Krig> «auSU? i» *ie puren <“* 2D. v In Gegenwart des Ministerpräsidenten Levi Eshkol, dcß Knesset - Präsidenten, Kadisch Lus, dec Barons Edmond de Rothschild, der Botschafter Frankreichs, Englands, Kanadas und der Philippinen, dss Technion- Präsidenten, Raw Aluf J. Dori, Prof. Jigal Jadin und vielen anderen prominenten Gästen fand unlängst im Garten des Rottechild Memorials in Sichren Jaacow in einer feistlichen Zeremonie die diesjährige Verteilung der RothschildPreise statt. Die drei Preisträger waren: Prof, der Mathematik, Abraham Halevy - Fränkel (Emeritus), von der Hebräischen Universität, Prof, der Soziologie und Statistik an der IIebrä;Gchen Universität, Louis Guttmann (47), und Prof. Markus Reiner (77), vom Technicn, Professor d:r Rheologie (Lehre von der Bewegung zähflüssiger Materien ). Der in München geborene Prof. Fränkol ist ein Pionier der Gog. Mengenlehre, Prof. Guttmann, geboren in New York, ist berühmt für die nach ihm genannte Skala der soziologischen Statistik und Prof. Reiner, der in Czernowitz geboren wurde, in Wien studierte und seit 1922 in Israel lebt, gilt als hervorragender Physiker auf seinem Spezialgebiet. Ansprachen hielten Raw Aluf J. Dori als Vorsitzender der Jury, Baron Edmend de Rothschild, Enkel deo bekannten ..Wohltäters“, der die Diplome überreichte und Levi Eshkol, der auf die Verdienste der Rothschilds um das Aufbauwerk im Lande hinwies. Die Familie habe nicht nur lange vor Staatsgründung den ersten Siedlern geholfen, und bei StaatGgründung ihre Ländereien der Regierung vermacht, sondern auch zum Legen der Oclleitung nach Eiat, zur Entwicklung von Caesarea und jetzt zum zu* künftigen Bau der Knesset beigetragen. Die Untenstüt zung der Wissenschaft sei jedoch besonders bedeutsam in einem rohstoffarmen Land, daß bei der wirtschaftlichen Entwicklung vor allem auf die Forschung angewiesen ist. Die Prexe betragen je 1000 Pfund Sterling. Umstände ihres eigenen Schicksals überzeugt, dass sie eine Mission zu -erfüllen habe, widmet sie eich heldenhaft der Aufgabe, den Verfolgten Hilfe zu leisten. Der angenehme Stil v.r.d die Form und der Darstellung machen dieses Buch zu einer nicht nur spannenden, sondern angenehmen Lektüre. — Ernte der Synagogen: Zeugnisse jüdischer Geistigkeit. Ner Tamid - Verlag, Frankfurt am Main 1933. — Die von der Stadt Recklinghausen durehgeführte Ausstellung SYNAGOGA, über die wir seinerzeit ausführlich berichtet haben, ist in einem schönen Buch festgehalten worden, das im N-er Tadim Verlag erschien Die bei der Eröffnung der Ausstellung gehaltenen Ansprachen deutscher wie israelischer Persönlichkeiten, die Beiträge von Gelehrten und Politikern zu verschiedenen Problemen jüdischer Thematik, sehr schöne Aufnahmen von den Veranstaltungen und Ausstellungsobjekten verleihen diesem Buch einen bleibenden WTert. Dr. Zalmen Shazar: Grosse Persönlichkeiten. Verlag Kijum. Buenos Aires 1963. Aus dem Hebräischen ine Jidd.Vsche übersetzt. Schenkt Euren Kindern BUECHER IN SPANISCHER SPRACHE AUS DEM VERLAG EDITORIAL CANDELABRO — Pasteur 351 Literarische Notizen Zu Mitgliedern gewählt Die nordamerikanische Akademie für Kunst und Literatur, deren Mitgliedschaft auf diejenigen fünfzig Personen begrenzt ist, die besonders grosse Beiträge zur schöpferischen Kunst geliefert haben, hat Lillian Hellmarn. Verfasserin von „Watch on the Rhine“ und „Toys in the Attic“, Preisträgerin ¿es New York Drama Critic’s-Preises, und den Bildhauer Jacques Lipsehitz zu Mitgliedern gewählt. Charles Schnee gestorben Wie aus New York mitgeteilt wurde, verstarb im Alter von 48 Jahren plötzlich der Filmschriftsteller Charles Schnee, der gerade das Drehbuch für den Film über den Fall Sacco Vanzetti in Angriff nehmen wollte. Schnee hat als Filmautor bereits vor zehn Jahren den „Oskar“ für den Film „The Bad and the Beautiful“ erhalten. Er war Anwalt und längere Zeit Präsident der Screen Writers Guild. Jack Previn gestorben In Hollywood starb Jack Previn, einst einer der prominentesten Anwälte Berlins. Anwalt der UFA. Der musikalisch sehr begabte Jurist wurde, nach ceiner Immigration in die Vereinigten Staaten. Musiklehrer in Los Angeles, wo er viele junge Musiker, auch seinen Sohn, bis zur Konzertreife ausgebildet hat. Sehr vielen Flüchtlingen war er ein verständnisvoller Helfer. Goethe-Medaille Für seine Verdienste um die deutsche SpracV.e erhielt Prof. Walter Bercndson, Stockholm, die Goethe-Medaille des Goethe-Instituts. Der 78jährige Professor ist in Hamburg geboren und lebte seit 1933 zunächst in Dänemark und dann in Stockholm, wo^er Vorlesungen hielt und viele Abhandlungen über Literatur schrieb. Seit 1961 hat er seine Vorlesungstätigkeit eingestellt, ist jedoch noch aktiver Leiter eines Vortragskreises. Berendson erklärte, dass die Idee der Humanität, gestaltet in der Zeit von Kant und Goethe, ihn bewogen habe, seinen Dienst als Forscher fortzusetzen und damit auch seine wissenschaftliche Arbeit für die deutsche Sprache und Literatur. Erinnerungen an „Haus Berta“ Zu unserer Veröffentlichung in der Ausgabe vom 11 Ok tober erhielten wir von Herrn Guillermo Gelds chmidt in Buenos Aires die folgende Zuschrift: „Dietses Haus Berta ist dem Andenken meiner im Jahre 1934 verstorbenen Mutter Berta Goldschmidt geb. Jacobsohn und meiner im Jahre 1916 und 1917 gefallenen Brüder Moritz und Dr. Fritz Goldschmidt in Firma Gebr. Alsberg gewidmet worden. Grund und Boden von ca. 50 Hektar Land gehörte einzig und allein meinem Bruder der di:ees Grundstück dem damaligen Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten zur Verfügung stellte, bis es von den Nazis enteignet wurde. Der Prozess läuft heute noch. Das Gemeindeblatt von Köln vom 3. August 1934 schreibt hierüber, ich zitiere nur wenige Zeilen: Ein jüdisches Jugendparadies, Haus Berta bei Alt Schermbeck. — Mit grosser Hingabe war bis in die letz ten Tage hinein gearbeitet worden, um dia Einwe;- hungsfeier am letzten Sonntag, 29. Juli, zu ermögli chen. Alle Arbeiten zur Wohnbarmachung der vorhandenen Baracken, zur Einrichtung der Räume, Verwaltungswohnung, Küche Hebraeischer Unterricht r.ngyn nssn c”i»'nw ittiön - in-sis am:» I r - •* - t " tt; •m bsb jxn rrn xTBtf TT TI - TT T * “ -m d’disi rn ax .nntfiaa * T-: T * TT" rrn ran m TT * t r - : .n:mn nx xxio xtb# T - V T - 3an xtbb? rrn T ‘ “ TT * T i * sis?1? ix nnio*? D'zr nas T“J “ Ti 1 ‘TTdid TTnn*? ■h:? ,rr“pi7Dn onnis rn D^nun .ms ix T * T~: T TT inix ianun D3 *73x ,v3sa v: v - t tt* inix DTara rm ñnaan * : - t : t : t .orrra ustzpi xia5? •’zra tfiD xTstf nmax ... - T t * “ tt:*“;Dp3ün d^x nann •pn TiD^a •pPn du tftöätfa pp1? na& "ix" :xts# -iön mnsn nx nanntz? ,th nx - T : “ V T : T V T - nna mnb rs niDba t * : : ** : : “ pnx -piD^aT ,"‘,‘nrrn du'? na^ ax" maxi bp_ pinu -an rnaef# ,th nx pnVa btö Drr*n n'ftvz na XTBE? ns Disn ."D^a^na t . - t - * : - : * xnpan ,ainna nipn-nnDa .ia^-'au (n-ö’p» nna» nna nssina) ABRAHAM SHAPIBA — EL VIEJO GUARDA (Columna derecha) Hace poco, el mte viejo de los guardas. Abraham Shapira cumplió 90 años. De todas partes del país vinieren a su casa en Petaj Tikwa; de Nahalal, d« Hule, de Rishon Letzion y Guedera vinieron los viejos guardas en trajes de kaki y con botas de montar relucientes; vinieron diputados de la Knesset, intendentes municipales y ministros. Estuvieron presentes jóvenes y ancianos. Abraham Sha- -pira so convirtió en una leyenda entre judíos y árabes todavía durante su vida. En aquellos dÍEts cuando el joven Shapira montaba su caballo y comenzaba a custodiar (las aldeas), el (futuro) primer ministro israelí (Ben Gurion) era todavía una criatura. Ni soñar se podía todavía del ectado de Israel y del e'jército de Tzahal. En el país había sólo unos pocos judíos y éstos sufrían mucho de los árabes e-n cuyo medio vivían. El joven Shapira decidió ser guarda y, dentro de poco tiempo, los árabes «e dieron cuenta que hubo algien quien guardaba y defendía Petach Tikwo. (Columna izquierda) Shapira se preocupó de todo en Petaj Tikwa. Cuando los árabes robaban algo, Shapira encontró siempre el botín. A veces, Shapira fue a caballo por algunos días a Siria o Saudia para traer un caballo o una vaca de vuelta. Los árabes lo temían, pero también lo respetaban por su inteligencia y lo invitaban a venir a sus_ casas para arreglar una disputa. Abraham Shapira encontró durante su larga vida a muchas personas importantes. Cuando se encontró con Iasrd Balfour, dijo: “Me alegro apretar la mano que firmó la Declaración de Balfour a fin de construir un estado para el pueblo judío.“ Balfour contestó sonriendo: “A mi me alegra apretar la mano que defendió en muchas oportunidades la vida de los colonce.“ En la actualidad. Shapira vive en Petaj Tikwa en la calle que lleva su nombre. ]¡?í? ^0 nD“]DT ^D1? D.T13X ' t - t t : - * : .nw n^n t t * : irra ^x 3X3 p“ixn -aai y?n3a jmprrnnsa HTBDI ]i8S*?-p^X“)ö ,rTé3n -•EñD1? D'jrrn Dnaiíl ixa ~’S3Q orr^n^ rpn ma *• - t v : 1 ' t -•’“)3n 3X3 {□•'pnaa; - t 1 I . - r * : .D’ntzn riin^u ,,díxi ,dd33 T : *■ T v v : DH33X ,Q*8ar?T3 D8"I^ DT27 VTl t t : - i ‘ t : i t 333X3 Tf&n XVDIU .3,sn3 “3U D833UH3 D,“3n!,n t - : T-: t : * ~ XTBD'^3 ,Dnn D"D"3 s?,,nnn3 D3o bv ‘T’Uüsn : : - t t * t “ rfttfaa iz;x3 rrn v v : v t t : “Dina .pilTl i?X“3t2?*’ -\x 3iu b"^ “xa tíbnb rrn n^DX nni ,a8"|3n: dud pn 3,,n fn nainazz? ,Dn“iun p 373D D^nn tush xtbü ^atzr : V T ~ T * - T “ísj? pT nnx3 ,n»3tz; nip1? ^a sr Diaxs? ,a83aun 3ia'? ** T : T v * T-: T : T .npFrrmtH )p3 nam? ABRAHAM SCHAPIRA — DER ALTE WAECHTER (Rechte Spalte) Vor kurzem feierte Abraham Schapira, der älteste Wächter, seinen 90. Geburtstag. Von überall im Lande kamen sie in sein Haus nach Petach Tikwa; von Nahalal und von Chule, von Rischon LeziOn und von Gedera kam die alte Garde der Wächter in Khaki-Anzügen und mit blitzblanken Reitstiefeln; es kamen Knesset- Abgeordnete, Stadthäupter und Mäiißter. Jung und alt war da. Abraham Schapira wurde noch zu Lebzeiten zur Legende bei Juden und Arabern. In jenen Tagen, als der junge Abraham Schapira aufs Pfed stieg und zu wachen begann, war der (zukünftige) Ministerpräsident (Ben Gurion) Israels noch ein Säugling. Vom Staat Israel und vom Zahal-Heer konnte man noch nicht einmal, träumen. Im Lande gab es nur wenige Juden, und sie litten viel von d?n Arabern, in deren Mitte sie lebten. Der junge Schapira besehlorß, Wächter zu werden, und bald merkten die Araber, dass es einen Wächter und Verteidiger in Petach Tikwa gab. (Linke Spalte) Schapira kümmerte sich um alles in Petach Tikwa. Wenn die Araber irgendetwas stahlen, fand Schapira die Beute. Manchmal ritt Schapira auf einige Tage nach Syrien oder Saudi Arabien, um ein Pferd oder eine Kuh zurückzubringen. Die Araber fürchteten ihn, aber verehrten seine Klugheit und forderten ihn auf, zu ihnen zu kommen und einen Streit zu schlichten. Abraham Schapira traf während seines langen Lebens viele bedeutende Männer. Als er Lord Balfour begegnete, sagte er: „Es freut mich, die Hand zu drücken, die die Balfour-Deklaration unterschrieben hat, um für das jüdische Volk ein.^n Staat zu bauen.“ Balfour entgegnete lächelnd: „Mich freut es, die Hand zu drücken, die viele Male das Leben der Siedler gehütet hat.“ Heute wohnt Schapira in Petach Tikwa in der Strasse die seinen Namen trägt. usw. bis zur elektrischen Lichtanlage sind von jüdischer Hand ausgeführt, jii dißche Firmen haben durch Spenden von E.V.richtungsgegenständen e(s ermöglicht, mit verhältnismässig bescheidenen Mitteln das ideale Werk jüdischer Jugendfürsorge zu schaffen. Den Grund und Boden schenkte Herr Julius Golc’nchmidt, Gelsenkirchen, nach dec-sen verewigter Mutter das Heim benannt ist. Ihr Bild hat im Speiseraum den würdigen Platz gefunden, bedeutsam auch darum für den R.J.F., weil Berta Goldschmidt s. A. zwei Söhne dem deutschen Vaterland geopfert hat.“ (Wozu ich bemerke, dass ein anderer Bruder mit den Bremer und Hamburger Juden in MVek verbrannt worden ist, ebenfalls FronVoldot.)“

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