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Jüdische Wochenschau · 1963-08-18 · 2034 (18.8.1963) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2034 (18.8.1963)
Date
1963-08-18
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 18 de Octubre de 1963 LA SK MANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2034 — 3 esserschmitt im Vordergrund Mit diesem Artikel .set zen wir den Bericht über! die Tätigkeit deutscher Wissenschaftler, Techniker und Fabrikanten in Aegypten fort. (D. Red.) Die erste Zusammenkunft zwischen den Aegyptern und dem deutschen Flugzeugkonstrukteur Professor Meeserschmitt fand im Hause des Dr. Hans Heinrich Ritter v.; Srbik statt. Dieser Adlige j mit dem fast unaussprech- | liehen Namen ist Mitgeeell j schaftler der Münchener | Bank Aufhäuser, die seit Jahr und Tag den Professor j in allen finanziellen Fragen ¡ berät und seine Geldgeschäfte abwickelt. Auf diese erste Fühlungnahme folgten weitere Verhandlungen. Am 29. November 1959 wurde man handelseinig: Die Aegypter kauften Messerschmitts Lizenzen, der Pro fessor willigte ein. für sie als Berater beim Bau der Flugzeuge tätig zu sein. Allerdings waren damit noch nicht alle Schwierigkenten für die Aegypter aus dem Weg geräumt. Nach Nassens Wunsch sollten nämlich die Düsenjäger nicht fix und fertig vou der ,,Hispano Aviación“ gekauft sondern im Flugzeugwerk Heluan bei Kairo zusammengebaut werden — die Zelle (Rumpf, Tragflächen, Fahrgestell) in der MiP.tärfabrik 36, die Motoren in der Militärfabrik 135. Das bedeutete Import von Menschen und Material; denn ki Aegypten gibt es weder genügend Fachkräfte noch Rohstoffe und Einzelteile für den Flugzeubau. Hassan Sayed Kamil machte aun der Not ein Geschäft: Er versicherte seinen Landsleuten in Kairo, er werde alles beschaffen und nach Aegypten transportieren lassen: das Material und die Menschen. Der erfahrene Geschäftsmann ging dabei von der richtigen Erkenntnis alas, dass alles auf dieser Welt seinen Preis hat: Edelstahl, Höhenmesser, Radaranlagen, Flugzeugmotoren und Flugzeugkonj strukteure. Da Präzisionsinstrumente und Fachleute heutzusage nicht gerade billig sind, verlangte der Aegypter von seiner Regierung viel Geld; da Zürich seit Jahrzehnten die Drehscheibe für den internationalen Waf Ein Attribut gepflegter Maennlichkeit das ist Carlton-Kleidung Feinste Masskleidung Fertigkleidung in Stabiloform M. R. Anfertigung aus mitgebrachten Stoffen. Staendige Pasaformkontrolle. Auch Junioren kaufen gerne bei CARLTON. Ernst Koppel Mctipu 982 TeL 31-0357 50 Meter Plaza San Martin, mit vielen Verbindungen und Parkmöglichkeit. fenhandel ist und er hier in der Resteibergstrasse 61 eine hübeche Villa hat, schlug Hassan Sayed Kamil vor. die Einkaufszentrale für die ,,Basler Intertreuhand“ aufgebaut ist, gewisse Ken takte zur ,,Meco“; Hassan Sayed Kamil fand, dass eich gerade eine kleine, verhält ägyptische Dößenproduktion nismässig unbekannte Firin dieser Stadt zu errichten, ma für seine Zwecke gut KEINE GEWISSENSQUALEN Die Tatsache, dass diese Zentrale ausgerechnet im Herzen des Landes liegen würde, das ein Waffenaus fuhrverbot nach allen Nahostländern verfügt hat und in dem er seit vielen Jahren Gaistrecht geniesst, sah der ägyptische Geschäftsmann weder als eine Gefahr für sein Vorhaben an noch bereitete sie ihm irgendwelche Gewissensqualen. Die verantwortlichen Herren im Kriegsministerium der Vereinigten Arabischen Republik stimmten seinen Vorschlägen zu. Das Dokumen ,,M 2300“ entstand. Der ,,Contract M 2300“ ist der Vertrag, den das Kriegsminißterium der Vereinigten Arabischen Republik (VAR) Ende 1959 mit der schweizer Firma ,,Meco“ (Mechanical Corporation), Basel, Dufourstrasse 5, abschloss. Die Meco wurde am 14. Fe bruar 1951 mit dem für ei ne Aktiengesellschaft recht geringen Kapital von 50.000 schweizer Franken in Basel gegründet. ,.Zweck“ dieser Gründung war — nach der handelsgerichtlichen Eintragung — die „Herstellung von Maschinen, Apparaten und Werkzeugen, Verwertung von einschlägigen Pa tenten, Marken. Fabrikationsverfahren und Konstruktion, Handel mit den von der Gesellschaft hergej stellten Erzeugnissen usw “; Zeichnungsberechtigt mit j Einzeluntenschrift ist ein I Schweizer namens Werner Hofmann, ,,einziges Mitglied des Verwaltungsrates“. Zum Vertragspartner des ägyptischen Kriegsministeriums wurde die „Meco“ nicht von ungefähr ausersehen: Meeserschmitts Finanzberater, Dr. Ritter v. Srbik. hatte über die „Deutsche Intertreuhand“, in deren Aufsichtsrat er sitzt und die nach dem Muster der MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäf te mit der grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E. 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. eigne. Im Artikel 1 des in englischer Sprache abgefasrien 92 Seiten starken Vertrages „M 2300“ ist vereinbart, daos ,,die augenblicklich in Spanien laufenden Entwieklungs- und Herstellungsarbeiten an dem HA 300 (Düsenjäger mit Ueberschallgeschwindigkeit) gestoppt“ werden. „Die „Meco“, heisst es weiter, „überträgt dem Ministerium das alleinige, uneingeschränkte Hetotellungsrecht zum Bau des Düsenjägers HA 300 in der Vereinigten Arabischen Republik. Die „Meco“ wird am Tag der Unterschrift dem Ministerium eine Kopie aller bei der „Hispano Aviación“ in Spanien vorhandenen Zeichnungen, Dokumente und Forschungsergebnisse über die Entwicklung und Kernteilung des Düsenjägers HA 300 in der Originaisprache übergeben. Für das Herstellungsrecht und die Uebergabe der Zeich nungen, Dokumente und Forschungsergebnisse erhält „Meco“ vom Ministerium die Pauschalsumme von 15 Millionen schweizer Franken“. MIT „MECO“ ENG VERBUNDEN Schon daraue geht hervor, dass Professor Willy Messerschmitt und die „Meco“ eng miteinander verbunden sind; denn ohne die Einwilligung des Professors konnte die „Meco“ wohl schlecht die Lizenzrechte an die Aegypter verkaufen. Die bisweilen verbreitete Version, dass „Meco“ die Abkürzung von „Messerschmitt Corporation“ sei, stimmt zwar nicht, aber es ist richtig, dass Meßserschmitt zusammen mit dem Aegypter Hassan Sayed Kamil im Aufsichtsrat der seit dem Vertragabschluss mit dem ägyptischen Kriegsminißterium blendend florierenden schweizer Aktiengesellschaft sitzt. Die Liaison mit der „Meco“ machte sich für Professor Messerschmitt bezahlt. Daß geht nicht nur daraus hervor, dass die Aegypter der „Meco“ 15 Millionen schweizer Franken für seine Konstruktion zahlten (wovon der Professor einen erheblichen Teil kassierte), sondern auch aus dem, was auf Seite 10 des Kontrakte „M 2300“ steht: .Meco' garantiert, dass Professor Messerschmitt einwilligt, sich als technischer Berater des Ministeriums in allen Fragen der Herstellung der Flugzeugtypen HA 300 und HA 200 zu betätigen. Im Zusammenhang mit der Arbeit des Professors W. Messersehmitt für das Ministerium hat die Regierung der VAR sich bereit erklärt, ihm und .seiner Frau, falls erforderlich, den Auf enthalt in der VAR zu gewähren. Es wird weiterhin zugestimmt, dass die Einkommensteuer, Sozialabgaben und andere Steuern., direkt vom Ministerium ge zahlt, also nicht von Profes : sor Messerschmitt getragen i werden müßsen“. j Ausser garantierter Steu- ' erfreiheit sind in dem Ver-! trag auch Meoserschmitts 1 Spesensätze festgelegt. Der; Professor erhält über die | „Meco“ .biß zu dem Tag,! an dem der Prototyp des ■ Düsenjägers HA 300 fertigi gestellt ist - -, eine Entsehä- I digung von 500 schweizer Franken pro Aufenthaltstag in der VAR; ausserdem eine Pauschalsumme von 2200! schweizer Franken für Flugj kosten von Europa nach der | Vereinigten Arabischen Re- ' publik und zurück.“ Vom Tage des ersten Probefluges an bekommt der Professor „1000 schweizer Franken pro Aufenthaltstag in der VAR plus 2200 Schweizer Franken für die Reisekosten“. So sagte Professor Messerschmitt denn auch nicht die Unwahrheit, als er in einem Interview mit der „Deutschen National- und Soldatenzeitung“ über seine Tätigkeit für die Aegypter erklärte: „Ich erhalte selbstverständlich auch kein Honorar. Nur die Reiseßpesen werden mir ersetzt.“ In dem Vertrag ist ferner festgelegt, dass di« „Meco“ „berechtigt (ist) — unter eigenem Namen und selbstverantwortlich —, jede andere Firma oder jeden anderen unabhängigen Fachmann in die VAR zu schikken bzw. mit ihnen zusammenzuarbeiten“ und da« Material zum Bau der Düsenjäger einzukaufen. Im Artikel 10 ist gesagt, mit welchen Waffen die Düsenjäger ausgerüstet werden sollen: mit 25-mm- oder 30mm-Kanonen, Typ Oerliken; 5-cm und 8-cm-Oerlikon-Reketen mit Faltflügeln; Luftzu-Luft-Lenkraketen der Kategorie „Sidewinder“; Bom- LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO INDEPENDIENTE 3*. Aires — PUEYBREDON 219«, 1* isq. — T. E. 89-261 à 18. Oktober 1963 30. Tischri 5724! ben bis zu 500 Kilo. So freundlich es von Hassan Sa- I yed Kamil war, beim Aus- I handeln des Vertrage« mit den Aegyptern auch an sei- ' ne früheren Arbeitgeber zu ' denken, die verantwortli- . chen Herren bei Oerlikon sagten, mit Rücksicht auf das in der Schweiz beste- 1 hende Waffenausfuhrverbot j nach Nahost: nein. Auf der I letzten Seite des „Contract | M 2300“ wird vereinbart, 1 dass alle finanziellen Trans-; aktionen, die "sich aus die-; sem Vertrag ergeoen, über ' die „Credit Suisse, Zürich“! (Schweizer Landeskreditan- ' stalt) vorgenommen werden. Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKTUPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eig*n* Fabrikation — Unverbindlich* Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINEN TEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Voktuf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus Calle ANDONAEGU1 2083 Tel.; 52-2993 4 Quader von Station Urgnisa Nachdem der Vertrag zwischen der „Meco“ und dem Kriegsministerium der VAR unter Dach und Fach war und die ersten Millionen von Kairo in Zürich eingetroffen waren, begann Diplomingenieur Kamil von Zürich aus für Aegyptens Aufrüstung aktiv zu werden. Eine «einer ersten Tätigkeiten war die Verlegung der „Meco“ von Basel nach Zürich, Rabbinerverband in Zentralamerika Mexico-City. — Aussenminister Manuel Tello bekundete lebhaftes Interesse an der Aktivität das Rabbiner- Verbandes von Zentralamerika und der karibischen Länder. Der Auscenminister empfing Rabbiner Abraham Hershberg, Präsident des Rabbiner - Verbandes, der Tello eine hebräische Bibel zum Geschenk überreichte und ihn über die Ziele der Institution sowie über die Abhaltung der zweiten Konferenz informierte, die für den 31. Oktober in Bogota anberaumt würde. — IITA) Birmensdorfer Strasse 155 (Eintragung im Handelsregisteramt des Kantons Zürich vom 17. Mai 1960), Dann gab die „Meco“ Inserate in deutschen Zeitungen auf und engagierte eine Reihe technischer Kaufleute aus Deutschland für das Einkaufsbüro in Zürich. SCHECKS ODER UEBERWEISUN6EH IN D-MARK ODER DOLLAR \ B«vor Sie wechseln erfragen Sie unsere Preise Man spricht Deutsch CASA PIANO S.A. 34/- SAN MARTIN 128 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRÄGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUEROSTUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr T. E.: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Ver waltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. T. E.: 80 - (930 ★ PUEYRRED0N 2190 esq. Av. LAS HERAS

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