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Jüdische Wochenschau · 1963-10-04 · 2032 (4.10.1963) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2032 (4.10.1963)
Date
1963-10-04
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 4 de Octubre de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Aflo XXIV. — N*. 2632 — » reignisse der Woche ANTISEMITISCHE VER0EFFENTL1CHUNGEN Die DAIA setzte den Bischof von Lomas de Zamora, Monsignore Dr. Alejandro Schell, davon in Kenntnis, dass in einer Monatsveröffentlichung, die in seiu-em Amtsbezirk erscheint, etän dig antisemitische Artikel erscheinen, die von dem Presbyter Juan Malensek gezeichnet werden. Bei diesen Publikationen handelt es sich um eine systematische He.rs-Predigt gegen die Judeu. In einer bekannten Sprache, die wenig Neues bringt und die in ihren wesentlichen Zügen der nazistischen Phraseologie entspricht. werden die Juden als die Feinde des Landes bezeichnet. Der Presbyter rechtfertigt ohne irgendwelche Argumente oder Beweise für seine ganz allgemein gehaltenen antisemitischen Verleumdungen auf diese Weise die Uebergriffe und Gewalttätigkeiten der Tacuara. Die bekannten hetzerischen Publikationen des Presbyters Meinvielle werden zitiert. — Die Irreführung der Oeffentlichkeit geht soweit, dass das Andenken an den Papst Johannes XXIII. in der merkwürdigsten Weise missbraucht wird. Unter einer grossen Photographie de.? Papstes werden wüste antisemitische Verleumdungen gebracht. Mit welchem Recht kann ein Presbyter Malensek die Person des Papstes Johannes ,,des Guten“ in dieser Weise missbrauchen, ohne dass hiergegen von kompetenter Stelle eingeschritten wird? In einem an den Bischof gerichteten Brief der DAIA. der von Ing. Gregorio Faigön als dem geschäftsführenden Vizepräsidenten und ven Dr. Abraham Gorbatt alo Sekretär unterzeichnet wurde, ist der Bischof aufgefordert worden, gegen das Unwesen des genannten Presbyters einzugreifen. — Besuch bei hohen! Würdentraegern i Eine Delegation der DAIA | suchte den Bischof von Loi mas de Zamora, Dr. Alejandro Schell, und den Erzbii schof von La Plata. Monsignore Dr. Antonio Plaza, im! Zusammenhang mit den in! letzter Zeit erschienenen ani tisemitischen Schriften von! Geistlichen ii.i der Provinz Buenos Aires auf. Bei beiden Begegnungen brachte der Vizepräsident der DAIA, Dr. Cohen Imach den Unwillen der argentinischen Juden über solche unqualifizierbaren, völlig ungerechtfertigten Angriffe zum Ausdruck. Es sei unerhört, dass Geistliche nicht allein in dieser Form antisemitische Artikel! publizieren,"sondern geradezu zur Gewalttätigkeit auf-; fordern würden, j Beide Würdenträger di- ' stanzierten sich von diesem Verhalten ihrer Untergebenen; Bischof Dr. Schell versprach altsbaldiges Einschreiten. — i j Bei der Unterhaltung mit; dem Erzbischof Dr. Plaza ■ überreichte Dr. Samuel Dai i an im Namen der Jüdischen ISRAEL ■ BRIEFMARKEN U WIEDER VER RAEUFER _ ALLE NEUAUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial V ¿AMONTE 650, I/B — Btuioi Aixas, ft*p, Argén«»* del Estado de Israel, JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTQ - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 Delegation aus Israel Bei der Regierungsübergabe an den gewählten Präsidenten Argentiniens am 12. Oktober werden 53 Länder durch Sondermissionen vertreten sein. Wie das argentinische Aussenminiisterium mitteilte, hat Israel ebenfalls die Entsendung einer Delegation angekündigt, an deren Spitze der israelisch« Justizminister Dr. Dow Joseph stehen wird §&illltr Gemeinde von La Plata dem geistlichen Würdenträger eine Kopie des Memorandums, das von den jüdischen Weltorganisationen dem Oekumenischen Konzil unterbreitet worden ist, und 1 bat den Erzbischof, die darj in gemachten Vorschläge zu unterstützen. — | Botschafter in Uruguay; Herr Yeshayahu Anug, bisheriger 1. Botschaftsrat an j der israelischen Botschaft in I Argentinien, wurde zum Botschafter in Uruguay er- ' nannt, wo er Herrn Isaac! Arcavi ablöst, der inzwij sehen auf einen hohen Po- 1 sten in der Jewish Agency berufen wurde. Im vergangenen Jahr war Herr Anug Mitglied der ißraelischen Delegation vor den Vereinten Nationen.— Eine wichtige Publikation Der Council of Jews from Germany (Rat der Juden aus Deutschland) gab eine wichtige Broschüre „Eichmann in Jerusalem“ heraus, in der gegen kürzlich erschienene Veröffentlichungen, unter anderen gegen die Behauptungen der Prof. Hannah Arendt in einer Reihe von Artikeln Stellung genommen wird. — Es ist die Aufgabe dieser Broschüre. wie es in einem Rundbrief des Council heisst. Im Afroasiatischen Institut der Histadrut fraternisieren israelische und ghanesische Studenten hei einem geselligen Beisammensein. die unrichtigen Behauptungen und Darstellungen der Vergangenheit richtig zu stellen. Hiermit werde eine selbstverständliche Pflicht gegenüber dem deutschen Judentum und seinen Opfern erfüllt. — 60. Geburtstag Vor kurzem beging Herr Hans Silber seinen 60. Geburtstag, der vielen unserer Leser aus eeinen Beiträgen (unter diesen einige sehr schöne Gedichte) bekannt ist. Silber war lange Jahre Mitarbeiter der zentralen Fonds in Argentinien. Er lebt heute in Montevideo, wo er Sekretär der Gemeinde ist. Seine Gesinnungstreue hat ihm ebenso wie die Lauterkeit seines Charakter^ viele Freunde verschafft. Besuch im Hospital Esra Der Bürgermeister der Stadt Buenos Aires Architekt Prebisch folgte einer Einladung der Leitung des Jüdischen Krankenhauses und besuchte diese Anstalt in Begleitung von zwei Sekretären. Die Gäste wurden von führenden Angestellten des Hospitals durch verschiedene Abteilungen begleitet, die sie mit grossem Interesse besichtigten. Gegen rassische Diskriminalion Vereinte Nationen. — Der Repräsentant Argentinien« vor den UN, Dr. Francisco Molina Salas, ergriff in der Sozialen Kommission zu einem „Projekt für eine Erklärung über die Ausmerzung aller Formen von rassischer Diskrimination“ das Wort. Er führte aus, es eei schwer zu verstehen, dass bei dem Fortschritt von Wissenschaft und Technik, die uns auf die Schwelle der Er oberung des Weltraums geführt haben, fundamentale Aspekt« in der Gesetzgebung. Erziehung und selbst in den Sitten der Menschen nicht berücksichtigt werden, welche die Fortdauer von Zuständen möglich machen, INDUSTRIAS YUVENA S.A Fábrica de calzado y zapatillas SBSCAHtey ANDON AEG UI 1270 Buenos Aires T. E.: 51 - 4810 J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bine. MITRE 430 V. 0f. 550 T.E.: 30-1474 c>v **Ul*aun t * w 1 die sehen längst überwunden | sein sollten. Dr. Molinas Salas wies im I weiteren darauf hin, dass! das argentinische Gefühl keine irgendwie auf Religij an, Farbe oder nationalen Ursprung gegründete Diskrimination zulasse. In diesem Sinne könne Argentinien stolz sein, das Beispiel der Harmonie und des Zueammenlebens zu geben, die in einem ven den verschieden- I sten Einwanderungsströmen genährten Lande durch Er- ] Ziehung und Unterricht er- | reicht werden könnten. I Die argentinische Delegation, so betonte Molina Salas, betrachte in seinen allgemeinen Linien das der 3. Kommission der UN-Generalvercammlung vorliegende Projekt als annehmbar. Hierbei ersuchte er die Kommission darauf bedacht zu sein, dass die Empfehlung positiver Massnahmen wie Erziehung, Unterricht imd die Verbreitung dieser Prinzipien die ihnen gebührende Beachtung finde. Der argentinische Diplomat kündigte abschliessend j an, dass seine Delegation gemeinsam mit den übrigen lateinamerikanischen Ländern verschiedene Zusätze zu der geplanten Erklärung ausarbeite und diese der Kommission in aller Kürze zu unterbreiten gedenke. SCHWEIZER KONTEN Sales, Guthaben usw. von Personen, die durch Krieg oder Verfolgung ums Leben kamen, deren Kontonummer nicht bekannt und für die Bevollmaechtigte nicht vorhanden sind. Nach neuem schweizerischen Gesetz ist Sonder- Regelung vorgesehen. Erben oder sonstige (vermeintliche) Berechtigte können sich jetzt melden. Information erteilt Büro Dr. Hardi Swarsensky (Dienstag, Mittwoch, Freitag von 16 bis 18 Uhr) PUEYRREDON 2190, 1. Stock links Telefonisch werden keine Auskünfte erteilt. Anrufe zwecklos. Israel und Japan Tel Aviv. — Die israelische und japanische Regiering beschlossen, gegenseitig die Gesandschaften in , Botschaften umzuwandeln. JUEDISCHE WOCHENSCHAU in Monfevideo/Uruguay Einzelnummer I. — $ urug. Jabresabono 50.— $ urug. LUFTPOST VERSAND DURCH „PLUNA" ANZEIGEN-ANNAHME Librería Neulaender RIO BRANCO 1231 TeL 8388? Distribuidor: KIOSK TUREK CONSTITUYENTES 1757 TeL 42 640

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