Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2027 (30.8.1963)
- Date
- 1963-08-30
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 30 de Agosto de 1963 Año XXIV. — No. 2027 LA SEMANA ISRAELITA Ereignisse der Woche NOBELPREISTRAEGER SELMAN A. WAKSMAN KOMMT NACH ARGENTINIEN Auf Initiative der südamerikanischen Exekutive des Jüdischen Weltkongresses und unter den Auspizien der argentinischen Vereinigung für das Technikum, wird Professor Selman A. Waksman am 1. September nach Argentinien kommen. Prof. Waksman erhielt im Jahre 1952 den Nobelpreis der Medizin und Physiologie für seine Arbeit auf dem Gebiet der Antibiotica, insbesondere für die Entdeckung des Streptomizin. Prof. Waksman ist der offizielle Gast der argentinischen Regierung und der Universitäten von Buenos Aires, Cordoba und La Plata. Besondere Einladungen erhielt der berühmte Forscher vom Gesundheitsministerium der Nation, der Medizinischen Fakultät und der Medizinischen Akademie der Bundeshauptstadt. Prof. Waksman wird au den genannten Universitäten Vorträge über sein Spezialgebiet halten. Auf seiner Reise nach Argentinien wird Prof. Waksman, der sich in Begleitung seiner Gattin befindet, die Universitäten und Zentren der wissenschaftlichen Forschungen in Rio de Jane:ro, San Paolo und Montevideo besuchen. Auch in Brasilien und Uruguay ist Prof. Waks man offizieller Gast der Regierung. Der Gelehrte Dr. Selman Waksman wurde am 22. Juli 1888 in Priluka bei Kiew geboren. 1910 kam er in die USA, wo er aufgrund einer Freistelle am Rudgers College stud;er- 1e. Er erwarb einen Titel auf dem Gebiet der Agronomie (Landwirtschaftskunde), wurde dann zum Assistenten bei bakteriologischen Forschungen bestimmt vnd kam zu Prof. Lipman ans Forschungsinstitut von New Jersey. Kurze Zeit danach erhielt er auch seinen Titel in den medizinischen Wissenschaften. 1916 nahm er die amerikanische Staatsbürgerschaft an. — Seine wissenschaftliche Laufbahn ist ven ausserordentlichen Erfolgen begleitet. Er Isitete die bedeutendsten Forschungsstätten für Mikrobiologie und be- „Revirement“ von 5 Künstlern Dar, Teatro Colon bittet um Kenntnisnahme seitens des Publikums, dass eine Anzahl von für die laufende Saison bereits 1961 und 1962 kontraktierten und unter 'Zusage stehenden Künstlern aus Gesundheitsrücksichten — zum TeiLe 'wenige Tage vor der Vorstellung — abtelegraphiert haben. So sind, stets im letzten Moment, ersetzt worden: Dirigent Istvan Kertesz durch Pierre Dervaux, die Sängerinnen Amy Shuard, Rita Gorr, Mirella Freni durch: Luisa Maragliano, Oralia Dominguez, Jeanette Scovotti und der Bassist Mazzoli durch William Wildermann. vor einigen Jahren zurück, um sich ganz der wissenschaftlichen Forschung hinzugeben. Auch für Industrielle Unternehmungen arbeitete Prof. Wraksman in verschiedenen Stadien seiner glanzvollen Laufbahn. Er ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften in den USA. Frankreich, Deutschland, Schweden. Mexiko, Indien, Brasilien, Spanien und Israel, kleidete eine Reihe von Professuren. Von seiner aktiven Lehrtätigkeit zog er sich Nobelpreistraeger Professor Waksman erhielt eine übergrosse Anzahl von Auszeichnungen, ihm wurden Preise und Ehrentitel verliehen, er ist Präsident vieler wissenschaftlicher Vereinigungen und Kongresse. Neben vielen anderen Doktorhüten erhielt Professor Waksman diese Auszeichnung h. c. von der He bräisclpn Universität zu Jerusalem. Unter all den Abzeichnungen, zu denen hohe Orden und Titel gehören, dürf- | ts der ihm zugesprochene Nobelpreis 1952 besonders hervorzuheben sein. Von den anderen Ehrungen sei hier nur noch die Verleihung eines hohen Ordens durch den Kaiser von Japan erwähnt. Prof. Waksman hat mehr , als 400 wissenschaftliche Arbeiten — eine Anzahl von diesen mit anderen Gelehrten gemeinsam — verfasst. Die Titel können hier nicht alle aufgeführt werden. — Streptomizin ist dasjenige von den durch Prof. Waksman gefundenen Präparaten. die wirtschaftlich am stärksten ausgenutzt werden konnten. Aus den Eingängen wurde die grosse Forschuneisstätte gebaut, deren erster Direktor Waksman JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 war. Der Teil der Einnahmen hieraus, der für W ,ks man reserviert worden ist, wurde von dem Gelehrten zum Bau einer besonderen Forschungsstätte und zu deren Erhaltung bestimmt. — Bedeutungsvoller Besuch Der Besuch eines so anerkannten Mannes wie Prof. Waksman, dessen Namen zu den berühmtesten der Zeitgenossen gehört, hat für die lateinamerikanischen I»än der, die er besucht, eine besondere Bedeutung. Dies spiegelt sich allein schon in der Tatcache wider, dass Waksman zum Ehrengast der Regierungen erklärt worden ißt. Ueber seine wissenschaftlichen Leistungen im einzelnen sollen und werden die Fachblätter berichien. Dass aber der Namen Waksman mit einer der für die Menschheit wichtigsten Erfindungen, dem Streptomi zin, verbunden ißt, und was dies für Millionen oder für alle Menschen bedeutet, das weiss auch jeder Laie. Krankheiten, die früher meistens tödlich ausgingen oder die eine Todesgefahr her aufbeschworen haben, werden heule mithilfe dieses Medikamentes meist überwunden. So darf man wohl ohne Uebetreibung behaup ten, dass auch Prof. Selman Waksman zu jenen „Wohltätern der Menschheit“ gehört, deren Namen für immer in die Annalen der menschlichen Geschichte verzeichnet sein dürften. W'aksman ist ein „Kämpfer für das Leben“, wie es andere grosse Forscher, Aerzte, Chemiker usw. ge wesen sind, über die vor Jahren Paul de Kruif geschrieben hat. Kämpfer fürs Leben waren Männer aller Nationen, Völker und Glaubensgemeinschaften. Denn Wissenschaft und menschlicher Genius sind nicht an enge Fesseln gebunden. Die lateinamerikan'sche Oef fentliehkeit mag aber wissen, dass Waksman. in Russland geboren und in den Vereinigten Staaten von Nordamerika lebend, ein , Jude ist, der sich auch zum Judesein und Judentum bekennt. Gerade am La Plata. wo vor einigen Monaten manche judengegnerische Stimme zu hören war, soll te man verstehen, dasß jüdische Wissenschaftler wie Waksman Hilfe, Rettung und Lebenserhaltung Millionen Menschen auf dem weiten Erdenrund gebracht haben. Flesch in Montevideo Für den Keren Hajessod sprach auf mehreren Veranstaltungen der Beauftragte dieseß zentralen israelischen Fonds, Herr George Flesch (Tel Aviv), der der er',ten Knesset angehörte und eine leitende Rolle in der Maecabi Bewegung spielte. Flesch wird sien auch wieder einige Zeit in Argentinien aufhalten, wo er neben vielen anderen Funktionen, Ansprachen und Reisen ms Landesinnere im Kreis de»; zentraleuropäischen Koinpagne-Comites das Wort er greifen wird. — WIZO-Gruppe „Kanna Szenes“ In den Räumen des Culto Israelita de Belgrrr.o sprach am vergangenen Wochenende Frau Dr. Risa Bernnaut im Rahmen einer Kulturver 1 ar.staltung der Wizo-Gruppe Beigrano ..Hanna Szenes“ über das Thema „Psychpä dagogie und Orientation“. In ihren Begrüssurgsworten an die zahlreich erschienenen Gäste wies die Präsidentin der Grunpe. Frau Margot Schmul, u. a. ' darauf hin, dass die Wizo- Fraucn immer bereit sind, ihr Wissen zu bereichern und etwas Neues zu lernen, und immer da sind, wenn Israel sie braucht. Dann stellte sie die Rednerin vor. über deren Studien und Wirken sie berichtete Frau Dr. Bernhaut begann ihr interessantes Referat mit der Schilderung der drei Lebensepochen des Kindes, ven der Geburt bis zum Zahnwechsel ,bis zur Púber tät und schliesslich bis zur Reife, deren Massgeblichkeit für die seelißche, geistige und intellektuelle Entwicklung des Kindes sie beschrieb. Sie verwies auf den entscheidenden Einf.uss des Pädagogen auf das normale und das geistig behinderte Kind, und erläuterte die Orientation für Lehrer und Eltern. Nach Beendi gung ihrer Ausführungen beantwortete eie viele Fragen der anwesenden Mütter, und es entwickelte sich eine angeregte Debatte. Kontakt mit Frauen- Organisationen Frau Beba Idelson. Vizepräsidentin der Knesset, über deren Besuch in Argentinien bereits hier ausführlich berichtet worden ist, nahm auch den Kontakt mit den argentinischen Frauen Organisationen auf, insbesondere mit der Dirección Nacional de Seguridad y Protección Social de la Mujer. Eine stattliche Reihe allgemeiner und jüdischer Frauen Organisationen nahmen an der interessanten Aussprache und einem angeregten Gedankenaustausch teil. — Einem 70-Jaehrigen Vor kurzem konnte Herr Siegbert Cohen in Montevideo seinen 70. Geburtstag begehen. Herr Cohen spielt im jüdischen Leben eine beachtenswerte Rolle; seit Jahren gehört er auch der Leitung der CENTRA an. Zahlreiche Ehrenämter worden von dem Jubilar in einer anerkennenswerten Weise versehen. Herr Cohrn, | der dem traditionellen Flü gel angehört, wird hoffentlich noch lange Jahre seine Aufgaben im Dienste der jüdischen Allgemeinheit erfüllen können. — Nueva Comunidad Israelita de Cordoba Endlich ist es uns nach langen Bemühungen gelungen, ein Eigenheim für unsere Mitglieder zu scharfen, TEATRO COLON! Viernes 30, 17.30 hß. 8a. y últ. conc. del ab. a 8 sol y conj.: Concierto de la Orquesta de Cámara de Israel. Viernes, 30 a las 21 hs.: lia. fuñe, de Gran Abono: Falstaff, de Verdi, con: Ligabue, Scovotti, Dominöuez, Souza. Evans, Wacchter. Alva. Dir. orq.: Fernando Previtali, Regie: Hans Hartlob, dec. y vest.: Skkehard Gruebler. — Nota: para esta fuñe, es oblig. traje de gala para damas y eaoall. en plat. y palccß. Sábado 31 a las 17 horas: fuñe. extr. de Ballett a cargo del cuerpo est., orqu filarmón. de Bs. Aires. Agón (Stranvinsky), Blancanieves (Gicnneo). Dir. orq. A. Tau- : risllo. Sábado a las 21 30 horas: fuñe, exlraord. El Trovador de Verdi. Domingo 1ro. a las 17 hs : Ha. fuñe. ab. dom. vesp.: Falstaff de Verdi con los nvsmos interpretes del día 30. Domingo 1ro. a las 11 hs : Ira. fuñe, del ab. mat. Orquesta de Cámara de Israel. Lunes 2 a las 21.30 horas: Orq. Sinfón. Nacional. Miércoles 4 a las 21 hs.: fuñe, extraord.: Falstaff, de Verdi, con los m.sm. intérpreteß del día 30. Gedenkbuch des Council Das vom Council of Jews from Germany (183-189 Finc-hley Road, London, N. W. 3) gepirnte Gedenkbuch führender jüdischer Persönlichkeiten, die dem Nazi- Terror '» Deutschland oder in der Deportation zum Opfer fielen, steht nunmehr vor dem Abseh'uss. Angaben sind noch in folgenden Fäl en erbeten: 1) Personalien (Geburtsort und -datum. Deportationsdalum und -ort, Todestag und -ort) sowie kurzer Lebenslauf für die Folgenden, die in den letzten Jahren in Diensten des Palästina Amts und der zionistischen Fonds in Deutschland gestanden haben: a) Dr. Ludwig Jacoby 'Leitung des Palästina- Amts). Berlin. b) Dr. Rudolf Pick (Leitung des Palästina-Amts), Berlin c) Kammevgerichtsrat Erich Gerechter (Leiter der Rechtsabteilung des Palästina-Amtes), Berlin. d) Dr. Bruno Schoenfeld (Leiter des Keren Hajessod, später Verwaltungsdirektor des Krankenhauhauses der Jüdischen Gemeinde). Berlin e) Erich Kopydlowski, Berlin. 2) Ferner werden gleiche Angaben, wenn möglich mit Foto für Folgende erbeten: a) Rabbiner Dr. Joseph, Berlin (Gefängnisseelsorger) b) R. A. Dr. Bruno Mendeicohn. Berlin (seit 1933 Leiter der Jüdischen Wirtschaftshilfe ¿er Jüdischen Gemeinde zn Berlin.) c) Regina Jenas, Berlin (Predigerin und Lehrerin) d) Rabbiner Dr. Bernhard Hamburger, Breslau (letzter kons. Rabbiner der Altglogauschul und Lehrer der Jüdischen Realschule, W'allstrasse) et Rabbiner Dr. Siegfried Behrens Fürth f) R. A. Dr. Heinrich Elkeies. Berlin (Hauptvorstandsmitglied des Zentralvereins und der Bundesleitung des Reichsbundes jüdischer Frontsoldat:»). g) Rabbiner Dr. Gustav Cohn, Leipzig. 3) Fotografien werden noch von den Folgenden benötigt: a) Rabbiner Herbert Finkeischerer. München b) Rabbiner Israel Fingelscherer. München c) Clara Ißrael. Berlin-Spandau (Sozialarbeit) d) R. A. Max Schleimer, Hannover e) Dora Silbermann. Berlin (Leiterin im Jüdischen Wohlfahrtsamt der Gemeinde zu Berlin) f) Werner Simon, Homburg und Berlin. g) Martha Wertheimer. Berlin h) Landesrabbiner Josef Wiesen, Itebe, Rabbiner für Sachsen, Weimar und Eisenach. das unseren Ansprüchen genügt und im Bereich untrerer finanzilelen Möglichkeiten liegt. Die Adresse lautet: Rioja 841, Cordoba, eine ausserordentlich zentrale Lage, gut erreichbar für alle Mitglieder. Wir hoffen, dass wir unser Heim in der ersten Septeinberhälfte einweihen können, sodass wir die Gottesdienste zu den hohen Feiertagen be reits dort abhalten werden können. Außserdem beabsichtigen wir, vorher einen Einweihungsgottesdienst zu veranstalten, dessen Dafum und weitere Einzelheiten wir noch bekannt geben werden. Wir möchten darauf hinweisen, dass wir in den letzten Monaten ausser regel massigen Freitagßabendgottesdiensten auch Kulturveranstaltungen organisiert haben, die bei Mitgliedern und Freunden erfreulicherweise grossen Anklang gefunden haben. Wir bitten hiermit sowohl unsere Mitglieder wie auch sonstige Interesßenten. die zur Zeit der Hohen Feiertage sich in Córdoba oder Umgebung aufhalten werden, sich oereits jetzt schon an unser Sekretariat — Cnel. Bulnes 820, Barrio Juniors — zu wenden, um Plätze für die Feiertagsgottesdienste zu reservieren. Am Sonntag, den 8. September, um 10 Uhr wird von unserer Gemeind? aus ein gemeinsamer Friedhofsbesuch auf dem neuen israelitischen Friedhof stattfinden. ISRAEL - BRIEFMARKEN AW WIEDERVERKAEUFER _ ALLE NEUAUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial VIAMONTE 550. l/B — Bueao* Aires, Rep Argentina del Estado de Israel, SCHWEIZER KONTEN £ ♦ Safes. Guthaben usw. von Personen, die durch | Krieg oder Verfolgung ums Leben kamen, deren J Kontonummer nicht bekannt und für die Bsvoll- $ maechtigte nicht vorhanden sind. e i Nach neuem schweizerischen Geselz ist Sonder- Regelung vorgesehen. Erben oder sonstige (verj; meintliche) Berechtigte können sich jetzt melden Information erteilt Büro Dr. Hardi Swarsensky (Dienstag, Mittwoch, Freitag von 16 bis 18 Uhr) PUEYRREDON 2190, 1. Stock links <> <> <> <> <• <; Telefonisch werden keine Auskünfte erteilt. * ¡! Anrufe zwecklos. £ .wi^v»w\\ uwvwvvfvw^vmwwvwwwvwrm % \ vj