Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2027 (30.8.1963)
- Date
- 1963-08-30
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Viernes. 3« de Agosto de l?f¡3 LA SEMANA SRAELITA Año XXIV. No. 2027 Aufgaben der jüdischen Jugend Musik in Buenos Aires Jerusalem. — Dr. Nachum Goldmann, der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, sprach zu den Teilnehmern am Welttreffen der jüdischen Jugend über den Stand der Weltjudenheit Er forderte die Jugend auf, rieh nicht dem Konformismus zu beugen und auch nicht zu zögern, gegen den Strom zu schwimmen. Er bedauerte, dass viele Jugendliche sich beute vom Judentum abwenden, um für nichtjüdisehe Ideologien zu kämpfen, und ermahnte, dass diese Kräfte ,,an der inneren Front“ nützlicher ßein und eine Belebung des jüdischen Lebens darstellen könnten. Er forderte zur Wahrung der klassischen jüdischen Haltung auf, um die jüdische Einheit zu retten, und warnte, dass eine Gemeinschaft in der Galut, weiche keinen Kontakt mit Israel unterhält, nicht überleben werde. Die Ziele und Aufgaben der jüdischen Jugend wurden von folgenden Vertretern der Jugend analysiert: Jedidia Cohen von der Bne Akiwa (Israel', Dan Silver (USA), S. Gerstenfeld (Holland) und Emanuel Tenenbaum vom Regionalen Ju gendausschuss Südamerikas. Die Konvention gedachte des 20. Jahrestages des Warschauer Ghetto Aufstandes. Die Gedenkrede hielt die Kämpferin und Dichterin Ziwia Lubetkin. Die Schaffung einet; Weltrats für die Koordinierung der jüdischen Jugendorganisationen wurde vor Beendigung der einwöchigen Konferenz vom ständigen Comité der Konferenz in Vorschlag gebracht und von der Jugend- und Chaluz-Ableilung der Jewish Agency befürwortet. Acht Kommissionen mit je 40 Mitgliedern waren ständig an der Ar beit, die sie nur unteroraehen. um an einem vom Präsidenten Shazar veranstalteten Empfang teilzunehmen. JUEDISCHE BUCHHANDLUNG TALESSIM, MACHSO- J RIM (span. UeberseTzg. i J LUACH 5724, Neujahrs- * Glückwunsehkcrter. * G. KAPLANSKY Pueyrredón 451 T. E. 89-3431 Gratulieren Sie Ihren Verwandten und Freunden in Amerika, Israel und Europa zu Rosch Haschonoh mit einer nrntD nw Glückwunsch - Anzeige in der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU LA SEMAN» ISRAELITA Die SONDERNUMMER erscheint am DIENSTAG, DEN 17. SEPTEMBER 1963. Annahme taeglich ausser Sonnabend und Sonntag in unserem Büro in der Pueyrredon 2(90, I. St. links (esq. Las Heras) T. E. 83-2613 Dr. Nachum Goldmann unterrichtete die 400 Delegierten aus 39 Ländern über j die Lage der Juden in der Sowjetunion, deren Nöte er als zweitdringlich,ste Aufgabe nach der Sicherheit Israels im jüdischen Leben unserer Generation bezeichnet«. RESOLUTIONEN Die Weltkonferenz der jüdischen Jugend nahm verschiedene Resolutionen an. in denen die Besorgnis über das Wiederaufflammen des gewalttätigen Antisemitismv,3 und Neofaschismus zum Ausdruck kommt und die jüdische Jugend in der Welt aufgefordert wird, auf diese Angriffe mit Festigkeit und Entschlossenheit zur Ehre des jüdischen Volkes zu reagieren. Mit Stolz wird der von jüdischen Jugendlichen gegen di« tätlichen antisemitischen Angriffe in gewirben Ländern bewiesene Haltung Erwähnung getan. Die Konferenz richtete eine Botschaft der Brüderlichkeit und Aufmunterung an die jüdisch? Jugend in Russland, in der sie ihre Ueoerzeugung ausspricht, dass der Tag nicht fern sei. da die jungen Juden in allen Ländern sich an die international organisierte jüdische Jugend arßchliessen werden, um gemeinsam den Weg der Einheit des jüdischen Volkes zu besenreiten. Die im Ausland befindlichen israelischen Studenten werden aufge fordert, mit den jüdischen Gemeinden an ihrem Wohnsitz Fühlung zu nehmen und die wichtige Aufgabe zu erfüllen das In teresse der jüdtechen Jugendlichen in der Diaspora auf Israel zu konzentrieren und sie zu einer aktiveren Zusammenarbeit anzuspornen. Von der Jewish Agency Jerusalem. — Die Jewish Agency hat zur Zentralisierung der Tätigkeit für die Absorpticn westlicher Immigranten neue Ernennungen vorgenommen; es handelt sich um die ersten Schr;tte zur Errichtung einer zentralen Behörde. In Amerika werden Rabbi Mordechai Kirschblum tnd Louis Sega! diese Tätigkeit, zugleich mit der PATWA. leiten. In Israel ist Reuwen Golan zum Leiter der Abteilung für westlich« Immigration der J. A., mit Sitz in Tel Aviv, ernannt worden. —- - t 4 4 4 i i 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 MOSCHE SHARETT SPRICHT Heute ist es gewiss schwerer als im Laufe vieler Jahrhunderte, ein Jude zu sein, ßo führte Mosche Sharett, Präsident der Exeku tiva der Jewish Agency, aus, der in der Schluss-Sitzung des Welttreffens der jüdisch;,! Jugend das Wort ergriff. Die Delegierten träfen überall auf Gleichgültigkeit, Lsere und Apa‘hie, und ihre Aufgabe sei es, das jüdische Leben in der Welt mit einer stärkeren geistigen, gefühlsmässigen und intellektuellen Spannung zu erfüllen. Es sei irrig und unverantwortlich, die Augen vor der Unabwendbarkeit des jüdischen Geschicks zu verschliessen. dass eine erhebliche Zahl von Juden auf unbeßtimmt-e Zeit, vielleicht für immer in der Zerstreuung leben müssten. Mit diesem Faktor müsse die jüdische Erziehung rechnen. Israel sei gehalten, seiner Jugend die Verantwortung für die jüdischen Gemeinden in der Welt vor Augen zu halten und das Gefühl der Isolierung und Einzigartigkeit zu bekämpfen, das die junge israelische Generation unbewusst von ihrer historischen Tradition abgelenkt habe. „DER TROUBADOUR" IM COLON Fast 110 Jahre alt, also nahezu vier Generationen, ist ,,11 Trovatore“ und gehört zu den meistgespielten Verdi-Opern. 40 Jahre vor dem genialen Wurf „Falstaff“ entstanden, fehlt er auf kaum einem Opernspielplan. Seine Musik ist populär, oft nicht von Plattheiten und Trivialitäten ganz frei, aber ehrlich empfinden., Die Koproduktion Previtali Poettgen-Walter bietet fast schon automatisch eine Gewähr, daos die Wiederaufführung als Neuinszenierung und mit neuen Bildern und Kostümen zu einem vollin Erfolg werden musste. Fernando Previtali, bei uns fast nur als Verdi Dirigent, in der alten Welt aber eher als Wegbereiter der Moderne bekannt, bot eine temperamentvolle, Tempi und das Gleichgewicht zwischen Brettern und Graben stets wahrende Version und wurde bereite bei Beginn der Vorstellung enthusiastisch begrüsst. Ernst Poettgen, Meister grossangelegt-sr Massenbewegung und hervorragender Ausleuchtung, lies,; die Oper wiederum auf der Schrägrampe abrollen und bevorzugte, dem Charakter des leidenschaftli- Gemeinschaltsreisen argentinischer Akademiker nach Israel Das israelische Tourteienbüro in Buenos Aires bereitet eine Reihe von Gemein schaftsreisen argentinischer Akademiker in Zusammenarbeit mit der argentinischen Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Univeruität vor, die mit Flugzeugen der „Aerolíneas Argentinas“ und Dampfern der israelischen Schiffahrtsgesellschaft „ZIM“ durengeführt werden. Argentinische Aezte, Juristen. Architekten, Ingenieure, Chemiker und Lehrer sowie Angehörige freier Berufe haben jetzt die Möglichkeit, das Land Israel zu besuchen und zu studieren und die anerkannten Universitäten und Forschungsinstitute kennenzulernen. Die erste Gruppe soll sechsnundert Besucher umfassen und wird durch die staatliche argentinische Flugbnie I „Aerolíneas Argentinas“ und | die israelische ZIM Linie ate I Gemeinschaftsreise durchge- ■ führt werden. Die Touristen fliegen bis zum Mittelländischen Meer, wo sie dann auf einen Dampfer der ZIM umsteigen. Die Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität bereitet bereit,; die erste Reise vor, ■ um den Besuchern jedwede Möglichkeit zu geben, das Land kennenzulcrnen und die wissenschaftlichen Insti-! tute zu besuchen. Das israelische Touristenbüro hilft hierbei mit allen notwendigen Informationen und will auf diese Welse auch den Tourtemus nach Israel ankurbeln und dem Staat neue Freunde erw'erben. Auf einer Pressekonferenz in den Räumen der Freunde der Hebräischen Universität, an der auch der Direktor der „Aerolíneas Argentinas“, der Leiter der israelischen ZIM-Linie. das israelischen Touristenbüros und Vertreter argentinischer Tage,;zeitungen teilnahmen. wurde auch über weitere Einzelheiten und den Ausbau solcher Gemeinschaftsreisen gesprochen, die neue; Freundschaftsbande zwischen Argentinien und Isra- ' el knüpfen werden, | Die argentinische Abtei- | lung des staatlichen israeli- | echen Touristenbüros hat I diese Initiative neuer Geselli schaftsreisen für argentinische Akademiker und Intellektuelle auf sich genom men und auch schon viel zur Steigerung des Touristenverkehrs nach Israel geleistet, der eine bedeutende Einnahmequelle für das Land dar,stellt; es ist zu hoffen, dass diese Arbeit von Erfolg gekrönt sein wird. Die Reisen sind auch als Studienreisen für Akademiker gedacht, die sich in ihren Ferien in Sonderkursen an israelischen Forsehungsir.ßtituten und Universitäten in Spezialfächern vervollkommnen w’ollen; man denkt hierbei an Sonderkurse für Zahnärzte und Bio Chemiker sowie an Kurse für Aerzte, Architekten und andere Berufe. Die Reisen sollen aber auch Erholungsreisen sein und den Touristen die uralte Kultur des jüdischen Landes zeigen. Das genaue Programm werden argeminische Akademiker außarbeiten, damit in kürzester Zeit möglichst viel geboten wird. Die Reis:» werden von der ZIM organisiert, die die einzelnen Gruppen nach Berufen zusammenstellt. Di« freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Aerolíneas Argentinas, ZIM und dem israelischen Touriß*enbüro gewährt den Teilnehmern grosse finanzielle Vorteile. Die Reisen werden mit einem „,Comet 4“ veranstaltet und später mit einem Luxusdampfer der ZIM fortgesetzt. Der Direktor der Aerolíneas Argentinas, Señor Urreta Saenz Peña, begnisste die anwesenden Journalisten und Vertreter jüdischer Organisationen und sprach seine Zufriedenheit über eie gut organisierten Vorbereitungen zu den Gemeinschaftsreisen aus, denen er den besten Erfolg wünschte. Er erwähnte, dass bereits eine grosse Zahl von Anmeldungen vorliegt, so dass weitere Reisen zwischen Argentinien und Israel möglich sein werden. Der Direktor der ZIM Li nie Herr Rothstein, betonte. dass die Dampfer der ZIM reue moderne Luxussehiffe mit allem Koimort sind, die dem Reißender, jede Art Bequemlichkeiten bieten und das Reisen zu einem Erlebnis gestalten , werden. _ chen Inhalts entsprechend, dunkle Farben und düsteren Raum. Die Dekorationen. in seinem Einvernehmen mit Paul Walter ent* j standen, waren modern, ohne jedoch die Tragödie des Minnesängers in die Neuzeit zu verlegen. In der Titelrolle machte Luigi Ottolini (Manrico) sein hiesiges Debüt; er verfügt über einen voluminösen, nicht immer rein und gleich massig fliessenden Tenor. Die Leonor, eine gefürchtete Sopranpartie., die Koloratur : Dramatik und Lyrik zugleich umfängt, wurde von Luise Maragliano superb gegeben; die Kultur, kluge Verwaltung und Nichtverausgabung ihrer Stimme verhalf ihr zum grössten Erfolg des Abends. Gleich ihr war Oralia Dominguez als Azucena, die Zigeuner;»,, gross in Form, zeigte aber kein ebenmässiges Register. Schwer ist zu sagen, wer von den tragenden Sängern besser in seinem Element war, ob Cornel MacNeil als Graf Luna oder William Wildermam in der Rolle des Ferrando. Souverän, vo kalistisch unübertrefflich und stets das Geschehen dominierend, fochten sie einen homerißchen Zweikampf aus. Die kleinen Rollen waren gut besetzt. Tullio Bcni liess, wie kaum anders zu erwarten, dbn Colön-Chor prachtvoll singen. Es gab sich von Akt zu Akt stei geraden Beifall, der schliesslich in Ovationen mündete. Schade, dass die Vor,Heilungen im Colon so spät begirnen und unnötig durch lange Pausen in die Länga gezerrt werden. Die vic-aktige, in acht Bilder geteilte Aufführung dauerte fast 41a Stunden. VERDI-REQUIEM IM COLON Als drittes Werk im Andenken an Giuseppe Verdis 150. Geburtstag bot da,; Teatro Colön seine „Messa Da Requiem", die der grosse . Italiener anlässlich des Ab lebens seines Freundee Ales- 'sandro Manzoni 1874 schrieb, ein Opus „sui generis“. Immer muss ich an die Feststellung Bruno Walters denken, der dieses geistliche Opus als eine Oper im Oratoriengewand bezeichnete. Und der aufmerksame Hörer wird viel operistische Dramatik und verhältnismässig wenig Sakrales heraushören. Dennoch war Verdi ein tiefreligiöser Mensch, und seine zum Ausdruck gebrachte Inbrunst ist nichts anderes als durch die Brille eines Theaterfachmanns geschaute und empfundene Frömmigkeit. Ehrlich, wie sein Wesen, wie sein Lebenswerk. ißt auch dieses in die Musikgeschichte unter dem Namen „Verdi - Requiem“ eingegangene Oratorium. Die gediegene, von hohem künstlerischen Ernst zeu gende Interpretation mit Fernando Previtali am Pult überraschte dennoch zuweilen durch schleppende Tempi; seine wissenden Hände gestalteten das Werk zu einem Gusß, der — leider muss es immer wieder gesagt werden — durch eine völlig unmotivierte und unnötige Pause sowie durch für meine Begriife bei einem geistlichen Werk taktlosen Applaus zerbrochen wurde. Seine Solisten waren Luisa Maragliano, deren ansprechender Sopran sich seiner Aufgabe korrekt gewachsen zeigte; Oralia Dominguez (Alt) bot die weitaus beste Vokalleistung des Konzerts; der Tenor Luigi Ottolini, anders als im „Troubadour“, hatte viele glückliche Momente und sang auch bedeutend sauberer; der Bass'ßt William Wildermann hatte wiederholt Mühe, sich neben seinen Kollegen zu behaupten. Tullio Boni stellte sich vor zwölf Jahren dem Colön-Publikum mit demselben Werk vor. Damals wie heute ist er der strenge, musikalisch-überle gene Chordirigent, der mittels minutiösen, verantwortungsvollen Einstudierung gen eine Prachtleistung mit dem Colön Chor vollbrachte. Curt B. M. Weissstein Die glückliche Geburt ihres Sohnes CLAUDIO DANIEL zeigen hocherfreut an ENRIQUE SCHUTZ und Frau ANNI geb. BERICH Nogova 5488 Buenos Aires 25. August 1963 n " n STATT KARTEN BERNARD0 R0UMACHK0VSKY HANS! R0UMACHK0VSKY geb. JACOB VERMAEHLTE Trauung: Sonntag, den 8. September, um 16 Uhr 30 in der Synagoge Aehdus Israel, Moldes 2449. Cuba 1858 planta baja “D” Lavalle 2905 LUACH - (KALENDER) 10. Elul 11. Elul Freitag, den 30. August Sonnabend, den 31. August Parsehat KI TEZE 5. B. M. XXI 10 — XXV 19 Haiatara Yeschayahu LIV 1 — 10 Sonntag den 1. September Montag den 2. September Dienstag, den 3. September Mittwoch, den 4. September Donnerstag, den 5. September Freitag, den 6. September Sonnabend, den 7. September Parschat KI TAWO 5. B. M. Haftara Yeschayahu Sonntag, den 8. September Montag den 9. September Dienstag, den 10. September Mittwoch, den 11. September Donneretag. den 12. September Freitag, den 13. September Sonnabend den 14. September P. NITZAWIM VAYELECH 5. B. —. Haftara Yeschayahu LXI 10 — LX.m » Sonntag, den 15. September ■ M 1. Tag Slichot 8 12. Elul 13. Elul 14 Elul 15. Elul 16. Elul 17. Elul 18. Elul XXVI 1 — XXIX 8 LX 1 — 22 19. Elul 20. Elul 21. Elul 22. Elul 23. Elul 24. Elul 25. Elul -M. XX1X9 - XXXI 30